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Eibenstocker Tageblatt (Vt« N. Kugltst 192V „Amt,- »mV K«zetg«bkatt".) «84 F»rasprech«r Nr. 510. - - — - — - 91. Jahrgaig. , ! —, « Sonnabend/Sonntag, den 2./3. Dezember Leipzig Nr. ze« 67. IS44 Fanal einer nenen Zeit Erst die tiefste völkische Not lehrte unS den Weg zur Ge meinschaft hin gehen, erst der völlige Zusammenbruch gab uns die rettende, alle Not bezwingende nationalsozialistische Idee. In ihr kann die Frage der sozialen Gerechtigkeit niemals als eine Teilerscheinung betrachtet werden. Einzelne Organisa- tionen, Verbände oder Zusammenschlüsse sonstiger Art können niemals dieses Schlüsselproblem der Gegenwart lösen. Die Ge meinschaft selbst mutz in einer Volksbewegung antreten, um Antwort aus diese entscheidende Frage zu geben. Wo Not unverschuldet entsteht, mutz die Gemeinschaft dem in Not Ge ratenen helfen. Dabei liegt dem nationalsozialistischen Ge danken der Hilse nicht etwa das Gefühl des Mitleids oder einer Barmherzigkeit zugrunde, sondern wird ausgelöst durch das Gefühl einer echten Volkskameradschaft. Es gilt, dem Menschen, der mit seiner Not ohnedies ein Ueber- maß an Sorgen zu tragen Hal. nicht weiter zu demütigen und ihn unterwürfig zu machen, sondern ihm das Gefühl lebendi gen Stolzes wiederzugeben, um ihn als vollwertiges Glied der Gemeinschaft aller zu erhalten. UnS sind jene brutalen Methoden volkssremder Gegen kräfte nur allzu gut bekannt, die die Not des Menschen be nutzten, um aus ihm geistiges, wirtschaftliches oder politisches Kapital zu schlagen. Der Besitzende gab dem Besitzlosen, um ihn entweder geistig, seelisch oder politisch in die Gewalt zu bekommen oder um ihn durch Zinsen immer weiter auszu beuten: häufig aber traten beide Methoden zugleich in Er scheinung. Nachdem man dem in Not Geratenen durch Geld mittel in wirtschaftliche Abhängigkeit versetzt hatte, konnte man ihn bei der Unmöglichkeit einer Rückzahlung der wirt schaftlichen Schulden politisch verhetzen und geistig vergewal tigen. Die umfassende wirtschaftliche Verelendung unseres Volkes nach dem Zusammenbruch lS18 schuf für diese ver brecherischen Methoden eine geradezu ideale Voraussetzung. Der Jude aber, der Urheber aller dieser Vergewaltigungen, zog in dem sicheren Gefühl, nunmehr auf der Höhe seiner Herrschaft zu stehen, immer mehr die Maske des Bieder mannes ab und erhob in brutaler Offenheit seine Ansprüche. Das internationale jüdische Bankkapital versetzte ihn in die Lage, die Schlüsselstellungen unseres völkischen Gesamtlebens in die Hand zu bekommen. Er fühlte sich als Herr auf den Trümmern unseres Volkes und wurde mittelbar und un mittelbar von jenem System unterstützt, das 1933 unter den Schlägen einer erwachenden und sich aus sich selbst besinnen- den Nation zusammenbrach. So entwickelte sich der Kampf um einen wahrhaft deutschen Sozialismus zu einem Rassen- kamps. Als die nationalsozialistische Bewegung die politische Macht in Deutschland erlangte, war für das internationale Judentum der Augenblick gekommen, einen großen Teil der Nationen dieser Erde gegen die Verwirklichung eines Welt- bildes anzusetzen, das gerade jenen einen Daseinswert garan tieren konnte, die im gegenwärtigen Weltkampf als Kanonen futter mißbraucht werden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die versklavten Arbeitermassen der plulokratischen Feinde im Westen und des bolschewistischen Gegners im Osten kein geisti ges Fassungsvermögen dafür haben, daß in Deutschland ein Sozialismus der Tat lebt, besten Verwirklichung für sie selbst ein Traum bleiben