Volltext Seite (XML)
1873 FrankLMMr Uachrichtsblalt Bezirksanzeiger U mit soivie tteu « in rhoben, organi Der Stadtrat h. Meltzer, Brgrmftr. solchen Brrlegenhei« würve aber nach der Aa- slchl der genannten Regierung am besten dadurch vorgebeugt werden, wenn vor dem Abgänge sol cher Muffen,üge rechtzeitig die Anfrage an de» Wiener Polizetdirecior schrifilich oder allenfaVSt tclegrapbisch gestellt würde, ob gegen die Unter» dringung kein «instand obwalte." Dresden, 27. «pril. Bon Ebemnitz kommt unü die Kunde, daß dort in diesem Früh- jahre sich eine ganz außrrordenrlich rege Vauluft bemerkbar wacht und infolge dessen auch dje Bau gründe in sehr hohem Werthe stehen. DaS iß ganz so, wie in Leipzig, bei uns und anders«». Man sollte eS kaum glauben, daß hier gar nicht bewnderS große Baustellen auf dem ehemalig,» Falkenhos« mit II«- 12,000 Thlr. bezahlt wer den und daß andernthetl« der Bauverein Groß» «arten die LMe seines vauterrainS zu 6 Thlr. un» höher bezahlt erhält. Richt weniger al« 80,000 Hs live« ha» di« Chemnitzer «riiengtsell» tchatt sür Bau« und Prunderweib von dem^ihzc OertlicheS und Sächsisches. Frankenberg. Bei dem Gewitter am Sonnabend, den 19. April, hat der Blitz wie derum auch in unsern Kirchlhurm eingeschlagen, intolgedrsskN die erst bei dem Gewitter am vor- jährigen ersten Pfingsttage untauglich geworbene und darnach neuvergoldete Fangspitze des Blitz ableiters schon wieder reparirt werben mußte. (DaS äußerste Ende der Spitze war gebogen unb das Golb geschwärzt.) Diese „hohe" Arbeit wurde auch diesmal von Herrn Schieserbeckermeifter Zschocke lt auSgeführt. An die Stelle d,S bisherigen FekungScomman. danten von Königstein, d«S preußischen General- Lieutenants v. Beeren, welcher am I. Mai in den Ruhestand «ritt, wird der sächsiiche General Lieutenant v. Leonhardi treten. Zur Zeit be findet sich Letzterer in Zwickau. Bon de« Königlichen Ministerium deS Innern ist der Handels» und Gewerdekummer zu Chemnitz M- Erscheint wöchentlich drei Mal. Biertcljiihrlich 10 Ngr. — Zu beziehen durch all« Buchhandlung«« und Post-Expeditione». genbe Mitiheilung zugegangen: „Bei dem vor- auSsichilich großen Zuzug von Fremden, welche anläßlich der Weltausstellung nach Wien kommen werben, hat die Kaiserlich und Königlich öfter reichisch-ungarische Regierung nach einer von beiselden anher gemachten Mittheilung auch die WohnungSsrage in Erwägung gezogen. Die selbe hat sich hierbei von der Noibwenbigkrti üdrneugt, vor Allem für die Herstellung von Maffenquartieren Borsorgt zu treffen, wo we niger bemittelte Fremde, insbesondere die von größeren Etablissements deS «tuSlandeS nach Wien gesendeten Arbeiter, eine billige Unterkunft finden können. Obwohl «S die Kaiserliche unb Königliche Regierung sür möglich hält, in dieser Weise beiläufig -000 Personen unterzubringen, bat sich ihr doch die Besorgniß ausgebrängt, daß die bestimmt«» Räumlichkeiten (g'öotenikrils Holzbaraken) für den Fall nicht*genügen könn ten, wenn gleichztitig von verschiedenen Seiten größere derlei Zuzüge eintreffen sollten. Ci«» Bekanntmachung. Bom I. Mai biS 3V. September d. Z. ist die RathSerpebiiion Vormittags von 7 12 Uhr Nachmittag- von 2—3 Uhr Bekanntmachnng. Laut Anzeige vom 2. April lausenden IahreS hat sich Friedrich August Großer seit dem 24. März laufenden Jahre- auS seine« Wohnort« Riederlichtenau ohne Borwiffen seiner Familie entfernt unb diese bis jetzt ohne jevwebe Nachricht und Unterstützung gelaffen. Aus Antrag der unierstützungSdedürftigen Familie wird dies hiermit bekannt gemacht und Großer zur Erfüllung der ihm gegen seine Fa milie obliegenden Pflichten hiermit auigefoibert. Zugleich werden alle kriminal- und Polizeibehörden ersucht, Großer auf diese Bekanntmachung aufmerksam zu machen, auch auf den Ver bleib desselben bezügliche Wahrnehmungen anher mitzutheilen. Großer ist nachstehend nach seiner Person und Bekleidung soweit möglich beschrieben. Frankenberg, am 24. «pril 1873. DaS Königliche GerichtSamt. Wiegand. L. O 34 Jahre alt, mittler Statur, blondes Kopfhaar, blaue Augen, gesunde rötbliche Gesichtsfarbe — bekleidet gewesen mit einem grüne« Tuchrock, einer überzogenen wollenen, grauen Jacke, einem Schurzfell, grauen Sommerhosen, grauer Sommerwege, langen zweinäthigea Stiefel», blau-weißem, kattunenem Hemd, braun-weißem Halstuch. griffnet Frankenberg, am 28. April 1873. kvkluwtmnvdnnß. Lau» Anzeige vom 23. April d. IS. hat sich am 10. «pril d. IS. die nachstehend bezeichnete und beschriebene Persönlichkeit, unter jedenfalls erlogenen Angaben hinsichtlich ihrer Verhältnisse, bet einer hiesigen Familie eingemiethe», ist aber bereits am 2l. April wieder verschwunben- Dieselbe ist dringend verdächtig, einem LogiSgenoffen ein Paar ziemlich neue, rindSlederye Halbstiefeln und ein Paar schwarze Tuchhose» entwendet zu haben. Zur Ausfindigmachung des Diebes und Wiedererlangung des Gestohlenen wird dies hiermit bekannt gemacht. Frankenberg, am 28. April 1873. DaS Königliche Gerichtsamt. Wiegand. L. D Hat sich für einen hiesigen Bahnschreiber und früheren Unteroistcier vom Regiment 108 auSgegeben, ein gewandte-, dreiste- Beneh men gezeigt und das Wort „uvantaZe" auffällig oft und in falscher Beziehung gebraucht, — anscheinend in den 30-r Jahren, von mitiler Gr-ße, kräftiger, uniersetzier Gestalt, länglicher, voller GesichiStorm,'gelblicher GcsichiS'arbe, blonden Haaren — bekleibrt gewesen mit einem grauen, alte», oben eingedrückten Hut, braunem, dickem, mit Borde eingefaßtem Jaquet, weißgelbcn Hosen mit dunkelbraunem Galon, brauner Plüschweste, klei nem menschenfarbigtm HalSiuch — hat eine kurze, anscheinend goldene Uhrkeilc mit Uhr in Me>si.igkapsel, am Zeigefinger der rechten Hand eine» kleinen anscheinend goldenen Siegelring mit schwarzem Stein grtragen.