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Eibenstocker Tageblatt : 01.04.1944
- Erscheinungsdatum
- 1944-04-01
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id426616677-194404018
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id426616677-19440401
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-426616677-19440401
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Eibenstocker Tageblatt
-
Jahr
1944
-
Monat
1944-04
- Tag 1944-04-01
-
Monat
1944-04
-
Jahr
1944
- Titel
- Eibenstocker Tageblatt : 01.04.1944
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Anzeiger für den KmkgerichkbezirL Eibenstock und dessen Umgebung IS44 Postscheckkonto Leipzig Rr. 36« 87. Fernsprecher Rr. 510. orpedo- 1 xSck'/ die konnten, vernichtet. Sarr igatze eit 1» seeboot eteili^. b» Li* 6«r e»n Sa- Pftiiti» hlosftl «nrb, «vz«P ebentet. »tktfte r chr«» r «w«, e Bo«> Ort«, »evöl. licht««» 7 »mm 1e, vor m« ckol. M,«de j andere -r I..77 «l. erb. Das Ritterkreuz nach dem Heldentod verlieh der Führer, an den Oberfeldwebel Otto Werner aus Sahnitz (Rügen), Zugführer in einer schweren Heeres-Jägerabtellung, und an Wachtmeister Karl Stegemann aus Sulzbach (Bayern), vorgeschooener Beobachter in einem Artillerie-Regiment. Eibenstocker Tageblatt Die Provinskommission für Preisüberwachung in Turin hat gegen 77 Geschäftsleute Geldstrafen in der öesamt- yöhe von »wei Millionen Lire verhängt. Ihre Derkaufsläden wurden geschloffen, sieben Lieferanten des schwarzen Marktes in Zwangsarbeitslager geschickt. Werste FeiMerluste in der bisher Men MWen LWW Die britischen Bomberverbände teilweise völlig anfgerieben. — Heftige Luftkämpfe von der Kanaitüste bis in den Raum von Nürnberg. Churchill und die Juden Die Londoner Zeitschrift „News Thronte le' wußte un längst zu berichten, daß dem Erstminister Großbritanniens eine Erbschaft in Höhe von 20 000 Pfund zugefallen sei, die ihm einer seiner ältesten Freunde „als Zeichen der Freundschaft und Dank barkeit für seine und seiner Gattin große Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft' hinterließ. Erblasser war derIude Sir Henry Etrakosh, einer der führenden Bankiers und Wirtschaftler Eng lands. In diesem Zusammenhang ist es nicht ohne Interesse, wei tere Streiflichter zu Churchills bekannter und täglich neu bestätig ter Iudenfreundschaft zu erfahren. Er selbst hat wiederholt be tont, daß er während seines ganzen Lebens stets freundschaftliche Beziehungen zu Juden unterhalten hat. Während seiner volitischen Laufbahn hat er sich immer wieder für jüdische Interessen ein- aesetzt, und seinen jüdischen Freunden verdankt er Aufstieg, Stel- luna und Macht. Dafür inszenierte er als Dank Judas neuen Weltkrieg, in den er England für Judas Ziele stürzte. Als im Frühjahr 1904 eine Gesetzesvorlage im Parlament «ingebrncht wurde, die gewisse Einwanderungsbeschränkungen vor- soh, war es Churchill — der gerade von den Konservativen zu den Liberalen hinübergewechlelt war —, der sich sehr heftig gegen dielen Gesetzesentwurf aussprach. In einem Bries an einen Juden in Manchester hatte er die Bemühungen der Regierung, ein ent sprechendes Gesetz zu verabschieden, als einen Versuch bezeichnet, dem lärmenden Teil ihrer Anhänger eine Gunst zu erweisen und sich in einigen Wahlbezirken eine gewisse Volkstümlichkeit zu ver schaffen. Dies alles gedächte man dadurch zu erreichen, daß man „eine Anzahl unglücklicher, nicht