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A-Mr G Krenzbote Zageblatt und Anzeiger fLr Adorf (Dogtl^, Bad Elster, A«di»«d«d V»»«bach, Arnsgrün, Berge«, Freiberg, Ober« und Untergettengrün, Hermsgrü», Iugelsburg, Leubeth«, Wuhlhanse«, Rebersrenth, Äemteugrü«, Schönberg, Siebeubruun, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garte». Ver .Adorf" Grenzbott' ist da« zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz t. D. und de, Stadtratei» zu Adorf i.D. behördlicher» s«K« bestimmte Blatt; außerdem enthält der .Adorfrr Grenzbote" auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamt« Adorf i. B„ de« Amtsgericht« und de« Gerichtsvollzieher« zu Adorf i. V. und anderer Behörden. Grscheint täglich «st Aurnahm« »er Sonn- und 8ei"tag». Be»«g» pr«t, halbmonatlich 1.20 RM. «inschl. Trägerlohn. 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Damit wird das englisch-französische Jnleressenbündnis, das seil den Zeilen Eduards VII die Poli tik der beiden westlichen Demokratien bestimmt hat und in dei sogenannten „Entente cordiale" seinen Ausdruck sand, liqui- viert Jeb« steht England allein und mntz ohne Bei- stand fremder Htlfsvölker den Krieg aussechten, den es frevel hafterweise vom Zaune gebrochen hat. Was der Kriegsverbre cher Churchill bisher seinem Volk krampfhasl verheimlich, ha,, mutz er setzt notgedrungen eingestehen: Der Krieg steh, vor Englands Toren, und das Land selbst mutz jetzt für die Kaia strophenpolitik einstehen, die seine pluiokratischen Machthaber zum Verderben Europas betrieben haben. Aber selbst in diesem ernsten Augenblick, wo die Ausein- andersetzung mit Deutschland unmittelbar bevorsteht, finde! der Kriegshetzer Churchill noch starke Worte. Bombastisch lätzl er durch willfährige amerikanische Korrespondenten der Well verkünden, daß er nicht gewillt sei, die Wassen zu strecken und datz er sich aus den erbittertsten Widerstand vorbereite. Die ganze englische Insel gleiche heule einer einzigen „Garnison von 4» Millionen Menschen" In seinem krankhaften Bedürf- auch letzt noch mi, grotzen Zahlen zu bluffen, lätzl er durch die Londoner Presse erklären datz die gesamte männliche Be voikcrung Englands für die Verteidigung des Landes rekru ner, werden soll und datz bereits Tausende von Londonei Burgern mit dem Bau von Schützengräben und Verleid! gunasanlagen begonnen hätten. Das englische Heer soll durch Einberufung neuer Jahrgänge ans vier Millionen Mann er yoht werden. Zusammenhang erinnert man sich daran, das französischen hat. Während in Frankreich alle Männer bis wett über Jahren unter die Fahnen qerusen worden waren, hatte Eng land nur die jüngeren Jahrgänge bis zu 28 Jahren em- berusen. Der Englandknecht Revnaud und seine Presse, voi allem aber die Generale, hatten sich oft über diese Haltung Englands bitter beklagt, aber in London stellte man sich laub, und erst jeyl, aus Angst vor dem deutschen Angriss, wird alles, hc"' *u England einberufen. Churchill selbst soll »» »Man kann die Sicherheil nicht durch List oder Material, sondern nur durch Menschen erkaufen " Vor Tisch börle man es allerdings anders. Da konnte der Kriegsverbre- ch" ^Jwfchsll ja seine Hilfsvölker als willfährige Opfer in den Tod schicken, während er sich selbst aus die Mobllisieruna der lechnischen und materielle» Hilfsquelle» Englands be- schränkle. Jetzl, wo die Gefahr unmittelbar an England selbst heran,ritt, bielei er die Massen seines eigenen Landes ans, ohne allerdings zu bedeuten, datz nicht die Maste entscheidet, sondern ihre Gesinnung und vor allem die Führung Und ge rade daran fehlt es ja vor allem, wie die vernichtende Nieder- läge der englischen Flandernarmee zur Genüge gezeigt hat. Wenn Churchill im Londoner Nachrichtendienst erklären lätzl. datz die britische Luftwaffe durchaus iu der Lage sei, dem deutschen Ansturm zu trotzen und die Eindringlinge zu schlagen, da es diesmal nm das Schicksal der britischen Insel gehe, so handelt es sich dabei nur „m hochtönende Phrasen mil denen er auch jetzt noch das englische Volk über den Ernst der Lage hinwegzuläuschen "chr Die britische Lnstwasse Hai jlch bisher nur