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UeOm-GHHckr WM , EUU n Jas-ratr Nd-n Wochentag abends für den folgenden Tag und ^VM MA A M MT nehmen außer der Expedition auch die Austräger auf kostet durch die Austräger pro Quarta: Mk. 1^6 MM /M M^ M MM .M dem Lande entgegen, auch befördern die Annoncen- durch die Post Mk 1,82 frei ms Haus. Expeditionen solche zu Originalpreisen. fSv Hohenstoin-Grustthal, Odvrlungwitz, Gersdorf, Kugau, Hermsdorf, Kernsdorf, Mngenberg, Falken, Langenchursdorf, Meinsdorf, Rußdorf, Wüstenbrand, Grüna, Mittelbach, Ursprung, Erlbach Nirchberg, Pleißa, Reichenbach, Callenberg, Tirschheim, Kuhschnappel, Grumbach, St. Egydien, Hüttengrund u. s. w, für das Königliche Amtsgericht und den Stadtrath zu Hohenstein-Ernstthal. OrcgcriT crllei: Gernernöe-Vertvcrllnngen öer rrnrlregerröerr Grtsehcrft^rr. Nr. 106. Sonnabend, den 10. Mai 1902. 52. Jahrgang. Holzauktion im Hainholz. Donnerstag, den 15. Mai von Vormittag '/M Uhr an sollen im Hainholz bei Hohenstein 5 Rmtr. Nadelholz-Scheite und Rollen und 25 Wllhdrt. „ -Reitzig unter den gebräuchlichen Bedingungen gegen sofortige Bezahlung versteigert werden. Versammlung am Forsthaus Hainholz. Mich sMilMe AOtMallW «0 Mtmt Muchu, am 5. Mai 1902. Fleck. Hennig. Me tvird's im Reichstage? sBon unserem Berliner Korrespondenten.) Berlin, 8. Mai. Am Dienstag ist der Reichstag in die Pfingst serien gegangen und er wird diese erst am 3. Juni beenden, um alsdann zu versuchen, was sich noch in des Sommers schwüler Hitze an parlamentarischen Leistungen vollbringen läßt. DaL hohe Haus dehnt die Pfingstferien etwas lange aus und die Ruhepause stehr nicht recht im Verhältniß zu der voraugegangenen «rveiiSteistung. Ader dec Geist der Beschlußunfähig- keit schwebt über dem Hause und die Spekulation geht dahin, daß es vielleicht aus der Basis einer ausge dehnten Pfingsterholung möglich sein werde, im Juni für die Abstimmungen in dritter Lesung das seltene Vergnügen eines beschlußfähigen Hauses herbeizusühren. Ja die bösen Abstimmungen, wenn die nicht wären! Die Leistungen, welche der Reichstag in diesem SessionSabschvitt bereits auszuweisen hat, sind nicht gerade überwältigend. Außer dem Etat sind lediglich die Seerechtsgcsetze, die Schaumweinstener, die Servis novelle, die Vorlage betreffend die Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes für die Presse, das Diäten gesetz für die Zolltarifkommission und einige kleinere Vorlagen von tertiärer Bedeutung zu Stande gebracht worden. Die Absicht, noch vor den Pfingstferien die Branntweinsteuervorlage und das Sacharingesetz in dritter Lesung zu erledigen, ist an den chronischen Be schlußunfähigkeit des Hauses und die letztere Absicht an dem Bestreben agrarischer Seite gescheitert, das Sacharingesetz in ein Verbot der privaten Socharin- fabrikation zu verwandeln. Nach dem Zusammentritt des Reichstag am 3. Juni wird derselbe sich zunächst mit der dritten Be- rathung des Sacharingesetzes befassen und bleibt es abzuwarten, ob der angekündigte Vorstoß gegen die Sacharinfabrikation hierbei wirklich unternommen wird, bzw. wie er abläuft. Des weiteren hat der Reichstag dann noch die dritte Lesung des Branntweinfteuersetzes, die Novell; zum Zuckersteuergesctz und die ostafrikanijche Bahnvorlage zu erledigen. Der von bündlerischer Seite