wahlfähiger Ausländer hart be handelte' Als sich zeigte, daß die io Aussicht genommenen Ge setzesbestimmungen nicht im Unterhaus verabschiedet werden wür den. kannte der Triumph der jüdischen Presse kaum noch Grenzen. Man zollte Churchill höchstes Lob und größten Dank kür sein Ein greifen zugunsten der Juden. Diese Haltung und eine diskrete Sympathiebezeigung für die zionistischen Bestrebungen machten Churchill zum Held der zahlreichen Juden seines Wahlbezirks. Als R Laski zu Anianp de» Jahres 1906 den Vorsitz aus einer jüdi schen Versammlung führte, erklärte er: „Jeder Jude, der gegen Winston Churchill stlmmt. ist ein Verräter an der gemeinsamen Sache' Churchill erwies sich für die Unterstützung der Juden dank bar, und als er noch im gleichen Jahre Unterstaatssekretär des Kolonialmintsterium» wurde, bzw. al» Präsident der Handels kammer in das Kabinett einzog, tat er alles, was in leinen Kräf ten stand, um durch ministerielle Anweisungen olle den Juden un günstigen Bestimmungen aufzuheben. Als er schließlich im Jahre 1910 zum Innenminister aufrückte, war die Freude der Juden un beschreiblich. Die .Lewi sh Chronicle' vom 18. Februar 1910 stellte mit Genugtuung fest, daß das Ausländergesetz nun mehr durch Churchill persönlich überwacht würde, und daß seine frühere Einstellung dafür bürge, daß er auch weiterhin über jüdische Interessen wachen würde. Außerdem würde er ein viel gewichtigeres Wort in der Naturalilationsfraae haben als auf seinen früheren Posten. Churchill erwies sich auch als einer der eifrigsten Verfech ter jüdischer Interessen bei den Vorbesprechungen von 1916/17, deren Resultat die berüchtigte Balfourerklärung war. Als schließlich nach dem Ersten Weltkrieg Stimmung gegen die Schaffung der den Juden mit dieser Erklärung versprochenen jüdischen Heimstätte in Palästina laut wurden, war es wiederum Thurchill, der sich zum Wortführer des Judentums machte. An läßlich einer Konferenz betreffend Palästina, die unter seinem Vorsitz im Jahre 1921 in Kairo stattfand, betonte er einer Milchen Delegation gegenüber, wie der „Iewtlh Guardian' vom 22. April 1921 mit besonderer Genugtuung zu berichten weiß, daß „die Begründung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina nicht nur segensreich für die Juden, sondern gleicher maßen für Großbritannien und für die ganze Welt lein würde". Ungeachtet der Entwicklung, die mittlerweile in Palästina eingetreten ist, antwortete Churchill am 30. Juli 1941 aus di» Anfrage des Abgeordneten Lipson im Unterhaus, ob sich die Regierung Seiner Majestät noch zu der Politik der Balfourdekla ration von 1917. nämlich eine nationale Heimstätte für die Juden in Palästina, bekenne, wörtlich: „Es ist keine Aenderuna in der Politik bezüglich Palästina eingetreten.' In einer Broschüre „Dbe diuräer ok l.orä Kitchener sack tbe Druid »baut tbe ksttle ok 3utlsaä" („Der Mord an Lord Kitchener und die Wahrheit über die Schlacht von Jütland'), die 1924 ver öffentlicht wurde, erhob der Verfasser, Lord Alfred Douglas gegen Churchill den Vorwurf, mit dem verstorbenen jüdischen Bankier Sir Ernest Cassel die Veröffentlichung eines falschen Kom- munigut» über die Schlacht von Jütland angezettelt zu haben, um an dem sich daraus ergebenden Absinken britischer Wertpapiere zu verdienen. Obgleich Churchill nicht direkt überführt wurde, mußte rr dennoch vor Gericht zugeben, daß Sir Ernest Cassel sein Freund war, der