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Mörser v Greurbote Donnerstag, den 22. Januar 1S20 96. Jab-8 UN-1 Rohölmotor Doe Gerichtsvollzieher de» Amtsgericht». Was gibt es Aeues? Haager als q 2115, 2096, 1860, 524 u. 1767/29. am die des Im Falle höherer Gewalt (Krieg oder sonstig, Störung des Betriebes) hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung oder auf Rückgabe des Bezugspreise». des englischen Parlaments enthalten ist, wurde Dienstagvormittag um 11 Uhr englischer Zeit Flottenabrüstungskonferenz durch eine Ansprache englischen Königs feierlich eröffnet. In der königlichen Galerie des englischen Ober hauses, dem hinter dem Sitzungssaal des Oberhauses gelegenen größten Raum, der in den beiden Häusern verletzt. — In Preußen wurden im letzten Jahr mehr <lne halbe Million Verkehrsstrafen verhängt. Am Freitag, den 24. Januar 1930, nachmittags 3 Uhr sollen in Dad Brambach i« Gasthaus „Schwarzes Roh" — Der Reichspräsident empfing am Dienstag in Gegen- - ' '' . Cur- MtlSburg, LtMtha, Mühlhausen Fkbersrriilh, -remtmgrün, kMnberg, Aebrnbnmn, Sohl, Wohlba» u. bar übr. obm SM G»nnt«s< tttuftrtrrt» «ntrrhalt«no<-etIa,O Druck und ««lag: Otto Meyer, Adorf (VogL), Bergstraße 1L. — Verantwortlicher Schriftleiter: Otto Meyer, Adorf (Vogü.) wart des Reichskanzlers den Reichsautzenminister Dr. tius zur Entgegennahme eines Berichts über die E Konferenz. — Die nächste gemeinsame deutsch-österreichische Straf rechtskonferenz soll vom 22. bis 24. Februar tagen. Dies Blatt enthM die amtlichen Bekanntmachungen der Amtshaupt- D« Adorf« Grrnzvots «langt jede» Wochent. ! Mannschaft OAsnitz i. Bog«., des Amtsgericht», nachm. zur Ausgabe fitt de» nöchstm Tag vord«, I »« «mtsamoaltschaft und des Stadtrate« zu Adorf im Vogtland §Mblatt «.Anzeiger Mert (Bogtl.), M eister, Nah Brambach, SlmSarüa, LretteMd, Lergm, Freiberg, Sber-«. tlntergetlensrlin,Semsgrüa, Ek-ssnuns her FsMalenserenr. Eine Ansprache -es Königs Georg. nenmeeren, in denen sich die konkurrierenden Mächte nahezu auf Kanonenschußweite gegenüberliegen. Für England würde allerdings ein KanaAakt eine gewisse Sicherheitsgarantie bedeuten. Tatsächlich fst ja auch zuerst von englischer Seite die Frage der Llm ein Mlelmeer-Locamo. .. Mit einer rein formalen Sitzung ist am Dienstag dte Londoner Flottenkonferenz eröffnet worden. Die Ee Arbeitssitzung wird am Donnerstagvormittag um ro Uhr im St. James-Palast stattfinden. Die Tages- vronung für diese erste Vollsitzung umfaßt die Er nennung des Generalsekretärs der Konferenz, die Ein- !übrmm d"es Ausschusses aller Vertreter für die Durch. !"/,ung der Hauptarbeit der Konferenz und allgemeine dürAsst^ über die Flottenbe- Aussvr^ Ma« wird dieser allgemeinen neu d" b/oßem Interesse entgegensetzen kön- ^on einige Schlüsse auf den wei- können Verhandlungen werden ziehen lassen volitU^en"!»i8^- ^"^>ein, als ob zunächst mehr die polMschen als die marlnctechnrschen Fragen die Kon- werdeit. Besonders hat schon jetzt tik ode^^^?. Anregung zum Abschluß eines Atlan- ^/er-Locar^^ in Verbindung mit einem Mittel. Kreisen^-^ Z" eingehenden Erörterungen in ' wt Flottenabordnungen gegeben. In Wahr heit komun es Frankreich dabei nur auf das Mittel- meer-Loeur»o an. Da England aber in seiner Antwort auf dre letzt ^uzvusche Note keinen Zweifel darüber gelassen hat, daß es ein Abkommen über das Mittel meer ablchnt, so WM ^^e Sache für Eng land durch den Kanalpatt machen, und da mit auch Amerika sür di ran Pläne ge ¬ wonnen wird, hat Frankreich vorgcschlagen: 1. Ausdehnung der ursprünglich im Jahre 1925 von Lord d'Abernon Zuerst vorgebrachten' Idee eines Kanal-Locarno auf ein Gentleman-Abkommen für den Nordatlantik, das den Aermel-Kanal mit umfassen und dem Vorbild des Pazifik-Abkommens vom Jahre 1921 folgen würde; 2. eine gegenseitige Verpfirchtung Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens, dre Unverletzlichkeit des englischen Kanals anzuerkennen, zu der vielleicht auch Belgien und Holland zugezogen werden könnten. Ob Frankreich mit dieser Spekulation Erfolg haben wird, muß allerdings stark bezweifelt werden. Amerika hat natürlich weder am Mittelmeer noch am Kanal irgendein Interesse, bezüglich des Atlantischen