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^Z1Y Frettag, »o» 18. Januar Belanutmachung Künftig«, ube' bei, Kl«. ll. Z ketorsatr ftruße 18. esouberrr m Jahr- -chsch» »rräthig den nach geMt. lelrb- rti» und schaff Behagl. rst. Frl. ?. 8977. Mck ad »«8«b-ud» Ihr»,»« »«ttljAhridd i M. AunruM W die MM« iwd Mtil-ca Vc-Mw zu Ketter« mw vraw. B-ranUnorUlch-L-Unngr Beor» I»l«r,»e «ed« »«» ><»»*«« U U»r l «-««««. ,«t» für dt, »oaUM. U» «4 KOvb L»d«-«ld Landgericht,1» «4- M. mV oder Kolzversteigerung Staatsforstrevier. von vormittaa« » 5""^ w Tharandt sollen Freitag, de« L«. Januar 1SVV, 1407 w. Stämme 74 nachstehende Zkat». und als: 287 h. u. «. 10,8 nn w Brennt» w- Klötzer, 2882 w. Derb- u. 13460 w. ReiGangen, 28 r» h. »rste und 51,5 «i w. 8e v^rst^aert we^e^ d"unk°üppel, 52 rm h. u. 44,5 rw w. - '- ^.h.„ ,L« Hundesteuer ^tadttasieneinnahme tiefes Monat» . „ Treibern, am 11 ö, "thaus, zur Vermeidung der Zwaugtvollstreckung zu bezahlen. J°nu°r I8gg. Der «tadtrath. "" - „ vr 8«droe<1«r. Fehmel. wahrzunehmen. Ueberall in den großen Schlachthäusern in Deutschland, wo man nur hinhörte, sind Tausende von Schweinen im Vorjahre weniger geschlachtet worden. Die Regierung hat nicht nur die Interessen der Viehzüchter zu schützen, sondern sie hat in erster Linie die Pflicht, die Interessen der armen Leute zu schützen. Wenn es schon so weit gekommen ist, daß die Arbeiter zu Pferde- und Hundefleisch greisen müssen, wie dies thatsächlich hier und da der Fall ist, dann wird man doch sicherlich die einseitige Politik, die nur die Interessen der Viehzüchter wahrt, als eine kurzsichtige bezeichnen müssen. Redner übt sodann namentlich Kritik an dem sächsischen Landeskulturrath, der die Fleischnoth leugne. Durch diese ganze Politik wird auch das Interesse der Kleinbauern nicht nur nicht gefördert, sondern geschädigt. (Lachen rechts.) Jawohl, denn dem Bauer wird die Beschaffung von Magcrvieh erschwert. (Sehr richtig! links.) Eine solche Seuchengefahr vom Auslande her, wie Sie sie Vorschüßen, existirt gar nicht, oder halten Sie etwa die Regierungen in Holland, Belgien, Rußland für so leichtsinnig, daß sie nicht alles thun, um im eigenen Lande die Seuchen zu verringern. Thun Sie nur selber bei uns AlleS, um im Jnlande daS Umsichgreifen von Seuchen zu hindern! Abg. Rißler (kons.) führt demgegenüber aus, daß gerade die in» Zeug ging uud dann den Landwirthschaftsminister über seine gestrige Leußerung zur Rede stellte, daß er da» Verhalten der Linken nicht al» national bezeichne« könne. Al» er mit schnei dender Stimme rief: »Wir verbitte« un» da», Herr Minister!" hätte »um saft glaube» könne», sei»« feindlich« Bruder Tugen Richter zu hören. Die Stimmung war durch diesen Zwischenfall lebhaft geworden, aber wa» jetzt kam, machte sie geradezu zu einer gespannten. Der nächste Redner war der soz. Abg. Haase, aber bevor ihm das Wort ertheilt wurde, ging ein Sch lußantrag von der Rechten ein, der auch von dem größeren Theil de» Centrum» unterstützt wurde. DaS wollten sich die Sozialdemokraten nicht gefallen lassen, und Abg. Singer beantragte nunmehr mit Unterstützung der Freisinnigen namentliche Abstimmung über den Schlußantrag. Unter großer Bewegung ging sie von Statten