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MMr U GrenBvte Postscheck-Konto Leipzig Nr. 373 69 Stadtbank Adorf i. V. 118 Tageblatt «ab Amelger Gegr. 1834 / Auf 222 Postschließfach Nr. 5 für Adorf (Vogtl ), Bad Elster, Radiumbad Brambach, Arnsgrün, Bergen, Freiberg, Ober- und Untergettengrüu, Hermsgrün, Iugelsburg, Leubetha, Mühlhausen, Rebersreuth, Remtengrüu, Schönberg, Siebenbrunn, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garten. Der „Adorfer Grenzbote" ist das zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsniß i. V. und des Stadtrates zu Adorf i. V. behördlicher- seits bestimmte Blatt; außerdem enthält der „Adorfer Grenzbote" auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts *und des Gerichtsvollziehers zu Adorf i. V. und anderer Behörden. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich 1.20 RM. einschl. Trägcrlohn. Im Falle höherer Gewalt oder sonstiger irgendwelcher Störungen de, Betriebes oder der B-förderungsrinrichtungen hat der Bezieher kein Recht auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Für Rückgabe eingesandter Beiträge jeder Art keine Verbindlichkeit. Anzeigenpreis: laut aufltegendcr Preisliste Nr. 5 (Millimeter 6 Pfg.). Anzeigen-Annahme für die jeweils erscheinende Nummer bis vormittag 10 Uhr. Fern« mündliche Anzeigenausgabe schließt jedes Einspruchsrecht aus. Mr. 6 MMrVVrA Äs» S. J»nu»v 1941 1O?» Komyromitzloler Kampf Schulter an Schuller Die Gedanken der britischen Plutokraten gehen selt same Wege. Schuld daran ist der Dünkel dieser Herren. So ist es zu der die britische Politik kennzeichnenden Ein teilung der Völker in zwei Klassen gekommen. Auf der einen Seite steht die britische Herrenschicht mit ihren Trabanten, auf der anderen Seite alle übrigen Völker. Gut ist, was die Plutokratie tut und was ihr in den Kram paßt, schlecht aber ist alles andere, insonderheit jede freie Regung eines Volkes und vor allem auch jede Auflehnung gegen die britische Weltherrschaft. Davon muß man ausgehen, wenn man jetzt hört, daß englische Zeitungen Italien so etwas wie ihr Beileid zur Entsendung deutscher Hlieaersormationen in den Mittel meerraum aussprechen, >a, daß ein britisches Blatt prophe- zeit, „ohne Deutschlands Hilfe würde Italien bald ge schlagen, mit Deutschlands Hilse dagegen bald eine deuischc Kolonie sein." Eine solche Aeußerung steht denn doch einem Lande schlecht an, dessen erster Kriegsruf in allen Zeiten seiner Geschichte immer nur ein Appell an die HilfsbereitschastandererVölker gewesen ist! Vollends in diesem Krieg hat das britische Weltreich selbst die Aufopferung kleinster Nationen nicht verschmäht, wenn es hoffen durste, so Zeit gewinnen zu können. Ohne Be denken hat England die Polen, die Franzosen, die Nor weger, die Holländer, die Belgier und vor wenigen Mo naten wiederum die Griechen als seine Söldlinge in das Feuer geschickt. Denn die eigenen Interessen dieser Staa ten haben keineswegs einen Waffcngang notwendig ge macht. Im übrigen aber bettelt auch jetzt noch England unentwegt um fremde Hilse, in den Vereinigten Staaten nämlich, und es scheut sich nicht, zu diesem Zweck geradezu einen Ausverkauf des Empir c zu veranstalten. Hinzu kommt, daß ein Brite gar nicht in der Lage ist, die deutsch-italienische Kampfgemeinschaft zu begreifen Deutschland und Italien kämpfen völlig gleichberechtigt Schnlter'an Schulter, beide in heiligem Zorn gegen einen Feind! Wir führen nicht zwei getrennte Kriege, sondern einen großen Kamps. Ob unsere Kampfgeschwader die britischen Rüstungswerke mit Bomben cindecken, ob die Männer unserer Kriegsmarine fern der Heimat aus allen Äeltmecren ihre Torpedos gegen britische Gcleitzüge ab- fenern, ob die Panzerwagen unseres Heeres und die Lturm'kolonnen der Infanterie feindliche Befestigungs- Werke im Westen zermalmen, ob die italienischen Truppen in Albanien gegen Griechen kämpscn und in de» Sand- stürmen