Volltext Seite (XML)
.« c- f ;» I· H H; Je f ' Ei l -- . '. F d- »J- B.- » . . » , usiLuzszgngOso 11s0 EITHER-its - ffxf : »F 7 ~IFL»· » , - « Esssr «Y- ØFZ -;- . sz ( «« «sz ·· J-. fssf J: jTageszeitung der KJZD l Sektion der Kommunäftifchen Jmernationale - Bezirk Slscher ; Beilagene Der rote Stern , Der kommunistssche Genossenschafter , Wittfkhastliehe Rundschau , Kunst und Wissen , Für unsere Frauen Use Energie BUquka monatl. frei Haus 250 JU. thalvnwnan 1,25M. ), durch die Post bezogen monutL 2,20 M. Sohne Zuitel ungegebllhw Verlag-Dresdner Verlagsgefellichaft m. b. H» Dresden-U - Geschäftsstelle u.GxPedition Gmktbshvhvfstr. I - Fekllspkecheks 17 259 - postichecktontm Dresden Nr- 18690, Dreodnekßeklagsgeiellfchujt «Gct,)riftleuung::vkeedens2l» Gmerbahnhofstr. 2 -Feknipk. let Dresden Nr. 17259 - Drahmnschnft: Arbeiter stimme Dresden - Sprechstunden der Reduktion: Mittwoche 16 18 Uhr, Sonnabends 111-u Uhr Unzeigenpkew: Die neunmal gespaltene Nonpakeillezelle oder deren Raum 0.5.5 RM., fur Familien mzetgen O,A) RIE- fuk die Reklamezeite anfchliefzend an den dreispaltigen Teil einer Texifeite LIOM Zweigen-Annahme worden«-ges bis 9 Uhr vormittags in der predltion Dresden-A» Gmerbahnhofs stkaße 2 - Die .Arbektecstimme« erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen - In Fällen höherer den-alt besteht kein Anspruch auf Liefekung der Zeitung oder auf Zukackzahlung des Bezug-Preika 4. Juni-onna Dresden, Sonnabend des-Z I- Dezember 192F Immmek 280 Ein obgcqufcics Spiel Scheinkonzesstonen an die Kampfstimmung der Akbeitert , Bette-gnug Vorbereitung des Abwärgungsmaniwem Berlin. I. Dez. (Eig. Drahtmeldung.) - Um Freitag vormittag eröffnete der fozinidemokraiifckje Reichskanzler Hermann Müller die »Verhandlnngen« mit den Ruhr-industriellen über die Einfetzung Seoerings als »Reichevermittler«, der den Nuhrkampf durch feinen neuen Schiedsfprnth beenden foll. Da der Plan der Ginietzung Senerings von den Hüttenharonen felbft ans geht, die sich nuch bereite vorher über den nach ihrem Diltat zu fällenden Schiedssprnch mit der Regierung verfiiindigt hatten. waren die neuen Verhandlungen lediglich eine Komödie. Für die Industriellen waren nicht nur einzelne Vertreter« sondern alle großen Jndufiriekapitäne Rheinlnnd-Wefifaleng erschienen. nm dem sozialdemokratischen Reichskanzler ihre end gültigen Bedingungen zu prüfendierem unter anderen die Her ren Vögler, Klöckner, Krnpp non Polen ufw. Die Industriellen erklärten sich mit der Beauftragung Severingg einverstanden, den »Schiedsfprnch« Senerings feien fie bereit, auszuführen. Gestern nachmittag setzte Herrnann Müller mit dein sozial demokratischen Arbeiterninister Wisi e li und dem vollean ieilichen Wirtschastgminister Curt i u s seine Besprechungen nunmehr mit den Vertretern der Gewerkschasten gemeinsam fort. Die christlichen und Hirschdnnterschen Gewerk schasten erklärten sich bereit, bedingungslos dem Schiedespruch Seoeringe «zuzustimmen. wenn auch die freien Gewerkschasten einverstanden sei e u. Die Führer des DMV unter Führung des Herrn Bran d e s waren genau so wie die Industriellen über den längst fertigen Schiedesprnch Sei-erjagen de r so ga r no th den Hungerschiedespruch Wisselle weit unter bieten soll, völlig unterrichtet. Sie wagten es sedoch noch nicht« ohne weiteres zuzustitnnteu. sondern erklärten, sie miiszten erst ain Sonntag Neni e r i o use re n - ze n im Nuhrgebiet abhalten. um sich entscheiden zu können. Der