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Eibenstocker Tageblatt (vi« 31. Kuguft 1920 und Knzeigeblatt".) Anzeiger für den Amtsgerichtsbezirk Eibenstock und besten Umgebung 's ' ' — gl. I«hrg««g. ' —s—SS- - > >> .- >> ,ms -4- LOO Ftrispttchtr Rr. 51k S0nnabend/Svnntag, den 26 /27. August P»stsch««»nto Ltipzig Nr. Z66 67. 1044 Dem Leden gehört dem Krieg Der Reichsbevollmächtigte für den totalen Kriegseinsatz, Reichsminister Dr. Goebbels, hat eine neue Reihe von Maßnahmen zur totalen Kriegführung bekanntge- geben, die tief in das Leben eines jeden einzelnen eingreifen. Insbesondere ist diesmal auch das gesamte kulturelle Leben Deutschlands von den Kriegsmatznahmen betroffen worden, wie es durch die ausnahmslose Schließung aller Theater und Vergnügungsstätten dokumentiert wird, eine Maßnahme, die bestimmt von Dr. Goebbels, den wir als Schirmherr» der Kunst betrachten, nicht leichten Herzens ge troffen worden ist. Warum hat man nicht wenigstens einige führende Theater offengehalten? Die Antwort lautet: Weil man auch nicht den Anschein erwecken will, daß im Leben des deutschen Volkes und in den Forderungen der totalen Krieg führung auch nur eine einzige Ausnahme geduldet werden könnte. Unser Leben gehört oem Krieg. Alle privaten Be quemlichkeiten haben demgegenüber zurückzustehen. Mit einer geradezu spartanischen Härte wird in die Lebenshaltung eines jeden einzelnen eingegriffen, aber es wird keinen geben und soll keinen geben, der diesen Eingriff als ungerecht empfindet. Für eine kurze Spanne Zeit, in der wir alle unsere Kräfte einzig und allein aus das Ziel der Erringung des Sieges ausrichten, verzichten wir auf die Dinge, die uns sonst im Leben bedeutend gewesen sind, und kennen nur den einen Gedanken, der Front mit jeder Faser unseres Herzens zu dienen. Es ist besser, wenn wir setzt freiwillig für die Zeit der letzten Bewährung auf alles verzichten, was nicht un bedingt der totalen Kriegführung dient, als wenn wir durch falsche Rücksichtnahme die ganze Zukunft unseres Volkes ver spielen. Wir sind gewillt, in der Stunde der größten Gefahr ein Beispiel der Tapferkeit, der Hingabe und letzten Einsatzbereit schaft zu geben, das in der Geschichte einmalig sein soll. Wenn wir 60 Stunden und mehr in der Woche arbeiten muffen, uns bedeutet das gegenüber dem Soldaten an der Front, der tage- und nächtelang kein Auge zudrücken kann und dabei noch kämp fen muß; was bedeutet der Verzicht auf unseren Urlaub- wenn wir dafür den Sieg erringen, der allein uns die Möglichkeit geben kann, unser soziales und kulturelles Leben so zu ge stalten, wie es den deutschen Idealen entspricht? Das deutsche Volk ist zu jedem Opfer bereit und stellt einzig und allein die Forderung, daß die Lasten alle gerecht verteilt werden. Die neuen Maßnahmen von Dr. Goebbels im Zusammenhang mit den bereits vorher verfügten Maßnahmen geben uns die Ge währ dafür, daß es nirgendwo irgendwelche Ausnahmen geben wird. Mag so mancher darüber wettern, daß er in seinen alten Gewohnheiten gestört wird, das Volk sagt „ja^ und dreimal „ja* dazu. Es gibt noch viele Amtsstuben und Büros, in denen man sich in der Stunde der Gefahr Rechenschaft ab legen mutz, wieviel Kräfte noch durch einen richtigen Einsatz und durch volle Ausnutzung der einzelnen Arbeitskraft für die Rüstung frei gemacht werden können. Wir alle sind durch Recht und Gesetz dazu verpflichtet, darüber zu wachen, daß diese Maßnahmen für die Durch führung des totalen Krieges aber auch nicht im geringsten sabotiert werden. Der Betriebsführer muß sich darüber im klaren sein, daß er sich über jeden