der Wüste zwischen Aegvplen und Libven gegen britische Hilssvölkcr aus allen Weltteilen: immer gilt dieser Kamps der britischen Plutokratie, der britischen Herrschsucht uud der britischen Macht gier. Deutschland und Italien kämpsen gemeinsam, Weil sie beide einen Feind haben, der sie herausgesordert Hal zu einen, Kamps aus Leben und Tod! Vom ersten Tage dieses neuen Krieges an hat Ita lien entscheidend zur N i e d e r k ä m p s u n g Englands beigelrage n Mit Recht verweist der diplomatische Mitarbeiter der italienischen Nachrichten agentur Agenzia Stefani daraus, in der Stunde der Ab rechnung werde ersichtlich werden, wie sehr Italien durch die Z e r s P l i t > e r u u g der Kräste Englands zu dem Schicksal Großbritanniens beigetragcn habe. Und der Masseneiusatz britischer Truppen und schwerer britischer Tanks in den Kämpscn in der Evreuaika ist ohne Zweifel eine Krästezersplittcrnng, die sich schwer rächen wird. Dank dieses Masscneinsatzes ist es den Briten nun ge lungen, Bardia zu u e b ni e n , was der italienische Webrmachlbericku pom 7 Januar in aller Offenheit mit- leU« Was aber bat England dadurch erreicht, daß seine in Aegvpten unter dem Befehl des Generals Wavell kon zentrierten Truppen nunmehr nicht mehr östlich Bardw in Aegvpten, sondern westlich davon in der Cvrenaika stehen? Italien, dessen Truppen einem überlegenen Feind, der von der See aus noch 45-Zentimeter-Geschütze ein setzen konnte, 2 5 Tage hindurch harten Wider stand geleistet haben, wird auch weiterhin in fester Ent schlossenheit gegen seinen Feind anrennen, die Achse wird auch weiterhin sich als ein granitener Kräfte- block erweisen, und wir Deutschen werden ebenso auch in Zukunft England überall dort schlagen, wo es sich stellt. Stolz ob des errungenen Erfolgs hat der britische Befehlshaber in Aegypten, General Wavell, prahlerisch erklärt: „Zwischen Hitler und seinen Träumen von einem deutschen Kolonialreich stehen wir!" Wer sind diese „Wir", in deren Ramen General Wavell in echt britischer Ueber- heblichkeit den Lebenswillen des deutschen Volkes ver neint? Die Söldnertruppen aus allen Ecken des britischen Empires? Nun, dann stehen sie aus einem falschen Platz Dienst am Bauerntum - Dienst am Volkstänzen Von Gauleiter und Reichsstatthalter Martin Mutschmann. Im Vordergund unserer rassen- und bevölkerungspoli tischen Arbeit steht die Erhöhung des Kinderreichtums der erblich wertvollen Familien unseres Volkes., Diese Ausgabe mutz um so schneller gelöst werden, als der vcrgrötzerte Lebensraum, den Deutschland nach dem Kriege haben wird, auch mehr Menschen benötigt. Der Sieg des Krieges ist uns sicher. Run gilt es aber auch, d e n S i eg d e s d e u l s ch e n K i n d e s zu erringen. Materielle Maßnahmen allein ver mögen nicht, den notwendigen Kinderreichtum zu sichern. Sie werden sich nur dann günstig auswirken, wenn sie sich auf die seelische Bereitschaft der deutschen Ehe paare gründen. Entscheidend ist die innere Haltung, der Wille zum Kinde! Die bevölkerungs- und rassenpolitischen Bestrebu.ngxn des Rassenpolitischen Amtes der Partei und des Reichsbundes Deutsche Familie bedürsen deshalb einer weit stärkeren Pflege. Jeder einzelne Volksgenosse mutz sich der biologischen Verantwortlichkeit bewußt werden, die er dem Volksganzen gegenüber trägt. Die in der Statistik des ersten Vierteljahres I9M sür den Reichsdurchschnitt sestgestellte Geburtenzisser beträgt 22,9 Lebcndgeborene ans 1000 Einwohner. Vergleichen wir nun einmal dicGeburtcnziffcrn der eiuzclncnGaue, so müs sen wir feststellcn, daß alle die Gaue über dem Reichsdurch schnitt liegen, die über einen hohen Anteil landwirtschast- Ucher Bevölkerung verfügen. An der Spitze aller deutschen Gaue stehen die bäuerlichen O st m a r k g a u e Kärn ten und Salzburg mit 31,4, Tirol mit 29,7, Oberdonan mit 29,4 und Steiermark mit 27,6 Lebendgebprcnen aus 1000 Einwohner. Dann folgen