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Die Vergewaltigung Griechenlands. Die Vehrpflichtkrife in England. — Der Aar bittet um Japans Hilfe. — Schwere russische Verluste an -er ostgalkAischen Zront, vollkommene ErgebnislOstgkeit all« russischen Angriffe. - Ein österreichisch-ungarischer Erfolg über -ie Italiener am Dolje. »«spalt«», ll»q»u»M» ad«, dir«, »au« sü« Ins«rat« au» ftu« uad " Drttz^t«» »«« pmtidauvt» a>aau^assFchwa««it«r» ü vL, 1 i» Vs», ««klamivttltzem s». S«l,k»»,,«» sltschM« orichiatir Nada«. stanahm« pai«I»«adl» fpat«st«a»d'/,utz» »annlua»». »llr -«hl», >» »atz ad«, lud«, Uch«lauuI»w«Is, tau« ««an dl« slusgak« -«» Sn/«rätä durch Z«mspr«ch,» »rsalgtad«, da» Manuskript alcht d«ullch l»»dar iß. n. Zilhrgsvg Muer Tageblatt Sasaitlaaapeel», vl« sich» V«zu,»pr«I,' du«ch u»s«»> ' I^t»/ s««l.in, L-u»^ »»natttch ' ch tävs». v«l V». selbst ad»«h»lt alertilsdhkUch > dd in . maaatllch »» Pf». durch de» L'>.s»r«»«r sr«t ln» yau» »I'r'el- Mk-, m°n^lIch7,Ps,». Z*'/rÄ^«'n7' Unser« A»':-ng,au.- lrag«r und slu»»n^.>s«U»n, so«>« all« pvslaiislalt«» und vrl«strü»«r nch»«» 0,st«Uuog«a ,at»«»«u. Nr. 3. M^sV Anzeiger für -as Erzgebirge 8 MLÄW-L mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Mer Sonntagsblatt. Spr»chstun-e -er Nedaktton mit Ausnahme -er Sonntag» nachmltdog» 4—S Uhr. — Lelrgramm.^ürrsse r Tageblatt fturerzgrbirge. Zernsp Zür unverlangt «lngefan-t» Manuskript» kann SewShr nicht geleistet wer-en. Mittwoch» äen S. Zanuar 1916. iiedrr 500000 tzuaaralltttsmeter erobertrr Sedier. Eine der beliebtesten Entschuldigungen des Vier- oerbändes für seine Niederlagen bestecht in der Be hauptung, daß Deutschland bet Beginn des Krieges auf den Kampf vorzüglich vorbereitet war und darum an fangs Vorteile erringen konnte, daß aber mit der fort schreitenden Zett der endgültige Sieg des Vierverbands ficher sei. da unsere Feinde im Laufe der Zeit die ver säumten Kriegsrüstungen nach holten. Wie unwahr diese Behauptung in allen ihren Einzelheiten ist, geht dar aus hervor, daß unsere Erfolge tatsächlich von Tag n Tag -vachsen und bei Beginn des neuen Jahres ihren .ngenblicklichen Gipfelpunkt erreicht haben. Wenn man Werl nicht von Erfolgen des Pierverbandes in diesem Kriege sprechen kann, so wurden sie gerade bei Beginn dieses Krieges errungen, als angeblich unsere vorzeiti gen KriegSritstnngen ihnen einen Erfolg unmöglich mach,, en. Es wär zu jener Zeit, als ein Teil von Galizien und Ostpreußen von den Russen besetzt worden war, und als Linser siegreiches Vordringen im Westen in die Siellnngskäinpfe umgeivandelt worden war. Wir hatten zwar damals auch bereits 50 000 Quadratkilometer feindlichen Landes besetzt, ein Geivinn, dem aber der oben genannte Verlust in Ostpreußen und Galizien gegenüberstand. In der Zwischenzeit aber — die angeblich unseren Feinden die Vorbereitung zum end gültigen Siege ermöglichen sollte — hat sich unser eroberter Besitz fast verzehnfacht. Tiefe Zu nahme erhält noch dadurch besonderen Wert, daß dem Feinde außerdem auch das früher besetzte Gebiet ent rissen werden konnte. In runden Zählen beträgt jetzt unser eroberter Besitz, der die gewaltigen Fortschritte unseres Heeres am besten beleuchtet, 500 000 Quadrat kilometer. Zu den 52 000 Quadratkilometern, die tvir in Belgien und Frankreich bei Beginn des