sozialdemokratische Reichskanzler Herumnn Mitl l e r war nicht einmal mit diesem letzten Mauiioer der refortnistischen Bureauirutie· Init der Scheinionzessiou an die Kamusstiimnung und den Druck der Massen einverstanden, sondern hielt noch eine gesonderte Konserenz mit den Führern des DMV ab. uru sie zur sosortigen Kapitalation unf zusorderru Die Reforuristen waren sich iiber die Schwierigkei ten ilnr, den Dolchstosz gegen die täuwsende Nuhrarbeitersthast sofort durchzuführen Es blieb deshalb bei der Vertn g u n g der Verhandlungen ans Montag, wobei sich die Führer des DMV oerpslichteten. das Ergebnis der geplanten Reviertonserenzen iin Nuhrgebiet big Sonntag abend, 20 Uhr, telephouisch der Regierung zu til-ermitteln Diese Nevierkonferenzen sind keine wirklichen Vertre tun»en der Kämpfe-Wen Arbeiter, sondern sollen im Jn terefse einer reibungzlofen Abwürgung des Kampfes zu sammengefchoben werden. Die Unternehmer der Gruppe Nordweft haben aus formellen Gründen nunmehr auch das Arbeitszeitab kommen gekündigt, damit der gleichzeitigen Neuregelung von Lohn und Arbeitszeit das heißt auch der Verlänge rung des 10- und 12-Stunden-Tages im neuen Severing- Fckzitedsspruch kein formelles Hindernis mehr im Wege e . Dag abgekartete Spiel, mit dem die vereinte Front des Dreibundes von Trustkapital, kapitalistischem Staat und Neformismug den heroifchen Kampf des Ruhr proletariatg abwürgen und nach 4 Wochen die kämpfende Arbeiterschaft um jede erbärmlichste Lohn-erhöhung betrü gen, zugleich den Raub des Achtstundentages aqu neue vereinigen will, zeigt sich in aller Brutalität der deut schen Arbeiterklasse. Das, was sich in den letzten 2 Tagen abspieite, ist der ruchlofeste Arbeiterverrat durch die re formiftischeVnreautratie Der Staat, von dem die sozial demokratische Presse den Arbeitern einreden wollte, er stünde über den Parteien. enthüllt sich zynisch als ein Organ der Scharfmacher. Aber die Hüttenarbeiter des Nuhrgebietes werden heute und morgen aufmarschieren und ein Aufgebot eines flammenden Massenproteftes zustande bringen. Sie wer den in Massen aufmarschieren gean den infamen Verrat, Sammlung aller Kräfte unter Führung der revolutionä- der Verhandlungen auf Montag ren Kampfleitungen ist das Bekenntnis der Hütten-erbei tes wie der Bergarbeiter des Nuhrgebietes zu der For derung der Kampfleitungen an die Gewerkschaften auf Organisierung des Generalstreikes im äu II rge«b i e i. Das muß die Aniwort des Proletariais e n. .Die gesamte deutsche Arbeiterklasse aber muß ihren WJllen zur Solidarität verstärkt zum Ausdruck bringen. Die Empörung der Millionenmckssm muß den feigen Verrat der Reformikten yet-eitelm Der kommuniftifthe Miß- ammnsammggngkåseveising von der Einheit-staut der Deutichnattonalen und Sozial demokraten abgelehnt! » Zikn Laufe der Reichstagsbexatungen sen- Fseeita kais-in die äßtraucnsanträ e gegen Seveting der Dequnaties nalen und Kommunisen zur Absiimmnngi Die Deut natio nalen cEtellten ihren Mißttauensantrag. wel sie no? einen wei teren tugbau der Technischen Nothilfe von Sepet ng fordern; die Kommt-nisten. weil Seveting zkch nicht be reit erklärt, die Technische Not tue anfin löien und an einen Abbau nur denkt, wenn te Gewerkschaften die Streitbtecheranfsabe der Teno übernehmen-. Der dgutfchnationale Antrag wurde qbgetehnt in nament iicher Abstimmung mit 269 gegen 101 Stimmen »der Deutsch nattonalen. der Wirtschaftspartei, der ThriftltchMatiouacen und der Nationalfozialisten