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(früher: Der Grenzbote) 'Sünder?' Luch hier der Stre- ! Sieht eh Er mit.*- Nnzsigsu von hier und aus dem Amtsgerichts- bezirk Äüorf werden mit; ü pfg..von auswärts mit 21 Pfg. dis 5 mal gespaltene Srundzeile oder deren Daum berechnet und bis Mittags 11 Ahr für den nächstfolgenden Tag erdeten -Reklamen dis Aelle t > -psg. j ? Der Grsnzdote erscheint täglich mit Aus-! ()rN0^r I E^r^NZOOtö) 1 «ahme des den Sonn-undFeiertagen solgendsn t . j Tages und kostet vierceljShrlich, vorausbezabl-t L s dar, 2 1y Pfg. Destellungen werden m ! O I r der Geschäftsstelle, von den Austrägern des t v V* I d» S H j VIattes, sowie von allen Kaiserlichen -Post- t j anstalten und -Postboten angenommen j UNO ONH OvEkE VOZNdNO Mdorfer Grenzbots ich will ' Er mir piele Er irres Ge- - sichtbar! gestreng-- lefunden. mit har-> zkeit zu' > i glaubte c denn? m Ent-/ in Dero, er Ma- Haben." etwas Tochter iüire zu m Va- jedoch , seine lle Be- tonarch jungen damit rmmen orf!" ! e, fand, - Josef, aiserin, einen^ befand.' !t 0 n 0 zr Amtsblatt für den Stadtrat zu Adorf Ä Fernsprecher Nr. 14 Verantwortlicher Schriftleiter, Drucker und Verlegerz Vtto Meyer in Adorf Tel.-Ädr.: Grsn^bot» W 18. Donnerstag, den Ä3 Januar Hahrg. 84. Die noch im Umlauf befindlichen und nur bis zum 31. Dezember 19l8 gütigen Notgeldscheine hiesiger Stadt sind bis spätestens den 15. Februar 1919 bei unserer Stadt kinzulöscn. Nach dieser Frist noch im Umlauf befindliche Notgeldscheine werden zur Einlösung nicht mehr von uns angenommen. Adorf, den 20. Januar 1919. Der Stadtrat. In unserer Stadt herrscht ein fühlbarer Wohnungsmangel. Wir können daher nicht dulden, daß Wohnungen unvermietet bleiben. Die Besitzer solcher Wohnungen wollen daher bei Vermeidung von Weiterungen dafür Sorge tragen, daß diese leer stehenden Wohnungen vermietet werden. Des weiteren fordern wir hiermit, um jederzeit einen Ueberblick über die hiesigen Wohnungsverhältnisse zu haben, die hiesigen Hausbesitzer auf, uns schriftlich oder mündlich (Meldeamt) anzuzeige«, sobald eine Wohnung frei bezw. wieder vermietet wird. Udorf, den 21. Januar 1919. Dev Stadtrat. Brermspiritüs K minderbemittelte Haushaltungen, deren Angehörige in Verkehrs-, Fabrik- und Ge werbebetrieben außerhalb ihrer Wohnung beschäftigt sind und Brennspiritus unbedingt zu Küchzwecken nötig haben oder wenn der Spiritus zum Erwärmen von Milch usw. für Kranke, Wöchnerinnen und kleine Rinder gebraucht wird. Markenausgabe: Donnerstag, den 23. Janurr 1919, Nc. 381 — 470 nachm. 1—2 Uhr „ 701- 820 „ 2—3 „ im Einwohnermeldeamt. Nachträgliche Ausgabe findet nicht statt. Adorf, den 21. Januar 1919. Der Stadtrat. Hinstchilich der am 9. Februar 1919 ftatlfmdenden Stadtverordneten-Wahle« machen wir nochmals auf folgendes besonders aufmerksam: I. Trotzdem am 15- ds?. Mts. die Frist zur Erhebung des Einspruchs gegen die Rich tigkeit und Vollständigkeit der Wählerlisten abgelaufen ist, können solche Stimmberechtigte, die nach dem 15. Januar aber vor dem 29 Januar hier ihren wesentlichen Wohnsitz genommen haben oder noch nehmen, Einsprüche noch bis zum 29. Januar anbrtngen. Auf diese Weise können Zuziehende ihre Eintragung in die Wählerlisten noch hcrbeiführen. U Solche stimmberechtigten Kriegsteilnehmern, die infolge der Demobilmachung nach weislich ohne eigenes Verschulden erst noch dem 29. Januar