einen Betrag von 12 000 Pfund für ihn angelegt und ihm außer einer Zimmereinrichtung einen Scheck in Höhe von 500 Pfund als Hochzettsgeschenk gemacht hatte. Diese Angaben ver- danken wir dem Buche von Ephesian: „Dbe liks ol Muston Churchill" („Das Leben Winston Churchills', Seite 278). Wir wollen hier nicht untersuchen, ob dies der einzige Fall ist in dem Thurchill Zuwendungen seiner jüdischen Freunde entgegen- nahm. Sein ganzes Verhalten genügt, um auf weitere Beweise zu verzichten. Daß seine Sympathien gegenüber den Juden auch heute in keiner Weise geringer geworden sind, zeigt neben der Fülle seiner dem Judentum direkt oder unmittelbar dienenden Maßnahmen ein Glückwunschtelegramm, das er an die „Iewisk Thronicle' sandte. Er brachte darin zum Ausdruck, daß der Jude in dem gegenwärtigen Kampf weder seinen Geist unterdrücken lassen noch seine Widerstandskraft verlieren würde. Immer wieder haben Juden ihrer Dankbarkeit Thurchill gegenüber Ausdruck verliehen. Sicher ist es kein Zufall, daß der Jude Philip Guedalla ihm in seinem neuen Buche ..Churchill »s Nero" („Thurchill al» Held') ein Denkmal errichtete, um dir Er innerung an dielen projüdischen Staatsmann auch kür künftige Ge nerationen zu bewahren. Es bleibt abzuwarten, wie das eigene Volk Thurchill eines Tages den Verrat Englands an das Juden tum beantworten wird. Kalte- tuchen, chäden Wasser Meter Dörfer »rücken wasser irn in Süden li ent- ad ge- Grad > > 91. Jahrgang. Sonnabend/Sonntag, den 1./2. April Oie Kämpfe in Güdiialien Inder auf Höhe 435 vernichtet — Funkstation der Insel Gorgona gesprengt An der süditalienischen Front wurde im Kampfraum von Cassino eine für einer Woche bei der Höhe 435 eingeschloffene indische Kampfgruppe vernichtet. Der Feind verlor hierbei über 100 Tote. Es wurden Gefangene, Waffen und sonstige Beute ein gebracht. Nördlich Massa Albaneta vernichtete ein eigener Stoß trupp in der Nacht sechs von insgesamt sieben zum Angriff be- reitgestellten feindlichen Panzerkampfwagen und erbeutete Muni tion und Funkgerät. An einer andren Stelle wurden Hwei wei tere Panzer vernichtet. Seit einiger Zeit nebelt der Feind tags über das von ihm besetzte Gelände, seine Bewegungen und Nach- schubstraßen häufig ein, um sie den Blicken unserer Beobachtung und Aufklärung zu entziehen. Im Landekops von Nettuno wurde bei Tarano ein feindlicher Stoßtrupp in Kompaniestärke abgewiesen. Bei ge scheiterten Vorstößen des Feindes unweit Colle del Pozzo fielen einige Gefangene in deutsche Hand. Fernkampfbatterien und Flakartillerie bekämpften Ausladestellen des Feindes bei Bnzio und Nettuno und legten Störungsfeuer auf seine Nachschubstraßen. Deutsche Schlachtflieger griffen mit Erfolg feindliche Stellungen im Rücken von Cassino sowie Schiffsziele vor dem Hafen Anzio an. Sieben feindliche Flugzeuge wurden abgeschoffen, davon vier durch Neve KMerlrenzträoer Der Führer verlieh das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an Generalleutnant Johann-Georg Richert, Kommandeur einer württembergisch-badischen Infanterie Division, geboren am 14. 4. 1890 in Liebau: Hauptmann Karl Heinz Wun - deraer, Bataillonsführrr in einem Schneidemühler Grena- dier-Regiment, geboren am 21. S 1914 in Salzwedel; Leut nant d. R. Friedrich Mahlmann, Bataillonsführer in einem norddeutschen Grenadier-Regiment, geboren am S« 7. 1914 in Hannover-Latzen; Stabsfeldwebel Wilhelm Sadott- k t, Zugführer in einem Königsberger Grenadier-Regiment, geboren am 9. 