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1884. «onnaben-, dm IS. April «Ulk mu> dktlllliU« UM ,e,en! d«»gl. dtrtzkron»»«»«, t» vauM» (L»ue«grd.i, «o«I « Lidau. Lß-PUlch tu «chtr,» Wald«, Hlwea» t» »»«««»»«, »drlna tn «dn«bach, Vahr I» «dalgihat» »et oftrt», y. « Neußner tn Odrr»ltu>m«r»ho»^ «. ». Lindenau tn Pultnttz «Ü t «. wtedemauu tu »i«!«». dach O.-L. «richetuen (ander Sona- u. grp- tng«) täglich adend« 7 Uhr Mr Mu ft>l»«ndru Lag. Vorau«- »ueutrtchtender Ldonn«- ««»»»»rtt» »irrteljiihrl. »alertlouiditrag Mr d«a Raum etnerPeltr-Spaltjitle i>^ UachwrligedUhr p. Jnjiral >oa Gebühr für driesl. Lu«, knnnrerlctlung 10^ (undPorto), ililner«, dt« » Uhr ruigebind« Halirate linden tn dem abend« outtugedeuden Blatte LuMahm«. ! IMtzmerDAlMen. Verordnungsblatt der KreiShanptmannschaft Bautzen zugleich als Konfiftorialvebörde der Lberlanfttz «r. V1. vte .Bautzener Uachrtchteu' der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut, Bernstadt und Ostritz, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. Organ der Handels und Gewerbekammer zu Zittau. Oeffentliche Z u st e l l u u g. Die Marie verehel. Romberg geb. Hackel zu BücholSwerda, vertreten durch den Rechtsanwalt Martini in Bautzen, Nagt gegen den Decorationsmaler Arno Rossber«, trüber in Bischofswerda, setzt unbekannten Aufenthalts, wegen Herstellung und eventuell Scheidung der Ehe, mit dem Anträge, den Beklagten kosten- pflichtig zur Herstellung des ebelichen Lebens mit der Klägerin zu verurtheilen, im Halle dessen Nichterscheinens im anberaumten Verhandlungstermine aber die »wischen den Parteien bisher bestandene Ehe wiederum ,u scheiden, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Bautzen auf de« 27. Juni 1884, Vormittags 10 Uhr, mit der Ausforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Bautzen, den 4. April 1884. Hempel, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts. Auetions Bekanntmachung. Durch Unterzeichneten gelangen Donnerstag, den 24. April 1884, 0 Uhr Vormittags, im Parterre de« Schwurgerich.sgebäudes, Eckstoß Ortenburg hier verschiedene und 4 Bilder gegen sosorligc Bezahlung zur Versteigerung, was andurch zur öffentlichen Kenntniß ge bracht wird Bautzen, am 17. April 1884. Der Gerichtsvollzieher des Königlichen Amtsgerichts daselbst. Hänsck. Auktion. Künftigen Montag, de« 21. April 1884, Vormittags 10 Uhr, kommen in dem aus der Kranzgasse No. 81 gelegenen Grundstücke nn umfangreich^ als- bölierne Sester Bohrer und 1 Bobrwmde, Psriemer Schweissägen, Zirkel, Rosenscheeren, Schmiegen, 1 Waagebalken? 8 Hackemesser, Stähle, Rücksägen, Hobeleisen, Beißzangen, Beile 1 Schraubstock, Hammer, Schnitzer 2 Schlachtmesser, sowie 1 Klavier meistbietend gegen Baarzahlung zur Versteigerung. Bernstadt, am 16. April 1884. Grosser, Ge-ichtsvollziehcr. Telegraphische Korrespondenz. Köln, 17. April. Die Königin Viktoria, welche gestern abend mit großem Gefolge von Blissingen abgefahren war und Krefeld um 3F Uhr passiert hatte, traf heute früh 5 Uhr hier ein und setzte ohne weiteren Aufenthalt die Reise fort. Darmstadt, 17. April. Die Königin von Eng land und Prinzessin Beatrice sind heute vormittag 9^ Uhr hier eingetroffen. Dieselben wurden vom Gießherzoge und der großherzoglichcn Familie auf dem Bahnhofe empfangen und ins Palais geleitet, wo sie Wohnung nehmen werden. Metz, 17. April. Unter überaus großer Teilnahme der Bevölkerung