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Sk». 28«. vt» »»vjl»1ü»Q (»lU»«r 8oLL- ». ^v»t- t»S») ^dsnä» 7 Mir für »»Lt>pr»is vi^t«IjLdr1. 3^R 8»iuas1nsr ?stit-8p»Itr8il«12 «Z 30 ^^6 v d ü ff r kür driskliok« kortv^. Llsuwr», di» krüd 9 Dffr Sonntag, den 5. Deeember AaußenerDAlichrichL L88O Hi» »1» »vllü d»»»LLtE n- LoLovokLr»»ur aedwsu, od»e ?rvi«rdSdmlt'. Iai^r»t» kür Li« »N»ut»»Lsr ^'^krt<-dt«v« äiv tlvrrsn 7'vwp»r tu ^I^songrd ), ^Lio^U iv I^d»n, I^ppitsed tu Kedir^i»- ttUdvnr In W»ü«vQd».'^ XüaixkdLill d»i V»!ritr, k. N tieui«nt»r ia Odsr-^luuivrVäork ^.6. ttsilu;« iv OaL«M»Iä», v. e Unä^QLv iv I*ui»aitr uvä D. >. MväomLUN i. L«>ed«vd»od O.'I. Verordnungsblatt der KreiShauPtmaunschast Bautzen zugleich als Coufistorialbehörde der Overlaufitz. Amtsöl att der Amtshauprmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut. Bernstadt, Ostritz und Reichenau, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträthe zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderathe zu Ostritz, Schirgiswalde und Weitzenberg. Organ der Handels- und Gewerbekammer zu Zittau. Freiwillige Versteigerung. Aus Antrag der Erben weil. Johann Witeck'S in Berge soll daS zu dessen Nachlasse gebörige HauS- grundstück No. 10 des Brandcatasters und Fol. lO des Grundbuchs für Berge, welches einen Flächenraum von 2,0 Ar umfaßt, 17,01 Steuereinheiten enthält, und unberücksichtigt der Abgaben ortsgerichtlich auf 1950 gewürdert worden ist, den 27. Deccmber 1880, Bormittags zl2 Uhr, an Ort und Stelle in Berge freiwilliger Weise versteigert werden. Unter Hinweis auf die an hiesiger Gerichtsstelle und in der Schänke zu Berge aushängenden, die Beschreibung des Grundstücks und die Versteigerungsbedingungen enthaltenden Anschläge werden Erstehungs- lustige geladen, gedachten Tages zur angegebenen Stunde in dem Witechschen Hausgruudstücke zu erscheinen, zum Bieten sich anzugeben, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen und des Wer eren gewärtig zu sein. Bautzen, den 23.November 1880. Das Königliche Amtsgericht daselbst. Meusel. I)r. von Feilitzsch.» Bekanntmachung. An der Bahnstrecke zwischen Löbau und Pommritz werden am 7. December ». e. Birkenstämme (z. Th. Nutzholz), ferner Birl-m und Eclenreißig, sowie einiges Holz au dem Stamme meistbietend veräußert. Beginn der Auction früh 9 Uhr unweit der Flurgrenze Löbau-Unwurde. Bautzen, am 4. Deeember 1880. Königliches Abtheilungs-Jngenieur-Bureau. Flach. Telegraphische Correspondeuz. Wien, 3. Deccmber. Der deutsche Botschafter, Prinz Reuß, ist mit seiner Gemahlin heute wieder hier ein getroffen. Rom, 2. Deccmber. Der Papst empfing gestern den Prinzen Franz Joseph von Battenberg, Bruder des Fürsten von Bulgarien, in Privat-Audienz. — Die von dem Pariser bonapartistischen Organ „Ordre" ver öffentlichte Nachricht hinsichtlich einer bevorstehenden Reise des Königs von Italien nach Paris und Loudon ist falsch. „Diritto" veröffentlichte eine Nachricht aus Valparaiso, wonach 25 000 Chilenen mit 5000 Pferden und 100 Geschützen Arica verlassen haben und auf Pixo bei Lima marschircn. Man erwartet eine große Schlacht. Die Stärke der peruanischen Truppen wird auf ca. 50 000 geschätzt. Paris, 2. Deccmber. Der „Gaulois" bringt Aus züge aus einem demnächst erscheinenden Buche über den 16. Mai und bezeichnet Jules Simon als den Ver fasser. In dieser Schrift wird Folgendes erzählt: Dem