mutz, solange nicht durch Beispiel und Ausklärung auch sie, von dem Gedanken der sozialen Gerechtig keit ersaßt, ihre Volkssührung zur Durchführung eines wahr haften Talsozialismus bewegen. Es liegen unumstößliche Be weise vor, daß der deutsche Sozialismus bereits nicht mehr nur als eine innerpolittsche Angelegenheit einer die Welt aus diesem Sektor nicht interessierenden Nation anzusehen ist. Die deutsche Volkskameradschaft wurde zu einem Fanal einer neuen Zeit, die sich gegen die Sklavenhaltermetho- den des Weltjudentums und aller seiner Zweig- und Folge- erscheinungen auflehnt. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das Werk „Mutter und Kind", alle von der nationalsozialistischen Volks wohlfahrt betreuten, entwickelten und geführten Einrichtungen, die Jugendpflege und -fürsorge. alle gesetzgeberischen Maß- nahmen des Jugendschutzes, zum Schutze der deutschen Arbeit und des deutschen Arbeiters, zur Altersversorgung tn den ver schiedensten Berufen, die Aufschließung deS deutschen Kultur lebens für alle Schaffenden, all» Maßnahmen zur geistigen und körperlichen Entfaltung deS arbeitenden Menschen, der Tag der nationalen Arbeit sind nur ein Bruchteil jenes organischen und lebendigen Wachstums deS deutschen Sozialismus, daS wir in den Friedensjahren erlebten und daS lediglich durch den Krieg tn manchen Teilen eine zeitlich« Unterbrechung erfuhr. An der Front und in der Heimat bewähren sich in der gegenwärtigen Stunde jene vielfältigen Einrichtungen in här tester Beanspruchung. WaS jetzt aber unter tausendfachen Er schwernisten seine yätteste Belastungsprobe besteht, wird die Grundlage besten fein, auf dem sich nach einem siegreichen Kriegsende ein sozialer Volks st aal entwickeln wird, ein Staat, der den Rahmen für eine Gemeinschaft bildet, tn der die Menschen ohne ausbeuterische Versklavungstheorien in einer natürlichen Ordnung zusammensteben. Der Feind hat erkannt, daß ein deutscher Sieg seinen Völkern rin Beispiel echter sozialer Gerechtigkeit geben wird, die zwangsläufig zur Beseitigung aller Sklavenhalter und Ausbeuter in der ganzen Welt führen muß. Damit wäre allerdings der Sturz jener Systeme verbunden, die heute gegen unser Volk anstürmen, um cs zu vernichten. Daher scheut der Feind keine noch so großen Anstrengung, setzt die gesamte Volkskraft aufs Spiel, läßt Mil lionen verbluten, um die Herrschaft seines Systems sicherzu- stellen. Die Stunde ist reif, die Entscheidung herbetzusühren. Alfred Rosenberg bezeichnet uns deutsche Menschen, den Sol daten an der Front ebenso wie den Schassenden in der Hei- mal, als die Fackelträger einer sozialen Revo- lution. Unter schwersten Opfern gewaltiger Kämpfe däm mert so ein neues Zeitalter heraus, besten Kernstück soziale Gerechtigkeit heißt. »Abwehr hervorragender Güte- Vchwedische Zeitung über den deutschen Erfolg im Westen Das schwedische Provinzblatt „Upsala" schreibt, obgleich eS seinerzeit nach den anglck-amerikanischen Siegesnachrichten auS Nordfrankreich und Belgien so ausgesehen habe, als stehe ein rascher deutscher Zusammenbruch bevor hab« di« deutsche Kriegführung ruhig und beherrscht die Verbände zur Grenze zurückgezogen und in Erwartung von Verstärkungen eine Verteidigung organisier, die sich als eine Abwehr hervorragendster Güte gezeigt habe Als vor einem Jahr Reichsminister Speer von der Notwendigkeit einer Umrüstung sprach, hatten die Feinde Deutschlands das zunächst als Propaganda bezeichnet, doch hätten anschließend die Sowjets die ersten bösen Erfahrungen mit dem neuen deutschen Kriegsmaterial, der Panzerfaust und dem