fand heute in der Garnisonkirche die Leichen feier für den verstorbenen Gouverneur, General der Infanterie von Schwerin, statt. Der Sarg war mit zahlreichen Kränzen und Palmenzweigen bedeckt. Der Kronprinz und der Prinz Friedrich Karl sowie der Großherzog von Baden hatten Lorbeerkränze gespendet. Als Vertreter dek Groß- Herzogs von Baden wohnte der Oberstlieutenant v. Treskow der Leichenfeier bei. Rom, 16. April. Der „Moniteur de Nome" erklärt die Nachricht der „Germania", LedochowSki habe auf das Erzbistum Posen verzichtet, für verfrüht. (Die „Schlesische Volkszeitung" berichtigt die über die Resignation des Grasen von Ledochowski gebrachte Meldung dahin, daß die Resignation zwar eingercicht, vom Papste jedoch nicht angenommen sei.) Paris, 17. April. (N.-Ztg.) Der Präsident der Republik wird sich, nachdem er am Sonntag das Be glaubigungs-Schreiben des neuen russischen Botschafters, Baron von Mohrenheim, entgegengenommen hat, für drei Wochen nach seiner Besitzung in Mont-sous-Baudray begeben. — Die Bankettrede des Conseilpräsidenten Jules Ferry in Psrigueux hat wegen der energischen Erklärungen gegen die Radikalen und die Demagogen wahre Wutausbrüche in der betreffenden Presse hervorgerufen. Paris, 17. April. (Bankausweis.) Zunahme: Barvorrat in Gold 100000, Barvorrat in Silber 200000, Gesamtvorschüsse 1900000, Notenumlauf 10700000 Francs. Abnahme: Portefeuille der Hauptbank und deren Filialen 600000, laufende Rechnungen der Privaten 14400000, Gut haben des Staatsschatzes 1800000 Francs. Verhältnis des Notenumlaufs zum Barvorrat 66,37. Zins- und Diskont- Erträge 800000 Francs. Paris, 17. April, abends. Der „National" meldet, die französischen Truppen hätten bei der Einnahme von Honghoa chinesische Soldaten gefangen genommen; man bewache dieselben sorgfältig, um einen Beweis für die Teilnahme Chinas an dem Kriege in Tonking in den Händen zu haben. — Ein Telegramm aus Lima vom 15. d. sagt, der Gesandte der Vereinigten Staaten von Nordamerika habe offiziell erklärt, daß eine Anerkennung der Regierung des Präsidenten Iglesias unmöglich sei, da sich dieselbe nur durch die Unterstützung der Chilenen halte, die das Land besetzt hielten. London, 17. April. In einem heute veröffentlichten Schreiben der Königin aus Windsor-Castle vom 14. d. spricht dieselbe ihren Unterthanen in allen Teilen des Reiches ihren wärmsten Dank aus für die der Königin und der Herzogin von Albany anläßlich des Todes des Herzogs be wiesene Teilnahme. Die Königin fügt hinzu, obwohl sie durch die zahlreichen schmerzlichen Prüfungen der letzten Jahre sehr erschüttert sei, werde sie doch nicht den Mut ver lieren, vielmehr bemüht sein, so lange wie möglich für das Wohl des Landes zu arbeiten. Die Königin spricht sodann der Herzogin von Albany, welche den schweren Schicksals schlag mit bewundernswerter Resignation getragen habe, ihre Anerkennung aus. Das Schreiben schließt mit dem Wunsche der Königin, ihren Dank auch allen anderen Län dern für deren Teilnahme auszusprechen, insbesondere dem Nachbarlande, in welchem der Herzog den letzten Atemzug that. Der Staatssekretär des Innern, Harcourt, hielt gestern in Derby eine Rede, in welcher er erklärte, unvorher- gefehene Ereignisse hätten die Negierung verhindert, die Truppen aus Ägypten zurückzuziehen. Was die Frage wegen einer Annexion angehe, so habe England nicht das Recht, Ägypten zu annektieren, da dort