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Montag» Sen 24. Juli ISIS. uer Tageblatt W: V«Ä."Lk WL Rau« fl>r a«» stoi uaS d»m «rzlrl SchworMabnk 1» Pfg L: MlURRVEUnATzkE stUF pnlkT PV» VIA »«Irk Sq»arxn>dtt- « vfa^ so«» WL«.'L7W!L WW Myek-er M -as ErMbirge DWMU mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Muer Sonntagsblatt. NNW Iger uu» Nu»gad<,l«u«n. sowl, Sprrchflvn-e -« «e-aktton mtt Ausnahme -er Sonntag» nachmittag» 4—- Uhr. — Tekgramm-A-ress» 1 Tageblatt Auerrzgrbtrgs. Zerusprecher SS. ' '' hm«a o«sieuuag«u «atzeg«». gür unverlangt eingetvnbte Manuskripte rann Semtihr nicht geleistet werben» Nr. ISS. «»UN »I« «U»M« ter I» »urch lernsprechrr ertatatch« auaskript nicht üeutUch IM II. Jahrgang. sieur Meklolge engllsch-frsnWschtt Angriffe im AM. Rücktritt -es nWjcheu Mlsiftrrs -es MsWürtigeu Safmwws Minksterpräfi-eut Stürmer feka Nachfolger. — heftige Kämpfe fü-Uch voa Val Svgaao an- km Raume voa paaeveggla. Vie veiwreize der vemrcdland. Aus London melden die Basler Nachrichten: Den Angaben mehrerer Blätter ist zu entnehmen, daß zur Jagd auf die Unterseedampser Deutschland und Bremen zweifranzösischeund englische Kreuzer geschwader formiert worden find, die aus 18 Schis sen bestehen. Mit dem lebhaftesten Interesse wartet das deutsche Volk ,us Meldungen bon der erfolgten Wiederausreise des .wudelsuuterseeboots Deutschland aus Amerika. Das Ikwl hat angeblich von den amerikanischen Marinebehörbeu >ie Weisung erhalten, während der Durchquerung amerika- üschen Seegebiets nicht unter Wasser zu fahren, um nicht ie Schiffahrt zu gefährden. Damit ist natürlich nur die Mrale Dreimeilenzone gemeint, außerhalb derer feindliche triegsschiffe lauern, um das kühne Fahrzeug zu vernichten. Scharfsinn und Entschlußkraft seines Führers werden hof- enllich diese schändliche Absicht zu vereiteln wissen. Es arf aber auch ein loyales Verhalten der amerikanischen kontrollbeamten erwartet werden, damit dem Kapitän des Mdelsbootes nicht Schwierigkeiten erwachsen, wenn er en Befehl zum Untertauchen gibt, um die mutige Beman- mng, die Ladung und das Boot vor dem Verderben zu be- vahren. Mit der platonischen Bewunderung, dem Ehren- rühstück und der Geldspende an die Mannschaft ist es nicht ictan. Es gilt, einer lauteren Gesinnung durch die Tat nclfbareren und wertvolleren Ausdruck zu geben, den letse- ten Schein zu vermeiden, als fänden Neid und Tücke der Mnde Anhalt an den amerikanischen Behörden, wöbet man tiva ein nachträgliches und völlig nutzloses Bedauern über m Mißgeschick des deutschen Bootes sich in Reserve hielte. Tie Amerikaner haben uns hinsichtlich ihrer Haltung uns Wenüber im Laufe dieses Krieges sicherlich nicht verwöhnt. Wir rnüßten es aber als einen ausgeprägt unfreundlichen Akt ansehen, wenn ein nicht völlig eindeutiges Verfahren! in der amerikanischen Beurteilung der Rücksichten auf die Neutralität von seilen des Führer- der wagemutigen und verdienstvollen Deutschland eine Katastrophe über das Boot heraufbeschwören würde. GS ist allerdings nicht Aufgabe der Washingtoner Regierung, das Handelsboot gegen feind liche Uebersälle außerhalb ver Dreimeilenzone zu schützen ü Ebensowenig aber hat sie Anlaß, irgend etwas zu tun, wat- j einer Begünstigung der feindlichen VernichtungsabstchL auch nur ähnelte oder darauf hinaurltese. Insoweit sollten nach gerade auch die Amerikaner Deutschlands Feinde kennen, um nicht zu glauben, daß deren auf der Lauer liegend« Kriegs- schifte erst einen Warnung-schuß abgeben würden, wenn sie das deutsche Boot zu Gesicht bekämen. Der Schuß würde zweifellos sofort ein scharfer sein und auf Zerstörung des Boots abzielen. In einem solchen Falle würbe sich doch wohl die amerikanische Regierung der Erkenntnis und dem Eingeständnis nicht verschließen können, daß dann genau die gleiche Lage geschaffen wäre, wie durch die Torpedierung der Lusttania oder Sussex, daß dann also die amerikanische Negierung nach Recht und Billigkeit verpflichtet wäre, ge nau so gegenüber England und seinen Verbündeten aufzu- ireten, wie sie unter Bezugnahme auf die erwähnten