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01-Frühausgabe Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 30.03.1905
- Titel
- 01-Frühausgabe
- Erscheinungsdatum
- 1905-03-30
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-19050330019
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-1905033001
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-1905033001
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1905
-
Monat
1905-03
- Tag 1905-03-30
-
Monat
1905-03
-
Jahr
1905
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Annahmrschlutz für Anzeigen: Abend-Ausgabe: vormittags 10 Uhr. Morgen-AuSgabr: nachmittag» 4 Uhr. Anzeigen sind stets an die Expedition zn richten. Extra-Beilagen (nur mit der Morgee.- Ausgabe) nach besonderer Vereinbarung. Die Expedition ist wochentags ununterbrochen geöffnet von früh 8 bis abends 7 Uhr. Druck und Verlag von E. Polz in Leipzig (Jnb. vr. V.. R. L W. «liukhardtl Nr. 162. Donnerstag den 30. März 1905. SS. Jahrgang. Vas wichtigste vom Lage. * Die Leipziger Stadtverordneten bewilligten in ihrer gestrigen Sitzung 574 000 -4k für den Umbau des alten Rathauses und die Anbringung von Lauben gängen an der Markisette. * Der Reichstag hat gestern die Militärvorlagen in dritter Lesung angenommen. Damit ist die zwei jährige Dienstzeit gesetzlich festgelegt. (S. Bericht.) * Professor Naret-Koning in Frankfurt a. M. ist gestorben. (S. Musik.) * Das deutsche Schulschiff „Hertha" mit dem Prinzen Adalbert an Bord ist gestern mittag in Neapel ein getroffen. * Der schweizerische Ständerat genehmigte ein stimmig den Handelsvertrag mit Deutschland; er ratifizierte die Sckiedsver träge mit Belgien, Groß britannien, Italien, Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Schweden und Norwegen. * Die nach Kabul entsandte britische Mission hat, nach einem Telegramm aus Peschawar, beute Kabul ver lassen und die Rückreise nach Indien angetreten. * Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Instruktion des japanischen Marineminisleriums vom lO. Februar, durch welche für die Zeit des Krieges mit Rußland die Gegenstände der Kriebskontrebande festgestellt werden, und eine Ergänzung dieser Instruktion vom 9. März. (S. russ.-jap. Krieg.) veruk uns kinkomnttn in Sachsen. Das jetzige Landtagswahlrecht hat eine ganz eigene Einkommen-Statistik ermöglicht. Da sich nämlich die Klassen zugehörigkeit nach dem Betrage der entrichteten Steuer richtet, von der Teilnahme an der Wahl aber das weibliche Geschlecht, alle Personen unter 25 Jahren und alle Nicht sachsen ausgeschlossen sind, so ergibt sich, daß eine Ein kommen-Statistik der Landtagswähler die über 25 Jahre alten männlichen Personen umfaßt, so weit sie Sachsen sind und sonach im allgemeinen mehr das seßhafte Element der Bevölkerung repräsentieren. Erstreckt sich die Statistik auch auf den Beruf, so gewinnt sie natürlich noch erheblich an Wert, denn sie läßt dann einen Schluß auf die Lage der Berussangehörigen zu. Vom Kgl. Sächsischen Statistischen Bureau sind nun solche statistische Erhebungen angestellt worden. Diese mußten sich, da der Landtag nur alle zwei Jahre zum dritten Teil erneuert wird, auf drei von einander getrennte Wahljahre erstrecken. In dem letzten Hefte der „Zeitschrift des Stati stischen BureauS" liegen die Ergebnisse für die Jahre 1897, 1899 und 1901 vor und die hauptsächlichsten Feststellungen lassen wir nachstehend folgen. Die Statistik erstreckt sich auf insgesamt 056 645 