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Verantwortlicher Redakteur, Drucker und Verlegeri E. Hannebohn in Eibenstock — ist. Jahrgang. ---' — Sonnabend, den 23. Februar Bekanntmachung. Der bisherige Unteroffizier d. R. Herr vdristis.L I'risäriod I-illäner aus Beichenvrand ist heute als Schutzmann verpflichtet und eingewiesen worden. Eibenstock, den 21. Februar 1901. Der Rath der Stadl. Hesse. Lpm. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntnih gebracht, daß die gemeinsame Meldestelle der Ortskrankenkassen «nd die Schulgeldeinnahme ab 20. Februar 1901 im Parterre des ehemaligen Troll Sc Uhlmann'schen Geschäftshauses hier. Bergstraße 3, bis auf Weiteres untergebrachl sind. Eibenstock, den 20. Februar 1901. Der Rath der Stadt. Hesse. Lpm. Versteigerung. Dienstag, den 26. Februar 1961, Vorn». 11 Uhr sollen zu «uaetnliiikel ein Pferd und ein Schlitten an den Meistbietenden gegen sofortige Baarzahlung versteigert werden. Bietervcrsammlung im Wöckek'schen Gasthof. . Der Gerichtsvollzieher beim Kql. Amtsgerichte Eibenstock. Akt. Kirsch. Die große Expedition, die Graf Waldersee dieser Tage anregte, entpuppt sich jetzt nach Eingang der näheren Nachrichten al» ein Zug nach Singansu, der gegenwärtigen Residenz de« Kaiser« Kwang-Szü. Allem An schein nach werden sich die Engländer und Japaner a» dem Zuge betheiligen, während sich Rußland an der Mandschurei wohl sein läßt und Amerika wie immer Quertreibereien veran staltet. Al» Erfolg der Drohung de« Generalissimus kann wohl be zeichnet werden, daß der chinesische Kaiser den Todesstrafen gegen mehrere der hochstehenden Hauptschuldigen zugestimmt hat, wenn man diese Zustimmung al« aufrichtig betrachtet und in ihr nicht wieder eine« der beliebten chinesischen Verzögerung«mittel gesehen werden muß. Waldersee scheint übrigen« über die Drohung hinaus vollen Ernst zu machen. Au« Peking wird berichtet, daß daselbst im deutschen, englischen und japanischen Hauptquartier fieberhafte Thätigkeit herrsche. Die Chinesen selbst, auch die sog. fremden freundlichen, haben die Europäer stet« vor dieser Expedition ge warnt und zwar wegen der Schwierigkeit de« Gelände«, die Transporte und Proviantirung erschwert, und wegen der Stärke der chinesischen Truppen, die um Singansu versammelt sein sollen. Aber wenn der überaus verwöhnte, au» 5000 Personen be stehende Hof den Weg nach Singansu gefunden hat, ohne daß zur Flucht irgendwelche nennenSwerthe Vorbereitungen getroffen worden waren, so wird eine diSziplinirte, in Bezug auf Verpfleg ung und Unterkommen nicht gerade verwöhnte, im Uebrigen aber praktisch mit allem Nothwendigen ausgerüstete europäische Militär- Expedition erst recht den Weg dahin finden. Und wa« da« chi nesische Militär betrifft, so kann dasselbe trotz seiner theitweisen todtcSmuthigen Tapferkeit für ein diSziplinirte« Heer kaum in Frage kommen. Bedenken könnte allenfalls Rußland« und Nord amerika» Zurückhaltung erregen. Hat Graf Waldersee mit seiner Expedition Erfolg, dann bringt er da« Kaiserpaar und die Mit glieder der Tsungli Damen nach Peking zurück, so würden die FriebenSverhandlungen sehr schnell zu Ende geführt werden kön nen und den Vortheil davon haben Russen und Amerikaner ja gleichfall», einen Vortheil, der für sie ohne jede« Risiko ver bunden ist. Nun wird aber in verschiedenen Blättern behauptet, Rußland wolle nicht nur die Expedition nichi mitmachen, sondern e« sei direkt dagegen, daß jene Expedition überhaupt unternom