durch feige nach,„chc Uebersälle aus wehrlose Zivilistcu „ausgezeichnel Wo ste sich am Tage zum Kampfe stellte, wurde sie. wie ihre vernich,eichx Niederlage beim An- irifs aus Stavanger gerade jetzt wieder beweist, von den deul- chen Fliegern jämmerlich znsaminengeschossen die übrigen Berleidigungsmatznahmen Churchills anbelnftt. so stutzt er sich einmal aus den Teil der englischen ExpedilionsarMee, der aus Dünkirchen flüchten konnte Die Bestände dieser Divisionen sind angeblich „reorganisiert" wor den und sollen den Kern der britischen Verleidlgungsarmee bilden. Ihr „siegreicher Rückzug" aus Flandern läßt aller dings ihren Kampfwen nicht gerade vielversprechend erscheinen Wetter stutz« sich bhurchjg st, der Hauptsache aus die ip Eng land bettndlichcn australischen und kanadischen Soldaten so- wie aus polnische, tschechische und norwegische Kontingente. Die Hauptmasse der britischen Streitkräfte soll allerdings noch durch die Rekrutierung ersatzi werden und ist militärisch noch gar nicht ausgebildet Was die in der letzten Zett im Küsten gebiet geschaffene» Verteidigungsanlagen, Siratzenspcrren. Schützengräben usw anbelangt, so dürfen sie nach den Erfah rungen des Krieges in Frankreich wohl eine noch geringere K-dcnttmg haben als der sogenannte Verleidigungsgünet ^»wgands der von den deutschen Truppen in knapp zwei Tage» durchbrochen worden ist. „ ^'"e Beruhignngspille für das englische Volk ist auch die Erklärung ' Ministers für Flugzeugproduttiou, Lord B e a ve r b r o x, k, der seine „optimistische Ausfassung" damit begründete, daß E»g,nnd im Juni doppelt soviel Flugzeuge fabriziert habe als ch, „wichen Monai des vergangenen Jahres und im übrigen^ amerikanischen Flngzeugliesernngen tröstend hinwies. Inzwischen hat allerdings die deutsche Luftwaffe die englische Flugzeugproduktion durch ihre fort- gesetzieu Angriff wesenittch gestört, und datz der Beitrag der amerikanischen Lusttayrlindustrie nicht allzu protz wird, dafür werden unsere U-Boote zu sorgen wissen. Die Wirklichkeit sich! also für England sehr düster ans. Alle Prahlereien nnd Grotzsprcchereien der Plutokrattschen Kriegsverbrecher können es also nicht vor der bevorstehenden Abrechnung bewahren. Zu spätes GWMis Bonnets Kriegsschuld Englands und Frankreichs offen zugegeben. Niederträchtige Torpedierung der italienischen Friedens- Vermittlung. Wenn die Veröffentlichungen des deutschen Weiß buches über die Kriegsschuld Englands und Frankreichs überhaupt eines Beweises für ihre absolute Richtigkeit und unantastbare Aufrichtigkeit bedürften, so wird er jetzt eindeutig erbracht durch ein Geständnis des früheren sran- jösischen Außenministers George Bonnet. Vor einer bedeutenden Gruppe französischer Abgeordneten in Vichy, die sich mit der Frage der Kriegsschuld beschäftigte, krläuterte Bonnet die Ereignisse und diplomatischen Schritte, die der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland am 3. September 1939 v o r a u s g i n g e n. Bonnet gab seinen Kollegen bekannt, daß er am l. Sep tember im Namen der französischen Regierung dem italieni schen Vermittlungsvorschlag zur Beilegung des deutsch polni schen Konfliktes zugestimntt habe, einen Weg, den bekanntlich auch Deutschland als gangbar akzeptierte. Am 2. September, als Polen mit Deutschland bereis im Kriege war, habe er seine Bemühungen zur Wiederherstellung des Friedens fort gesetzt. Er habe eingewilligt, daß in den folgenden Wochen eine Konferenz stattfinde. Diese Konferenz sei aber durch ote polnische und britische Regierung un möglich gemacht worden, indem sie ultimativ die ehren rührige vorherige Räumung des von Tceutschland bereits be- setzten Gebietes verlangten. Bonne! bestätigte damit eindeutig die Kriegsschuld Polens nnd Englands. Offen gibt er zu, daß es vor allein die Hetzer in London waren, an oeren Halsstarrigkeit diese letzte Mög lichkeit einer friedlichen Lösung scheiterie. Bonnet ist mitschuldig Gleichzeitig klag: der frühere Außenminister sich da mit selbst a n. Die französische Regierung Hal in jenen krttischc» Tage» cs uichi nur acflisscnttich verfäuml, Vas fraiizösiswc Voll über die lcvle