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IM Freitag, »m LI. Kinar Frankenberger NachrichtMatt und !ezirksanzeiger ^22 Amtsblatt des Königj. Gerichtsaiutes und dee LUdtrathcs zu straukenderg. > !I> > , > -->.!Ut!.-.-.!!^-U.U— _ L —r.- ,-. - - >- - '- ! ----- » -— . _ Erscheint wöchentlich drei Mal. Vierteljährlich 10 Ngr. — Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Post-Expeditionen ÄekMntmachung, die Oschatzer Jahrmärkte betreffend. Nachdem die hiesigen Privatunternehmer die Verleihung von Marktbude«» fak gänzlich eingestellt und mir in Utbereinstipmuftg Wtl dem Gtabiverordnrten-Collegium beschlossen haben, das Budengeschäsr für Rechnung der Stadlgemeinde nicht i» die Hand zu nehmen, io stell«» «it den auswärtigen Mark»fieranl«n anheim, beim Besuch« der hiesigen Jahrmärkte Ihre» Budenbedarf auf geetguete Weise selbst HP decke«. Oscha-, am 18. Februar 1873. Der S 1 a d » r a t H. Stübel, vürgermeiker. Der 19. Februar, «in vaterländischer und wissenschaftlicher Jubel- Gedenkrag! tim 19. Februar 1473 erblickte zu Thorn in Posen > Nikolaus Kopernikus VaS Licht der Welt, der große deutsche Astronom, der Gründer der neuen Astronomie, der den alten Glauben, daß die Erde feftsteke und die ankern HimmelSköiper sich um sie bewegen, »erstörie und die Sonne als den Mittelpunkt bezeichnete, um den sich unsre Erde wie die andern Planeten de- weg, In seiner Vaterstadt Thorn ward unter Be Heiligung von Vertretern aller deulschrn Stern warten sein 4. Säkular. Geburtstag festlich be gangen , wie die ganze gebildete Welt desselben dankend gedenken muß und wird, wir Deutschen aber überdieß noch stolz dieses größten einer un seren GeifteSberoen gedenken können. Vermischtes. Frankenberg, 2ft Februar. Das „Dr. I." bezeichnet die auch von uns in unsier letzten Nummer gegebene Mittheilung auS dem eisten JahreSbe ichle der Hainichen-Roßweiner Eisen- bahngesellschasr, baß wegen künftiger Uebernahme des Betriebes, resp. wegen Ankaufs das könig lich« Finanzministerium mit conrurrire, als eni- schieben unrichtig. Bezüglich des Ankaufs ker Bahnüseien zwar feiten eines Dresdner Handels- Hauses mehrfache Anregungen bei dem Finan,- Ministerium geschehen, dieselben aber stetS abge- lehnt worden. «uS Leipzig wird dem Dr. I. unterm 13. Februar geschrieben: Obwohl der Buchdrucker, strikt seit saft zwei Wochen Thaisache, so gehen doch, Dank dem gegenseitigen verständniß- vollen Handeln der Principale und der Nicht verbanbSgehilsen die hauptsächlichsten Geschälte und zu ihnen zählen wir >n erster Linie das re arlmäßige Erscheinen der TageSliieraiur, toch in den allen Bahnen. Andererseits aber wird auch in buchbändlerjschen Kreisen zur Durch- sührung der begonnenen cons-quenle» Hand- lungSwrise ter Principale gegenüber den au- »uhrprebigenden Elementen die möglichste Rück ficht grübt, so dass" man hoffentlich zuversichiSvoll dem Gange der Dinge in der nächsten Zeit eni- gegenblickett darf. In dieser Zeit erscheint uns «in« Zuschrift am Pla-e, welch« heut« die Oes- fentlichkeit betritt und „zur Aufklärung über dies gegenwärtigen Zerwürfnisse in der Buchdrucker weit" dienen soll; sie enthält eine correete Schild Verung der Verhältnisse von dem Gesichtspunkte aus, baß ,S sich in dem angefangenen Kampfe' nicht um die Verweigerung vrr Lohnerhöhung sondern um die Principielle Entscheidung der Frage handelt: „Wer ist der im Geschäft TiS- posiiionSberechiigtr!" Diese Erklärung ist aber, wir es in dem betreffenden Begleitschreiben heißt,! nicht allein für die Fachleute selbst, sondern für baS gelammt« Publikum berechnet und wird sicherlich dazu beitragen, manches hier und da ohne Kenntniß der Verhältnisse und der Tbat lachen gelallte Unheil zu widerlegen. (Wir önnen unS nicht versagen, auS der «usklärung einige Sätze wi berzugeben, die auch auf nichl- ypographische Kreise und Verhältnisse Bezug und Anwendung haben dürsten: „Den Interessen des Verbandes bient als Organ der zweimal wöchent lich in Leipzig erscheinende „Correlponbent", welcher als eine wahre Quelle des Unheils für die Gehilfen bezeichne« werden muß. In diesem Blatt, unter dessen Leitern sich nicht zu unier- ichätzenke Capaciiäien b-finden, weiden die haar, stiäubendsten Geschichten von der Schlechtigkeit der Principale erzählt und der ..AuSwurf der Collegenschaft", d. h. die dem Verband nicht angehöre,iben Gehilfen, mit Schmähungen über- häuft. Mil großem Fleiße sammelt daS Blatt jebe Nachricht aus aller Herren Länder, die ge- eignet ist, den Haß beS «ibeitnehmerS gegen den Arbettaeber zu nähren; daß eS während beS französischen Krieges mit den unschulvigen Un terdrückten und während der Herrschaft der Eom. mune mit dieser fymxaihisirte, ist silbstverftänb- lich. Die Lage deS Arbeiters wird in diesem Blatte als eine ganz unerträgliche geschildert; daS Unrecht habe alle Scham verloren und waS man durch Vernunft und NechtSgründe nicht vollbringen könne, suche man duich VaS verwert lichste aller Mittel, den Hunger, zu erzwingen Die hochweisen Principale — ein noihwendigeS liebel, denen das Dasein zu gönnen, weil die Zeit sich ihrer zu eniledigen noch nicht gekommen ist —, aus deren Ossicinen die Werke der neuen Social-Wtfftnschatt heroorgehrn, die trotzdem Zgnoranien mit der Bildung eines Barbiers sind, wollen nicht vriüehen, baß die endliche Löiung der socialen Frage nur in der vollständig von Grund aus umgrstalteten sociaUstiich orgarttsirikn Geiellschafr zu «reichen setz sie kochen ihren ei genen Hettnbtti zusammen u. s. w. — I» solchen Ausdrücken, wre sie sich zufällig unserer Feder auS dem Gebächtniß darbinen, von bene» aber auf Verlangen Bogen voll geliefert werdet» könnten, bewegt sich das Organ d,S Verbundes. ÄlleS, waS die Principal« tbun, ist ihm nicht recht. Bauen sie Helle, luftige und bequeme ArbeitSIokale, so weiden diese als Paläste, mit dem Schweiße der Arbeiter bezahlt, bezeichnt; Andere, dir dies nicht können, werden fast alS indirekt« Ari euer-Mörder behandelt. Befindet sich der Arbeitgeber in einer bevorzugten Lage, w hat er sich mit dem Eigentbum deS Arbeiters gemästet; ist er in kleinen Verhältnissen geblie ben, so wird er als Hungeileider behandtst. Sucht ein Arbeiter durch Anstrengung etwa- vor sich zu bringen, so ist ec ein elender Sclave und ein Verräiher gegen seine College«, die zwar seinen Lohn nicht aber seine Arbeit wollen. D«r Ausbeutung der Koalitionsfreiheit seitens der Arbeiter im vollsten Maße oder etwas über daS Maß hinaus, niib das Wort geredet; wiib sie aber als Nothwehr von den Principaien ange lernte«, welche ihrerseits den Arbeitern daS Recht der Koalitionsfreiheit niemals bestritten oder verkümmert zu sehen gewünscht haben, so ist bie- eine unerhötte Vergewaltigung Uebrr die Un fähigkeit der Lehrlinge und eigensüchtige Aus beulung derselben wird weidlich geschimpft; ist aber ein solcher erst als AuSgelernttr in den Verband ausgenommen, so ist er aus^ einmal rin echter GlttenbergSfitnger, wenn nicht mit dem Marschallstad, so wenigstens mit dem Diplom als Professor der Staawwifsenichast im Ranzen, begeistert für Menschenwohl, namentlich aber für Strikt und Beschiänkunq der Zahl der Lehilinge. Beschäsiigen sich die Piinzipale mi« Tausange- legenhrilen, so sollen sie sich lieber um die Con» currenz ihrer Kollegen bekümmern, nicht aber um Lachen, die ihnen nichiS angehen; d,nn Vie G«- Hillen würden schon selbst ihren Werih bestim men. Steuern sie zu den UnttrstützungSkaffen, w braucht man ihr Aimengelv nicht; steuern sfie nicht, so sind sie hartherzige Bluisaugtr, die ihr« Arbeiter im Alrer darben lassen ie." D. Red.) Die geographischen Vereine Deutschlands- ha- den sich zur Bildung einer „Afrikanischen Ge- «ellichaft" enischloff'N, um in die noch unbekannt!« äquatoriale Mine Asrika'S vorzulningen. Um auch Sachsen GUegenhett zu geben, die nickt unbedeutenden Mittel zu beschaffen, welche die Ausrüstung einer aus mehrere Jahre zu berech nenden Erpeditiön erfordert, da« sich in D"Sdk» «m Komitee gedild«t, w.lcheS einen AuMs -lt