gemachte Versuch, die Zuckersteuervorlage bis zum Herbst zu verschleppen und sie dann mit der Zolltarif- Vorlage zu verkoppeln, ist noch in der Dienstag-Sitz ung des Reichstag, wo der Vorstoß des bündlerischen Abgeordneten Lucke die Konstatirung der Beschlußun- sähigkeit des Hauses herbeiführte, gescheitert. Während an dem Zustandekommen der Zuckeroorlage nicht ge zweifelt zu werden braucht, stehen die Chancen der ostafrikanischen Bahnvorlage nicht sonderlich günstig, da von verschiedenen Seiten des Hauses die ungünstige finanzielle Lage gegen den Bahnbau ins Feld geführt werden wird. Wenn der Reichstag das hier erwähnte Arbeits- material erledigen soll, so ist dazu erforderlich, daß nach den Pfingstferien wenigstens aus einige Tage die chronische Beschlußunfähigkeit des Hauses unterbrochen wird. Nach der erhofften Erledigung dieser Vorlagen wird der Reichstag seine Sachen packen. An die Er ledigung des Gesetzentwurfs betreffend die Regelung der Kinderarbeit kann in dem jetzigen vorgerückten Stadium natürlich nicht mehr gedacht werden. Des gleichen ist die wiederholt angekündigte Reform des Börsengesetzes und die Regelung der Bauhandwerker- frage auf den folgenden Sessionsabschnitt verschoben worden, der schon jetzt ganz außerordentlich ist, da ihm außer dem Zolltarif noch die Erledigung der umfang reichen Novelle zum Krankenversicherungsgesetz ob- liegen wird. Wir sprachen vom nächsten Sessionsabschnitt und nicht von der nächsten Session, denn eS sieht schon jetzt fest, daß die Reichstagssession im Juni, wie schon im vorigen Jahre, nicht geschlossen, sondern nur vertagt weiden wird. Der Reichstag wird damit den höchsten Sessionsrecord erreichen, denn diese Session, welche am 19. November 1900 eröffnet und am 15. Mai 1901 dis zum 26. November 1901 ver tagt wurde, wird in Folge der abermaligen Vertagung im Juni erst im Jahre 1903 geschlossen werden. In dem letzten, im Herbst des Jahres beginnen den Sessionsabschnitt, wo der Kampf um die Zoll tarifvorlage im Plenum einsetzen wird, wird sich die Nvthwendigken eines beschlußfähigen Hauses noch weit mehr als bisher fühlbar machen. Die Rigierung hofft, daß die Zolltarifkommission, welche bereits am 27. Mai wieder zusammentritt und den Sommer hindurch in Permanenz bleiben wird, bis zum Herbst mit den 946 Positionen des Zolltarifs, von denen bisher erst 244 erledigt find, fertig werden wird. Wie aber in dem Reichstag, der am 15. Mai v. I. wegen Beschluß- unsähigkeit vertagt werden mußte und der auch jetzt wieder am letzten Sitzungstage vor den Pfingstferien an der Beschlußunfähigkeit scheiterte, in dem kommen- den Sessivnsabschnitt, wo die Zolliarisvorlage erledigt werden soll, die Parlawentsmaschine oh e das Oel der Gewährung von Diäten oder Anwesenhensgeldern in Gang gehalten werden soll, das ist vorläufig noch ein parlamentarisches Räthsel. * * * Der Reichskanzler und die Zuckerfrage überschreibt die „Deutsche Tagesztg." einen Artikel, in dem fie ziemlich unumwunden ihrem Mißfallen über die Halt ung des leitenden Staatsmannes des Reiches in dieser zuckersüßen Frage Ausdruck giebt. Die Drohung, daß der Reichstag nicht vertagt werden sollte, sagt das Organ des Bundes der Landwirthe in diesem Artikel u. a., ichreckt uns nicht. Ebenso wenig schreckt uns die Andeutung, daß die verbündeten