nach Adorf zurückkehren bezw in Adorf ihren westmijchen Wohnsitz nehmen, sind in die Wählerlisten nachzutragen 24 Stunden vor Beginn der Wahl werden diese Nachträge aber abgeschlossen. Adors, den 20. Januar 1919 ' Der Stadtrat. Der Verkauf der auf Warenmarke Nr. 74 entfallenden Waren wird von Dounersrag, den 23. dss. Ml?., an freigegeben. Adorf, den 22. Januar 1919. Städt. LebeNSMittelllMt. Donnerstag, den 23. dss. Mts., nachmittag 1 —v°4 Uhr Verkauf von frischen Seefischen in der städtischen Verkaufsstelle gegen städtische Warenmarke R. Verkaufspreis: Kabliau: 1,70 Schellfisch: 1,40 Schollen: 0,80 Bezugsberechtigt: Gelbe Ausweise Nr. 194 — 260 blaue „ „ 1469-1500 „ ., „ 1501—1650 „ „ „ 1651-1790 Abzugebende Menge: Haushaltungen bis zu Adorf, den 22. Januar 1919. Mork das Pfund, »1 k» k» nachmittag 1—2 Uhr 1-2 ,, » 2 3 „ „ 3 -V-4 „ drei Personen 2 Pfund, darüber 3 Pfund. Städt. Lebensmittelamt KartoMmarken sind eingegangen und kommen, soweit es noch nicht geschehen ist, Donnerstag, den 23. dss. Mts., vorm 8—10 Uhr zur Ausgabe. - Adorf, den 22. Januar 1919. " Städt. LebeNSMittelaml Abgabe von Quark. Zeit der Abgabe: Donnerstag, den 23. dr. Mts. Bezugsberechtigt: gelbe Ausweise Nr. 7 — 12 (gegen Marke l blaue „ 235 — 270 100 Gramm.) Verkaufsstelle«: H. Kindmann. Adorf t. B., den 22. Januar 1919. Städt. LkdeNSMittelaMt Donnerstag, den 23 dss Mts., vorm. V-9 — 11 Uhr Abgabe von Pferdefleisch (gewiegtes) in der städt. Verkaufsstelle. Verkaufspreis: 2 Mark das Pfund. Bezugsberechtigt: 944 — 1550 1551 — 1800 1801 — 2300 Beliefert wird Marke 11. V-9 - '/z10 Uhr V-10- 10 „ Adorf, den 22. Januar 19! 9 Städt. Lebensmittelamt. M WOl der MtiomlversMmlM Ist erfolgt. Sie soll im Februar zusammentreten, und ieS wird noch immer angenommen, daß das ReichstagS- gebäude in Berlin die rechte Stätte für die Tagung kein kann. Die Inschrift an der Front des Hauses: „Dem deutschen Volke", bildet eine Mahnung zur Tä tigkeit für alle Gewählten, sie stellt auch eine Warnung für alle Ruhestörer dar, denn das Volk würde es nicht dulden, wenn seine Vertreter an der' Friedensarbeit gehindert werden. Denn noch besteht der Krieg. So hat der Oberbe fehlshaber der Entente, Marschall Foch, bei den Ver handlungen in Trier dem deutschen Staatssekretär Erz berger geantwortet, der gegen die Ausweisung von Deutschen aus Elsass-Lothringen jetzt im Waffenstill stände Protestierte. Der französische Marschall wollte diesen Einspruch gegen seine militärischen Maßnahmen nicht gelten lassen, er antwortete: „Frankreich und Deutschland haben keinen Frieden, also ist Krieg." Die Folgen davon erkennen wir an den verschärften Wafsenstillstandbedingungen und namentlich auch daran, dass über'die Rück lehr der deutschen Gefangenen ans Feindesland noch immer kein fester Termin eingesetzt wurden ist. Die vollendete Wahl der deutschen Nationalver sammlung ist die erste Tat seit Proklamierung der Re- mblik, es muß die zweite Tat folgen, sobald die Na- ionalversammlung zusammengetreten ist, in einer ent- ' chiedenen Erklärung für den Friedensschluß. Denn ie Sprache der berufenen deutschen Volksvertretung ürd der Entente m.'s der ganzen Welt ganz anders a die Ohren klingen, als die energischsten Kundge bungen einzelner Personen. Ter englische Minister präsident Lloyd George kann dann nicht mehr zu seinen ruhebedürftigen Soldaten sagen: ,.Wir können noch