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»-««erstag. Vs« 17. April ALiitzMrKMWm Porls). dach O.-L. BeroriunugSblott der MrciSH»«pt»a»«schast Bautzen ;ngleich als Konfiftorialdehörde »er Oderlanfitz fahren werden wird. KSmzliche» «mtS-ericht Bautzen, am 10. April 1884. Bekanntmachung. Bei dem unter,«chneten SmlS,«richte wird anno» da» vom Privatmann Herrn Friedrich Alexander va« der va«,en in Bautzen, welcher nach z 38 di» 41 de» Bürgerlichen Gesetzbuch» für verschollen zu erachten ist, am 22. Februar 1861 errichtete Testament verwahrt. S» wird die« andurch mit der Anlandi,ung bekannt gemacht, daß, wenn innerhalb sechs Monaten vom Erscheinen dieser Bekanntmachung im «mt-blatte weder Jemand, welcher da,u besugt, auf die «r- Bekanntmachung. Die Negenerirung der Lymphe bez. das Impfen mit Thierlymphe findet am 29. dieses Monats statt, eS sind daher hierzu geeignete, gesunde Kinder baldigst in meiner Wohnung anznmelden. Vr. Kgl. Bezirksarzt. lig») «äq» «»«»»« 7 U»r I»r Meusel. Jgr. der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut, Bernstadt und Ostritz, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. Organ vsr Handels» nnd G e w e r b ek a m ms r z« Zittau. vsfnun, antrügt, noch Jemand „«»weift, daß sie ,u unt'rl«fl-n sei, na» den Vorschristen der 88 12 und 13 der Verordnung, das Verfahren in mchtstrtttigen Rechtssachen betreffend, vom 9. Januar 1861 ver Wret»«rh<Uain«, tdr>« .vaatzriier «»: ,«,en. dwgl. di« LE» w Vontz«, Lniai » «da», «»».«ch w KchtrOd w«»«. tztwa», w vwwrilt«» vea», i» »«««»uq, Vahr S «ww»d»w d«t 8- M v. ». »wd«u>» in V»l«»w « I. «. wtedemann t» «eichw »ekanntmachnng. Nachdem Herr 0r. m,<I. 0S«r «ieulkawttz in Bernstadt al« Jmpsary für den .24. Jmpsbejirk" Semnitz in Pflicht genommen worden ist, wird die» andrer» ,ur dffentlichen Uenntniß gebracht. LSbau, am 9. April 1884. Königliche Amtshauptmannschaft. v»« Thiel««. Jchm. 1884. Rn« »w werd da»»«««» T». «mcendar»»« »ed»e«, atz» Telegraphische Korrespondenz. Breslau, 15. April. Die „Schles. VolkSztg." wi wissen, Graf Ledochowski habe auf das Erzbistum Posen- Gnesen verzichtet und der Papst die Resignation angenommen. (Die Bestätigung dieser Nachricht, welche den Leitern der Katholiken-Versammlung in Köln offenbar nicht bekannt war, bleibt abzuwarten. Immerhin ist es bemerkenswert, daß ein klerikales Blatt diese Meldung ohne Vorbehalt bringt.) Wien, 14. April, abends. Der Kronprinz Rudol und seine Gemahlin haben heute abend 10 z Uhr mit ihrem Gefolge vom Staatsbahnhofe ans mittelst Separatzugs die Reise nach Konstantinopel angetreten, eine offizielle Ver abschiedung war verbeten, vom Kaiser und von den Mit gliedern des kaiserlichen Hauses hatte das kronprinzliche Paar im Laufe des Vormittags Abschied genommen. Rom, 15. April. Dem Vernehmen nach wird in der nächsten Zeit eine päpstliche Encyclika gegen da« Frei- maurertum erscheinen, in welcher zugleich die Entwickelung des Religionsunterrichts in den katholischen Vereinen und Sl»S»it«*o<rrinkn empfohlen wird. Paris, 15. April. Nach einem Telegramm aus Honghoa vom 12. d. ist General Millot am Mittage dieses Tages ohne Kampf in die Stadt eingczogen, die gänzlich geräumt war, die Artillerie war fortgeschafft; die Häuser sind zum Teil zerstört. Nachrichten aus Anzin sagen, die