vorigen Kriegsjahres lölö besahen, sind in Rußland mehr als 350 000 und aus Hem Balkan mehr als 00000 Quadratkilometer.hinzugekonrmen. Diesen gewaltigen Eroberungen stehen nur ganz geringfügige Landftreeken gegenüber, die sich heute noch in dem Be sitz unserer Feinde befinden. Es handelt sich bekanntlich um eiir kleines Stückchen des Elsaß in einem ungefähren Umfange von 1000 Quadratkilometer und um den öst lichsten Teil von Galizien an der Strhpa, der auch nur 4000 Quadratkilometer betrügt- Es ist das Land, in dem fetzt wieder die Russen durch eine starke Offen sive vorwärts zu kommen versuchen. Anher diesem Landgebiet haben uns unsere Siege eine Bevölkerung» zunahme von 35 Millionen Menschen gebracht. Wir haben in dem ganzen letzten Jahre nicht einen Streu fen Lanoes verloren, sondern bis zum letzten Lage immer neues hinzugewonnen. Daraus geht am besten die Be rechtignng der Behauptung hervor, daß Wir nur an Anfang des Krieges Erfolge erringen konnten, mit den weiteren Fortschritten des Kampfes aber immer meh verlieren müssen. Ta auch auf Gallipoli und im Ira die Erfolge der Engländer auf ein sehr Geringes zu. sammengeschrumpst sind und unsere Feinde auch hier gerade in Per letzten Zeit des Jahres überall den Kür zeren gezogen Haven, so läßt sich die obige Behauptung daß wir mit dem fortschreitenden Krieg immer stärker werden, auch auf den letzten Raum des Kriegsschau platzes ausdehnen. Abgesehen von dem großen Wert, den naturgemäß solche Faustpfänder im künftigen Frie den haben, hat das ständige Wachstum unserer Erobe rungen aber auch die nicht zu unterschätzende Bedeu tung, daß in der Welt die Mär von dem notwendigen Nachlassen unserer Erfolge durch die Tatsachen, die allein im Kriege Geltung haben, vernichtet wird. Wettere krlllärungeu Her griechische« NSnigr. In seiner Unterredung mit dem Vertreter des Daily Ehrontcle erklärte der griechische König noch bezüglich der Haltung Bulgariens: Falls die Bulgaren die griechische Grenze überschreiten sollten, woran er übrigen» nicht glaube, sei er überzeugt, daß sie sich auch wieder friedlich zurückziehen würden, sobald ihre Operationen gegen die Alliierten beendet seien. Die Beziehungen zwischen Bulgarien und Griechenland seien ausgezeichnet. Der König erklärte schließlich, er könne nicht verstehen, welche Ziele die Alliierten mit der Feschaltung Salonikis verfolgten. Er habe ihr Borgchen verstanden, so lange die Möglichkeit vorhanden war, Serbien zu Helsen; da aber ver amtliche isnegwrnchl vsn beute! I —» Großes Hauptquartier, S. Januar vorm. westlicher Kriegsschauplatz. Artillerie- un- Minenkämpfe an mehreren Stellen Ser Zront. Gestlich er u. ö al k an« Kriegsschauplatz. Vie Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. »» das jetzt ausgeschlossen sei, wäre ihr Verbleiben durch nichts mehr gerechtfertigt. Es würde sicher den Interessen der Alliierten mehr dienen, wenn die französisch-englischen Truppen Saloniki räumten und nach einen: Kriegs- ! schauplatze übergeführt würden, wo ihre Anwesenheit not wendiger sei. Alsdann würden auch die Truppen der Mittelmächte zurückgezogen, und die Balkan frage würde sich von selbst lösen. König Konstantin über die Stegesauvsichten der Entente. Wie die B. Z. aus Rotterdam meldet, ist zu derx Reutermeldung über die Unterredung des Korrespondenten