die Agrarprovinzen Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Schleswig-Holstein. Mecklenburg und Oldenburg mit einer Geburtenziffer von 24 bis 28. Unter d e m D u r ch s ch n i t t liegen Hamburg mit 19,8, Berlin mit 19 und der Gau Sachsen mit nur 18,6 Le bendgeborenen. Geht auch aus einem Vergleich mit den Geburtenziffern von 1933 hervor, daß sich der Wille zum Kinde selbst in den Groß- und Mittelstädten erhöbt hat, zeigen doch diese Zahlen der einzelnen Gaue, das; wir den verhältnismäßig hohen Ncichsdnrchschnitt von 22,9 Ge burten auf 1000 Einwohner in allererster Linie den bäuer lichen Gauen und damit dem Lande verdanken. Um so bedenklicher mutz uns die Tatsache stimmen, datz die Zahl der land und forstwirtschaftlichen Berufszugehörigen im alten Reichsgebiet von 1933 bis 1938 um 1 450 000, d. h. um 10,6 v. H. zurückgegangen ist und der Verlust des Landvolkes seit 1882 nicht weniger als 23,5 v. H. beträgt. Während der Anteil der Land- und Forstwirtschaft an der Gesamtbevölkerung von 39,9 v. H. im Jahre 1882 aus 18 v. H. im Jahre 1839 sank, stieg im gleichen Zeitraum der Anteil von Industrie und Handwerk von 37 v. H, aus 41 v. H. und der des Handels und Verkehrs von 9,6 v. H. aus 15,8 v. H. Die Schrumpfung der landwirtschaftlichen Grundlage der deutschen Volkswirtschaft hat sich also wei terhin fortgesetzt, und das Zeitmaß dieses Schrump- fnngsvorganges hat sich gegenüber der Zeit vor 1933 so gar noch beschleunigt. Dieser Entwicklung muß unbe dingt Einhalt geboten werden! Wir müssen im Gegen teil die bäuerliche Grundlage des deutschen Vol kes verbreitern und werden dazu auch durch Neu bildung deutschen Bauerntums in den neugewonnenen Ostgebieten Gelegenheit haben. Nur dann wird sich das deutsche Volk das ewige Leben erhalten, denn die Groß städte, deren schnelle Entwicklung nur durch ständige Blut abgabe des Landvolkes erfolgte, werden genau so wie die Industrie auch in Zukunft des Nachschubs menschlicher Arbeitskräfte vom Lande her bedürsen. Die Politik, die sich die erforderliche Erhöhung der Geburtenziffer zur höchsten Aufaabe stellt. mutz daher in stärkstem Umfange vom Bauerntum aus gehen, das der Nationalsozialismus als Blutsquell und damit als völkische Grundlage schon vor der Machtüber nahme erkannt hat. In den letzten sieben Jahren hat die landwirtschaftliche Erzeugung im Vordergründe gestanden, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Diese Aufgabe wird das Landvolk auch nach dem Siege zu be wältigen haben. Der Schwerpunkt seines völkischen Auf trages wird sich jedoch auf die andere und für die Zukunft des Volkes noch wichtigere Aufgabe verlagern müssen, der kinderärmeren Stadtbevölkerung die menschlichen Kräfte zu sichern. Dieser bevölkerungspolitische Beitrag des Bauerntums muß deshalb neben den ernährungswirtschaftlichen Leistungen ausschlagge bend sein dafür, das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land wiederherzustellen, das in ideeller, kul tureller und wirtschaftlicher Hinsicht im Verlauf der letzten Jahrznhnte zum Nachteil des Landes gestört war. So wird der größere Reichtum, der unserer Volkswirtschaft nach dein Sieae beschert wird, vor allem auch daru bestimmt werden müssen, oem deulschen Bauerntum wirnchaflUch Ke Anerkennung und Voraussetzung zukommen zu lassen, oie ihm als der Quell unserer völkischen Kraft gebührt. Darüber hinaus muß sich die Einstellung des Städters zu dem Volksgenos sen des Landes ändern. Es ist nicht gleich gültig, wie die Stadt über das Bauerntum denkt, denn die Selbsteinschätzung nnd demzufolge auch vie L e i- stungsfähigkeit des Bauern und aller anderen auf dem Lande tätigen Menschen hängen von dieser Ein stellung ab. Tie auch heute noch vielfach zu beobachtende Geringschätzigkeit des Städters gegenüber den ländlichen Bewohnern hat viel zur Landflucht beigelragen, die heute eine der größten Sorgen der deutschen Landwirtschaft