Betriebsegoismus hinweg zusetzen hat und kein Recht besitzt, sich eine private Arbeits reserve zu halten. Er darf nicht warten, bis irgendein neuer Zwang Menschen für die Rüstung frei macht, sondern er ist es vor seinem Gewissen und seinem Volke schuldig, von sich ans für die notwendige Freistellung geeigneter Kräfte zu sorgen. Die Menschen aber, die vom Büro oder irgendeinem an deren Arbeitsplatz in die Rüstung oder an die Front abwan dern, sollten sich darüber im klaren sein, daß sie damit nur eine Pflicht übernehmen, die hunderttausende Deutscher vor ihnen treu und schweigsam, bereit zum letzten Einsatz, fünf Jahre hindurch getragen haben. Wer tief in seinem Herzen fühlt, wie entscheidungsschwer die Gegenwart für die Zu kunft des deutschen Volkes ist, den kann es nur mit Stolz erfüllen, wenn er Weitz, daß er seine eigene Kraft restlos in den Dienst der Erringung des Sieges gestellt hat. Es steht keiner im Volke so hoch, als daß er von der Verantwortung und von den Lasten und Sorgen dieses Krieges ausgenommen werden könnte. Ein Blick auf unsere Fronten genügt, um jedem zu sagen, daß aber auch nicht eine der vom Reichsbevollmächtigten sür den totalen Kriegseinsatz getroffenen Maßnahmen überflüssig oder gar zu hart sei. Geben wir dem Kriege, was dem Kriege gehört, und mit staunender Bewunderung werden wir erkennen, welche gewaltigen Kraftreserven noch im deutschen Volke geschlummert haben. Was wir heute nicht zu opfern bereit sind, könnten wir leicht für alle Zukunft verlieren. Gewiß sind die Maßnahmen, die getroffen worden find, hart und bedeuten einen gesetzlichen Zwang. Für denjenigen aber, der die tiefe Einsicht in unsere Lage besitzt, der in sich den heiligen Wunsch hegt, alles zum Siege Deutschlands bei- zutragen, besitzt dieser Zwang keine Schrecken. Im Gegenteil, er wird ihn begrüßen und wird ihn als ein Mittel erkennen, die guten Kräfte unseres Volkes mehr denn je in einer einigen Frontgesinnung zusammenzuschweißen. Wer deutsch fühlt und sein Vaterland liebt, wer mit ganzer Seele jenen Männern verbunden ist, die drautzen an der Front täglich ihr Leben um unserer und unserer Kinder Zukunft wagen, wird dem gesetz lichen Zwang durch seine freiwillige Entschlossenheit entgegen kommen und so dafür sorgen, daß die Maßnahmen für den totalen Krieg zur größten Wirkungsmöglichkeit gelangen. Werfen wir alles Feige und Weichliche, alles Bequeme und Ichsüchtige von uns "b, werden wir eine einzige verschworene Kampfgemeinschaft, . in wird uns auch der Sieg gehören, dann wird einmal die Stunde kommen, in der auch unsere Feinde erkennen müssen, daß ein Volk unüberwindlich ist. das bereit ist, lieber den Tod zu erleiden, als in Knechtschaft, zu leben. Der Präsident der GewerffchaftrkonaresseS in der indischen Provinz Bengalen gab bekannt, bah in den ländlichen Bezirken Bengalens 40 Millionen an irgendeiner ansteckenden Krankheit litten. Wie Reuter zu den B o m d e n a t t e n t a t e n aus Mei Polizei revter» in Tel Avid meldet, seien sechs verdächtige Personen Verhaftei worden. Sine Grupp» bewaffneter Juden sei in ein» der Polizeirevier, eingedrungen und habe eine Anzahl Waffen gestohlen. Bei Rugby lSngland) stürzte ein NSA-HeereSlastwagen um 80 amerikanische Soldaten wurden getötet. In den Augdildungrlagern der NSA-Luftwaffe stürzten mehrer, Bomber ob. wobei 28 Flieger getötet wurden. In Südschweden muhten wieder zwei USA-Bomber nollanden. Erbitterte Mehr- und MglisssImO an der unterenund mittleren Keine Stratzenkämpfe am westlichen Stadtrand von Paris. — Feindlicher Brückenkopf bei Melnn zerschlagen. —.Oestlich der Rhone