des Daily Chronicle mit König Konstantin ein wichtiger! Satz nachzutragen. Der König sagte, er könne als Soldat nicht cinsehen, daß der Glaube der Allicrten an einen zerschmetternden Endsieg durch die bisher er langten Erfolge gerechtfertigt werde. o so langer Zeit erduldet. Sie kann dahier rnit vollem Rechte aus das dringendste von der Entente verlangen daß diese ohne Säumen ihre Seebehörden in Saloniki beauftragt, für die Sicherheit der willkür lich belasteten Personen zu sorgen, und besonders, daß sie den griechischen Behörden übergeben werden, welch letztere sie in Schutz und Obhut nimmt. Außerdem sollen auch die von den Ententetruppen be setzten Konsulate den griechischen Beihörden überant wortet werden, die deren Bewachung und Schutz gemäß der Achtung, die den Konsulatswappen zusteht, über nehmen würde. Griechenland duldet keine weiteren Rcntralitätsverletznngen. Ter griechische Gesandte in Sofia, Raum, hat dein Ministerpräsidenten Radoslawvw den Text der N pte vorgelegt, in der die griechische Regierung auf das ener gischste gegen die Verhaftung der Konsuln in Saloniki protestiert. Der Gesandte erklärte, die griechische Ne gierung werde mit allen zur Verfügung stehenden Mit teln danach trachten, ihrer Note Geltung zu ver schaffen. Tie griechische Regierung sei vor: dem auf. richtigem Wunsche durchdrungen, jedem Mißverständnis mit den Mittelmächten unbedingt auszuweichen und das gute Verhältnis dauernd aufrechtzuerhalten. Tie offene Erklärung des Gesandten hat in den Krei sen der Negierung von Sofia den besten Eindruck erweckt. (W. T. B.) Sü» neuer griechischer Protest. Dem Reuterschen Büro wird berichtet, daß die Ver haftung des norwegischen Konsuls Seeselder in den Kreisen der griechischen Regierung verschieden be, urteilt wird. An die Mächte des Bierverbandes wurde ein neuer Protest gerichtet. Wie die Blätter mel- vle vekeriigung von Saloniki- nrr«rru,,,,, Tie Befestigung der Saloniktsvont, die hauptsächlich nal insgesamt 60 Personen Alle wurden in das fran Feldwerken besteht, ist nach italienischen Telegranv- - insgesamt bo Personen, «tue nmr enm oas sran nahezu vollendet. Drei Regimenter indischer Ka ¬ den, protestierte die griechische Negierung auch gegen die Verhaftung griechischer Untertanen durch die Diächte des Vieroerbandes auf den Verdacht der Spionage. (W. T. B.) ' Der französische Gesandt« gegen Sarratl. Wie der Athener Vertreter der Telegraphen-Union erfährt, erklärte der französische Gesandte in Athen, er sei von der Verhaftung der Konsuln in Saloniki picht unterr'chtet gewesen. Diese Aeußerung wird als eine Mißbilligung des Vorgehens des Generals Sarrail ausgelogt, über dessen brutales Benehmen ganz Grie chenland empört ist. Jetzt wird dazu noch die Aeußerung des französischen Heerführers bekannt, er werde alles Mögliche tun, um Griechenland in den Krieg ^ineinzuziehen. Freilassung der orvhäfteteu Konsuln? Wie die Daily Mail aus Athen meldet, werden die in Saloniki verhafteten Konsuln Deutschlands, Oester- reich»Ungarns, Bulgariens und der Türkei wahrscheinlich Vinnen kurzem in Athen oder Marseille an Land halbwegs Saloniki und Kawalla) SO 000 Mann, di« aus LemnoS und Mhtilene kamen. Ein starkes Ingenieur korps zum Bau von 200 Kilometer strategischer Eisen- bahn ist nach Topsin abgegangen. — Nach einer De