bei 42 Stimmenenthals tungeu der Kommuniätew Der kommuniitische Antrag wurde abgele nt in Eingeitszunt von den Sozialdemokraten bis zu en atioints fozialiiten. Die Textilbakcnc sehnen ab! Die Arbeiter mässen den Komm aufnehmen Miean 30 November- Der Verband der Arbeitgeber der sächsischen Textilindustrie hat in seiner heute nachmittag abgehal tenen Versammlung den Schiedssprnch für das westsächsische Ta eifgebiet vom N. November abgelehnt Ja der Begrändung dee Ablehnung wird gesagt, daß schwerwiegende wirtschaftliche Gründe bestimmend für die Haltung der Unternehmer-organi satiou gewesen seien. Diese Ablehnung des Schiedsfprucheg durch die Unternehmer war zu erwarten. Sie entspricht ihrer Forderung. den bestehen den Lohn-vertrag auf weitere zwei Jahre zu verlängem Die Fiihrung deg Textilarbeitewerbandeg wird es angesicht- der Gur pörung der Textilarbeiter iiber den erbärmlichen Schiedgspruch kaum wagen, sich für die Annahme dieses Hungerschiedsfpruches einzufetzen Die Chemnitzer Betriebseiite haben den Schieds fpruch bereite abgelehnt Heute und morgen werden in Chem nitz die Funsttionäre des DTV fiir das weftsächsische Tarifgebiet zur Frage der Abxehnsung oder Annahme des Schiedsspruches Stellung nehmen. Wird die Ablehnung beschlossen, bleibt dann die Frage offen: Was nun? Die Führung des Textilarbeiters verbande- fpetuliert selbstverständlich auf eine Verbindlichkeit erklärng des Schiedsspruches, um dann unter Berufung auf die Negreßpflicht den Abschluß der Lobnbewegsung herbeizuführen Die Leitung des Textilarbeiterverbandeg denkt natürlich nicht daran, aus dem erbärmlichen Schiedngruch und dem btutalen Auftreten der Unternehmer die einzig mögliche Konsequenz der fofortigen Kampfaufnahme zu ziehen. Sie hoffen, mit der Ver bindlichkeitserklärung des westsächsischen Schiedgspruches zugleich die Bafig fiir den Tarifabschluß im ostiächsifchen Revier zu finden. Ob sich die Textilbarone mit der Ablehnung des Schieds sprucheg begnügen werden, bleibt abzuwarten Es muß viel mehr damit gserechnet werden, daß sie ihrer-seiten zum Angriff übergehen und die Augsperrung verhängen Die Textiiarsbeiter aber dürfen sich das Gesetz des Handelns nicht vom Gegner aufzwingen lassen. Sie miisfen sofort den Kampf gegen die prefithungrigen Textilbarane unter der Füh rung der von den Belegfchaften sofort zu wählen-den Kampf leitungen eröffnen- Zdrgiebel eeåsiillt die Befehle der Deutschen Zeitung Verbot tommunifttfcheu Eåränäitelettg für einen erschollenen · - · x e er . Der sozialdemokratische Polizeipräsivent Zötqiebel iibeki wittelte dem Gan Berlin-Brandenburg des VII-und der Bei zirtsleitung der KPD ein Schreiben, in dem er die anläßiich der Beerdigung des Genossen Kteljch heute geplanten Umziige, und zwar sowohl »den Marsch zum Friedhof wie den Abmarsch wesei »unmiitellmeee Gefahr fiir die ssseniliche Sicherheit« verbietet · Herr Zötgiebel macht allemal-ex was die Deutsche Zeitung, das Organ jener falchistifchen Arbeitermördet, deren Bluttat Genosse Krelich zum Opfer fiel, von ihm forderte. Aber die Arbeiter werden HerrnZökgiebeL beweisen, wie das stlasseni bewußt arbeitende Berlin auf feine Provolatienen teugiett. · Sie werden Mann für Mann zum Friedhof marschieren, um erst recht die Beerdigung des Krelsch zu einer gewaltigen Deman firation gegen den fa·schistiichen Akbeitetmord und feiner Be günstigng »durch den jozialdematxatilchen Palizeiptäsidenten gelzalten - . " Zur Bysikkspakiciakbcikckkpnfckcnz