11. 191« in Schillen (Ostpreußen); Wacht- meister Fritz Petersen. Geschützführer in einem Flak- Regiment. geboren am 29. 11. 1909 in Münster (Wests.); Un teroffizier Karl Ruland. Gruppenführer in einem rhei- nifch-westfälischen Grenadier Regiment, geboren am 3. 2. 1914 in Bad GodeSdera. Mr lavier« AegimesMomm andern Der Führer verlieh am «. März bas Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Georg Koß- «ala, Kommandeur eine» Lübecker Grenadier Regiments. «IS 485. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Oberst Kotzmala. der daS Ritterkreuz für seinen und sei ne- Regiments Anteil an dem Abwehrkamvf des Winters 1941/42 in der Festung Demjansk erhalten hat. znchnete sich während der Absetzkämpfe südwestlich des Ilmensees erneut durch Tapferkeit und Entschlossenheit aus Sein Ul. Bataillon wurde am 25. Februar von starken sowietischen Kräften mit neun Panzern angegriffen. Oberst Koßmala. der sofort in die vorderste Linie eilte, fand diese von den Bolschewisten bereits aufgerissen. Im schärfsten feindlichen Feuer organisierte er die Abriegelung des Einbruchs; dann zog er aus dem nicht angegriffenen Abschnitt der Balaillonssront ein paar Grena diere heraus, bildete aus ihnen und der Reserve einen Stoß trupp und warf sich an dessen Spitze den zahlenmäßig über legenen Sowjets entgegen. In schweren, bis in die Dunkelheit andauernden Kämpfen wurde der Durchbruch der Bolsche wisten endgültig verhindert; von den angreisenden feindlichen Panzern wurden zwei schwere vernichtet, zwei überschwere bewegungsunfähig geschossen. Die kühne Tat des Oberst Koß mala Hane eine ernsthafte Gefahr für die weitere Absetz bewegung zweier Divisionen beseitigt. Oberst Koßmala wurde am 22. Ortober 1896 als Sohn des Reichsbahnrates K. in Mhslowitz Kreis Kattowitz. geboren. Das Eichenlaub nach dem Heldentod Wie bereits gemeldet, starb Hauptmann Eduard Tratl. Gruvvenkommandeur in einem Zerstörergeichwader auSge- zeichnet mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes den Hel dentod. In Anerkennung seiner hohen Verdienste verlieh ibm der Führer nachträglich als 437. Soldaten der deutschen Wehr- macht daS Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Reuterbüro, das sich übrigens nach alter Gewohnheit nur zu einem Teiigeständnis von 96 Bombern beguemt, meldet kleinlaut, die Abschußziffer, die die britischen Flugzeuge in der Nacht zum Freitag erlitten, stellt „in der Tat einen schweren Verlust" dar. Diese Verluste und die großen Luftschlachten, die in dieser Nacht am deutschen Himmel geschlagen worden seien, deuteten darauf hin, daß „die deutsche Lustwafft gewaltige Leistungen voll bringt, um die anglo-amerikanischen Luftangriffe abzuweisen". Reuters Luftsahrtkorrespondent meint, die englische Luftwaffe habe in der letzten Nacht ihren „schwersten Schlag" erhalten. Dies sei der größt« Verlust gewesen, den die britischen Flieger je erlitten hätten. Auch aus weiteren englischen und nord amerikanischen Stellungnahmen ist der gewaltige Schock ersichtlich, den die Ab- schußzisssr im Lager der anglo-amerikanischen Luftgangster, die aus agitatorischen Gründen so gern von der „sterbenden" deutschen Luft waffe sprachen, verursacht hat. Wre sehr die deutsch« Luftverteidigung auch früher schon den anglo-amerikanischen Terrorfliegern zu schaffen machte, geht aus dem Bericht eines Ob«rstleutnants der USA.