und — der Antrag wurde obgelehnt. Da» Centrum hatte sich inzwischen zum größten Theile ander» besonnen und stimmte in seiner großen Mehrzahl gegen den Schluß, um sich nachher nicht de» Vorwurf machen lassen zu müssen, e» habe Jemand mundtod gemacht. An sich war e» gewiß bedauerlich, daß der Reichstag seine kostbare Zeit mit dieser Abstimmung zubringen mußte, aber erfreulich ist dabei doch, daß die Beschlußfähigkeit des HauseS konstatirt werden konnte. In dieser Beziehung unterscheidet dieser Reichstag sich erfreulicherweise konsequent vortheilhaft von de» meisten feiner Vorgänger. Abg. Haase schien durch den Vorgang sehr gereizt zu sein, denn seine Rede war reich an den schärfsten Ausfällen gegen die Rechte und die Regierung, so daß er nicht minder scharfe Er klärungen der Minister provozirte, woraus sich dann, nachdem noch Schrempf (K.) und Eßlinger (bavr. Bauernbd.) gesprochen, eine Reihe von spitzigen persönlichen Bemerkungen entwickelte, so daß die Debatte in sehr vorgerückter Stunde mit einem schrillen Mißton abschloß. Im Einzelnen ist noch zu berichten: Die Besprechung der Interpellation Wangenheim über die angebliche Fleischnoth wird fortgesetzt: Abg. Stolle (Soz.): Gegenüber dem gestern Gehörten müssen Sie unS schon erlauben, die Interessen der Konsumenten (kons.) führt demgegenüber auS, daß gerade die kleinbäuerlichen Schweineniäster ein Interesse hätten an der Ab wehr der Seuchengefahr vom AuSlande, sowie daran, daß die Preise nicht zu niedrig seien. (Beifall rechts.) Auch der Bauer müsse, um durchzukommen, lohnende Arbeit haben. Die Bauern auf dem Lande säßen Sonntags bei ein, zwei GlaS Bier zu sammen ; die Arbeiter in den Industriestädten dagegen machten Ass dem Keichstage. Berlin, den 11. Januar, schließen Wa/'n-st-r Beredsamkeit sich nimmer maßen dafür , ^'^"/"en Zuschauer wenigstens einiger- Militärvnrlnn» schädigten, daß eS zu der ersten Berathung der Bublik 8.: der Tagesordnung stand und das angelockt hatte, nicht mehr kam. Lan^n Vertreter auS den beiden entgegengesetztesten zuerst zum Wort. Abg. Stolle (soz.) j emer Fleischnoth nachzuweisen und großen HeiterkeitSersolg durch die Verlesung p?«" sattes Roß- und Hundesleisch der Arbeüerbevollerung irgendwo in Sachsen angepriesen "urde. Der zweite Redner war Abg. Nißler (k.), der Nach folger von Lutz, der in früheren Sessionen als der sog. „Renommir- bauer der konservativen Partei* allgemein bekannt und bei seinen Gesinnungsgenossen recht geschätzt war. Herr Nißler ist ganz der Mann, auch in dieser Beziehung daS Erbe seines Vorgängers v- Seine Rede hielt sich zwar sehr wenig an das zur Debatte stehende Thema, sondern verbreitete sich ganz allgemein über die Nothlage der Landwirthschaft und eine Reihe damit in Zusammenhang stehender Fragen; aber er brachte seine Sätze mit einer solchen Urwüchsigkeit und einer solchen frischen Ursprüng lichkeit heraus, daß er sich bald Gehör erzwang und zum Schluß von seinen Parteifreunden den lebhaftesten Beifall erntete. Es war das zweifellos eine Jungfernrede, die einen vollen Erfolg bedeutete. Das kam auch rein äußerlich dadurch zum augen fälligen Ausdruck, daß der Redner nach Schluß seiner Aus führungen, als er sich den Angstschweiß von