Heute unt t. nnd morgen am 2. Dezember treten die Partei arbeiter des Bezirken Ostsathsen der KPD zu einer iut breiten Maße vorbereiteten Konserenz zusammen-. Auf dieser Konserenz stebt als einziger Punkt der Tagesordnung das Ergebnis des s. Weltiongresses der Komintern zur Aussprache. Die Bezirke leitung der Partei bat seit Wochen in allen Unterbezirkem Ar beitsgebieten, Stadtteiien und den wichtigsten Zellen die Bericht erstattung vorn ti. Weltlongresz durchgeführt Es kann selbst verständlich keine Rede davon sein. daß bereits jetzt diese Bericht erstattung erschöpfend gewesen ist und den Anspruch auf Voll ständigkeit erbeben kann. Das Wert des ti. Weitkongresseo ist so gewaltig, politisch so. eminent« wichtig. daß bei der. Bericht erstnttung nur die Kernsragen herausgesrijiiltwerden konnten. Die weitere Auswertunq des Kongresses wird iiber Monate bin weg in fustematifcher Bearbeitung und Schulung der Mitglied sebaft ersoigen. Jtn Vordergrund wird dabei stehen das Pro gramm der Kominterm flDie Bezirkspnrteinedeitektonferenz bat die- wichtige Anf qnde,« die bisher im Bezirk dnkchgefiihete Diskussion zu einem qewiffen Abschluß zu bringen. Winan Politische Auffassungen eines Teiles nnferee Genossen wurden voin Welttongeeßnh gelehnt nnd als falsch nein-teilt» Im Zusammenhang damit fahtec der Welttongreß Befchiiiffe. die einer Ftnttionsmncheeei energifch Einhalt gebieten mußten. - Do die rechten Genoffen nnd Vetfiihntee, ideren Haltung ndgelehnt war, in veefchwindender Minderheit blieben, benutzien sie nasf- dee Beweieiluns ihrer politischen Auffassungen durch den Welttonqtefz den Fall Ritters Hamburg, utn nni des sogenannten Wedklinie die Behiner zu bekämpfen. Sehr bald erkannte jedoch due Gros der Mit gliedfchaft due fauhere Handwerk und daß der Kampf »nur die Reinheit« non ihnen nur zum Zwecke der Verschiebung und Aenderung der Beschlüsse des Weltiongresseo geführt wurde. Auch im Bezirk Ostfochfen hat eine Gruppe non Genossen unter Anwendung parteifeindlicher Methoden versucht. strnnellos das Geftige der Partei ins Man-en zu bringen. Es iit ihnen Nicht gelungen. die Parteiinitgliedfchaft ftaud zur Partei und der politischen Linie deo ti. Weltkongreffee. Organisatotiiche Maß nahmen mußte die Partei. qefttitst auf die Willensiundgebuug der großen Dreedner Parteiarbeiteriouferenz durchfühkens Wenn nun durch diefe innerpnrteilichen Ereignisse nicht immer die Möglichkeit bestand. die Ergebnisse des Weltkongtessee in den Vordergrund zu rücken. io trägt dafiir die rechte Ftaition die volle Verantwortung« Darum muß auf der Bezirisparteis arbeiterionierenz die Willenglundgebung dahin gehen. Schluß mit der von den Rechten meift unpoiitifch geführten Diskussion zu machen, unt dann die Vorauofegung ftir die politische.· Diskussion til-er Sinn und Inhalt der Weltiongrekacschliisse zu schaffen. Die Aufgabe der Bezirkspnrteinrbeitertonfetenz« ift ilnr uturiffen.f Auf dem« Boden der Beschlüsse des 6. Welt iongressee muß die Partei vorwärts zu neuen Kämpfen gegen Beurgeoifie und ihre Helfer-eheler den Reformiemne, geführt werden. Die oftfächfifche Partei hat wie die Gesamtpartei nn-· get-eure Aufgaben zu erfüllen. Diese kann sie aber nur erfüllen. wenn fie in.gefchiossenen Reihen marschiert. Das Formieren unferer Reihen zu einheitlicher Kampfiront muß die Aufgabe der Konferenz der oitfächsischen Barteiarbeitee fein! In diesem Sinne begrüßen wir die Vertreter der Musiiedschaft Oftfothienei -