Landtagswähler. Da sich die Zahl der ReichS- tagswähler im Jahre 1898 auf 822050 und im Jahre 1903 auf 909 846 bezifferte, so ist sie für 1899 — das mittlere Erhebungsjahr der Statistik — auf 839 600 anzunehmen. Hieraus ergibt sich, daß 78,2 Prozent aller Reichstagswähler auch zugleich Landtagswähler sind, eine immerhin ganz interessante Feststellung. Wir geben nunmehr zunächst die Generalübersicht über vaS Einkommen der Landtagswähler, geschieden nach Selbständigen aller Berufe, Arbeitern, Beamten usw. Es beziffert sich die Zahl der Landtagswähler in den verschiedenen Einkommensklassen wie folgt: Zusammen: 217 781 24 917 314 460 64 923 31038 653119 Rechnen wir die vorstehenden absoluten Ziffern nach Ver- hältniSzahlen um, so ist das Ergebnis folgendes: LinkommkN Gabst. Technisch,« ständige Personal Arbeit.(ein- B amte, schi. männl. Lehrer, Dienstb.) Letzt? rc. Ohne Berus 2»«- gesamt bl» tlOO^i 97 502 4101 248 265 15 970 15 590 38 1428 1100—2800 84<437 16 140 65 592 34 276 9274 209719 2800-4800 - 19110 3199 558 9 292 2 949 35 108 4800—10000 10 331 1075 45 4 049 2016 17 516 l 0 000—20 000 3 719 258 — 963 773 5 713 20000- 56 000 2 094 121 — 334 359 2908 über 56 000 - 588 23 — 39 77 727 100,00 Proz. Selbst ständige Technisch. Z?ttt,(ein- Derional wannl. t!ei,onat Dienstb» Beamte, Lehrer, Aerzte re. Ohne Berus Ins gesamt bis 1100 44,77 16,45 78,95 24,60 50,00 58,24 11- -2800 - 38,78 64,65 20,86 52,79 29,90 32,12 über 2800 - 16,45 18,90 0,19 22,61 20,10 9,64 In vorstehender Berechnung sind die Einkommen von mehr als 2800 nicht nach einzelnen Gruppen mehr ge trennt worden, und zwar aus dem Grunde, weil ein solches Einkommen in Stadt und Land als ein auskömmliches an gesehen werden kann. Legt man diesen Maßstab an, so ergibt sich, daß die Klasse der Beamten, Lehrer, Geistlichen, Aerzte usw., ferner die Berufs losen, die in der Mehrzahl wohl aus Rentnern bestehen, und endlich das technische Personal im Ver hältnis die meisten Personen mit einem Einkommen von über 2800 -4k aufweisen. Dann erst folgen die Selbständigen der verschiedensten Berufe. Die Ursache hierfür ist darin zu suchen, daß durch die große Zahl der Kleinhandwerker (im ganzen 101164, die nur 42 272 wahlberechtigte Arbeiter beschäftigen) der Durchschnitt für die Selbständigen stark herabgedrückt wird. Diesen 101 164 Kleinhandwerkern stehen nämlich nur 116 617 Selbständige anderer Art, wenn wir uns so ausdrücken sollen, gegenüber, und so läßt sich ermessen, welchen Einfluß die Zahl der Kleinhandwerker aus die Ge samtziffer hat. Von den Arbeitern gibt es nur ganz wenige, die ein Einkommen von über 2800 -4k aufweisen können. Wir sehen, daß rund vier Fünftel ein Einkommen bis zu 1100 -4! hatten, während das verbleibende Fünstel ein Einkommen von 1100—2800 -4k hat. Im Ganzen wird übrigens dabei zu unterscheiden sein zwischen dem Einkommen in den einzelnen Berufen, sowie weiter zwischen Einkommen in Stadt und auf dem Land. So wird auch das Einkommen der Arbeiter in der Gesamiziffer bis zu einem gewissen Teile beeinflußt durch den geringen Barverdienst, den die ländlichen Arbeiter haben. Von 22 264 solcher Arbeiter, auf die sich die Statistik erstreckte, hatten 21 491 ein Ein kommen bis zu 1100 -F, und nur 773, also kaum 2,5 Proz., ein solches von 1100—2800 Man ersieht hieraus, wie sich die Verdienstverhältnisse auf dem Lande stellen. Schon die wenigen Angaben, die wir in Vorstehendem machen, zeigen, zu wie interessanten Ergebnissen die