pesche aus englischer Quelle meldet auch die Athener Zeitung Nea Hellas, daß in der Bai von Orfani 30 große, mit Truppen überfüllte Transportschiffe ein getroffen feien, die sofort mit der Landung der Trup pen begannen. Ta» Standrecht über Saloniki verhängt. Ter Boss. Ztg. wird aus Sofia gemeldet: Di« Engländer und Franzosen haben in Saloniki da» Der griechlrÄe ?roiert. Von zuverlässiger Seite erhält der Spezia Korre spondent der Lelegraphenunion über den energischen Protest, den die griechische Regierung wegen der Ver- " Haftung der Konsuln eingelegt hat, folgende Darstel lung: In der Protestnote wird die Vorgeschichte s deS Ereignisses wie folgt geschildert: Seit zwei Mo- naten läuft in Saloniki das Gerücht um, daß die Hee- jireSlettung der Wlltierten zur Verhaftung des Persv- rals der Konsulate der Zentralmächte zu schreiten be° i tbsichtige. Infolgedessen beeilte sich die griechische Re gierung, die Ententemächte zu verständigen, sie könne mter keinen Umständen Anlassen, daß die Alliierten die griechischen HohettSrecht« über Saloniki soweit j vergessen, daß sie gegen Persoium, die auf neutralem Soden sich aufhalten und daher das Recht hätten, sich mter dem Schutze der Gesetze und Her Ortsbeihörden n vollster Sicherheit zu glauben, ohne vorherige Ver- tändigung ein Attentat auszuführen und sie zu belästi- ;en. Tie griechische Regierung erinnerte die Entente- , nächte daran, daß sie nach den ursprünglichen Regeln - . -wr Menschlichkeit jedenfalls die heilige Pflicht hätten,kund damit wieder in Freiheit gesetzt werden. Sie die griechische Regierung rechtzeitig von ihrer 8lb Erhalten dann freies Geleit zur Heimreise. Nicht sicht zu verständigen, damit Maßnahmen getroffenwerden dagegen jene Angehörigen der genannten Werden könnten, die die sichere Abreise der so be ; Arider behandelt werden, die gleichzeitig mit den Kon- drohten Personen verbürgen. Die Antw ort de^j"ln verhaftet wurden, und worunter sich auch einige englischen und französischen Regierung ließ erhoffen Zrauen befinden. Ter Sonder-Berichterstatter der Daily daß die gewünschte Ntitteilung vorher erfolgen würd iu Athen meint, daß diese Personen als Spione und die griechische Regierung verliH sich auf diesi behandelt werden. Antwort. Trotzdem schritten Vie Militärbehörden. dei < * Alliierten am Nachmittag de» A). Dezember zur Be setzung der Konfulate der vier Zentralmächte uni zur Verhaftung der Konsiuln mit ihrem Perso k zösische Hauptquartier und von da unter Bedeckung au r "r. "" ein Kriegsschiff im Hafen gebracht. Dieses unte k «I^nsst W>U GMi^ lan den geschilderten erschwerenden UrnsEnden verübtc^ ^^E^ östäch Saloniki, also Attentat legt dsx griechischen Regierung die gebieteri sche Pflicht aus, bet der englischen und fraitzösischen Ne gierung nachdrücklich entrüsteten Protest zu erheben gegen diese flagranteste unmenschliche Verletzung der griechischen Souveränität über Saloniki, die unter Miß achtung des überlieferten diplomatischen Asplrechtes und der elementarsten Regeln der internationalen Höflichkeit, verübt wurde. Tie griechische Regierung überläßt , zwar der Entente die volle Verantwortung für die Fol gen gegenüber den Zentralmächten, mutz sich aber unbe dingt in Ausübung ihver Souveränitätsrechte gegen die Akt« von höherer Gewalt schützen, deren Folgen sie seit