harte Kämpfe unserer Flankensicherungen gegen motori sierte feindliche Verbände. — Zum Abwehrerfolg unserer Truppen im Weichselbrückenkopf. — Wettere sowjetische Durchbruchsversuche vereitelt. B«rlin, 26. August. (DNB.) An der Westfront richten sich die anhaltend starken Angriffe der Briten und Nordamerikaner vor allem gegen die untere und mittlere Seine und seit zwei Tagen gegen die bei Monterau von Süden her einflietzende Ponn«. Seine und Ponn«, letztere zusammen mit oberer Loire und Bour- gogne, bilden zwischen dem Meer und dem ümerfranzöfischen Bergland eine natürliche Verteidigungslinie. Der scharfe Druck des Gegners aus unsere im Mündungsbereich der Seine noch auf den, Westufer stehenden Truppen, seine wenn auch vergeblichen Versuche, den alten Brückenkopf bei Montes zu verstärken und bei Melun neue Brückenköpfe zu bilden, sowie das neu« Unternehmen, von Montargis aus gegen di« mittlere Pomi« Panzerauf klärung vorzuschieben, bilden eine einheitliche Operation. Sw fall erreichen, möglichst gemeinsam mit unseren sich absetzenden Truppen die Seine zu überwinden, da das Ueberschreiten des Stromes bei späteren Uebersetzunternehmungen gegen eine bis dahin durch organisierte Verteidigung schwerste Verluste kosten würde. Unsere Truppen versuchen, diesen Plan des Gegners zunichte zu machen. Ihr hartnäckiger Widerstand an der unteren Seine, di« Bildung sichernder Brückenlüps«, so bei ^Cailon oder Lonvieres, die Gegenangriffe an den feindlichen Brückenköpfen bei Montes und bei M«Iun, das erbitterte Ringen südwestlich Paris und die nach erfolgreichen Gegenstößen aufgebaute Sperre bei Sens an der Panne sind Teile der Maßnahmen, die uns die Vorteile, der Seine-Linie möglichst lange erhalten sollen. Nach den erfolg reichen, von der Luftwaffe wirksam unterstützten Gegenangriffen gegen die feindlichen Brückenköpfe bei Nantes und Melun, di« b«ide bis auf «inen kleinen Uferstreffen zusamm«ng«schrumpft sind, bleiben nur zw«i Gefahrenpunkt«, nämlich das Mündungs gebiet der Seine und der Raum von Paris. / Die östliche Normandie sollte nach den Plänen Mont gomerys, dessen Versuch, starte deutsch« Kräfte im Raum Falaife— Arg«ntan abzuschnüren, gescheitert war, ein zweites Mal die Möglich keit bieten, die im Dreieck Dioes—Avre—Seine stehenden deutschen Verbände «inzukesfeln. Als der Feind in den letzten Tagen erkannt«, daß durch den erbitterten Widerstand unserer Truppen an den Schlüsselpuntten, so bei Lifieur und Loreur, dieser Plan mißlingen würde, griff er am Donnerstag noch einmal mit geballtes Kraft mehrerer Divisionen und starker Bombergeschwader von Westen und Süden unser« sich absetzenden Verbände an. Aus dem Wechsel von Vorstoß, Widerstand und Gegenangriffen zur Schließung vor übergehend aufgerisseyer Lücken entstand aber statt der vom Feind erstrebten Tasche ein flacher, von Honsleur über Brione bis etwa Elbeuf reichender Frontbogen, der keine Möglichkeiten mehr zu Umfassungsangriffen bietet. Der zweit« schwierige Punkt an der Seine-Linie ist Paris mit seinen weit vorgeschobenen Vorstädten, da der Gegner hier von Terrors st en-Band«n innerhalb der Stadt unterstützt wird. Das erbittert« Ringen am südwestlichen Stadtrand von Paris, bei dem unsere Truppen meist in den Einfallstraßen gleich zeitig gegen vordringende feindliche Panzer und gegen Terroristen zu kämpfen haben, ist noch in vollem Gange. Der zähe Widerstand unserer Kräfte gilt aber auch hier weniger der Stadt Paris als dens in ihr liegenden Seine-Brücken; weil sie den Gegner an der Bildung eines tragfähigen Brückenkopfes hindern wollen, schlagen unsere Trupp«» hart