men werde. Man hat mit dieser Haltung der Petersburger Re gierung die Reise de» alten General» v. Werder nach Petersburg in Beziehung gebracht. Jetzt wird aber behauptet, der 77jährige Herr gehe überhaupt nicht nach der russischen Hauptstadt. Ueber- haupt scheint der Draht zwischen Berlin und Petersburg zer rissen zn sein, denn die .PeterSb. Handels- und Jndustric-Zig." bringt einen so gepfefferten Artikel über die deutsche HandelS- vertragSpolitik, al» ob wir un» schon im schönsten Zollkriege mit Rußland befänden. Noch eigenartiger aber ist, daß man nicht» Bestimmtes über da» Verhalten Frankreich» erfährt und e« scheint geradezu, daß die maßgebenden Kreise in Pari» die Ungewißheit darüber mög lichst lange erhalten möchten. Nämlich auch der Draht zwischen Petersburg und Pari» ist stark brüchig geworden. Rußland war bi»her stet» gewöhnt, Frankreich an seiner Seite zu sehen. Die Regierung de» Zaren gab die Marschroute an; Frankreich schwenkte bisher immer ein. Da» scheint nun ander« werden zu sollen. Zwar hat Frankreich keinen anderen Alliirten, aber daß man unter Umständen mit der Politik der freien Hand recht gut fährt, sieht c» ja jetzt sehr deutlich an England. Alle» in Allem genommen ist der Versuch de» Grafen Waldersee, durch einen Vorstoß nach Singansu den Chinesen einen heilsamen Schrecken einzujagen*und sie zum Aufgeben ihrer Verschleppungspolitik zu veranlassen, mit Freuden zu begrüßen. Daß darau« ernstere Zerwürfnisse mit Petersburg oder Washing ton entspringen könnten. Ist nicht wohl anzunehmen. Auf , Ver stimmungen" aber kann die Regierung nicht immer eingehen. Wir Deutschen haben oft genug der Andern wegen Ursache zur Ver stimmung, ohne deshalb gleich zum Schwerte zu greifen oder zu drohen. Im Gegentheil: gerade Deutschland macht ost genug gute Miene zum bösen Spiel. Darum muß e« auch in großen und grundsätzlichen Fragen, die sein Interesse angehen, beanspruchen können, daß e« seine eigenen Wege geht, auch wenn c» den andern 'mal nicht genau in den Kram paßt. Deutschland hat eben einen Gesandten mord zu rächen, wa» bei keiner andern Nation der Fall ist, und daher muß e« auch die leitende Stellung in China bei den FricdcnSverhandlungen behalten. Tagesgeschichte. — Deutschland. König Edward von England trifft, wie nun auch au» Cronberg gemeldet wird, dort am 23. d. ein und wird im Schloß Friedrichshof Wohnung nehmen. Ende März wird König Edward mit seiner Gemahlin nach Kopenhagen durch den Kaiser Wilhelm-Kanal fahren und auch dem Prinzen Heinrich in Kiel einen Besuch abstatten. — Wegen der starken Nachfrage nach Denkmünzen, die au» Anlaß de« 200jährigen Bestehen» de» Königreichs Preußen geprägt worden sind, ist angeordnet worden, daß nach träglich noch 5 Millionen Mark hergestelll werden, und zwar sür 1,800,000 Mk. Fünfmarkstücke und für 3,200,000 Mk. Zwei markstücke. — Oesterreich-Ungarn. Im österreichischen Abge ordnetenhaus? kam e» am Mittwoch wieder zu recht netten S eenen. Der Tscheche Brzorad fragte den Präsidenten Vetter, warum mehrere tschechisch adgefaßte Interpellationen nicht ver lesen wurden Der Präsident erwiderte, er werde die Auflage zum Schluß der Sitzung beantworten. Daraus erhoben die Tschechen einen ungeheuren Tumult. Der Tscheche Klotac begann eine Rede in tschechischer Sprache, er trat hervor au» den Bank reihen gegen die Prästdcnten-Tribüne, zerriß die GeschästSorvnung, warf die Fetzen auf die Ministerbank unv gegen da» Pult des Präsidenten. — Der rumänische