der Stirne wischte, ohne den es ja bei einem ersten parlamentarischen Versuch niemals abgeht, eine richtige Gratulationskur abhalten konnte. Alle konservativen Führer und namentlich die Herren vom Bunde der Landwirthe, schüttelten ihrer neuen werthvollen Akquisition aner kennend die Hand. Der Bund der Landwirthe hielt die Frage aber für so wichtig, daß er auch noch seinen zweiten Vorsitzenden, Herrn vr. Rösicke, inS Feuer schickte. Dieser Redner, im Parlament gleichfalls ein Neuling, enttäuschte jedoch. Wenn er auch scharf sprach, so war doch der Ton so matt, daß selbst seine agrarischen Freunde ihm bald nicht mehr volle Aufmerksamkeit schenkten. Seine Forderungen gingen viel weiter als gestern die des Herrn v. Wanaenheim; er wünschte überhaupt eine völlige Schließung der russischen Grenze, eine Forderung die von der Linkem natürlich mit einem ent- rüseten Lört hört!" quittirt wurde. Namens der National- lib alen sprach vr. Paasche, sicherlich das zungeng-läufigst- Mitqlied des Hauses und deshalb der schrecken der Stenographen. Irgend eine Pause, selbst ein Verzechen kommt bei ihm me- » es andererseits für durchaus geboten für einzelne doch hält er es an i , »^jschno-th bemerklich macht, eine LL V V-L At«,b°rx- d°» V-M" !>,. SI-ph°Noch eines Nothllande., "EAt ch Rickert (fr. Ber.), der in lalle» Sonnabend, de» 14. Jannar uw» vom Abbruch des 2 Uhr ad wonnenen Thüren, vormalSSchubert^ HauseS (Hinter der «tvckmüble Nr. 80) ge- biete^ versteigert werddn ' und alte» Bauholz gegen Baarzahlung meist- am 12. Januar 1899. Da» «tavtbauamt. BLrwar. Kde. Nähere« enthaltrn di« bei de» OrtSbehörden und i» de» Schankstättc» der umliegend« ÄnigU »orstrentamt Tharandt, Ausflüge. (Bnfall und Gelächter.) Die Städter wüßte» «ich ganz gut: Mit der Bauersmann «ine gute Einnahme, so hab« ALL Partei-, sonder« um et»e Existenzfrage, («raoo».- vr Neichsregierung habe der Linken viel zu viel nachgegeben. Wach« links.) Ein Staat, der seine Landwirthschaft schützt, ist unbesiegbar. Da» Hatton im vorige« Jahrhundert ein hoher Staatsmann gesagt. (Beifall recht».) Staatssekretär Graf Posadowsktz weist statistisch »ach, daß die Fleischnahrung pro Kopf in de» letzt« Jahr« fit Deutschland nicht gefallen, fände« gestiegen sei. Ebenso stehe statistisch fest, daß innerhalb de» Zeiträume» von 1890 an das Jahr 1898 sich durchau» nicht durch di« höchste» Vieh« »ick Fleischpreise «»»gezeichnet hab«. Auch nicht etwa am Berliner Markte. Gegenüber Stolle und dem, wa» derselbe über das Interesse der Kleinbaue« gesagt hab«, sei zu bemerk«, daß durch etwaige Seuchen eine kleinbäuerliche Viehhaltung relativ noch Mü mehr gefährdet werde, al» die Existenz eine» Großgrundbesitzer». Stoll leugne, daß in Holland Viehseuchen seien. Aber du dortige amtliche Statistik ergebe für Holland in 1898 5270 Fälle von Maul- und Klauenseuche und mehrere hundert Fäll« vo« Schweineseuchen. Die Frage sei hier: soll die städtische Be völkerung etwas billigere» Fleisch hab«, oder soll dar Landwirthschaft unermeßlicher dauermder Schad« erwachs« ?k (Beifall.) Abg. Paasche (nat.