nicht demobilisieren, da wir nicht Nässen, was Deutsch land tun wird." Es muß der Zusammentritt der Ver sammlung nach Kräften beschleunigt werden, schon we gen der deutschen Kriegsgefangenen, die vergebens er warten, daß sich ihnen die Tore der Znternierungsstät- ten für die Freiheit öffnen. > ... Und damit endlich allen den Millionen Deutschen Volls Klarheit über ihr Geschick in der Zukunft gegeben wird. Es ist menschlich erklärlich, wenn sich Tausende dagegen sträuben, die uns angedrohten schweren Kriegs lasten als wirklich bevorstehend anzuerkennen, daß sie erwarten, noch mit einem „blauen Auge" um alle Not der bevorstehenden Jahrs herumzukommen. Gewiß ist allen die Erfüllung dieser Erwartung zu wünschen, aber Hoffnungen sind heute eine Münze, die gar keinen ^rurs hat. wo unsere deutsche Reichsmark schon so ties heraogeorückt ist. Wir wünschen bald klar zu sehen, was uns der Frieden bringt, damit uns die Augen wenigstens aufgehen, wenn sie uns nicht über gehen. Es ist genug Geld da! Wenn auch die früheren Einnahmen des Reiches aus Zöllen nicht vorhanden sind. Wir wissen nicht, wie sie sich wieder ent wickeln werden. Aber über diese und andere Verluste- würden wir schließlich, wenn auch mit zusammeugeblst jenen Zähne», fortkommen, wenn wir den allergröß ten Verlust verhüten, nämlich den am Respekt beim Auslande. Ohne den haben wir keine Zukunft, darüber kann kein Zweifel bestehen. Wenn der Feind uns Fronarbeitern herabdrückt, hat er für uns auch in Zukunft Fußtritte. Es muß wieder kommen, wie es früher war, wo die Engländer und Amerikaner Wohl schimpfen „damned Deutschen", aber dabei eingestanden, verflucht tüchtige Kerls sind die Deutschen doch! ... Dafür muß die RatiWarversammluns moralisch sorgen, sie mutz Lem feindlichen Ausland Respekt elu-l flößen und dem Deutschen zu Hause ins Gewissen redens daß sie alles tim, sich diesen Respekt zu sichern. Da4 ist ebenso nötig, wie eine hinreichende Verpflegung,! denn auch die müßte zum Kuckuck gehen, wenn wir »uS kein Fleisch und kein Brot kaufen können. Lor 70 Jah-> ren ging die erste deutsche Nationalversammlung i« der Frankfurter Paulskirche auseinander, wie bas Horn--' berger Schießen. Mag es von der zweiten großen deut schen Gesamwertrerung heißen, sie war ge'sShlt und war ihrer Wahl würdig! 40 Millionen Wählerinnen:^ und Wähler zählt daS deutsche Reich. Das find »ehr, als Frankreich überhaupt Bewohner hatte. Also den ken wir daran, daß auch die Zahl zu Ehre und Würde verpflichtet. Zk». ' VölkerhsA und Mkerhünd. In Paris tagt zur Zeit die Friedenskonferenz^ die uns den Völkerbund als Beginn des ewigen Feis» dens bringen soll. -tz Ganz so einfach, wie Wilson sich die Sache ge» dacht hatte, wird sich freilich seins Ides nicht verwlrL-- lichsn lassen. Dem erstrebenswerten Ziel stehen zwed Hemmungsposten gegenüber, die wegzaschafseir sehr; schwer sein wird: Tie nüchterne GeschäftserwägunK Englands und der Hatz der Franzosen. GegenLdsc England werden wir vielleicht eher ins Reine kam^ nien, weil dieses Land wenigstens VernmrstgründeiH zugänglich ist, die ihm sagen, datz ein bankrattes Lan» nichts zahlen kann. In Frankreich aber spielt nach wie Var dec blanv« Haß, genährt durch Schauermärchen «tter Art, di« erste Rolle im Zukunftsleben des Volkes unk gegenstbe^ Aus diesem Gefühl des Hasses heraus sucht man i« Frankreich irde Gelegenheit ausAMützen, um den.