Stimmung unter den Streikenden sei eine erheblich günstigere, sodaß eine Wiederaufnahme der Arbeit in größerem Maßstabe demnächst erwartet werde. Paris, 15. April, abdS. Eine Depesche des Generals Millot aus Honghoa vom heutigen Tage bestätigt die Occupation der Stadt und meldet, die Citadelle sei durch eine kombinierte Aktion genommen worden, indem die erste Brigade den Feind umging und die zweite das Bom bardement von der Front aus mit schweren Geschützen er öffnete. Der niedrige Wasserstand verhinderte die Mit wirkung des größeren Teiles der Flotte, nur zwei Kanonen boote konnten an dem Angriff teilnehmcn. Lahors, 14. April, abends. In seiner Rede bei der Enthüllung der Statue Gambettas gab Ministerpräsident Ferry dem Schmerze über das zu frühe Hinscheiden Gam bettas Ausdruck, das eine nicht auszufüllende Lücke gerissen habe. Gambettas Andenken werde nicht erlöschen, weil eS verknüpft sei mit den tiefsten Schmerzen des Vaterlandes, eS könne nur noch wachsen in der Unparteilichkeit der Geschichte. Die Liebe zu Frankreich sei die ihn beherrschende Leidenschaft gewesen, sür Frankreich habe Gambetta in zwölf Jahren mehr an Kräften aufgewendet, als sonst in einem langen Leben möglich sei. Der Kriegsminister Campenon brachte Gambetta die Huldigung der Armee dar, Gambetta habe die nationale Verteidigung organisiert und habe niemals verzweifelt an der Rettung deS Vaterlandes, die Liebe zu Frankreich habt Gambetta zu guter Stunde gelehrt, daß eine Nation in der Welt nur unter der Bedingung mitzähle, daß sie stark und jederzeit bereit sei, die Rechte anderer zu re spektieren, aber auch ihr Blut zu vergießen für die Verteidig- ung der Heimat und der Ehre. Die Armee werde Gambetta niemals vergessen. — Bei dem abends stattgehabten Bankett toastete Ministerpräsident Ferry auf die Einigkeit der republikanischen Partei. Madrid, 14. April. Nach einer amtlichen Depesche des Gouverneurs von Havanna vom heutigen Tage ist die Bande AguerroS die einzige, welche noch auf der Insel besteht. Die derselben angehörenden 18 Mann hatten sich in verschiedene Gruppen geteilt, die Verfolgung werde lebhaft fortgesetzt. Auf der ganzen Insel herrsche Ruhe. Die Ein nahmen Kuba- hätten sich im März auf 3100 000 Doll, belaufen, und seien die- die stärksten Einnahmen seit Juli v. I. Die von amerikanischen und französischen Blättern über kubanische Verhältnisse gebrachten Mitteilungen seien falsch und sollten nur Börsenmanövern dienen. Petersburg, 15. April. Durch kaiserlichen UkaS vom 8. April (27. März) erfolgte die Ernennung des bis herigen Gesandten in München, v. Staal, zum Botschafter in London. Wie die deutsche „PeterSb.Ztg." erfährt, hat die Juden- Ko «Mission einen Teil ihres Programms erledigt, nämlich die Sammlung und Sichtung aller in Großrußland, Kleinrußland und Litthauen erlassenen Gesetze über d Juden aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Nunmehr werden die modernen Gesetzesbestimmungen, welche in Ruf land sowohl wie in den übrigen Ländern Europas erlasse sind, zusammengestellt und den dritten Teil der Aufgabe der Kommission bilden dann die Beleuchtung und Begutachtung des gesamten Materials sowie die Begründung der zu em pfehlenden Maßregeln. Bukarest, 15. April. Die Kammer hat sich bis zum 8. Mai vertagt. Konstantinopel, 16. April. (K.