Pan-er schreck gemacht, die eine vernichtende Wirkung Molle SWWM MiMsW NW und mW Wren Wachsende Härte der Kämpfe in Lothringen und im Elsaß. — Neuer britischer Ansturm in Mittelitalien aufgefangen. — Abwehr- und AngristSlämPfe in Südungarn und am Südrand deS Matra-GebirgeS. Die dritte Woche der Schlacht bei Aachen begann mit kraftvollen und erfolgreichen Gegenangriffen unserer Trup pen. In den späten Abendstunden des Donnerstag gab der Gegner selbst in mehreren Funksendungen zu. daß die von wuchtigen Gegenschlägen getroffenen Verbände der 1. nord amerikanischen Armee am Inde - Bach und ,m Walde süd lich Langerwehe zurückgehen mußten. Die gleichzeitigen Mißerfolge der 9. nordamerikanischen Armee zwischen Jü lich und Würm suchte der Feind durch Betonung örtliü>er Kampsvorgänge zu verschleiern Er spricht dabei von fana tischem Widerstand in Beeck und Lindern, zwei kleinen Ortschaften an der Bahnlinie Aachen—Erkelenz. Er vergißt jedoch, zu erwähnen, daß es seine eigenen, durch unsere Ge genangriffe abgeschnürten Restgruppen sind, die sich ohne Aussicht auf Entkommen in einzelnen Häuserruinen sest- krallen. Der einzige nennenswerte Bodengewinn gelang den Nordamerikanern am Südrand des Hürtgcnwaldes. Hier nahmen sie durch konzentrische Angriffe die Ortschaften Groh hau und Klein hau und gewannen damit nach mehrtägigen, überaus verlustreichen Kämpfen etwa zweiein halb Kilometer der Straße Hürtgen—Düren. Diesen Fort schritt empfindet der Gegner selbst als so geringfügig, daß er ihn in seinen Meldungen nur beiläufig erwähnt. Wie in den beiden ersten Wochen der dritten Schlacht bei Aachen sind somit auch am Beginn der dritten Kampfwoche die Durchbruchsversuche der Nordamerikaner trotz stärkster Jagd bomberunterstützung gescheitert. Aufopferungsvoller Widerstand und energische Gegenangriffe, bei denen sich am Donnerstag im Raum nordöstlich Geilenkirchen Panzergre nadiere und bei 15stündigen Nahkämpsen in den Wäldern bei Merode Fallschirmjäger besonders bewährten, haben bis her den Bodengewinn des Feindes aus wenige hundert Me ter täglich beschränkt. Neben dem Raum von Aachen war das Vorfeld der Westbefestigungen an der Saar ein weiterer Schwerpunkt starker feindlicher Angriffe. Die Hauptstöße erfolgten am Südteil des Orscholz-Riegels und im Abschnitt westlich Saarlautern. Für geringe, nach Metern zu messenden Fortschritte mußten die Nordamerikaner überaus schwere Verluste hftmehmen, da sie immer wieder in Minenfelder und in das Kreuzfeuer unserer Vorseldbunker gerieten. Die Saarschleisen südöstlich Orscholz, bei Merzig und Dillingen sind die Punkte, an denen sich der Gegner dem Fluh am meisten genähert hat. Dott sind aber auch die kräftigsten eigenen Gegenangriffe angesetzt. Zwischen St. Avold und Saarunion haben sich die Anglo-Amerikaner gegenwär tig in den alten Befestigungsanlagen der Maginotlinie fest- gefahreu. Alle dortigen Vorstöße blieben im Abwehrfeuer liegen. Auch bei Saarunion scheiterten aus dem Ostuser der oberen Saar starke feindliche Angriffe. In der oberrheini schen Tiefebene verstärkten die Nordamerikaner ihren Druck. Nach Zuführung frischer Kräfte griffen sie beiderseits der Moder nach Nordweiten und mit insgesamt zwölf Divisio nen den Frontbogen zwischen Hochvogesen und Rhein von, Norden, Westen und Süden an. Trotz starker Krästemassie- rung blieben die Bodenaewinne des Gegners gering. Nörd lich Straßburg wurde er in harten Kämpfen zwischen Ingweiler und Hagenau abgeriegelt und auch die südlich Straßburg in Richtung auf Schlettstadt drücken den Kräfte blieben aus geringe Bodengewinne