Marschall Mac Mahon sei kurze Zeit vor dem 16. Mai 1877 durch den Bice-Präsidenten des Senats, Duclerc, von Seiten Gambetta's der Vorschlag einer heim lichen Begegnung gemacht worden. Der Marschall habe dies Jules Simon mitgetheilt und hinzugefügt: „Ich habe natürlich den Vorschlag abgelehnt, obgleich ich ein wenig bedauere, nicht mit diesem Manne zusammentreffcn zu können. Gewisse Seiten seines Charakters gefallen mir. Gambetta will den Krieg mit Deutsch land und ich auch." (S. unten.) Paris, 2. Decbr. Senat. Bei Berathung des Kriegsbudgets erklärte der Kriegsministcr Farre Kerdrcl gegenüber, er habe mehrere Offiziere dcr Territorialarmee ihrer Posten enthoben, weil man auf solchen Posten nicht Leute lassen könne, welche die Republik umstürzen wollten. Die Verwendung der Armee zur Ausführung der Decretc habe er cintreten lassen, weil es sich darum gehandelt habe, das Gesetz zur Ausführung zu bringen. Das Kriegs budget wurde angenommen. D e p u t i r t e n k a m m c r. Nach Ernennung der Untersuchungs-Commission für die Angelegenheit des Generals de Cisscy wurde die Interpellation des De- putirten Dclafoffe über die auswärtige Politik der Regierung berathen. Der Minister des Auswärtigen, Varthclemy St. -Hilaire, erklärte, daß er die auf Montenegro bezügliche diplomatische Correspondeuz Ende dieser Woche und die auf Griechenland bezügliche binnen vierzehn Tagen vorlegen werde. Dclafoffe tadelte die Flottcn-Demonstration als eine lächerliche, gefährliche und dcr Constitution vollständig znwidcrlanfendc Maßregel; kri- tisirte die vom früheren Minister Waddington zu Gunsten Griechenlands verfolgte Politik und verlangte eine egoistische Politik, welche die allein vernünftige sei. Legrand ver langte eine allen blindcnLärm zerstreuende Erklärung, Pcr- rochcl sprach sich gegen jede türkenfcindliche Politik aus. Dcr Minister Varthclemy St. Hilaire erklärte, die Negier ung wolle den Frieden, die Flottcndemonstration habe un ausgesetzt den Charakter einer moralischen Kundgebung be halten, die Aufrechterhaltung des europäischen Concertes unter Thcilnahme Frankreichs sei die beste Friedensgarantie, alle Bemühungen würden nach dieser Richtung hin geltend gemacht werden. England habe die Initiative zum Congreß ergriffen, Frankreich sei stets dcr Anwendung von Gewalt abgeneigt gewesen. Europa habe Griechenland aufgefordert, keinen Kampf zu beginnen, der Congreß habe Europa zum Vermittler zwischen Griechenland und der Türkei gemacht. Die Politik der Regierung werde auf den Frieden und auf die Aufrechterhaltung des europäischen Concertes gerichtet sein. Die zu Gunsten der Regierung vorgeschlagene Tages ordnung wurde mit 306 gegen 107 Stimmen ange nommen. — Jules Simon erklärte die Mittheilung des „Gaulois" von einer Broschüre, welche er über den 16. Mai vorbereitet (s. oben), für unbegründet. London, 3. Decbr. Dcr Staatssecrctair des Aus wärtigen, Lord Granville, empfing gestern den öster reichischen Botschafter, Grafen Karolyi.