und ihrer Führung ist. Eine Aendcrung in dieser Einstellung zum Land erwarte ich vor allem von der deutschen Jugend, soll sie doch einst nicht nur Nutznießerin, sondern Treil- händerin des jetzigen Geschehens fein. Bekennt sich die deut- fche Jugend zum Bauerntum, dann legt sie ein politisches Bekenntnis ab für die Ewigkeit unseres Volkes. Trennt sie sich aber vom Bauerntum, dann wären alle Kräfte um sonst, die für den Aufbau des Grotzdeutschcn Reiches und für den ewigen Bestand unseres Volkes aufgeboten wur den. Land dien st und weibliches Pflicht- jahr sollen das Herz der Jugend auf das Bauerntum hinlenken. Es ist deshalb, wie ich schon einmal in aller Oeffemlichkeit betont habe, untragbar, daß die Jugend lichen, und insbesondere die Eltern, sich gegen den Einsatz in der Landwirtschaft sträuben. Dieser Dienst am Bauern tum ist um so notwendiger, als heute Hunderttausende von Kriegsgefangenen und sonstigen frcmdvölkischcn Arbeits kräften der Landwirtschaft zugeführt wurden, und nun manche Volksgenossen glauben, daß damit die Landarbei terfrage gelöst ist. Die Landarbeit darf aber nicht zu einem Ausländerberuf werden, denn die deutsche Scholle, die uns das tägliche Brot liefert itttd die mit deutschem Blut verteidigt wurde, muß von deutschen Menschen bewohnt und bearbeitet werden. Auch sollen doch gerade die Menschen, die in der deutschen Scholle wurzeln, dem Volksganzen das ewige Leben sichern. So muß das deutsche Volk wieder lernen, bäuer lich zu denken. Dann wird es von selbst die Notwen digkeit eines gesunden deutschen Bauerntums im Interesse des Volksganzen erkennen und seine Einstellung zum Land ändern. Denn die Entscheidung über das Schicksal Englands fallt in Europa. Wenn aber die Briten geglaubt haben, danl der Unbilden eines nordischen Winters vorübergehend stärkere Verbände sür den Süden frei machen zu können, dann zeigt ihnen die Entiendnna deutscher Flieaerkor- Marionen nacy Irmren, datz auch wn alle Möglichtellen, die sich bieten, ausznnutzen verstehen. Schließlich ist es unsern Fliegern herzlich gleichgültig, wo sie ihre Bomben aus britische Kriegsschiffe und britische Formationen ab- wersen, wenn sie so nur die Kampfkraft Englands schwä chen. Im übrigen aber erinnern wir den General Wavell daran, datz sich vor ihm schon andere dem Führer in den Weg gestellt haben. So z. B. die Herren Benesch, der ehemalige Marschall von Polen, Nydz-Smigly, und im letzten Jahre noch der damalige französische Minister präsident Reynau d. Was aber ist von den Projekten dieser Wahnverblendeten übriggeblieben? Sie alle sind kläglich gescheitert, weil sie sich einem Manne enlgegen- gestellt haben, der zum Vollstrecker einer geschichtlichen Notwendigkeit berufen worden ist. Dieser Kamps aber, den Deutschland und Italien in unerschütterlicher Ent schlossenheit Schulter an Schulter durchführen, wird bei den Ländern die Freiheit bringen. Britische Lügen und Irreführungen werden daran am allerwenigsten etwas ändern. Kamv!e«tIHlojjen dis zum Sieg Antwort des italienischen Ministcrrats auf kindische Manöver und Drohungen. Am Schluß seiner dem Staatshaushalt gewidmeten Sitzung nahm der italienische Ministerrat unter Vorsitz des Duce eine Entschließung durch Zurus an, in der es heißt: Am Schluß seiner Januarsitzung richtet der Ministerrat voll Bewunderung an die Befehlshaber und die Mannschaften des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und der Faschistischen Miliz, die an verschiedenen Fronten gegen die Kräfte des britischen Imperiums und seiner Satelliten kämpscn. seinen Gruß und bekräftigt feierlich angesichts der kindischen Manö- oer und der absurden Drohungen, die von diesseits und jen seits des Ozeans kommen, die unerschütterliche Treue Italiens zur Achse und zum Dreimächtepakt und die nicht minder unerschütterliche Entschlossenheit, den Kampf bis zum Sieg, der Ttalicn den ihm gebührenden Platz