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Die Dresdner-Philharmonie, gegründet 1870, gehört in die Reihe weltberühmter Dresdner Kulturinstitute. 1947 übernahm Prof. Bongartz die künstlerische Leitung, die er 17 Jahre innehatte. Seiner tatkräftigen Aufbauarbeit sowie umfassender staatlicher Unterstützung war es zu verdanken, daß das Orchester binnen kurzem zu neuer künstlerischer Höhe aufstieg. 1964 bis 1967 wirkte Prof. Horst Förster, danach Generalmusikdirektor Prof. Kurt Masur als Leiter des Orchesters. Von 1972 an trat Gene ralmusikdirektor Günther Herbig für fünf Jahre an die Spitze der Dresdner Philharmonie und von 1977 bis 1985 war Generalmusikdirektor Herbert Kegel Chefdirigent. 1986 wurde Jörg-Peter Weigle in die Position des Chefdi rigenten berufen. Die Dresdner Philharmoniker konnten in den letzten Jahrzehnten ihren Ruf als Spitzenorchester weiter entwickeln und ihre Ausstrahlung im eigenen Land ebenso wie auf internationalen Konzertpodien bestätigen. Rolf-Dieter Arens, geb. 1945, gehört zu den begabte sten Pianisten der jungen Generation in der ehemaligen DDR und ist Dozent an der Franz-Liszt-Hochschule Wei mar. Er studierte an der Leibziger Hochschule für Musik Klavier bei Heinz Volger und Kammermusik bei Ludwig Schuster. Seine Teilnahme an internationalen Wettbe werben war überaus erfolgreich. Zahlreiche Konzerte in der DDR, CSSR, UdSSR, in Frankreich, Italien, Portugal, Schweden, Großbritannien, in der Schweiz und der BRD zeugen von einer beachtlichen künstlerischen Wirksam keit des jungen Interpreten. Rolf-Dieter Arens ist den Be suchern der Konzerte des Welser Kulturringes durch drei Abende im Cordatussaal in bester Erinnerung. Nach seinem Welser Erstauftreten 1985, das vor allem im Zeichen faszi nierender Bach-Interpretationen stand, holte der Kultumng Arens in den Jahren 1987 und 1989 neuerdings nach Wels. Jörg-Peter Weigle, geb. 1953 in Greifswald, leitete bereits mit 27 Jahren eines der hervorragendsten professionellen Vokalensembles in Europa, den Leipziger Rundfunkchor. Mit 33 berief ihn die Dresdner Philharmonie zu ihrem Chef dirigenten. Mit 35 wurde er in Würdigung seiner Verdienste zum Generalmusikdirektor ernannt.