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krfckMMMlWkA DW> lüMUSilk. llnberg-L. nz-Lceord 80 Pf-, zebenst H. Wolf. Msg. r n Zallmusik. i' »o Hilckuer. ess» Früher Woche n- Md Nachrichtsblatt < KMLblktt sk HWns. MIL Lenskis, Mas. 8t. WU WMMt UM««, Miesel, WimÄirs. MsaSIWrs, Ä3«t kt. Meli, StwieÄE MW, MsM«, MßrM Ai MW NMtsblatt für das Kgl. Amtsgericht Md den Stadtrat zu Lichtenstein —ÄHe ZeßtAW Sm MMWM WMLZLMchSM^öÄ ——— »" - - —-— 57. Jahrgang — — — -k. 93. L'SLMKW- Dienstag, den 23. April XWLL» 1907. Diese« Statt ersLettt iügi <t (außer Sonn- und tz'fuog») rockniNw^t für trr> rvipeuden Lbx. »«zrgtp'ri« I Vari kl) Psg„ Lwtd die Post bezogen 1 Mark 7S Pf» Wnzelne stunwiru tv Iseunlfe. - Srplvvrgen rehrrer außer der gxpttmrn N LiüNr.stein^ ^n'Sourrdrcße k!7, oll« Kotseriichen Pvstvrstolieri Pvfikoteu, sowie die LuStrüge rentgeäe« »nserale werden die sßr'ptspoinm Arurdzetle mit 10, ILr autwiirNge ?r'lienien nii Ik Psennigen brreLnsi. ?w cwiliE'N Teil kostet dir zweifpaltixe Zeile 30 Pfennige — Inseraten Ann ahm« Uerrrsprech-Nnschlutz R«. 7. tSglich di« spätesten« »Mkim«»-« >0 ah». Delegra«»adreflr r Tageblatt. Nt die WM M«tslos? Ter Aegtszug i>er vatiMck« Ute krch Wz WschW beweist bas GegeM! SaUWÄIl. 'ar Tetzner. !, «sann. ern diesjährigen «knoche» "WM ger « Fra« INg. nd Land zur ge» 13 bet. n s Nütren. 'öntraUrallö. »u» «Mel r kürrastsr 2eit cd uuä iv äsn Iell8leiller8lkS88e. IgN 4" -4 vkr. s Mr krauen- kkvtten. , Lichtenstein. Warum singen die Herren Bebel und Genossen plötzlich deutsche Vaterlands liederd Warum verleugnen sie ihre eigenen Worte, ihr letztes Ziel die Revolution? Deutsche Frauen und Männer! Gibt es Füchse im Schafspelz d Rüttelt die Aengstlichen, die Gleichgültigen auf! Für Vaterland, Freiheit und Recht! Gegen brutale Gewalt! Für die Arbeiter! Gegen die Sozialdemokratie! kus* IIi*. VIsuss! Bekarmtrnachuttg. Das Ergebnis der Staats-Einkommensteuer, sowie der ErgänzungSsteuer- Schätzung aufs Jahr 1907 ist den hiesigen Beilraqrpflichtiien bekannt gegeben worden. Es werden aue Lnjenigen, welche eine Zuschrift nicht erhielten, hier mit aufgefordert, sich beim Unterzeichneten zu melden. Heinrichsort, den 22. April 1907. Der Gemeindevorstand. Linder. Das Wichtigste. * Der Reichstag bega»« am Sonnabend die zweite Etatsberatung deSReichSju st izamte-, wobei Abg. Dr. Junck für die Aufhebung des . ug- niSzwang» der Presse eintrat und sich eingehend über die Justizrrform aussprach. * In Wie n kam eS gestern zwischen de« deutsch- rationalen und klerikale» Studenten zu einer großen Schlägerei, bei der viele verwundet wurden. * Der türkische DivistonSaeneral Scheust Pascha erhielt den Befehl, nach Preschovo abzugeheu, um die fortdauernde resormf kindliche Be wegung zu unterdrücke» * Auf der Reede von Malta ist em englischer Torp e d o» er st b rer ariunke«. Zur Wahlbewegung in unserem 17. Reichslagswahlkreise. Der Wahlkampf in unserem heißumstrittenen 17. Wahlkreise ist nunmehr in vollem Gange, da die nationalen Parteien sowohl wie die Sozial- demokratrn die kurze Spanne Zeit, welche der Wahl- agitation diesmal zur Verfügung steht, mit allen Kräften auSzunützen bestrebt sind. Für Lie natio nalen Parteien find neben dem Kandidaten Herrn Dr. Clauß eine ganze Reihe anderer bekannter Wortführer tätig, während die Sozialdemokratie in gleicher Weise über die Hilfe mehrerer Abgeordneter »um Reichstage und anderer Redner verfügt, die für Herrn Molkenbuhr in den verschiedensten Orten in Versammlungen sprechen, um das gefährdete Mandat zu retten. In Lichleusteirr sprach gestern nachmittag 2 Uhr im Krystavpalast vor einer nationalen Wähleroersammlung Herr Reichstags« üg. Everling. Brr sammlungSletter war Herr Aärberetbef. A. Reumuth. Dieser wies einleitend mit treffenden Worten darauf hin, in welcher Weise die Sozialdemokratie, die doch sonst di« Schlagwort« Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit im Munde führe, auch jetzt die GetsteSk ne tz elung betreibe. Im vorigen Wahlkampf ge brauchten sie für ikren