Ozeans hat es sich aber mit England in den Vorverhand lungen bereits mehr oder weniger geeinigt. Es wird kaum Neigung haben, Japan, Italien und Frankreich hier Hineinreden zu lassen. Die Verhältnisse liegen aus dem Atlantik anders als in den abgeschlossenen Bin- seien die Gründe, warum man bisher noch nicht weiter gekommen sei. Schiedsgerichtsbarkeit allein tue es nicht. Er könne sich vorstellen, daß man in dieser Beziehung eines Tages den toten Punkt erreicht haben werde. Richt nur sollten Vie Rüstungen vermindert wer den, sondern auch der allgemeine Friede müsse durch die Arbeiten der Konferenz gefestigt werden. Wenn man nicht sehr sorgfältig vorgehe, würde man eines Tages einem ähnlichen Ereignis gegenüberstehen wie vor IS Jahren. Immerhin seien seit dem Jahre 1919 einige be merkenswerte Fortschritte erzielt worden. Besonderen Anteil hieran habe der Völkerbund. Andererseits könne aber niemand sagen, daß vollständige Sicherheit für den Frieden und für die Gerechtigkeit erreicht worden sei. Die militärischen Vorbereitungen bedeuteten nicht nur eine Verschwendung des Volksvermögens. Die all gemeine Abrüstung müsse durch internationale Verein barungen erreicht werden. Die Arbeiten der Konferenz müßten im wesentlichen unter zwei Gesichtspunkten be rücksichtigt werden: 1. Die Verschiedenartigkeit der Bedürfnisse der verschiedenen Länder, so z. B. in geographisch«: Hin sicht. 2. Obgleich die Rüstungen nicht in verschiedene Klassen eingeteilt werden könnten, stehe dennoch jede Waffengattung in gewisser Beziehung zur anderen Waffengattung. Wenn man sich jetzt über die Flotten abrüstung einige, dann werde in einigen Jahren auch die Einigung über die anderen Waffengattungen fol- gen. Für England sei die Flotte kein Luxus. Staatssekretär Stimson. begrüßte zunächst den in den Vorreden zum Ausdruck gekommenen Idealismus. Das, was auf der jetzigen Konferenz beschlossen würde, sei unter keinen Umstän den als endgültiges Ergebnis anzusehen. In absehbarer Zeit müßten die Ergebnisse unbedingt noch einmal ge- sichtet werden. Die Ergebnisse und Beschlüsse dieser Konferenz müßten später vielleicht noch Wetter ver- bessert werden. Amerika sei in ver Hauptsache an »er Abrüstung »er Flotten interessiert, es verkenne jedoch nicht, vast von der Abrüstung der Flotten auch Vie Abrüstung der Land- und Luststreitkräfte abhänge. Es Hosse daher, daß ein Erfolg der Flottenkonferenz allen Ländern i» gleicher Weise zugute kommen und der Förderung des Weltfriedens gedient werde. Hierauf ergriff noch einmal Tardieu das Wort, der auf die Schwierigkeiten der Lösung der Fragen der Flottenkonferenz hinwies. Ein Scheitern der Konfe renz würde die schwersten Folgen haben. Eine Ab rüstung sei nur möglich, wenn man berücksichtige, daß Bürgschaften für den Frieden geschaffen werden müß ten. Diesem klaren Ziel, nämlich der Sicherung der nationalen Existenz und des Friedens, sei die fran zösische Regierung zu dienen bereit. Alsdann sprach der italienische Hauptvertreter, Außenminister Grandi. Die italienische Abordnung werde alles tun, um den anderen Abordnungen hin sichtlich des Abrüstungswillens nicht nachzustehen. Tis Rüstungen dürften nicht nur auf ein Mindestmaß be schränkt werden, sondern müßten tatsächlich auch ver mindert werden, denn sonst würde die Welt enttäuscht werden. Der japanische Hauptvertreter Wakatsuki dankte zunächst der englischen Regierung für die Initiative in bezug auf die Einberufung der Konferenz. Er sprach alsdann von den pazifistischen Bestrebungen Japans. Es sprachen dann noch nacheinander die Vertreter Australiens, Kanadas, Irlands, Neuseelands, Süd afrikas und Indiens. — Der sächsische Ministerpräsident hat den Arbeits- Minister Elsner auf seinen Wunsch aus dem Amt des Ar- beitS- und Wohlfahrtsministeriums entlassen und den Mi nister des Innern beauftragt, bis auf tveiteres di« Geschäfte Steses Ministeriums zu führen. — Der Kreuzer „Emden" hat am Montag vor Ma deira geankert. — In römischen Hofkreisen verlautet, daß der Könm von Bulgarien gelegentlich seines Aufenthalts in Rom uni die Hand der Prinzessin Giovanna angchalten habe. Tie Verlobung soll bereits iin Sommer dieses Jahres und die Heirat im Herbst