Statistik geführt hat. Wir behalten uns vor, auf weitere Einzelheiten noch später einzugehen. Vie ffaiserreise in Oer Aurlanckspresse. Als wichtigstes politisches Moment unter den inter nationalen Wirkungen ver Marokkofabrt deS deutschen Kaisers treten natürlich die Wirrungen hervor, in die sich plötzlich die französische Regierung sehr gegen ihre Neigungen gestoßen sieht. Das Neueste auf dem Gebiet ist das Drängen der nichtministeriellen französischen Presse, Delcassö möge für seine Verlegenheitsbehauptungen den Beweis anlreten. Be sonders heftig drängt die „Aurore": * Parts, 29. März. (Tel.) Die „Aurore" schreibt: Wenn auch Delcass«, wie er durch seine Blätter erklären ließ, wirklich der deutschen Negierung das briti sch- französische Abkommen mitgeteill habe, so müsse notgedrungen eine Spur davon zurückgeblieben sein; eine Kopie oder ein Memorandum müßte davon Zeugnis ab legen und könnte dann Delcassö, wenn er ein solches Schrsststück vorlegte, den Behauptungen der deutschen Blätter ein Ende setzen. Welcher Moment hindert denn Delcasss daran, an seinen Worten Zweifel zu lassen? Andererseits ist auch zu konstatieren, daß ein Teil der französischen Presse der Regierung in die Hände zu arbeiten versucht. Einige Pariser Blätter bauschen die Tatsache, daß der englische Geschäftsträger White sich mit seinem franzö sischen Kollegen in Tanger, de Cherisev, auf dem franzö sischen Kriegsschiff „Duchahla" eingeschifft hat, um die Königin von England in der Meerenge von Gibraltar zu begrüßen, zu einer großen Kundgebung auf. Sie soll das Einvernehmen Englands und Frank reichs beweisen und, wie „Matin" sich ausdrückt, von denen nicht vernachlässigt werden, die geneigt scheinen, es zu tun. Auch aus Madrid verbreitet die „Ag. Havas" em Stimmungs-Telegramm, nach dem der Minister des Aeußern, Villa Urrutia, erklärt hätte, die spanische Regierung sei weit entfernt, in Tanger franzosenfeindliche Kundgebungen zu be günstigen, habe den beurlaubten spanischen Gesandten nach Tanger zurückbefoblen, damit er die jpanische Kolonie ver hindere, an etwaigen Kundgebungen tcilzunehmen; Spanien bleibe der marokkanischen Abmachung mit Frankreich treu. In der Stellungnahme der englischen Presse spiegelt sich deutlich der Unmut des englischen Auswärtigen Amtes wieder. Unser Londoner Korrespondent berichtet uns darüber: j m London, 28. März. Der „Standard" bespricht in längerem Aufsatz die Reise des „German Kaiser" und sagt, die „politische Abenteuerlichkeit, um nicht zu sagen, der politische Eigen sinn", den die Beobachter im Charakter Wilhelms II. zesunden hätten, gebe dem Zwischenfall seine unwider- tehliche Pikanterie. Es sei kein Grund vor handen, anzunehmen, daß der Monarch mit irgend einem bestimmten Verwirrungsplan in Tanger lande; aber niemand könne getadelt werden, der sich wundere, weshalb er „zu dieser befonderen Zeit" überhaupt wünsche, dorthin zu fahren: „Die hervorragenden Persönlichkeiten, denen er die allgemeine Entscheidung in diplomatischen Dingen an vertraut, haben den ernsten Wunsch gezeigt, in ihren Be ziehungen zu Frankreich und anderen Großmächten jede Gefahr der Uneinigkeit oder des Mißverständnisses zu vermeiden." Das Blatt bezieht sich auf die Rede in Bremen und fährt fort: „Wären die, deren Amt es ist, kaiserliche Pläne auszuarbeiten, befragt worden, sie hätten unzweifelhaft von einem Vorgehen abgeraten, daS, ob auch blendend und an sick harmlos, in sonderbarer Weise ungelegen und falscher