— Parnell ist unerwartet nach Dublin zurückgekehrt. Er sowohl als Biggar, Sulliwau, Sexton und Dillon beabsichtigen die weitere Vertagung des Processes gegen sie zn be antragen, weil das für den Beginn dcr Verhandlungen festgesetzte Datum, 28. Decembcr, sie an der Ausübung des ihnen verfassungsmäßig zustehenden Rechtes, an den Parlamentssitzungcn Theil zu nehmen, hindern würde. London, 3. Decbr. (N. F. P.) Boykott verließ Dublin plötzlich, da auch daselbst sein Leben ernstlich bedroht scheint. Der Terrorismus in Irland ist im Steigen. Alle Personen, welche den Pacht bezahlen und sich nicht dcr Landliga anschlicßcn, sind Martern unterworfen, auf Biele wird geschossen. Madrid, 3. Deccmber. Durch ein Decret des Königs werden die Cortes zum 30. Decbr. ciuberufen. Stockholm, 3. Decbr. Dcr Handelsvertrag mit Frankreich ist vom 1. Januar k. I. auf unbe stimmte Zeit verlängert worden und gilt fortan mit fechsmonatlichcr Kündigungsfrist. Petersburg, 3. Deccmber. Die „Agcnce Russe" tritt den Acußerungcn der russischen Blätter über die Haltung Oesterreichs, Frankreichs und Deutschlands in der Orientfrage entgegen und weist darauf hiu, daß alle Mächte gleichmäßig den Frieden wünschten. Die Verschiedenheit der Ansichten über die dazu geeigneten Mittel sei natürlich bei dem Zustande der Geister im Orient. Rußland habe die Ansichten Englands gcthcilt und thcile sie noch, über den eigenen Wünschen stehe ihm aber die Erhaltung des europäischen Concertes als das alleinige Friedenöpfand. Rußland werde sich daher für diejenigen Wege aussprechen, die besser geeignet erschienen, dieses Resultat zu sichern. Galatz, 3. Decbr. Meldungen der „Polit. Corr."f Die Pforte hat darauf verzichtet, gegen die Einladung eines Vertreters Bulgariens zu den Verhandlungen der Donaucommission Protest einzulcgen. Konstantinopel, 3. Decbr. Der deutsche Bot schafter, Graf Hatzfeld, wird heute nach Berlin ab- rcisen. — Der englische Botschafter Göschen wird auf seiner Reise nach London einige Tage in Athen Auf enthalt nehmen. Washington, 3. Decembcr. Ein Bericht des MarinesecretairS spricht sich für Annahme des englischen See-Reglements für die Schifffahrt auf hoher See Seitens der amerikanischen Schiffe aus und bemerkt sodann, es seien Anordnungen getroffen zur Errichtung amerika nischer Kohleustationen zu Punta-Arenas in Costarica und zu Pagopago auf den Samoa-Jnscln. Dcr Bericht empfiehlt der Regierung, den Schiffsbau zu fördern und die amerikanische Schifffahrt in den Stand zu setzen, daß sic mit der Kriegs- und Handelsmarine Englands con- curriren könne. New-Jork, 2. Decembcr, Abends. (Schluß-Courfe.) Wechsel auf London in Gold 4 D. 79 C. Wechsel auf Paris 5,25z. 5H fundirte Anleihe 101Z. 4Z fundirte Anleihe von 1877 111 z. Erie-Bahn 45j. Central-Pacific 114z. New-Jork Centralbahn 142. Chicago-Eisenbahn 142. — Waaren-Bericht. Baumwolle in New-Jork 12, do. in New-Orleans 11Z. Petroleum in New-Jork 9z Gd., do. in Philadelphia 9 Gd., rohes Petroleum 6z, do. Pipe line Certificats — D. 93 C. Mehl 5 D. 00 C. Rother Winter weizen 1 D. 25 C. Mais (old mixed) 61 C. Zucker (Fair refining Muscovados) 7j. Kaffee (Rio-) 13. Schmalz (Marke Wilcox) 9z, do. Fairbanks 9Z, do. Rohe L Brothers 9^. Speck (short clear) 7z C. Getreidefracht 5z. Deutsches Reich. * Hainewalde, 1. Decbr. Heute wurde auf hiesigem Friedhöfe ein Mauu begraben, dem die Achtung und An erkennung aus weiteren Kreisen in sein Grab nachfolgt. Es war dies der im Alter von 52 Jahren nach langen Leiden verstorbene, zuletzt hier wohnhaft gewesene vormalige Pfarrer von Kaditz bei Dresden, Herr I'. vmar. Christian Oswald Räbiger. Der Genannte, Cantorssohn ans Nieder Cune walde bei Bautzen nud Schüler des Bautzener Gymnasiums, hatte in seinen jüngeren Jahren seine Kraft in den Dienst dcr Schule