auch noch andere Mächte Rechte hätten. Eine dauernde Verwaltung Ägyptens durch England würde «zu unausgesetzten Verwickelungen mit den übrigen Mächten führen und die Erhaltung einer Armee in Ägypten notwendig machen, deren Kosten die ägyptische Negierung nicht tragen könne. London, 17. April. (Bankausweis.) Totalreservc 15373000 Pfd. Sterl. (Zunahme 268000), Notenumlauf 2vviZ000(Abnahme 196000), Barvorrat 25136000 (Zun. 90000), Portefeuille 22032000 (Abnahme 1038000), Gut haben der Privaten 25036000 (Abn. 111000), Guthaben des Staates 6987000 (Abu. 615000), Notcnreserve 14313 000 (Zunahme 234000), Regierungssicherheit 12 436000 (un verändert). Prozentverhältnis der Reserve zu den Passiven: 47^ gegen 45? Z in voriger Woche. Clearinghouse-Umsatz 82 Mill., gegen die entsprechende Woche des Vorjahres Abnahme 63 Millionen. Reval, 17. April. Ein gestern abend ausgebrochcncr heftiger Schnee sturm hat alles mit mächtigen Schnee massen bedeckt, die die Straßen versperren und stellenweise bis an die Dächer zweistöckiger Häuser reichen. Der Eisen bahnverkehr ist der Schneewehen wegen eingestellt, zur Frei machung der Bahn sind Militär-Mannschaften beordert worden. In der Nacht während des SchncesturmS brach eine Feuersbrunst aus, welche mehrere Häuser in Asche legte und wobei namentlich viel Vieh umS Leben kam. Konstantinopel, 16. April. Der Minister des Äußern, Arifi Pascha, hat seine Entlassung erhalten und ist durch Assym Pascha ersetzt worden. Konstantinopel, 17. April. Die Jacht „Miramar" mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Österreich lief in Begleitung der Jachten „I;eddin" und „Taurus" heute früh bei prachtvollem Wetter in den Bosporus ein. Am Eingang der Meerenge wurde das kronprinzliche Paar von nach mehreren Tausenden zählenden Personen aller Nationalitäten, vorwiegend Österreichern, Ungarn und Belgiern, am Bord der reich beflaggten Lloyd- schiffe enthusiastisch begrüßt. Die Ircht„Miramar" landete, begleitet von den genannten Schiffen, um 10^ Uhr vor Dolma-Bagdsche, wo der Großvezier und der Minister des Auswärtigen die hohen Gäste begrüßten. Sofort nach der Ankunft begaben sich der Kronprinz und die Kronprinzessin in Hofgalawagen nach Jildiz Kiosk. Sämtliche im Hafen vor Anker liegenden Schiffe waren beflaggt. Kairo, 16. April. Der Generalkonsul Baring empfing eine Depesche des General Gordon vom 8. d., nach welcher ein Spion von Sakeh Pascha, der sich am Blauen Nil befinde, von dort angekommen sei und aussage, daß daselbst alles gut stehe und daß Saleh 500 Reiter um sich habe und über 57 Schiffsladungen Getreide verfüge. Infolge von inneren Uneinigkeiten in Kordofan sei die von dem Mahdi organisierte Expedition gegen Khartum aufgegebcn und es befänden sich anscheinend zwei Parteien in Auflehnung gegen den Mahdi. Der Versuch Saleh Paschas, den Scheik von El Obeid gefangen zu nehmen, sei mißlungen, die Plätze Kassala und Sennaar seien gesichert. Zebchr Pascha erhielt heute nachstehendes Telegramm deS Generals Gordon vom 7.d.: „Ich habe Sie zum General- Gouocrncur-Adjunkten des Sudan ernannt. Machen Sie mir von Ihrer Ankunft in Berber Mitteilung; wenn es möglich ist, werde ich zwei Dampfer schicken, welche Sie mit zwei anderen gegenwärtig in Berber befindlichen mit eiserner Schanzbekleid ung zum Schutze der an Bord btfindlichen Truppen versehen wollen. Nehmen Sie auch möglichst viele Leute vom Smmme der