-Luftwasfe, Besten Lay, in der nordamerikanischen Zeitschrift „Harpers Magazine" hervor. Lay, der durch sein Buch „Wanted Wings" bekannt geworden ist, macht in dem Artikel unter der Ueberschrift „Was uns die Deutsch landflüge kosten" ein« Reihe bemerkenswerter Angaben über die großen Verluste der amerikanischen Flieger bei ihren Terrorangrifssn auf dm europäischen Kontinent. „Gewisse amerikanisch« Flugzeug geschwader", so schreibt er, „haben bei ihrem Einsatz über Deutsche land bis zu 50 o. H. ihres Bestandes infolge der mör derischen deutschen Verteidigung verloren." Als ein Beispiel der „Lufthölle über Deutschland" beschreibt Lay einen Terrorangrifs auf Regensburg. Dabei sei nicht eine einzige amerikanisch« Maschine unversehrt zurackgekehrt. Abgesehen davon, daß ein be trächtlicher Teil der viermotorigen Bomb«r abgeschvssen wurde, seien sämtliche Maschinen mehr oder weniger schwer beschädigt worden. Eine Menge Bomber konnte sich nur mit zwei oder drei Motoren mühsam nach England rettm. Eine Anzahl Maschinen sei noch bei der Landung zerstört worden. „Rekordverluste der Engländer" Mit Todesverachtung stürzten sich die beotschm Nachtjäger auf die Bombe«. — Londoner Eigenbericht« der Stockholmer Presse zur letzte« englischen Luftniederlage. Stockholm, 1. April. (Funkmeldung.) Die Londoner Berichte der Stockholmer Presse spiegeln den starken Eindruck wider, den dis größte Niederlage der englischen Luftwaffe bei ihrem Terrorangriff auf Deutschland in der britischen Hauptstadt gemacht hat. „Stockholms Tidningen" spricht bereits in der Ueberschrift von Rekordverlusten der Engländer und weist anschließend darauf hin, daß nach englischer Auffassung diesmal Deutschland dis größte Anzahl von Nachtjägern aufgeboten habe, die je mobi lisiert worden seien. In englischen luftmilitärzschm Kreisen werde ahn« Umschweife zugegeben, daß die Verluste sehr groß seien. Die Ber- lustziffer sei um so sensationeller, als sis in keiner Weise mit den! Verlusten während früherer Nachtangriffe im Verhältnis steh«. Ein englischer Flieger berichtet, daß sie überhaupt keinen Augen blick Ruhe gehabt hätten Vom Einflug an s«ün sie in Kämpfe ver wickelt gewesen. Mit Todesverachtung hätten sich die deutschen Nachtjäger auf die Bomber gestürzt. Auch der Londoner Korrespondent von „Dagens Nyheter" unterstreicht, daß die britischen Bomber die bisher größte Vsrlust- ziffer zu verzeichnen hätten, was von einer kräftigen deutschen Flak- und Jagdabwehr Zeugnis ablege. Die meisten deutschen Nachtjäger hätten anscheinend die angreifenden Bomberformationen schon an der Westgrenze des Ruhrgebietes erwartet. Auch „Evening Stan dard" habe zugeben müssen, daß die Verluste der Engländer sehr groß seien. Berlin, 1. April. (DNB.) Zum zweiten Mal« im Verlauf einer Woche erlitten di« zu Nachtangciffen gegen das Reichsgebiet einge- tetzten britischen Terrorbomber durch die deutsch« Luftverteidigung eme sehr schwere Niederlage. Al» bei dem britischen Luftangriff in d«r Nacht zum 25. März erstmal» mit der Vernichtung von 112 viermotorigen Bombern die Hundertgrenze durch unsere Nachtver- teldigung überschritten wurde, konnte angenommen werden, daß einig« für unsere Abwehr besonder» günstig« Momente zusammew- getrofjen waren, di« diesen Erfolg erringen ließen. Nachdem jedoch in der vorvergangenen Nacht die britischen Luftstreitkräste — wie der Wehrmachtbericht bereits meldete — ihre