Beurteilung unterworfen ist ... Der Eifer, womit der Sultan und diejenige Ab teilung seiner Hosleute, die der Annäherung an zivilisato rische und beruhigende Einflüsse am wenigsten geneigt sind, dem Besuche ungewöhnlichen „öelnt" zu geben beflissen sind, muß böse Ahnungen Hervorrufen. Der Kaiser ist viel zu gut unterrichtet, um zu wähnen, daß irgend eine Vorliebe für Deutschland die Demonstration begünstige." Der „Standard" nennt die Zurüstungen der deutschen Kolonie „kompromittierend", soweit sie einen Druck auf die eingeborenen und jüdischen Notabeln in sich schließt: „So sehr auch der Fall davon entfernt ist, als eine Jntrigue gegen die Stellung der Republik in Marokko betrachtet zu werden, ist doch die wirkliche Mäßigung, die die französische Diplomatie betätigt habe, für Frankreich eine hinreichende Garantie. Der Segen der „vutouts oorckiale" zwischen Frankreich und England wird gepriesen, auf den Krieg im fernen Osten und auf die Regelung der Hullgeschichte durch die Pariser Kommission wird Bezug genommen, worauf die Erklärung folgt: „Kein Grad von Pression durch Negierungen, die nicht die gleiche Ursache haben, das Abkommen mit Wohlwollen zu sehen, oder die es vielleicht mit Uebelwollen sehen, weil eS ihren eigenen, weniger löblichen Berechnungen zuwiderläuft, kann uns dazu führen, von einer Verpflichtung zu weichen, die wir uns selbst auferlegt haben. Am wenigsten sind wir gewillt, unser Urteil über den legi- timern Anspruch der Herren von Algier, den maßgeblichen Einfluß im angrenzenden Reich zu behaupten, zu revidieren. Nicht Großbritanniens Sache ist es, zu erörtern, ob das Berliner Kabinett eingeladen zu werden brauchte oder nicht, sich der Aner kennung des Regimes anzuschließen, das wir für uns selbst als heilsam und nicht vernichtbar akzeptiert haben. Alles, was als Zeichen einer Disposition zu Handlungen auf gefaßt werden kann, die der reaktionären oder vielmehr obstruktiv-konservativen Partei in Fez Mut machen, den Rat des Vertreters der französischen Republik zu ver schmähen, ist in diesem Sinne eine Entmutigung der Sache der Zivilisation und ein Hindernis für die Aufrecht erhaltung des diplomatischen guten Willens. Es wäre in der Tat traurig, wenn der kaiserliche Lehrer brüderlichen Vorteils durch Impuls in eine Bahn fortgerissen würde, die mit seiner Ueberzeugung von seiner Pflicht nicht ver einbar wäre." Das Alles läuft natürlich auf die alte englische Maxime hinaus, mit tönenden, aber unverbindlichen Worten scharf zu machen, in diesem Falle Frankreich gegen Deutschland. Ganz ähnlich wurden s. Z. Japan und Portugal bearbeitet. Ihren besonderen Charakter erhält die in der vorstehenden Kor respondenz wiedergegebene Auslassung durch die nahe Be ziehung des konservativen „Standard" zur Regierung. »er Hulstanck in Ziickmstattika. Verlustliste. Die amtliche Verlustliste über die Gefechte bei Kosis üfw. lautet: Gefallen: Unteroffizier August Tctzmann, geb. 5. Februar 1881 zu Göhle, früher Feld- artillerie-Rcg. Nr. 8, Kopfschuß, Gefreiter Kahmir Galecki, geb. 1. September 1881 in Kompie, früher Garde-Kürassier-Reg., Kopfschuß, Reiter Anton Reuther, geb. 30. Mai 1881 m Bockttoa, früher Jnsanterie-Reg. Nr. 95, Kopfschuß, Reiter Wilhelm Struß, geb. 16. Ium 1883 in Schweringen, früher Jnsanterie-Reg. Nr. 74, Schuß in den Unterleib, Retter Martin Wandel, geb. 31. August 1883 in Kntterdingen, früher Feldartillerie-Reg. Nr. 65, Reiter Heinrich Schneider, geb. 20. Augun 1881 in Niederwaldern, früher