Pbasc der divloniattsche» Verhandlungen zu uittcrrichlcn. Bonne, ha, sieh sogar er dreiste!, die deutschen Veröffentlichungen, die unbezweifel bar die Friedensbereitschast des Führers aus der Basis des italienischen Vermittlungsvorschlages zu erkennen gaben, zu dementieren. Statt aus dir Stimme deS Gewissens zu hören, ist Bonnet damals dem Kriegshetzer Nr. l, dem plutolrattschcn England Chamberlains, Churchills, EdeuS und Genossen in die Schlinge gegangen Bounc« und die cnglandhörige Clique um ihn hat dem Druck aus London nnchgegcbcn und niederträchtig die FricdenSvorsch'äge des Duce und die wiederhol- tcn Bemühungen des Führers, ein Blutvergießen zu vermei den, zuFallgcbracht. " ° Die Schuld und ihre Folgen Die französischen Kriegsschuldcnthüllungen sind in mehr us einer Hinsicht aufschlußreich. Sie zeigen das Bestreben ge- vlsser Leute, sich von der Verantwortung für die Niederlage Frankreichs reinzuwaschen. So hat vor allein Georges Bonnet, der bei Kriegsausbruch Außenminister war und sein Amt später an den Ministerpräsidenten Daladier abtreten mußte, die Schuld von sich abzuwalzen versucht. Dieser Versuch ist jedoch als völlig mißglückt anzusehen. Wenn Bonnet auch zunächst dem italienischen Vermittlungsvorschlag im deutsch- polnischen Konflikt zugestimntt hat, so hat er sich schließlich doch zusammen mit seinen Ministerkollegen dem Befehl Londons gebeugt und den Krieg gegen Deutschland entsesselt. Bonne! hat dem Kriegseintritt Frankreichs zugestimmt, obwohl er selbst im Dezember 1938 die bekannte deutsch-französische Erklärung unterschrieb, daß Frankreich sich an der Entwicklung der Ding« in Osteuropa desinteressieren und sich den deutschen Ansprüchen nicht widersetzen werde. Ueber diese feierliche. Versicherung ha! sich Frankreich skrupellos hinweggesetzt und damit eine ge deihliche Entwicklung der europäischen Politik sabotiert. Trotz Erkenntnis der Friedensmöglichkeiten hat sich Frankreich von England ins Schlepptau nehmen lassen und ist deshalb in gleichem Maße schuldig wie England, durch das es sich in den englischen Krieg hineinmanövrieren ließ, denn aus das un verschämte Ultimatum Englands am 3 September 1939 folgt« am gleichen Tage die französische Kriegserklärung. Frankreich hat also selbst seine Katastrophe verschuldet. An dieser Tatsache kann nichts ändern, mögen die französischen Abgeordneten heute noch so sehr nach den Schuldig«« suchen und von ihrer Negie rung eine Klärung der politischen, zivilen und militärischen Veranlwortlichketten „hinsichtlich der Entstehung nnd der Fort setzung des Krieges" fordern. Schuld an dieser Katastrophe ist ganz Frankreich, und von den Folgen dieser verantwortungs- losen Politik kann es sich nicht befreien wenn es jetzt auf ein mal eine gewisse Vorliebe für die erfolgreichen Regierungs- methodcn des Gegners empfindet. Die gleichen Leute, die heute ihr Herz für die autoritäre Regierungsform gefunden haben, waren gestern noch ihre schärfsten Gegner und die schlimmsten Feinde der Achsenpolitik. Mit solchen Manöver» kann man sich nicht von einem auf den andern Tag in die Neuordnung Europas eiuschalten. Ein Volk, dessen politische Führung erst den Weg der Verständigung geht, dann aber in der Stunde dei Entscheidung alle gegebenen Zusicherungen einfach außer acht läßt und durch die Entfesselung des Krieges die Schuld an dem Tode von Hunderttauseuden aus sich geladen hat, kann nicht berufen sein, an der Neugestaltung der europäischen Ordnung milzuarbeitcn Die deutschen Waffen haben gesprochen, ihr SieL ist nicht nur ^ür die heute lebende Generation errungen, Ungarischer Staatsbesuch in Berlin Der ungarische Ministerpräsident und der Außenminister - - von Budapest abgereist Der Königlich-Ungarische Ministerpräsident Gras Teleki und der Königlich-Ungarische Minister des Aeuhern, Gras Csakq, begaben sich am Dienstagnachmittag zu einem kurzen Besuch der Reichsregierung nach Deutschland. jonvern mutz die Grundlage für eine Dauerregelung «ein, oie ein für allemal die Störung des europäischen Friedens durch Frankreich und durch die am Festland unbeteiligte britische Jnselmacht verhindert. Gerade