Ereig nisse Deutschland gegenüber aufgetreten ist. Mögen die amerikanischen Begleitfahtzeuge nur ihrs Schutzpflicht In nerhalb der neutralen Seezone erfüllen, das weitere aber dem erprobten Führer der Deutschland überlassen. Dabet werben beide Telle aut fahren, sicherlich nicht in geringerem Maß für daSJnteresseAmerikaS, dem oteWiedererschließang des Handelsverkehrs in jedem Betracht zuträglich fein wird. In jedem Falle stellt sich di« Heimfahrt des ersten deutschen Untersee-HandelSschtffeS -al- eine ernste Prob« auf die Neutralität der Bereinigten Staate» dar. Die Rückfracht de» Deutschland. Die Times meldet aus Washington vom SO. IM Die Rückladung der Deutschland besieht nach deutsche»» An gaben aus 400 Tonnen Nickel, 800 Tonnen Gummi und gewissen Mengen von Kaffee und Schwefel säure. Herr Vrusse von der Deutschland wird hier bleiben, um über den Bau ähnlicher Unterseeboote zu ver handeln. Dem Daily Telegraph wird aus Neuyvrl betich- tet, daß die Deutschland auf der Rückreise einen großen Goldbetrag mitführen wird. Die Phtladelphta-Mari- ne-Company hat, wie verlautet, die VersicherunadeS Goldes gegen Kriegsgefahr um 6 bis 10 Prozent deS Wertes über nommen. (W. T. D.),. sver amtliche fiüegrberlcdt von beule»' Großes Hauptquartier, 24. Juli vorm. Sein» Majestät -er flaiser hat flch vom westliche« aus -en östliche« Kriegsschauplatz begehe«. Sn seiner Segleitung bestn-et stch -er Chef -es Ge«eralstabes -es ZelSheeres. westlicher Kriegsschauplatz. Ale stch benmegesteiit dnt, umnie» ai« gestern grael- Seien Angriffe gegen Sie krönt MepvnI—«ulllemont von ceilru voa eil engliichen Vivistsnen gekübri, senen mehrere -nstlg von unseren krönten drrangedolt lvuren. Deo ein- rigen Vorteil, -en Ser keinS »nk Ser gaaren Linie er- ringe» konnte uns Sen wir »och nicht anrgedelsttt bilden, Sa« kinSringe» in einige SLurer von ?onl-rer, mußte er mit unßerorStntilche» rSuvtren blutige» verlurttn dernbien. Sn Longneval warf -e« Zei-- -er mit Wucht geführt» Segeastoß -erSrau-enburgifchenSnaa-tere, vonvouaumont glorreiche» Ange-eukens. Au» -er Kiesgrube Suillemont, in welche» -er Segnee stch vorübergehe«- »ingrnistrt hatte, brachte« wir -rei GMere, 14t Ma«« unverwun-et heraus. Sü-lich -er Somme sta- kiel«» frauzöflsche Unteruehmunge« bei Sopecourt un- westlich von Vermau-oviüer« l« «ufere« steuer gescheitert. Vie ArtUlerlekämpI» flaute« nur vorübergehen- ab. Unser, Seute aus Sen Kämpfe« feit »em IS. Juli beträgl «ach -e« bisherige« Zeststelluogen -- Maschinengewehre, «echte -er Maas steigerten stch -i» betSerseltigen Artillerie kämpfe mehrmall zu großer Heftigkeit. Aafanterietätigkeit gab es hie» nicht. westlicher Kriegsschauplatz. stuf -em uör-lichcn Teil -er stront ua- bet -er struwe Grafen von Sochmcr außer Patroaillmkämpfen kein» ckreignlff». NorSwtitU« von »rmreocll worSt» ltnr-e rnMstde zriste glatt abgtlvlritn. Balkan-Kriegsschauplatz UnveranSert. SLtlrstr Heeresleitung. Zu Ehre« der Deutschland. (Durch Funkspruch von dem Vertreter des W. T. B.). Bürgermeister Vreston und andere städtische Beamte Baltimores, sowie der deutsche Botschafter GrafBern st orff besuchten daS Unterseehandelsschiff Deutschland. Graf Bernstorff wohnte auch einem vom Bürgermeister zu Ehren des Kapitäns König gegebenen Essen bei. Einige von der Besatzung der Deutschland besuchten Washing ton» Sie wurden heim stellvertretenden Marinesekretär Franklin Roosevelt eingeführt, der sich mit ihnen in deutscher Sprache unterhielt und sie zu ihrer Tat beglückwünschte. Zunehmende Erbttierm-g m amerikanischen, SgnfmamiSktLser». Nieuwc NotterdamschL Courant zufolge melden die Londoner Limes MS WasLLNston vom 81: Die Er bitterung des Kaufleute üb^r die sch warzs Liste der b «tt i sch cnRegiLLll^L fltrttmt zu. Neutrale Mächte haben AvcstellmtLM «hoben, daß die Vereinigten Staaten die Führung von UnterbaMungen übernehmen möchten, die in der einen oder anderen Form gemeinschaftliche Re pressalien zmn Zweck hätten. Die Haltung der amerikani schen Regierung wirb durch diese Vorschläge anderer neu traler Mächte, «rminsam vvrzugehen, aestärtt. Die