Maschinengewehr-Abt. Nr. 9, Schuß in den rechten Oberschenkel, Reiter Johann Schlonz, geb. 26. Oktober 1883 in Willstädt, früher Feldartillerie-Reg. Nr. 56, Kopfschuß, Reiter Hermann Schmelzer, geb. 14. August 18W in Bendors, früher Pionier-Bat., Brust schuß, Reiter Johann Simmeit, geb. 28. Januar 1883 in Nuß. früher Piorrier-Bat. Nr. 1, Kopfschuß. Gefreiter Friedrich Brüßle, geb. 24. August 1879 in Horenberg, früher 4. Jnsanterie-Reg. Nr. 112, und Reiter Emu Wittig, geb. 8. Juni 1885 in Grödcl, früher Feld- artillerie-Neg. Nr. 77, Kopfschuß. Schwer verwundet: Sergeant Oskar Weber, geb. 12. Oktober 1876 in Neulebus, früher Jnfanteric-Reg. Nr. 12, Schuß durch das Schulterblatt, Sergeant Wilhelm StöIzle, geb. 24. März 1880 in Meimsheim, früher Fcld- artillerie-Rcg. Nr. 29, Schuß durch die Brust und in den linken Oberarm, Gefreiter Willi Spittel, geb. 2. De zember 1880 in Langensalza, früher Feldartillerie-Reg. Nr. 11, Lchuß in die Brust und die linke Hand, Reiter Emil Naß, geb. 1. Juni 1881 im Dorf Schwetz, früher Husaren-Rea. Nr. 5, Schuß in die linke Hand, Reiter Karl Lucht, geb. 20. November 1882 in Altgerdshagen, früher Pionier-Bat. Nr. 2, Schub in den rechten Oberarm, Militärbäcker Gott- lob Wagner, geb. 11. März 1885 in Waiblingen, früher Jnfanterie-Reg. Nr. 121, Schutz in den rechten Oberarm und Streifschuß am Hals, Reiter Friedrich Kallas, geb. 31. De zember 1882 in Schwittersdori, früher Jnfanterie-Reg. Nr. 176, Schuß in die linke Brust, Reiter Paul Helm, geb. 16. November 1882 in Perleberg, früher Pionier-Bat. Nr. 1, Bruskschuß, Reiter August Norgel, geb. 8. Juni 1883 in Schwarzstein, früher Pionier-Bat. Nr. 8, Schutz durch beide Füße. Reiter Franz Wucher, geb. 14. Januar 1879 in Schiltberg, früher Bayer. 1. Train-Bat., Schuß in den rechten Oberarm und in die Brust. Leicht verwundet: Leutnant d. R. Beermann, geb. 20. November 1874 in Bublitz, früher Jnfanterie-Reg. Nr. 114, Fleischschuß in den linken Unterschenkel, Wachtmeister Bruno Khebe, geb. 20. Mai 1880 in Berlin, früher Feld artillerie-Reg. Nr. 49, Fleischschuß in den rechten Ober schenkel, Sergeant Richard G r o ß m a n n , geb. 10. März 1878 in Cordeschagen, früher Pionier-Bat. Nr. 17, Streif schuß an der rechten Hand, Unteroffizier Hermann Götze, geb. 13. Jüli 1876 in Merseburg, früher Jnsanterie-Reg. Nr. 127, Fleischschuß in den rechten Oberarm, Unteroffizier Arthur v. Kostk, geb. 13. November 1882 in Schidlitz, früher Maschinengewehr-Abt. Nr. 4, Streifschuß am linken Ober arm, Reiter Fritz Witsch er, asb. 12. Juli 1882 in Elber feld, früher Dragoner-Reg. Nr. 4, Schuß in das rechte Ohr, Reiter Johann Matern, geb 12. August 1882 in Allen- stein, früher Pionier-Bat. Nr. 1, Schuß in die linke Hand, Reiter Hugo Steinert, geb. 27. Februar 1884 in Dillen dorf, früher Feldartillerie-Reg. Nr. 5, Streifschuß am rechten Oberschenkel. Reiter Klaus Hoeck, geb. 7. Mai 1883 in Lüderdeich, früher Fußartillerie-Reg. Nr. 3, Streifschuß an der linken Schulter, Reiter August Zacharias, geb. 18. Januar 1883 in Rhein, früher 2. Gaide-Reg., Streifschuß am Kopf, und Reiter Bruno Hohmann, geb. 13. April 1883 in Riesa, früher Jnfanterie-Reg. Nr. 106, Schuß in den rechten Fuß. Nachträglich wird gemeldet: Unteroffizier Albert Beier, geb. 22. Dezember 1879 in Liebenow, früher Grenadier-Reg. Nr. 2, ist am 29. Mai 1904 im Lazarett Otjosoüdu am Typhus gestorben. Vie Krisis in kussianck. Organisation der Inden. Die „Voss. Ztg." meldet aus