die Enthüllungen Bonnets unterstreichen die Notwendigkeit eine Gefährdung des euro päischen Friedens durch die Westmächte sür immer unmöglich zu machen. Bruch mit England Dcr französische Geschäftsträger in Loudon hat seine Pässe verlangt. Der „Petit Dauphinois" meldet aus London: Der fron- zösische Geschäftsträger in London Hal sich in das Auswärtige Ani« begeben, wo er die Entscheidung der französischen Regie rung, die diplomatischen Beziehungen mit England abzu- brechcn, bestätigt hat. Der Geschäftsträger hat seine Pässe ver langt. Frankeich ändert leine Versasiung Die Kanimer stimmt dem Projekt zu. Nachdem bereits der französische Ministerrat den Entwurf einer Verfassungsänderung angenommen hatte, hat auch die in Vichy zusammcngctretene Kammer dein Projekt zur Aende- rung der französischen Verfassung mit 395 Stimmen gegen drei Stimmen zugestimmt. Der der Nationalversammlung vorzulegende Entschlie- tzungsemwurf enthält einen einzigen Artikel, der besagt, daß die Nationalversammlung der Regierung der Republik unter der Signatur und Autorität des Marschalls Petain, Präsiden ten des Ministerrats, alle Vollmachten zwecks Erlaß der neuen Verfassung des sranzösischen Staates verleiht. Die Verfassung wird durch die Versammlungen ratifiziert werden. Entlastung der Jahresklasten 1911 und 1915. Die französische Ministerpräsidentschast gibt eine Demobil- machungsverordnung bekannt, nach der die Demobilmachung schnellstens vor sich gehen und zunächst die Jahresklasten 1914 und 1915 erfassen soll. Die weiteren Entlassungen werden in einander folgenden Jahrgängen zur Durchführung konimen. vran war oorliitzlicher Mor- Französische Rettungsboote mit Maschinengewehren beschossen. In Uebereinstimmung mit der letzten Rede des Blut- gangsters Churchill unternimmt die britische Propaganda auch weiterhin den Versuch, mit allen Mitteln den feigen Ueberfall Von Oran und die weiteren Attentate gegen die französische Flotte zu rechtfertigen. Gegenüber dieser verlogenen englischen Darstellung wird in einer Havas-Meldung aus Vichy, dem Sitz der französischen Regierung, festgestellt, daß die in Oran befindlichen französischen Flotteneinheilen in der Abrüstung begriffen waren. Die Feuer in den Kesseln seien gelöscht ge wesen und ein Teil der Besatzung habe sich bereits an Land befunden. Die Munition sei gerade ausgeschifft worden. Wei- ter sei eine Reihe von Geschützverschlüsten bereits entfernt gewesen. Die Marine sei also tatsächlich im Begriff gewesen, diese Schiffe verwendungsunfähig zu machen. Somit war England die Gewähr gegeben, die es wünschte. Und doch seien die Engländer, so betont die französische Auslastung, gegen eine Flotte in diesem Zustand unter Miß achtung der militärischen Ehre vorgegangen: ste hätten Ma- lrofcn, die stch nicht verteidigen konnten, ermordet und — mit diesem ersten Morde nicht genug — feien ste über das noch zuckende Opfer noch einmal hergefallen und hätten die Ma trosen, die in den Booten Zuflucht suchten, mit Maschinen gewehren beschoffen. Mit Recht habe also eine amerikanische Zeitung von einem vorsätzlichen Mord des Kain an Abel gesprochen. Die französische Zeitung „Le Jour — l'Echo" veröffent lichte einen Artikel und bezeichnet die Tat Churchills alS Brudermord und stellt fest, daß England durch den feigen Ueberfall von Oran die wenigen Sympathien, die es noch in Europa besaß, endgültig verloren hat. „Ein Schub, der in der ganzen Welt gehört wurde" Der britische Raubüberfall auf einen Teil der französi schen Flotte in Oran bedeutet nach „Washington Post" einen Schutz, der in der ganzen Welt gehört wurde. „Hoffent lich", sagt das Blatt, „habe sich Churchill diesen Schutz sorg fältig überlegt und ihn besonders vorher mit der kanadischen Regierung besprochen, denn er dürfe nicht vergessen, daß in Kanada über ein Drittel der Bevölkerung französischen Ur sprungs sei. Für sie bekomme der Krieg jetzt ein ganz anderes Ansehen als noch vor Monatsfrist. Kanada sei mehr als ein anderes. Dominion an dem Stand der französisch-englischen Beziehungen interessier« gewesen und Churchills Schritt dürft» weitgehende Folgerungen haben.