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sehbaren Arbeit den General doch etwas mitgenommen und Meinungsverschiedenheiten mit Berlin mögen hin- zugetreten sein. Darauf deuten mehrfache Reden im Reichstage hin. Fest überzeugt dürfen wir aber davon sein, daß der Erste Generalquartiermeister sich seinem Dienst nicht entzogen hätte, wenn eine unersetzbare Lücke entstanden wäre. Es ist -nicht erst seit heute bekannt, daß der große deutsche Generalstab eine Schule militärischer Tüchtigkeit ist, in der es an den benötigten Kräften nie mangelt. Dafür hat Moltke gesorgt, und alle seine Nachfolger haben diese Tradition genau be wahrt. Fcldmarschall von Hindenburg iveiß am besten, was sein erster Generalquartiermeister ihm gewesen ist, und für dessen Verdienste sprechen auch die feind lichen Zeitungen. Seit Ostern ist in Paris und London kein Name so oft genannt, wie der Ludendorffs. Tast die deutsche Juli-Offensive nicht den Anfangserfolg" fortsetzen konnte, schrieben Engländer und Franzosen auch nicht Fehlern Ludendorffs zu, sondern der ameri kanischen Millonenverstärkung unD ihrer Ueberlegen- heit an Geschützen, Panzerwagen und Luftschiffen. Und .was die deutsche Armee trotz dieser feindlichen Ueber- hahl unentwegt leistet, ergibt sich aus den Heeres berichten und den eigenen Zngeständnissen des Geg ners, der uns seine WaffenstillstandsbediriLungen nicht blindlings diktieren kann. , ' , Vom ersten Tage an steht Ludendorff im Krieg am 7. August 1914 drang er mit seiner Brigade ü Lüttich ein. Mit den großen Siegen im Osten Tannenberg, Masurische Wälder usw. — ist sein Nam untrennbar verbunden und seit August 1916 mit alle, Kümpfen im Westen, wo ihn die Osteroffensive 191 als ebenso hervorragenden Organisator wie Stratege, zeige. Ert ist erst 53 Jahre alt, noch lange kann sei. Wissen dem Vaterlande dienen. Nach Ehren hat de Mann, den übereifrige Leute wiederholt als künftig« Reichskanzler bezeichneten, nie gestrebt, er ist auch alt General der Infanterie noch bürgerlich und will « bleiben. Von seinen Worten hat sich eins dem deutsche Volke ins Herz geprägt. Es lautet: „Der tapfere Man schafft sich sein Schcksal selbst." Die Änderung in der Kommandogewalt. Tie neue Zeit hat auch vor der Kommandogewalt des obersten Kriegsherrn nicht Halt gemacht, die, wie schon mitgeteilt, auf die Reichsregierung übergeht. Ter Reichstag hat diese wichtige Aenderung in seiner Mehr heit gut geheißen. Wir stehen also vor einer abge schlossenen Tatsache, die auch ans die Armee ihren tiefen Eindruck machen wird. Es hat nichts mit der Politik zu tun und ist rein menschlich begreiflich, wenn mancher verdiente Soldat, den persönliche Bande mit dem Kaiser verknüpfen, diese Wendung mit stiller Webmut bin Adorser Gr^nzboü (früher: Der Grenzbote) Amtsblatt für den Gtadtrat zu Adorf Fernsprecher Nr. 14 Verantwortlicher Schriftleiter, Drucker und Verleger: Dtto Meyer in Adorf Tel.-Adr.: Grenzb - 254 Mittwoch, de» 30. Oktober 1818. Hahr,. 