Petersburg: Die ser Tage wird in Warschau eine Versammlung von pol- nischen und russischen Juden stattfinden, die den Zweck hat. die polnischen Juden, die bisher lediglich als „Polen" politisch wirkten, in das russische demokra tische Lager zu ziehen. Einzelne Meldungen. Nackf einem Telegramm aus Reval fordern zahl reiche Proklamationen die Arbeiter auf. am 2. April Unruhen in Masse zu orgamsiercn. In der Fabrik Dvigatel haben die Unruhen bereits begon nen. — Nach einer Meldung aus Saratow, beschloß eine außerordentliche Gouvernements- Sem st woversammlung, den Minister Les In- nern uni unverzügliche Beratung über die gegenwärtige Lage unter Teilnahme von Vertretern der Saratower Gesellschaft anzugehen, weil die Lage sich immer mehr zuspitze. Erforderlich sei die Aufhebung des verstärkten Schutzes. Um der Gesellschaft die bürgerliche Freiheit zu gewähren, sei keine komplizierte gesetzgeberische Arbeit erforderlich. Ferner wurde beschlossen, den Minister und den Svnod darum anzugehen, öffentlich die lügenhaften Meldungen, wonach die intelligenten Kreise von den Japanern erkauft seien, zu widerlegen. — Die Londoner Morgenblätter veröffentlichen ein fabel haftes Telearamm aus Odessa, demzufolge Aufruhrer in der Nacht zum Montag den Kaiserpalast in Jalta nieder gebrannt hätten ver russisch-japanische Weg. Der „Reichranzelger" meldet unter dem gestrigen Datum: Das japanische M a r i n e m i n i st e r i u m hat unter dem 10. Februar v. I. eine In struktion erlassen, in der für die Zeit des Krieges mit Rußland die Gegenstände der Kriegs kontre- bande festgeslellt werden, und hat diese Instruktion unter dem 9. vor. Mts. dahin ergänzt, daß auch Kleidungsstücke und Materialien zu deren Herstellung derselben, sowie außer Zs UeLeslofk fürs ffaus, Zs unteslialtenäe, anregende kektüre <r/s «r/s ck/s für clie Familie, s/s kür alle lleler, clie neben einer Versicherung Ihres Willens aul clen Eedielen cler Politik uncl VotkLwirtlckskl eine Anregung 6er Phantasie und Zerstreuung in den feierltunden wünschen, vielel in gecliegener Auswahl uncl reicher Ab wechslung clas beißiger Tageblatt. In clen dslcl hungert Zähren keines veltedens Hst es eine leincr wichtigen Aufgaben als erstes familiendlallMilleldeufsdilands ctsrin erblickt, ein ausgezeichnetes peuitteton aus cler kecker bervorragencker Mitarbeiter, Berichte angesehener Kritiker aus alten Eedieten cler kunlt, insbelonctere aber Ipannencle llreählungen eu verötlentlicken. Lingectenk ctes Wortes: „wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen" Hst es ferner im Hauke des vergangenen Zahres nicht weniger als clrel selbständige keilggen neu gelchskken unck ousgedsut: Mußestunden 4- * ?ür untere prauen klicbertildi * * * Auch Im kommenclen Quartal Kol das belprlger Lageblatt lür einen gecliegenen, interellonten beleltokl gelorgt. kuclols kirkebberg-3ura'§ „Möblierte Ammer" E---« EM-ES MS»« « I» E-M-E ein keipaiger Noman von Intimem Neire und spannender Handlung aus der Leit des keipriger Lankkradies gelangt nunmehr rum Abdruck. Vas Werk ckes beliebten prrühlers declarf keiner weiteren Lmpkeklung, es wirkt lich leinen belerkreis letdlt erobern. Abonnenten, clie erkt nack Legion ckes Aomans blnrutreten, erkalten ckie erkten Kapitel nockgetiekert. Vas rweimsl iäglieb crlckeinencke beipriger LagedlaN koktet bei eigenem Nbboien I.— Mk. bei kolendelleilung 1.25 Mk. beim öeruge durcb die poil l.50 Mk.
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