Operationen gegen süd deutsches Gebiet erneut mit dem Verlust von 132 viermotorigen Bombern bezahlen mutzten, besteht wohl kein Zweifel mehr daran, daß diese Abschußerfolg« nicht zufällig sind, sondern der sichtbare Ausdruck des immer stärkeren Ausbau» und der Verfeinerung der deutschen Mftverteidigung. Auch in der Nacht zum 31. März wurden unsere Nacht jäger staffeln gut und schnell an den feindlichen Bomberstrom, der gegen Mitternacht die westliche Reichsgrenze erreichte, heran geführt. Dabei kam es schon auf dem Anflugweg der Briten zu äußerst harten Luftgefechten, in denen zahlreich« Bomber abgeschossen oder schwer getroffen zum Ausscheren aus oer For mation gezwungen wurden. Die Kämpft am nächtlichen Himmel — in wolkenarmen Zonen von der Erde aus gut zu beobachten — zogen sich ununterbrochen von der Kanalküst« bis in den Raum von Nürnberg hin, wobei die Terrorverbände außerdem an be stimmten Punkten auch von schnellen und besonders wendigen Jagd flugzeugen inmitten schw«ren Flakfeuers konzentrisch angegriffen wurden. Um das Angriffsziel seines Hauptkampfverbandes solange wie Irgend möglich zu verbergen, unternahmen die Briten gleichzeitig mit schwächeren schnellen Flugzcuggruppen Täuschungsmanöver im nördlichen Reichsgebiet und in Mitteldeutschland, die jedoch bald als Ablenkungsangriffe erkannt und entsprechend gewertet wurden. So hatte die Führung unserer Luftverteidigung die Mög lichkeit, die Nachtjagdverbänd« auf der Anflug- und Rückflugstrecke straff zusammenzufassen und den britischen Bombern mit einer bis dahin nicht gekannten Wucht entgegeiyutreten. Das Ergebnis dttser bisher größt«« nächtlichen Luftschlacht über deutschem Gebiet spricht für sich. Die in Stärke mehrerer Geschwader eingeflogen«« britisch«« Bomberverbände wurde«, teilweise völlig aufgerieben. An dem Erfolg sind neben astersahrenen und kampferprobten Nachtjägern auch junge Besatzungen, di« vielfach erst einige Nachteinsätze hinter sich haben, beteiligt. Viele konnten bereits bei der ersten Feindberührung einen Abschuß erzielen und sich so in die lange Liste der Lustsi«g« der vergangenen Nacht eintragen. Aus den wie Feuerbälle vom Himmel stürzenden Bombern konnte sich nur ein verschwindend geringer Teil der Besatzungen mit dem Fall- sck>irm retten, so daß die blutigen Verluste der Briten bei diesem Unternehm«« etwa 900 Mann betragen dürften. Schließ lich ist auch die wirtschaftlich« Seit« dieser neuesten britischen Luft niederlage. beachtenswert, denn mit der Vernichtung von 132 vier motorigen Flugzeugen wurden gleichzeitig auch 528 Flugzeugmotoven Mit einer Gesamtleistung von rund 700000 PS zerstört. „Der schwerste Schlag" Angio-amerikanisch« Bestürzung über den Grotzerfolg unserer Luft- verreidigungskräft«. — „Lufthölle Lb«r Deutschland." Stockholm, 31. März. (DNB.) Der große Erfolg unserer Luft verteidigungskräfte bei der Abwehr des britischen Terrvrangrisfs auf Nürnberg, der die Lustgangster nicht weniger als 132 vier motorige Bomber kostete, hat in London große Bestür zung hervo r g« r u f en, wie aus den bisher vorliegenden Presse- Sußerungen eindeutig zu erkennen ist. Flak. Bei einem eigenen Unternehmen gegen die Insel Gor gona in der Nacht zum 28. März wurde die dortige feindliche Funkstation gesorengt. Die Besatzung der Insel wurde mit Aus- nähme von zwei bis drei Mann, die in der Dunkelheit entkommen
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