Galyeen und liefern Sie häufiger kleinere Gefechte, ohne sich jedoch größeren Gefahren auSzusetzen." Diese Depesche wird hier als unverständlich angesehen, weil oer Stamm der Galyeen sich gegenwärtig im Aufstande befindet und aus der Depesche nicht hervorgcht, ob die Nichtgenehmignng der Ernennung Zehbers seitens der englischen Negierung dem General Gordon bekannt war. Kairo, 17. April. Zehber Pascha hat die ihm von dem General Gordon übersandte Ernennung zum Gencral- Gouverneur-Adjnnkten des Sudan nbgelehnt. New-Jork, 16. April, abds. (Schluß-Kurse.) Wechsel auf Berlin 95x. Wechsel auf London 4,87^. Cable Transfers 4,90. Wechsel auf Paris 5,18^. 4g fund. Anleihe von 1877 123§. Eriebahn-Altien 21s. Ccutral-Pacific-Bonds 114s. New-Jork Ccntralbahnaktien 113s. Chicago u. North Western Eisenbahn 143 s. Geld leicht, für Regicrungsbonds 1s, für andere Sicherheiten ebenfalls 1s — Warenbericht. Baum wolle in New-Jork 11^Z do. in New-Orleans HZ. Raf finiertes Petroleum 70 jj Abel Test in New-Jork 8s Gd., do. do. in Philadelphia 8Z Gd., robcs Petroleum in New-Jork 7s, do. Pipe line Certificates 97 Z C. Mehl 3 D. 35 C. Roter Wintcrwcizen loko 1 D. 1 C., do. pr. Avril 99s C., do. pr. Mai 1 D. Z C., do. pr. Juni 1 D. 2» C. Mais (New) 58 C. Zucker (Fair refining Muscovades) 5 Kaffee (fair Rio) 10s. Schmalz (Wilcox) 8,80, do. Fairbanks 8,75, do. Rohe u. Brothers 8,75. Speck 9. Getreidcfracht 2. Deutsches Reich. D Bautzen, 17. April. Am gestrigen Tage traf Prinz Friedrich August auf einem, seit dem Ostermontag unter nommenen Ausfluge, zum Besuch unserer Stadt hier ein. Se. König!. Hoheit, in dessen Begleitung Herr Major Edler von der Planitz sich befindet, kam von Neschwitz und hat die Tour hierher von Dresden aus über Königsbrück und Kamenz zu Pferde zurückgelegt. Der König!. Kreishauptmann, Herr von Salza und Lichtenau und der interimistische Stadt-Kom mandant, Herr Oberstlieutenant von Friesen, nebst dessen Adjutanten, waren dem Prinzen bis Klcinwelka entgegen geritten, woselbst Derselbe, nachdem er von dem Herrn Ämts- hauptmann von Boxbcrg und den Vertretern der Kolonie empfangen worden war, die Gruhlsche Glockengießerei, die Mädchen- und Knabenschule und das Gotteshaus besichtigte. Nach der Ankunft in Bautzen stieg Se. König!. Hoheit zu nächst im Hotel „zur Weintraube" ab, nahm hier die Be grüßung des Herrn Bürgermeisters Löhr und des Vorstehers der Stadtverordneten, Herrn Professor I)r. Schottin entgegen und verbrachte den Abend im Hause des Herrn Kreishaupt mannes, wo sich die Spitzen der Behörden versammelt hatten. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages brachte die hiesige Regimentsmusik Sr. Köuigl. Hoheit ein Ständchen dar. Höchstderselbc hörte sodann die Messe in der Kirche und wurde später von dem Herrn Landesältcstcn Hempel und Herrn Landesbestallten v. Zezschwitz, sowie Herrn Bischof Bernert und Herrn Senior Kutschank ehrfurchtsvoll begrüßt. In Begleitung des Herrn Kreiühauptmanns, des Herrn Bürgermeisters Löhr und des Herrn Stadtrat Heerklotz nahm Se. Köuigl. Hoheit nächstbem die Sehenswürdigkeiten der Stadt in Augenschein. Höchstderselbc besah sich den Sitzungssaal des Rathauses, den Ntkolaikirchhof, die Sitzungssäle des Schlosses Orten- bürg und die Mönchskirche, begab sich von da nach dem Gewandhause und nahm, nach vorausgegangencr Besichtigung desselben, in den Räumen des Stadtkellers ein von dem