83 D r es d e n, am 24. Oktober 1918. Ministerium des Innern. Dresden, am 28. Oktober 1918. Ministerium des Innern Die gemäß ß 32 Satz 2 der Bundesraisoerordnung über den Berkehr mit Z im Betriebsjahr 1916/17 vom 14 September 1916 (RGBl. S. 1032) erlassene sührungsverordnung vom 16- November 1916 (Sächsische Staatsztg. Nr. 269) fi auf den Verkehr mit Zucker im Betriebsjahre 1918/19 sinngemäß Anwend Nachstehende Bekanntmachung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsa mtes wird hiermit zur össentlichen Kenntnis gebracht. Verordnung über Iuckerrübenfamen. Dom 15. Oktober 1S18. Anzeigen von hier und au» dem Amtsgericht bezirk Adorf werden mit10 Pfg., von auswäi mit 15 Pfg. die 5 mal gespaltene Grundze oder deren Daum berechnet und bis Mitta 11 Ahe für den nächstfolgenden Tag erbet O . — Deklamen die Feile 30 Pfg. Tageblatt für Adorf und das obere Vogtland s Der Grenzbote erscheint täglich mit Aus- s »ahme des den Sonn-undFeiertagen folgenden k Tages und kostet vierteljährlich, vorausbe^chl- > dar, 2 > 1g Pfg. Bestellungen werden in f der Geschäftsstelle, von den Austrägern des s Blattes, sowie von allen Kaiserlichen Post- anstalten und Postboten angenommen Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaßnahmen zur Sicherung der Volkser- nährung vom 22. Mai 1916 — (RGSl. S. 401) vom 18. August 1917 — (RGBl. S. 823 wird oelordnet: Artikel 1. Die durch die Verordnung über Zuckerrübensamen vom 3. Oktober 1917 (RGBl- S. 885) festgesetzten Preise werden wie folgt geändert: 1. Der Preis für Zuckerrübensamen, der von Bermehrungsstellen auf Grund bereits abgeschlossener Verträge an Züchter zu liefern ist (Z 1 Abs. 2 der Verordnung vom 3. Oktober 1917), wird für Samen aus den Ernten 1918, 1919 und 1920 auf 80 Mark für je 50 Kilogramm erhöht. Dies gilt nur, sofern Samen bis mindestens bnschließlich des Jahres 1920 zu liefern ist oder die Bermehrungsstelle sich zur Lieferung «is 1920 bereit erklärt. 2. Beim Verkaufe von Zuckerrübensamen zur Aussaat in den Jahren 19l9, 1920 oder 1921 (§ 2 der Verordnung vom 3. Oktober 1917) darf, vorbehaltlich der Vorschriften im § 3 der Verordnung vom 3. Oktober 1917, der Preis von 100 Mark für je 50 Kilogramm nicht überschritten werden. Soweit Verträge über Lieftrnng zur Aussaat iq-chen Jahren 1919, 1920 oder 1921 bereits abgeschlossen sind, tritt an Stelle des vereinbarten Preises ein um 43 Mark sür je 50 Kilogramm erhöhter Preis. Artikel 2. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 15. Oktober 1918. Der Staatssekretär des Kriegseruährungsamts. In Vertretung Edler von Braun. Preise nicht über- Diese Preise erhöhen sich mit Rücksicht aus die am 1. Januar Ministerium des Innern Dresden, am 28. Oktober 1918. Pfd. 1919 einsetzenden Monatszuschläge am 1. Februar, 1. Mai und 1. August 1919 um je 1 Pfg. für das Pfd. Kleinoerkaus ist der Verkauf unmittelbar an Verbraucher in der in offenen Läden üblichen Art. < Vorstehende Preise sind Höchstpreise im Sinne des Gesetzes, betr. Höchstpreise vom 4- August 1914 und der dazu ergangenen Abänderungeverordnungen. Diese Verordnung tritt mit dem 1. November 1918 an die Stelle der Verordnung über Kleinhandelshöchstpreise für Zucker vom 15. August 1918 (Sächsische Staatsztz. Nr. 191 vom 