-B.) Server Pascha und Ibrahim Bey sind an Bord des „Jzzedin" nach Barna abgegangen, um das österreichische Kron- prinzenpaar einzuhvlen. Shanghai, 15. April. Nach hier eingclaufcnen Meldungen aus Peking wäre Prinz Kung angeklagt, Bestechungen angenommen, der chinesischen Regierung oppo niert und nach der höchsten Macht gestrebt zu haben. Prinz Kung würde seine Erbrechte behalten, aber seine amtlichen Würden und Einkünfte verlieren. Prinz LiS-hih-to und der erste Präsident des Finanzdepartements Chinglien, ferner der erste Präsident des Strafdepartements Wenyu und der zweite Vicepräsident des Bautendepartements Sinyiching seien an Stelle der degradierten Geheimräte zu Mitgliedern des Geheimen Nats ernannt worden. (Telegramm des Reuterschen Bureaus.) Der Vice- önig von Canton ist wegen Nichtbefolgung der ihm er teilten Befehle öffentlich degradiert worden. Die chinesi- chen Offiziere, die als verantwortlich für den Verlust BacninhS angesehen werden, sind zur Enthauptung ver- urteilt. In der Administration werden wichtige Veränder ¬ ungen erwartet. Eine allgemeine Rekrutierung für die chinesische Armee ist angeordnet. Der Gouverneur von Zunnan ist nach Peking beschieden, wo derselbe zur Verant wortung gezogen werden soll. Mau hält die augenblickliche Situation in Peking sür kritisch. Kasan, 14. April. Die angeordnete Inspektion in den durch Mißernte besonders betroffenen Kreisen Kasan, Mamadysch, Tschistopol, Laischew durch Baron Üxküll im Auftrage des Ministerium« deS Innern ergab,daß Hungersnot daselbst nicht vorhanden ist, ebensowenig Fälle von HungerS- tod oder Hungertyphus vorgekommen sind. Indessen herrscht n vielen Dörfern große Armut und mancherlei Not- tand, den Notleidenden wird aber möglichste Hilfe geleistet. (S. unter „Rußland".) New-Aork, 14. April. Ein Telegramm aus Li- iertad von gestern meldet, am 13. d. sei gegen den Prä- sidenten von Guatemala ein Mordversuch gemacht worden, der Präsident sei leicht verwundet. New-Dor!, 14. April, abds. (Schluß-Kurse.) Wechsel auf Berlin 95j. Wechsel auf London 4,87;. Cable Transfers t,90j. Wechsel auf Paris 5,18j. 4^ fand. Anleihe von 1877 123j. Eriebahn-Altien 21j. Central-Pacific-Bonds 114j. New-York Centralbahnaktien 113Z. Chicago u. North Western Eisenbahn 143. Geld leicht, für Regrerungsbonds 1z, für andere Sicherheiten ebenfalls 1j H. — Warenbericht. Baum wolle in New-Dork 1izz, do in New-OrleanS 11/^- Raf finiertes Petroleum 70 j Abel Test in New-Dork 8z Gd., do. do. in Philadelphia 8j Gd., rohes Petroleum in New-Jork 7j, do. Pipe line Certificates 94? C. Niehl 3 D. 35 C. Roter Winterweizen lolo 99z C., do. pr. April 99 C., do. pr. Mai 1 D., do. pr. Juni 1 D. 2 C. Mais (New) 56 C. Zucker (Fair refining Muscovadcs) 5z. Kaffee (fair Rio) 10j. Schmalz (Wilcox) 8,90, do. Fairbanks 8,87, do. Rohe u. Brothers 9,00. Speck 9z. Getreidefracht 2. Deutsches Reich. * Bautzen. (Reserve- und Landwehr-Übungen im Jahre 1884.j Die Landwehr-Infanterie übt vom 1. Juli ab 12 Tage in Bautzen, die Reservisten der Infanterie üben vom 6. Mai ab 12 Tage, die Reservisten der Grenadiere und Schützen üben vom 17. Juni ab 12 Tage, die Reservisten und Landwehrleute der Jäger üben vom 17. Juni ab, die der Feld-Artillerie und Pioniere vom 6. Mai ab, die des Train vom 