stattfinden. — Nach einer Meldung aus Madrid hat der spanische Finanzminister Calvo Sotelo seinen Rücktritt gegeben. Sein Nachfolger wird der gegenwärtige Wirtschaftsminister Gras de los Andes. — Die Londoner Flottenkonserenz wurde am Diens tag durch eine Ansprache Macdonalds eröffnet. — Das japanische Parlament, das am Dienstag wieder zufammentrcten sollte, ist aufgelöst worden. Der Berliner Privatdiskontsatz, der während der letzten Woche unverändert auf 6>/i v. H. belassen worden war, wurde am Dienstag erneut um i/s v. .s>. aui LH v. H- für beide Sichten ermäßigt. — Zwischen Ettal und Oberau stürzte ein Auto in voller Fahrt den Ettaler Berg hinunter; eine Dame wurde ««tötet, der Chauffeur und ein männlicher Fahrgast schwer Neutralisierung des KanaiS aufgeworfen worden. Trotz dem dürfte sich England einer Erörterung dieser Frage auf der Londoner Konferenz Ebenso widersetzen wre .-iner Erörterung eines Mittelmeer-Locarnos. Die Ver handlungen würden vermutlich ins Uferlose gehen, und es müßten dann auch andere Staaten — Spanien In dieser seiner ersten öffentlichen Ansprache, die über alle Sender der Welt verbreitet wurde, sagte König Georg V. etwa folgendes: Er begrüße die Ver treter der in London zusammengekommenen fünf Hauptsecmächte, die von dem Wunsche beseelt seien, eine Einigung über die Flottenabrüstung herbeizu- sühren. Jedes Land sei stolz auf seine Flotte, und ledes Land habe in dieser Hinsicht seine Tradition. Es liege weder an dieser Tradition noch an den Flotten selbst, daß der Wettbewerb im Flottenbau bisher nicht aufgehalten worden sei. Allgemeine Unsicherheit sei hierdurch in der ganzen Welt entstanden. Seit Beendigung des Weltkrieges seien »nn die Länder zu der Nevcrzeugung gekommen, daß nichts unversucht bleiben dürfe, um eine Wiederholung eines so schrecklichen Ereignisses, wie es der Weltkrieg ge wesen sei, zu verhindern. Eine der bedcutcudsten Auf gaben bei diesen Bestrebungen sei die Beschränkung der Flottenstärkcn. Die Verminderung der Flottenrüstungen sei aller dings mit großen Schwierigkeiten verbunden. Di« Washingtoner Konferenz habe hinsichtlich der Schlacht schiffe gewisse Erfolge gehabt. Nun aber sei man über- eingekommen, in selbstloser Weise eine Gesamtflottenabriistung herbcizuführen. Im Interesse des Fortschrittes der Zivilisation müßten alle Hindernisse ein für allemal beseitigt werden. Alle Länder hätten verschiedenartige Bedürfnisse. Die jetzt in London eröffnete Flotten- .onferenz sei nicht eine Sache, die mir die auf der Kon- ierenz vertretenen Länder angehe, sondern eine Sache, an der die ganze Menschheit allergrößtes Interesse habe. Dte Welt müsse von den schweren Lasten der Rüstungen befreit werden. Der König schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung und Zuversicht, daß die Kon ferenz zu einem greifbaren Erfolge bezw. zur allge meinen Abrüstung führen werde. Macdonald zum Vorsitzenden bestimmt Hierauf sprach der französische Ministerpräsident Tardieu, der darauf hinwies, daß angesichts der immer noch die Welt bedrohenden Kriegsgefahren alle Völker entschlossen seien, eine Wiederholung der letzten großen Tragödie zu verhindern. Bei den bevorstehenden Arbeiten dürfe man sich nicht von Sonderinteressen leiten lassen, obwohl den nationalen Bedürfnissen Rech nung getragen werden müsse. Der amerikanische Staatssekretär Stimson erhob sich hierauf, um den englischen Ministerpräsidenten Macdonald für den Posten des Vorsitzenden der Kon ferenz vorzuschlagen. Das Land, das der Konferenz die Gastfreundschaft gewähre, müsse den Vorsitzenden stellen. Ministerpräsident Tardieu schloß sich dem Aus druck des Dankes für die Person Macdonqlds und für England diesem Vorschläge an. Sine Ansprache Macdonalds. Nach kurzen Dankesworten für die Wahl zum Vorsitzenden führte Ramsay Macdonald aus, er werde sein bestes tun, um die Arbeiten so unparteiisch wie möglich zu überwachen. Der Wettbewerb in den See rüstungen müsse unter allen Umständen aufhören, da die Welt sonst niemals zum Frieden kommen würde. Mangel an Vertrauen und der Geist des Zweifels 1 Wilm Ragout-Muscheln, 1 elektr. Klavier, -"Ebi-'-nd B-Wh,uns «Mgn, w-»«,. i Büffet, 1 Standuhr, i Schweißapparat " " ""' ""