Abgeordnete Wassilko, ein Hüne von Gestalt, stürzte sich auf Klotac und versetzte ihm einen Stoß, daß er zurücktaumelte. Die tschechischen Sozialisten und Agrarier bedrohten Wassilko, der sic aber zurückdrängte. Die Rumänen, darunter Bischof Kcpka, kamen Wassilko zu Hilfe, aber andere Abgeordnete verhinderten ein Handgemenge. — Wegen anhalten den Lärm» und Tumult» wurde die Sitzung dann abgebrochen. — China. Mit erfreulicher Entschlossenheit wird nun endlich der chinesischen Verschleppungspolitik ein Ende bereitet. Wie die Londoner Blätter au» Peking vom 18. d. M. melden, hat der deutsche Gesandte den chinesischen Bevollmächtigten Li- Hung-Tschang und Tsching am Sonnabend mitgetheilt, daß Feld marschall Graf Waldersee Vorbereitungen getroffen habe, um eine große Expedition am 23. Februar nach Singansu abzusenden, wenn die Chinesen nicht inzwischen die Forderungen der Mächte erfüllt hätten. Die Bevollmächtigten telegraphirten darauf an die Kaiserin und ersuchten sie um schleunige Erfüllung der Forderungen. Später thcilte ein Attache der englischen Ge sandtschaft den Bevollmächtigten mit, daß die englischen Truppen an der Expedition thcilnchmen und nicht eher ruhen würden, bi« sie den ganzen Hof in ihren Händen hätten. Die Bevoll mächtigten sandten darauf schleunigst eine zweite Depesche an die Kaiserin ab. Darnach benachrichtigte ein japanischer Attache! Li- Hung-Tschang, daß die Japaner unter dem Oberbefehl Walder- sce» ständen und an der Expedition Iheilnehmen würden, woraus eine dritte Depesche an die Kaiserin abging. — .Standard" und .Morning Post" melden au» Tientsin, daß die Expedition am 1. März abgehen werde. Einer Depesche der .Morning Post" au» Peking zufolge werde Graf Waldersee selbst die Expedition führen; unter ihm werde der französische General Voyron ein Kommando übernehmen. — Südafrika. Der General Schalk Burger, der in der Schlacht bei Colenso am 1ü. Dezember 1899 al» Führer der Buren in Vertretung für den erkrankten Oberfeld herrn Joubert sich außerordentlich bewährt und auch neuerdings al« Vertreter de« Präsidenten Krüger Beweise von zähem Fest halten an der Burensache gegeben hat, soll nun nach einer tele graphischen Meldung au» Pretoria den weiteren Widerstand der Buren öffentlich al« hoffnungslos und zwecklos bezeichnet haben. Dies^ Nachricht können wir vorläufig nicht sür glaubwürdig halten. — Londoner Blätter legen die Rückkehr Kitchener» nach Pretoria al« ein schlechte» Zeichen au» und erblicken darin den Beweis dafür, daß die Operationen gegen Dewet ge scheitert sind. — .Daily Telegr." hält auch da» fortgesetzt Fehlen amtlicher Nachrichten für ein ungünstiges Zeichen. — Ein Telegramm au» Pretoria von Dienstag Nach mittag meldet: Alle Nachrichten beweisen, daß Kitchener bei seiner Rückkehr nach Pretoria nur mit knapper Noth der Gefangennahme durch die Buren entgangen ist. Der Plan war sehr gut vorbereitet und beruht offenbar auf de- laillirten Informationen über Kitchener» Bewegungen. Eine Anzahl wohlbespannter leichter Wagen war in der Nähe von Donga versteckt, um Kitchener nach seiner Gefangennahme schnell in da» Hauptlager der Buren zu bringen. Kitchener war von seiner Leibgarde und von einer Kompagnie de» Leicesterrcgiment« eskortirt. Seinem Salonzug fuhr eine einzelne Maschine Vorau», aus welche zunächst ein anderer Zug mit Kitchener« Bagage und den Lebensmitteln folgte. Diese« Arrangement war erst im letzten Augenblick kurz vor der Abreise au« De Aar