17. August 1918). Kleinhandelshöchstpreis für Jucker. Bei der Abgabe von Zucker im Kleinverkaus dürfen folgende schritten weiden: Ohne Ludendorff. Blücher und Gneisenau, Hindenburg und Luden dorff, das sind Zusammenstellungen von Namen, die dem deutschen Volk, das doch nun einmal ein Soldatcu- volk ist, in Fleisch und Blut übergegangen tvaren. Durch den Rücktritt Ludendorffs ist das anders ge worden. Wir müssen die Tatsache hinnehmen, wie wir früher den Rücktritt des freilich um ein Menschen alter älteren Moltke hinnehmen mußten. Ter Tank an den verdienten Mitarbeiter Hindenburgs gehört nicht diesem Tage, der ist nicht an die Zeit gebunden. Zusammen mit dem Fortgange des bisherigen Ge neralquartiermeisters ist die deutsche Antwortnote an Präsident Wilson bekannt geworden. Sie sagt, daß Teutschland die Vermittlung für den Waffenstillstand erbittet, daß es aber nicht die Kapitulation anbietet. Damit ist gesagt, daß Ludendorff nicht gegangen ist, weil eine Ergebung Deutschlands vor der Entente in Frage kam, und diese Erklärung ist zur Stunde uns dre Hauptsache. Mögen solche Gedanken aufgeststegen gewesen sein, sie waren nicht begründet. Ter General hat sein Abschiedsgesuch eingereicht gehabt, die Gründe sind nicht genannt, und man wird sie in ihren wahr heitsgemäßen Einzelheiten wohl erst später erfahren. »Vielleicht haben die Kriegsstrapazen mit ihrer nnüber- für gemahlenen Mrlis I und Kiystallzucksr „ gemahlen« Rassinaoe 50 Pfg. 52 „ für 1 „ 1 „ Puderzucker 54 „ „ 1 „ P-ebwülfrl 56 „ „ 1 „ Schnittwürsel 57 „ » 1 „ Stückenlomp:n 54 „ .. 1 „ Vrotzucker 54 „ „ 1 „ Kandts, braun 62 „ „ 1 „ Kandis, weiß 66 „ „ 1 „ Kandis, schwarz 66 „ „ 1 Wir fordern diejenigen Personen,,die von der Mütterberatungsstelle Milch in! scheu erhalten haben, hierdurch auf, die leeren Flaschen sofort und spätestens 1. November ds. Is. an uns abzuliefern, da sie sonst mit Zuweisung von P nicht mehr zu rechnen haben. Adorf i. V., den 29. Oktober 1918. Der Stadtrat. Mittwoch, den 30. Oktober 1918, abends ^9 Ahr «W M AMMM. Tagesordnung: 1. Ausstellung der Bebauungspläne. 2/ Abänderung der Gemeindesteuer-Ordnung. Adorf, den 29 Oktober 1918 Der Stadtverordnetenvorsteher Der Verkauf der auf Warenmarke Nr. 63 entsallenden Waren wird von Mittwoch, den 30 dss Mts., an freigegeben. Adors, den 29. Oktober 1918. Stadt. Lebensmittelamt. Mittwoch, den 30. ds. Mt°., MM Ml M Mm M «MI an minderbemittelte Haushaltungen. Einkommen bis zu 2500 Mark. Verkaufspreis: 10 Pfg das Pfund Möhren, 8 „ „ „ Weißkohl. Abgabeort: Für Möhren, alte Schule, „ Weißkohl: GÄterbahnhof. Bezugsscheine hierauf werden vormittags von 8 — 10 Ahr im Sitzuch zimmer ausgegeben. Steuerz-ttel auf 1918 sind vorzulegen. Die Bezugsscheine müssen sofort eingelöst werde». Adorf, den 29. Oktober 1918. Städt. LebeNSMittelaMt Mittwoch, den 30. ds. Mts, nachm. 2 dis 6 Uh Ausgabe von Bezirkskartoffelmarke an Untermieter. Es haben zu erscheinen: Buchstabe: -4. — , 6 — Ll N — 8 P — 2 Nachträgliche Ausgabe nur gegen 50 Adorf i. D., den 29. Oktober 1918. 2 —3 Uhr nachm. 3 —4 „ „ „ » 5 —6 ,, ,, Pfennige Gebühr. Städt. Lebensmittelamt.