zurück. Wie schwer sie zu treffen vermöaen, erlebte u. a. eine gaullistische Panzer-Division, die beim Vor dringen am Pvette-Bach vom Feuer unserer Pakgeschütze dezimiert wurde. Im Gegensatz zu Nordftankreich, wo sich trotz der brnetzlichen Kriegführung immer wieder Sperrstellungen und Verteidigungs linien abzeichnen, sind die Operationen in Südfrankreich noch in vollem Fluß. Der Feind versucht hier, sich ans seinem LaNde- kopf fächerartig zwischen der Rhone und der französisch-italienischen Grenze auszubreiten. Durch unser« Gegenangriffe von den Alpen- pässen an der französisch-italienischen Grenze abgedrängt, verlagerte er seinen Druck mehr gegen das Rhone-Tal. Nördlich Mar seille schob er sich etwas nach Westech vor. Bon der mittleren Durance aus drängt er nach Norden, wobei «r versucht, mit schnellen Verbänden auf den Gebirgsstraßen rasch vorwärtszukom- men, um unsere sich rhoneauftoärts in Richtung auf Lyon absetzonden Truppen zu überholen. Mehrfach stießen motorisierte nordameritanische Kolonnen von den Höhenstraßen ins Rhone-Tal herunter, sie wurden jedesmal von unseren Flankensicherungen abgeschlagen. Auch das Eingreifen von Maquis-Banden, die unser« Sicherungen teilweise vom Rücken her angriffen, blieben ohne Erfolg. Bei einem dieser Gefechte, das sich südöstlich Montelimar bei Nyons abspielte, wurde «ine feindlich«, von Maquis verstärkte Auf klärungsabteilung aufgerieben. In den ganzen westlichen Ausläufern der Dauphine- und Provence-Alpen sind derartige Kämpf« mit schnellbeweglichen feindlichen Truppen im Gange. Der „Panther*, unser allen Feindpanzern überlegene Panzer kampfwagen, wird von der deutschen Rüstungsindustrie auf Weisung von Reichsminister Speer in großen Serien an gefertigt. , PK-Aufnahme: Kriegsberichter Hubmann (Wb). Daß es dem Gegner trotz seiner starken Motorisierung bisher nicht gelungen ist, seine Kräfte voll zur Geltung zu bringen, ist mit das Verdienst der in Marseille und Toulon heldenhaft kämp fenden deutschen Besatzungen. So binden die Verteidiger des Stütz punkt« in Marseille starke Luftlandeverbänd«, die der Gegner hier am Donnerstag einsetzen mutzte, um seinen Angriff in Fluß zu hallen, und der verbissene Widerstand unserer Marmeactilleriften im Hasengebiet von Toulon fesselt Bomber und motorisierte Artillerieverbände des Feindes. Diese Kräfte fehlen d«m Gegner bei seinen Operationen gegen das Rhone-Tal. Der aufopferungsvoll« Kampf der Besatzung«» von Marseille und Toulon findet somit seinen Sinn in der Entlastung, di« sie ihren sich nach Norden ab setzend«» Kameraden verschaffen. Ostfront Mit der abschließenden Meldung des gestrigen Wehrmacht berichtes über die Ergebnisse der harten Abwehrkämpf« norowestlich Baranow wurde in einem einzelnen Abschnitt d«r Ostfront auf» gezeigt, was auch sür «inen großen Teil der übrigen Kampfräume gilt: nämlich die Auswirkung der erstarkten Widerstands kraft unserer Osttruppen. . In diesem ausgedehnten Brückenkopf im Süden des großen Weichselbogens hatten die Bolschewisten seit Wochen alle erdenklichen Anstrengungen gemacht, um die ganze Weichselfront von Süden her aufzurollen. Im ersten Ansturm hatten sie nach Einsatz starker Kräfte Einbrüche erzielt und eine deutsche Kampfgruppe vorüber gehend von ihren Verbindungen abgeschnitten, aber schon am anderen Tage hatten Panzer die Einschließung aufgerissen. Dann ging der Gegenangriff unserer Panzer und Grenadiere Schritt für Schritt gegen den verbissenen Widerstand der Sowjets weiter. In jeder Ortschaft mußten Haus sür Haus und Straße für Straß« dem Feinde abg«rungen werden, bis schließlich die