getroffen, und nur hierdurch wurde der Plan der Buren vereitelt, welche nur mit der vorauffahrenden Lokomotive gerechnet hatten. Am Montag früh guckte Kitchener» Bursche zufällig au« einem Fenster de« Bagage zuge« heraus, al» er eine Abtheilung von Buren in der Nähe der Eisenbahnlinie erblickte. Er gab sofort da» Alarmsignal, worauf die Buren da» Feuer eröffneten. Zugleich erfolgte eine Dynamitexplosion, welche die Linie zerstörte und den Güterzug zum Entgleisen brachte. Die Lokomotive wurde gänzlich zer trümmert und der Lokomotivführer zu Tove verbrüht. Die vor auffahrende Lokomotive machte nun Halt und gab Kitchener» Zug Warnung-signale, welcher gleichfalls sofort anhielt. Zufällig kam in diesem Augenblick ein Panzerzug auf dem Schauplatz an und beschoß die Buren, welche sich zurückzozen. Die Buren erbeuteten einen Theil von Kitchener» Bagage. — Da» Gerücht, General S m i t h - D o rr i e n sei von General Botha mit seiner ganzen Kolonne, bestehend au» 2000 Mann, gefangen genommen worden, wird von amtlicher Seite dahin berichtigt, daß Smith-Dorrien eine Niederlage erlit ten hat, bei der 28 Mann gctödtet wurden. Locale und sächsische Nachrichten. — Morgenröthe-Rautenckranz, 20. Febr In der heute Nachmittag Hierselbst stattgefundenen gemeinschaftlichen Sitzung der Gcmeinderäthe von Morgenrölhe - Raulenkranz, Jäger»grün, Tannenbergsthal und GotteSberg wurde Herr 1>r. weck. Gehrhardt in Pretzschendorf einstimmig al« Polizei- und Armenarzt, sowie al» Kassenarzt der Gemeindekrankenver sicherungen gewählt. Herr Ilr. Gehrhardt, dem der Ruf eine« tüchtigen und gewissenhaften Arzte» vorauSgeht, will sich am 1. Mai hier niederlassen. E» wird damit ein in den obengenannten Ortschaften schwer empfundene» Bedürfniß beseitigt und zugleich ein längst gehegter Wunsch der Bevölkerung erfüllt. — Dre«den. Ein au» China eingegangencr Feldpostbrief dürfte nicht ohne Interesse sein. Al» Weihnachtsgeschenk sandte eine Dresdner Zigarrenfabrik 6000 Stück ihre» Fabrikat» an unsere Sachsen in China. Ein mit der Packung der Schachteln betraute« Mädchen au» Löbtau legte im Scherz einem Packet einen Hcirath«antrag mit bei. Dieser Tage traf prompt daraus Antwort ein. Ist e» nun Zufall oder Schickung zu nennen? Ein au» Löbtau gebürtiger Eisendreher, jetzt al» Soldat de« 6. Ostastatischen Infanterie-Regiment» 6. Kompagnie in China be findlich, erhielt die Schachtel und bietet aus dem Umwege über China dem Mädchen Herz und Hand an — allerding« mit dem Vorbehalte, daß sie selbst keine .alte Schachtel" sei. Da die« Letztere nicht der Fall ist, dürfte dieser Heirath»antrag aus die sem doch wohl noch ungewöhnlichem Wege zum Ziele führen. — Leipzig, 20. Febr. Unter Bezugnahme auf die vom Polizeiamt erlassene Bekanntmachung, den Mord an dem Lauf burschen Friedrich Kurt Otto betreffend, giebt der Kgl. Staats anwalt noch bekannt, daß neben der vom Polizeiamt ausgesetzten Belohnung von 200 Mark da« Königliche Justizministerium eine weitere Belohnung von 500 Mark für denjenigen aulgesetzt hat, welcher solche Angaben zu machen im Stande ist, daß auf Grund derselben die Ermittelung de« Thäter« oder der Thäter gelingt. Die große Anzahl der theil» von einem scharfen (Messerklinge), theil« von einem stumpfen Instrument» (zugeklappte« Messer. Todtschläger, Stockknopf) herrührenden Wunden in Verbindung mit dem zum Erdrosseln benützten Leibriemen läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß der Mord von mehreren Thätern verübt