-lib.): Meine Freunde hab« die Inter pellation mit unterschrieben, weil sie die Erörterung dieser wichtigen nationalen Frage hier im Reichstage für sehr förderlich halten. AuS der ganzen Agitation der Gegner ist eine lächer liche Mau» herausgekommen, nachdem mau Monat« lang so gm than, in Artikeln so geschrieben hat, als müßten die Arbeiter verhungern und als würde daS Volk von d« Agrariern auSoe- sogen. (Rufe: Sehr richtig!) Die Petition der Stadt Berlin ist eigentlich das Maximum dessen, waS man eiuer Volks vertretung bieten darf. Für daS liebe Ausland hat man alles übrig, ob aber unsere Viehzucht zu Grunde geht, darum kümmert man sich nicht. (Widerspruch limS, sehr richtig! rechts.) Völlig irrig ist e», wenn Herr Stolle «leint, daß die Schweinezucht hauptsächlich in den Händen der groß« Besitzer sich befinde. (Stolle: Sehr richtig!) Nein, daS ist nicht richtig, auch nicht für Sachsen. Die Schweinezucht liegt überall, und mit Recht, «ehr in Händen der kleinen Besitzer. Redner bespricht dann die Petition der Fleischer. Die Freisinnigen hielten ihre schützende Hand über die Schlächter, die auf einmal Konsumenten sieword« sein sollten. Er begrüße jedenfalls daS Vorgehen der Regierung mit Freuden; diese sei auf dem rechte» Wege, wenn sie unser« Biehstand gegen Seuchen-Einschleppung zu schützen bestrebt sei. Abg. vr. Rösicke (Bund der Landwirthe) spricht seine große Zufriedenheit mit dem Gang der Debatte au». Die ganze Fleischnoth-Frage sei von der gegnerischen Presse aufgebauscht worden aus Anlaß der preußischen Landtagswahlen. (Sehr richtig! rechts.) Die Grenzen dürfe» erst wieder aufgemacht werden nicht schon wenn im Auslande der bedrohliche Zustand aufgehört hat, sondern erst wenn daS «u-land absolut seuchen rein ist. (Gelächter links.) Die kontingentirte Zulassung von Schweinen nach Oberschlesien sei ja ein Uebelstand, aber doch immer noch der unbeschränkten unkontrollirten Einfuhr Vorzug ziehen. Den ganzen Gewinn von der Viehzucht schluck» die Händler; und selbst Virhtreiber beziehen manchmal Gehälter wie preußische Minister. Ein fundamentaler Jrrthum sei e», daß die Einfuhr Vom AuSlande nöthig sei, im Gegentheil, dieselbe drucke nur unsere Biehproduktion darnieder. Erfreulich s« «L wie in dieser Frage nationale Töne namentlich vom Vorredner angeschlagen worden seien. Abg. Müller-Waldeck (A»Vs.) führt au», es seiBiel-S wieder gut zu mache», wa» leider zum Nachtheil der Landwirth schaft durch die Handelsverträge gesündigt ward« sei. Di, Kohversteigerung auf Reichenbacher Staatsforstrevier. ... AZ u. 579 w. Stämme, 186 h. u. 65 w. Klötzer, 2379 w. Schleifhöster, 45 M h. u. 1,5 E w. Nutzscheite, 9 rw w. Nutzknüppel, 12 rw h. «. 10 rw «-Brennschelte, 17 rm h. u. 7»^vw. Brrnnküppel, 26,5 nah.Zacken, 84 rm h.n. NV nu w.Aeste, 16,70 »llwt.h. «.80,10Wllhdt. w. Brennreisig und 145,5 rw w. Stöcke und Etockhackspäkne, sowie ebendaselbst «onnadenb, ve« »1. Januar 1»lw, van Vormittag» »/,10 Uh* a» 8290 w. Derb- uud 89,580 w. Reisstangen versteigert werd«. „ Näber«» enthalt«» die bei den OrtSbehörde« und m den Schaukstätten der umuegmv« Orte aushängendcn Plakat«. - - ... «gl. Sorstrevierverwattnng Reichendach ». «gl. Hforstrentamt Tharandt, am 10. Januar 1899. Aufgehoben wird die auf den 14. Janrrar a- e. i« Berthelsdorf Brand, den 12. Januar 1899. SUl MiöergerZitzeig^ Ml- Tageblatt