Einbrüche wieder be reinigt und die Stoßkraft der vier sowjetischen Panzer- und mecha nisierten Korps und der zwölf Schützendivisionen nach Vernichtung von 434 Panzern und 634 Geschützen gebrochen war. Die blutigen Verluste der Bolschewisten waren entsprechend hoch, und mehrere tausend» Gesang«»« wurden eingebracht. Ein großangelegter Plan des Feindes war an d«r Widerstandskraft und dem Kampf- gefft unserer zahlenmäßig weit kleineren Truppen gescheitert. An diesem End«rsolg hatte auch der unermüdlich« Einsatz unserer Luft waffe seinen erheblichen Anteil. Im Süden der Ostfront kämpften sich unsere Divisionen auf die Karpaten zurück. Bei ihnen stehen noch rumänische Ver- bände, di« unbeirrt von deck Aufforderungen der königlichen Der» lchwörerclique d«n Kamps gegen den Bolschewismus, den Todfeind Rumäniens wie Europas, fortzuführen entschlossen sind. Di« So wjets, die den Bewegungen unserer Truppen vielfach scharf nach zustoßen versuchten, wurden verlustreich abgewiesen. Am mittleren S«reth verloren sie bei vergeblichen Angriffen westlich von Roman allein 21 Panzer. Im Donaudelta drängten unser« Truppen eine seindlich« Kampfgruppe auf «ngem Raum zusammen, wq st« durch Beschuß unser«r Kanonenboote aufgerieben wurde. Der Betrug am rumänische« Bott Zynische Erklärnng deS Moskauer AnßenkommiffariatS »lyon am zweiten Tag dr« rumänischen Kvnigsvcrralev stellt sich heraus, daß ein schamloser Betrug am rumänischen Volke verübt worden ist. Während die Verrätercliqur um »önia Michael den Waffenstillstand mit der Sowjetunion als angeblich abgeschloffen proklamiert, geht aus einer Erklär»»» de« Moskauer AußenkommissariatS hervor, daß die Bolschewisten gar nickt daran denken, den Krieg gegen «umäntenetnzuftellen Zynisch wer den in der amtlichen Moskauer Auslassung erst eine ganze Reihe Vorbedingungen gestellt, die erfüllt sein müssen, ehe man in Moskau überhaupt daran denkt, mit Rumänien über einen WassenftUlstand zu sprechen. Damit ist der rumänische König eines schamlosen Betrüge« an feinem Volk überführt. Im einzelnen verlangt Moskau von Rumänien nicht nur, daß eS die militärischen Operationen einstellt, sondern auch die Waffen gegen seinen bisherigen Bundesgenossen ergreift Die Sowjetarmee könne, so heißt eS in der Moskauer Er klärung, mit mtlitärischen Operationen in Rumänien erst aus hören. wenn die deutschen Truppen in Rumänien erledig« seien Erst daun will Moskau mit Rumänien einen Wai- fenstillftand abschließen KWW sinket Moskaus Diktat „grotzzögig" Erbärmlich aber ist auch die Rolle, die der britische Pre mierminister Churchill in dieser Angelegenheit spielt Chur chill hat sich erdreistet, die Bedingungen der Sowjetunion sür Rumänien, wie überhaupt die Behandlung, die die Bolsche- wiken Rumänien zugedacht haben, als „großzügig* zu charakte risieren. Churchill gibt offen zu. daß er sich mit Moskau im Einvernehmen vesindet und daß die Maßnahmen, die die Bolschewisten gegen Rumänien zu treffen gedenken, die Zustimmung der Regierung Seiner britischen Majestät gesun den haben. Den europäischen Völkern aber wird dadurch in einer neuen Lektion vor Augen geführt, welche Folgen ein Abwetchen vom Weg der Eyre und der Pflicht, welche Konsequenzen ein Verrat am Bundesgenossen hat. Die Bolschewisten haben nur ein Ziel. daS sie allen Ländern gegen über verfolgen, und daS besteht darin, daß sie. sei es durch Gewalt, sei es durch Lug und Trug, die Macht über die nationalen Völker erlangen wollen, nm sie auSzurotten und zu versklaven. DaS britische Empire aber muß diese bolsche wistische AuSrottunasvolitik in Baulch und Bogen billigen