Regierungen den Reichstag auflösen würden, wenn er die Zuckerconven tion verzögern oder ablehnen sollte. Wir sind gerüstet und unsere Position würde durch eine Auflösung aus diesem Grunde wesentlich gestärkt. Jedes Vorgehen der Regierung, das so aufgefaßt werden könnte, al? ob eine gründlich? Prüfung der Vorlage ihr unbequem sei, schwächt ihre Position. Das sollte man freundlichst in Erwägung ziehen. Sächsisches. Hohenstein-Ernstthal, 9. Mai 1902. Mitteilungen von allgemeinem Interesse werden dankbar ent gegengenommen und eventi. honorirt. — Wie uns mitgethesit wird, soll die Verloosung zum Besten unserer Kleinkinderbcwahranstalt nicht wie erst beabsichtig: war Montag, den 12. d. Mts. statt finden, sondern des Jahrmarktes wegen erst Dienstag, den 13. Mai von Nachmittag 2 Uhr an im „Schubect- stift", woselbst auch die Gewinngegcnstände Sonntag und Montag zur Besichtigung ausgestellt sind. — Das diesjährige Schützenfest zu Hohenstein- Ernstthal Altstadt wird in de:? Tagen vom 1. bis 5. Juni abgehalten. — Von dem großen Skatturnier in Chemnitz sind am Sonnabend und Sonntag die Preise im Ge- sammlbetrage von ca. 12000 Mk. ausgezahlt worden. Der Gewinner des ersten Preises in Höhe von 3000 Mark (er soll aus Hohenstein-Ernstthal gewesen sein) hatte seine Frau mitgebracht, offenbar, um seine Freude zu verdoppeln. Auf die Frage: „Was wird denn nun mit dem vielen Gelbe?" antwortete die Frau: „Erft bezahlen wir unsere Schulden und die große Doktorrechnung; das übrige Geld wandert dann als Nothpfennig auf die Sparkasse." Die großen Preise find diesmal ausnahmslos Arbeitern und kleinen Ge- fchäststreibenden zugefallen. — Der Vertreter des 17. sächsischen Wahlkreises im Reichstage (Hohenstein-Ernstthal rc.) Auer feierte am Dienstag im Verein mit seinem Fraktionsgenossen Blos den Tag seines vor 25 Jahren erfolgten Eintritts in den Reichstag. Die sozialdemokratische Fraktion über reichte den beiden Jubilaren als äußeres Zeichen ihrer Verehrung eine Gabe der Erinnerung an diesen Tag; Genosse Blos nahm eine goldne Taschenuhr, Genosse Auer eine Standuhr in Empfang. Die erstmalige Wahl Auer's erfolgte im 22. sächsischen Reichstags wahlkreise Reichenbach-Kirchberg. Vertreter dieses Kreises war Auer jedoch nur bis 1878. Er wurde dann, 1880, zum ersten Male im 17. sächsischen Wahlkreise (Glauchau-Meerane) gewählt. 1881 ging der Kreis verloren. 1884 wurde er wiederum sozial demokratischer Besitz, ging 1887 nochmals verloren, seit 1890 ist Auer ununterbrochen Vertreter desselben Kreises. — Die niedrigen Temperaturen haben bis heute angehalten und scheinen auch weiterhin noch von Dauer bleiben zu wollen. Mehrfach ist auf den deutschen Mittelgebirgen wieder Schnee gefallen. In umfänglichem Maße ist vas aus dem ganzen Riesengebirge, in geringe rem Grade auch aus dem Erzgebwgskamme der Fall ge wesen. — Wüstenbrand. An der Mittwoch fand im hiesigen Gasthofe der alljährlich übliche Rendezvousabend der Feuerwehren der hiesigen Um gebung statt. Vertreten waren die Freiw. Feuerwehr II. Komp. Hohenstein-Er., Freiwillige und Turner- feucrwehr Oberlungwitz. Ferner die Freiw. Feuer wehren aus Pleißa, Limbach und Leukersdorf. Nach dem der Kommandant der Freiw. Feuerwehr Wüsten brand, Herr Restaurateur Bechstein, die Erschienenen herzlichst begrüßt hatte, wurde der