Fsrde- rungen der öfsentlichm Meinung und die offenkundtgen polttischen Vorteile, di« erreicht werden könnten, haben zu der besttmmten Absicht geführt, zu protestieren. Deft Protest wird wahrscheinlich die Fsrm emer scharfen Er klärung über die Nachteile «»nehmen, die den Amerikanern -ugsfügt Warden sind, und mit der Aufforderung enden, der ¬ artige Forderungen etnzustellen, andernfalls würde das Auftreten Englands als unfreundliche Haltung angesehen werden. Ferner verlangt man Repressalien auf legislativem Gebiete. Der niederländische Gesandte in Washington entfaltet eine lebhafte Tätigkeit, um die öffent liche Aufmerksamkeit auf die Beschwerden der Neutralen zu lenken. (W. T. B.). Amerika wieder mal gegen den Poftraub. Vaderland meldet aus Washington: Die amerikanische Regierung hat den niederländischen Vorschlag in Erwägung gezogen, gemeinsam gegen bestimmte Blockademaßregeln der Verbündeten, namentlich gegen das Anhalten der Briefpost, vorzugehen. Wie gemeldet wird, siehtsichdio amerikanische Regierung in der Lage, den niederländischen Standpunkt anzu nehmen. (W. T. B.). Englischer Rechtfertigungsversuch in Washington, (Meldung des Reuterschen Bureaus.). Der englische Botschafter Spring Rice hatte eine Besprechung mit Se nator P olk. Es scheint, daß die englische Regierung das Beispiel Amerikas im Bürgerkrieg anführen wird, um ihre Politik upd das Gesetz über den Handel mtt dem Feinde zu rechtfertigen. (W. L, V,). klnr Kunagedlmg an bMWsiben Keeüer gegen knglsnd. Im Haag hat eine von etwa 200 Reedern besuchte Versammlung der Reedervereinigrmg für die niederländisch« Heringsfischerei stattgefunden. Anlaß gäbe« die aus England eingegangenen Berichte über da» Ausbringen von holländischen Heringssischerbooten. Der Vorsitzende teilte mit, daß er van den Londoner Vertretern der Ver einigung Telegramme erhalte« habe^ wonach die britische Regierung bereit» 60 Schiffe beschlagnahmt hat und beab sichtigt, sämtliche niederländischen Yischerfahrzeuge zu beschlag- nahmen und vor da» Prisengericht zu bringen. Die englische Regierung wolle nicht den Nrckaus in Erwägung ziehen, sondern sie will eine entsprechende Vergütung sür da» Brachltegen der Motte aus Grundlage de» durchschnittlichen Sahrerverdienste» prhleu. Der Vorsitzende sagt«, man müsse gegen die ent würdigende »«Handlung, durch welche der niederländischen Heringsfischerei der sreie Fischfang aus der freien Nordsee verboten «erde, energisch protestieren. In der Versammlung herrschte eine erbitterte Stimmung -egen England und mit Stimmeneintzeir wurde eine Resolution angenommen, in welch« -egen die Bedrohung der niederländisch«« Fischerei durch die britische Regierung protestiert und die Freigabe der Schifte, Schadenersatz sür erlitten» Verluste and völlige Freiheit der Fischerei gefordert wird. Diese Resolution soll zur Kenntni» de» Ministerium» de» Auswärtigen und der englischen Be hörden gebracht werden. * s * Neve Verletzung der rckivedirchen irrmatttSl durch die Kurren. (Meldung des Schwedischen Telegraphen-BureauS) Die vier deutschen Fcüchtdampser Malaga, Friedrich Carr, Aretchen Müller und Kette wurden, wie Astonbladet berichtet, in der Nackt zum Sonnabend beim Eingang zum Hafen von Lulea im schwedischen Ho heitsgebiet 'von zwei russischen Zerstörern verfolgt und zum Stoppen aufgefordert. DaS schwedische Torpedo boot Virgo steuerte dann in voller Fahrt gegen die russischen Fahrzeuge, die sogleich mnkekrten und gegen Süden ent flohen. Virgo verfolgte, fertig zur Aktion, die fliehenden russischen Schiffe. Die deutschen Dampfer Kiefen nachts 1 Uhr im Haseu »ou Lulea ein. Die schwedische Negierung hat lihren Gesandten in Petersburg beauftragt, bei der russischen Regierung gegen die Verletzung ihrer Neutralität in der Malaga-Mrgo-Angelegenheit Einspruch zu er heben. « , » Mtrm Zarouowr. Ministerpräsident und Minister deS Innern Stürmer ist zum Minister deS Auswärtigen ernannt wordett chrd behält den Vorsitz im Mintsterrat. Justiz- «totster CH »stow wurde zum Minister deS Jnuern, der ehemalige Minister des Innern Malarow zum Ju-