5. Mai ab und die der Krankenträger vom 13. Mai ab. Die Kavalleristen üben 16 Tage beim Train- Bataillon. Größere Übungen finden später statt. Dresden, 15. April. (Dr. I.) In den Paradesälen des königl. Nesidenzschlosses fand gestern das am 2. Oster- feiertage herkömmliche Hofkvnzert Se. Majestät der König anwohnte und zu dem gegen 400 Personen erschienen waren. Ihre Majestät die Königin war, wie bereits in vor. Nr. gemeldet, durch Unpäßlichkeit be hindert, an dieser Hoffestlichkeit teilzunehmcn. Die Ausführung des Konzertes erfolgte durch die König!, musikalische Kapelle unter Leitung der Kapellmeister, des Hosrat Schuch und des Prof. l)r. Wüllner. — Zufolge neueren Dispositionen wird an der Parade am 23. d. M. außer den Truppen der Residenz nur das Königl. 1. Jägerbataillon Nr. 12 teilnehmen. Das selbe wird am 21. d. per Landmarsch in Dresden eintreffen, in Altstadt verquartiert werden und am 24. d. wieder per Landmarsch in seine Garnison Freiberg znrückkehreu. Die Fußtruppen werden zur Parade weiße Beinkleider tragen. — Die Anhänger der „deutschen freisinnigen" Partei im Königreiche Sachsen veranstalten am nächsten Sonntag, 20. April, in Dresden einen Parteitag, zu welchem alle Gleichgesinnten in einem Aufrufe eingeladcn werden. Letzterer ist unterzeichnet von 36 Herren, darunter 20 Landtags- resp. Reichstagsabgeordnete. Zweck der Versammlung ist die Organisation der Partei für das ganze Land und Stellung nahme derselben bezüglich der bevorstehenden Reichstagswahl — Erledigt sind: die Nebcnschulstelle in Zschocken oberen Teils. Kollator: das Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts. Einkommen: 840 Mark Fixum, Amtswohnung mit Garten, 160 Mark Honorar für 4 Über- tunden, 72 Mark Honorar für den Unterricht in der Fort- >ildungSschule. Die Frau deS Lehrers kann den Nadelarbeits unterricht übernehmen. Gesuche sind bis zum 1. Mai an den K. Bezirksschulinspektor Schulrat Naumann in Zwickau einzureichen; — die Filialkirchschulstelle in Stock heim. Kollator: die oberste Schulbehörde. Einkommen, bei freier Dienstwohnung und Gartengenuß, 840 Mark vom Schuldienste, 75 Mark vom Kirchendienste und 72 Mark für den Unterricht in der Fortbildungsschule. Die Gewährung einer persönlichen Zulage bleibt Vorbehalten. Bewerbungen ind bis zum 3. Mai e. an den K. Bezirksschulinspektor Dachsel in Borna einzureichen. * Kieritzsch, 15. April. (Tel.) In der heutigen Ver- ammlung der Vertrauensmänner des 14. sächsischen Reichs- agswahlkreiseS, in welcher vr. Frege-Abtnaundorf über seine Tätigkeit im Reichstage referierte, wurde auf Antrag des Redners einstimmig beschlossen, an den Reichskanzler me Zustimmungsadresse zu dem Beschlusse deS Bundes rats vom 5. April zu richten. Berlin, 15.April. Der Kaiser ließ sich am ersten Osterfeiertage von dem Polizei-Präsidenten von Madai und am zweiten von dem Wirklichen Geheimen Rate v. Wilmowski owie von dem Staatsminister Grafen v. Hatzseldt Vortrag halten. Heute nahm Se. Majestät militärische Meldungen entgegen und hörte die Vorträge des Chefs der Admiralität, General-Lieutenant« v. Caprivi, sowie des Chefs des Militär- KabinettS, Gencral-Adjutantrn v.Albedyll. — Die Kaiserin leidet an mit Fiedererscheinungen verbundenem Katarrh eines Lungenflügels und muß seit gestern daS Bett hüten.