gestellt; »ach fünfjähriger Wirksamkeit als Lehrer an dcr Armeuschnle in Leipzig war er von 1857 bis 1865 Vicedircctor an dem frciherrlich v. Fletchcr'schen Schullchrer- seminar in Dresden, bis ihm im Jahre 1865 das Pfarramt in Kaditz übertragen wurde. In Folge Ueberanstrcngung im letzteren Amte, insbesondere in Folge schwerer Erkrankung, die er sich im Jahre 1870 in dem damals bei Kaditz er richteten Gcfangcnenbarackenlagcr zugezogen hatte, bildete sich ein unheilbares Luugenleidcn aus, so daß cr im Jahre 1876 sich genothigt sah, ' das Pfarramt niedcrzulegen. Seine Emeritirungszeit war fortwährende schmerzliche, aber mit wahrhaft gläubiger Christengeduld getragene Krankheit, sein nunmehr erfolgter Heimgang eine Gnade des Herrn. Der hiesige Kirchenvorstand trug das sterbliche Theil deS nun erlösten Dulders zur letzten Ruhestätte. Dresden. Sc. Majestät der König hat dem zweiten Oberlehrer an dcr Thomasschnle zu Leipzig, Professor vr. Carl Friedrich Heym, das Ritterkreuz I.Classe des Albrechts- ordcns, dem Bcrg-Jnspcctor Gustav Adolph Netto zu Schneeberg das Ritterkreuz 2. Classe vom Verdienstorden, dem Dicuergchilfeu beim Amtsgerichte Glauchau, Carl Friedrich Brückner, das allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen, auch zn genehmigen geruht, daß der Cantor und Kirchcnmusik- dircctor Theodor Schneider in Chemnitz die ihm von dem Herzoge von Anhalt verliehene goldene Verdienst- Medaille des anhaltischcn Hausvrdens Albrechts des Büre» annehmc und trage. — 3. Deccmber. (Dr. N.) Die Realschnldirectorcu Sachsens haben morgen im Cnltusmiuisterinm eine Con fcrcnz bezüglich verschiedener Angelegenheiten des Ncalschul- wcscns. — Dcr Ersten Kammer ist heute eines ihres ältesten und eifrigsten Mitglieder, der Obermundschenk von Metzsch, durch den Tod entrissen worden. Derselbe vertrat die voigt- ländische Ritterschaft und gehörte seit Jahrzehnten der Peti- tions- und Beschwerde-Deputation als Vorstand an. Er war ein sehr bürgcrfreundlich gesinnter Edelmann. Berlin, 3. Decembcr. Der K aiscr hörte heute den Vortrag des Polizei-Präsidenten von Madai, empfing den Chef dcr Admiralität, Staatsmiuistcr von Stosch, und con- ferirtc später mit dem Minister des Königlichen Hauses, Grafen von Schleinitz. Die Kaiserin traf gestern Abend, von Weimar kommend, hier ein und empfing heute Vor mittag die hier und in Potsdam anwesenden Mitglieder der königlichen Familie. — In aller Stille — schreibt die „M. Z." — nehmen die Vorbereitungen zur Hoch zeit sfeicr des Prinzen Wilhelm große Dimensionen an. Dcr Kaiser, die Kaiserin, die Eltern des Bräutigams und die übrigen Mitglieder des kgl. Hauses haben ihre Bestellungen bei hiesigen Fabricantcn wie bei solchen in den Provinzen gemacht, und jetzt rüsten sich die Magistrate der einzelnen Städte, um Geschenke aus findig zu machen, die dcr außerordentlichen Bedeutung des 26. Februar entsprechen. Dieser Tag bleibt vorläufig der Hochzeitstag und wird als solcher festgchalten werden, wenn nicht rein zufällige Umstände eine geringe Hinausschiebung wünschcnswerth erscheinen lassen. Es kommt die Meinung auf, die Hochzeit des künftigen deutschen Kaisers müsse ein Nationalfeiertag für das ganze Reich werden, und die Stimmung dcr Gemüthcr ist dcr Verwirklichung dieses Pro- ccts günstig. Ist doch dcr Bräutigam der schleswig-holstcin'- chcn Prinzessin Victoria Augusta' dcr Sohn unseres Kron-