Geschäftsbericht vorgetragen. Als nächstjähriger Zusammmkunftsort wurde Pleißa gewählt. Die Wüstenbrander Feuer- wehr hatte sich's nicht nehmen lassen, den Gästen einige heitere Stunden zu bereiten. Neben Musik vorträgen wurde ein Duett, sowie ein Liederspiel mit vielem Beifall vorgetragen. — Langenberg, 9. Mai. Die Freiwillige Feuerwehr zu Langenberg, welche seit Beginn des vorigen Jahres sich dem Kreisfeuerwehrv.rbande Zwickau angeschlvssen, hatte von demselben gestern bei günstiger Witterung ihre erste Inspektion. Die dabei üblichen Ausführungen wurden in präziser Weise aus- gesührt, so daß, wie Einsender gut unterrichtet ist, der hiesigen freiwilligen Feuerwehr von den Jnspekioren die Censur „Sehr out" eriheili werden konnte. Möge den Mitgliedern des Vereins diese Auszeichnung ein Sporn sein, sich immer auf decjelben Höhe zu er halten, mögen aber auch von gewisser Seite auch die nöihigen Unterstützungen nicht länger vorenthalten werden, denn nur dann wird die Korporation blühen und gedeihen. 1-. — Falken. Die hiesige Schützen-Gesellschaft begeht ihr diesjähriges Preis- und Königsscheiben- schicßen Sonntag und Montag, den 20. und 21. Juli. — Stollberg, 4. Mai. Als eine wahre Zierde unserer Stadt schreitet das Ostern 1903 zu beziehende Lehrersemiaar hier seiner Vollendung entgegen. Es dürste kaum eine gleiche Anstalt in unserem engeren Vaterlande geben, welche sich schon in Bezug auf ihre äußere Ansicht mit diesem neuen Institut messen könnte. Aber auch die Lage inmitten des Stadtparkes .st eine geradezu großartige zu nennen. Im Herbst noch werden alle Arbeiten an diesem Prachtbau beendet sein. — Stollberg, 6. Mai. In der letzten Schung der Stadtverordneten lag ein Gesuch des langjährigen Stadtmusikdirektors Beyer vor um Gewährung eines Ruhegehaltes. Das Gesuch wurde, obgleich der Rath sich über einen Betrag von 300 Mark geeinigt hatte, von den Stadtverordneten abgelehnt. — Zwickau. Das Schwurgericht beginnt feine nächste Sitzungsperiode am Montag, den 12. Mai. Es stehen u. a. folgende Fälle zur Verhandlung an«: Dienstag Nachmittag gegen den Maurer Paul Max Böhme aus Callenberg b. W. wegen Zeugenmeineids; Donnerstag Nachm. gegen den Gutsbes. I. G. Bern hardt aus Jerisau wegen betrüg. Bankerotts. — Zwickau. (Eine Weinkneipe.) Unter der Anklage der Kuppelei nahmen ein Gastwirth aus Glauchau und dessen Ehesrau auf der Anklagebank Platz. Dieselben waren beschuldigt, im vorigen Jahre längere Zeit hindurch in ihrer Schankwirthschast den unsittlichen Verkehr von dort bediensteten Kellnerinnen mit Gästen nicht nur geduldet, sondern desemlben in jeder Weise Vorschub geleistet zu haben, um einen möglichst hohen Umsatz in Wein zu erzielen. Beide Angeklagte wurden deshalb auch je zu 4 Monaten Gefäugniß und 3 Jahren Ehrverlust verurtheilt. — In Zwickau hatten sich vor der Straf- kammer des Landgerichts 13 Fleischermeister wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz zu verant- Worten. Sie waren beschuldigt, in einer Reihe von Fällen dem Hackefleisch sogenanntes Konservesalz bei gemischt zu haben. 