Beschluß, die gegnenschen Versammlungen nicht zu besuchen, als Ausrede: ES würde ihnen keine unbeschränkte Redefreiheit gewährt. Diese sei ihnen jetzt zugestanden, aber trotzdem dürften die wackeren Genossen nur bis an die Tür des Versammlungslokals, den Eintritt ver wehrten ihnen die Führer — und blindlings ge- horchten ihre Leute; wehe auch dem, der mucken wollte. To sehe die gepriesene Willensfreiheit in dieser Partei aus! Der Grund zu dieser Hand lungsweise könne doch nur der sein, daß man fürchte, durch den Besuch der nationalen Versammlungen werde ihren Reihen Abbruch geschehen. Redner wieS weiter daraus hin, wie die Sozialdemokratie, die die Worte Lüge und Verleumdung so famoS gebrauche, wenn sie von den nationalen Parteien etwas zu hören bekomme, waS ihr nicht passe, es selbst mit dir Wahrheit durchaus nicht genau nehme, so stempele sie in einem heute auLgegebenen Flug blatte Herrn Arbeitersekretär Rümmele aus Greiz als einen Abgesandten deS Reichs Verbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, was durchaus nicht den Tatsachen entspreche. Er betone nochmals, rS arbeite im hiesigen Bezirk niemand vomReichS- vrrband für Herrn Dr. Clauß. Da die Ge- nofsen aber mit derartigen Mitteln jetzt hausieren gingen, sei eS erst recht Pflicht der Nationalge sinnten, alles daran zu setzen, um den Sieg der Gegner unmöglich zu machen. Darauf nahm Herr ReichLtagSabg. Everling daS Wort, um in glänzender Rede die Versamm lung für den Wahlkampf zu begeistern. Die vorige ReichStagSwahl, so führt der Sprecher aus, sei so ausgefallen, daß alle Vaterländisch Gesinnten sich von Herzen do:über freuen könnten, insbesondere habe auch Sachsen die rote Fahne heruntergeholt, die schwarzweißrote Flagge wehe wieder über seinen Gauen. Der 17. Wahlkreis sei nun durch den Tod AuerS noch einmal vor die Entscheidung gestellt, eS gelte einen Wahlkampf auSzufechten, der viel bedeu tungsvoller sei, als der Besitz eines Mandates; ganz Deutschland sehe auf unsere Taten. Die Sozial demokraten wären eifrig bemüht, ihren Besitzstand zu behaupten, darum heiße eS für die nationalen Parteien: Alle Mann an Bord! Der Sieg muß unser sein! Redner warf dann einen Rückblick auf die Vorgänge, die zur Auflösung des Reichstage» geführt, die klerikale Herrschsucht (Ballestrem tat den Ausspruch: Das Zentrum sei die Achse, um die sich alles drehe) wäre nur möglich gewesen da durch, daß eS im Deutschen Reichstage noch eine Verneinungspartet gab, zum Danke dafür sei ja auch jetzt Vi der Sozialdemokratie aus den Krücken deS Zentrum« in den Reichstag gehumpelt. Durch die lähmende Macht des UltramontaniSmuS und das Neinsagen der Sozialdemokraten war eS im deutschen Vaterlande nicht möglich, großzügige Auf gaben zu lösen Gottlob, daß die letzten Wahlen die Germania frei gemacht haben von dieser Kette! Glied für Glied muß noch zerbrochen werden, auch der 17. RetchStagSwahlkreiS hat zu beweisen, daß er da» nationale Banner hoch hält, indem er die Mehrheit (dem „Hottentottenblock") wider Schwarz und Rot einen neuen Kämpen zusührt. Wenn der Sieg am 26. April unser ist, dann bestätigt sich, waS überall zutage tritt, der Sozialdemokratie geht der Nimbu« verloren, als ob sie.siegreich und unauf haltsam vorwärts schreite. Redner versagte eS sich, auf die sozialpolitische Frage näher einzugehen, da ja daS Programm de» Herrn Dr. Clauß zeige, daß für daS wahre Wohl aller Schichten der Bevölkerung gerade dieser Mann entschlossen und aufrichtig einzutreten in der Lage, außerordentlich befähigt und gewillt sei. Dengroßen Schichten der Jndustriebevölkerung müsse ein beson derer Schutz werden, Deutschland sei schon bisher in so umfangreicher Weise dasür eingetreten, wie kein anderer Kultur-Staat der Welt, und eS bleibe dabet: Die Sozialdemokraten hätten nicht für diese Wohl- fahrtkgrsrtze gestimmt, wenn sie es jetzt auch so hin« zustellen suchten. Ihr Endziel sei aber so unklar und verschwommen, daß sie darüber dak Nächstliegende, ihnen Nützliche übersehen. Herr Everling beschäftigte