8 der Angeklagten wurden mit 30 Mark, 4 mit 20 Mark Geldstrafe belegt. Eine mitangeklagte Fleischereiinhaberin wurde freigesprochen. — Der Bau einer Kirche für die vor etwa 10 Jahren in Zwickau errichtete Lutherkirchen- gemeinde wird noch in diesem Frühjahre begonnen werden. Es gelangt der Entwurf der Architekten Schilling und Gräbner in Dresden zur Ausführung. Mit dem Bau der Kirche wird der Bau der Amts wohnungen beider Geistlichen dieser Gemeinde ver bunden. Die Baukosten werden etwas über 600000 Mark betragen. — In Zwickau haben am Mittwoch früh fämmtliche bei dem Neubau der Reichsbank be- schästigten Steinmetzen, 27 an Zahl, die Arbeit nieder gelegt. Sie fordern Lohnerhöhung für eine bestimmte GesieinSart ihr Lohn betrug 6 bis 7 Mark täglich. — Frankenberg. Der Drang, zur See zu gehen, hat den erst 16>/, Jahre alten Bäckerlehrling Theodor Otto Woldemar Dehne veranlaßt, seinen in Dittersbach wohnhaften Eltern zu entlaufen und sich vermuthlich nach einer Hafenstadt zu begeben. Der junge Mann ist von langer Statur, kräftig gebaut, hat hellblondes Haar, blaue Augen. Als Ausweis papier dürfte er den Konsirmaiionsschcin bei sich führen. Seine gegen 70 Mk. betragenden Ersparnisse hat er bei sich. — Aanaberg. Ter nationalliberale Abgeordnete Dr. Esche, der Vertrete: unseres Wahlkreises, hat m der Generalversammlung des nationalliberalen Landesvereins für das Königreich Sachsen erklärt, daß es ihm un möglich sei, wieder eine Kandidatur zu übernehmen. — Falkenau. In der Nacht zum Mittwoch verunglückte der Bahnarbeiter und Hausbesitzer Birkig tödtlich. Er stürzte in seiner Wohnung die Treppe herab und schlug mit dem Kopfe gegen die Wand, sodaß der Tod sofort eintrat. — Falkenstein, 5- Mai. Schwere Brandwun den erlitt beim Besenbrennen am Walpurgisabend ein 5- jähriges Mädchen. Die Kleider des Rindes fingen plötz lich Feuer, und im Nu stand das Kind in Flammen. Obwohl die Kleider sofort vom Leibe gerißen wurden, trug das Kind doch gefährliche Brandwunden am ganzen Körper davon. — In dem Dorfe Kleinforst bei Oschatz brannte in der Nacht zum Dienstag bas Gasthaus „Zur goldenen Höhe", wahrscheinlich in Folge Brand stiftung, bis aus die Grund- und Umfassungsmauern nieder. Dabei trug sich auch ein schwerer Unfall zu, indem den 32 Jahre alten, ledigen Fabrikarbeiter Hermann Schmidtgen-Frenzel aus Altoschatz, der sich an den Rettungsarbeiten betheiligte, Steine und Balken einer zusammenstürzenden Giebelmauer trafen und so ernstlich verletzten, daß man an seinem Wiederaus kommen zweifelt. — Die Muit-r von fünf unerzogenen Kindern, die Arbeitersehefrau Schmidt iu Dresden, hatte sich über den kürzlich in Löbtau zugetragenen dreifachen Mord und Selbstmord so aufgeregt, daß sie in geistige Umnachtung fiel und in diesem Zustande sich den Hals durchschnitt. Als ihre Kinder die Stube betraten, fanden sie ihre Mutter, die eine gute Hausfrau war, todt vor — Dresden. Die Aufhebung der Spielhölle in dem an der Marienstraße gelegenen Weinrestaurant „Kaisergarten" und die Verhaftung des Wirthes Petras machen noch viel von sich reden. Petras ist wegen Falschspielens (mit präpacirten Karten) verhaftet worden. — Pirna, 7. Mai. In dem Städtchen Wehlen, dem vielbesuchten Eingangsort zur Bastei, finden die Pfingstgäste diesmal eine Brandruine, da gestern Abend bez. in der vergangenen Nacht das am Elbstrom schön gelegene Hotel „Zum deutschen Reich" durch eine Feuersbrunst zerstört wurde. Die Feuerwehr von Wehlen, sowie oie alsbald erschienenen Wehren der Nach barorte thaten Alles, um helfend einzugreifen; ihre