beschränkt. Ein tieferer Einbruch gelang lediglich den vom Gebirge her auf Schlettstadt Vorgeyenden feindlichen Einheiten. Lier war eine leichte nordamerikanische Kampfgruppe in den Wäldern bei der Hochkönigsburg eingcsickert und bis etwa vier Kilometer westlich Schlettstadt vorgedrungen. Flanken stöße drückten die vorgeprellten feindlichen Kräfte zurück. Im Hochgebirge versuchten die Nordamerikaner vergeblich, die Eckpfeiler unserer Höhenstellungen zu beseitigen. Aus Am Duklapaß. ES regnet und schneit ununterbrochen. Bis zum Futz dies« Anhöhe haben Pferde die schweren Munitionskisten getragen, bis hinauf auf die Bergstellungen müssen die Männer selbst zupaaen. PK-Ausnahme: ^-Kriegsberichter Hagen (Wb) ihren Angriffen entwickelten sich erbitterte, noch andauernde Kämpfe am Col du Bonhomme, am Col du Boussau und am Stifskopf. Am Südriegel entbrannten bei Mühlhausen neue Kämpfe. Westlich der Stadt warfen unsere Truppen den Gegner aus Lutterbach heraus und leiteten weitere Gegen angriffe ein. um die abermals über den Hüningen-Kanal gegangenen mit vierzig Panzern unterstützten Marokkaner zurückzutreiben. Auch in Mittelitalien nahm der Gegner seine Angriff« wieder auf. Südlich Bologna verhielten sich die durch unser« Gegen schlage am Monte Belvedere getroffenen Nordamer^ kaner zwar noch ruhig, aber die britischen Verbände begannen in den Morgenstunden erneut mit starken, von Patern unterstützten Durchbruchsoersuchen. Nach mehrfacher Wiederholung des laufend , aus der Tiefe genährten Ansturms konnten sie schließlich in unser Hauptkampffeld «mdringen. Dort wurden sie durch Gegenstöße aus gefangen. Der erstrebte Durchbruch mißlang abermals. Wie an den übrigen Abschnitten der italienischen Front, blieb auch aus dem Balkan die Kampftätigleit im allgemeinen germg. Nur bei Kraljewo hatten unsere Verbände feindliche Angrifft abzuwehren. Hier versuchten die Bulgaren- das gleiche Manöver wie einig« Tage zuvor bei Pristina, als sie mit 3V Panzern und Begleitinfanterie überraschend angriffen, um unsere Nachhuten ab zuklemmen. Nachträglichen Meldungen zufolge schossen Grenadiere daibch 9 Panzev ab. 6 von ihnen vernichtete Feldwebel Holz vom (Fortsetzung siche nächste Seite.) Beide Wege führe« zum Selbstmord Britische Drohungen an die Exilpole« Der neue polnische Exilministerpräsident Archiszewski gab eine erste Erklärung Über seine Politik ab. in der es nach einer Reutermeldung heißt, das Ziel seiner Regierung sei, eine dauerhafte Verständigung mit der Sowjetunion zu er reichen, und zwar in Uebereinsttmmung mit den in der Atlantikcharta sestgelegten Grundsätzen. Archiszewski ist mit dieser Formulierung gewiß nicht sehr aktuell, denn wer spricht beute noch von der Atlantikchartal Sie ist längst in Vergessen heit geraten, wie auch der „Daily Expreß" aussührt. Aktenftaub bedeckt sie so tief, daß das Originaldokument nicht mehr auszufinden ist, wie das englische Blatt in einer Glosse meint. Immerhin ist die Berufung aus die Atlantikcharta Reuter nicht angenehm. Der zweite Grundsatz jenes Doku ments lautet nämlich, daß keine Territorialveränderunyen vor genommen werden fallen, wenn sie nicht dem frei geäußerten Willen der Bevölkerung entsprechen. Reuter schließt daraus, daß dies auf Polen angewendet, die Ablehnung der Curzon- Linie ohne polnische Volksabstimmung bedeute. Die Londoner Presse kvieaelt weiterhin den britischen aus ihre Panzerwaffen Hanen Trotz der alliierten Ueberlegen- heit an Luftwaffe, Artillerie und Truppenmasse sei es nicht gelungen, den deutschen Widerstand zu zerschlagen. Die Eng- länder und Amerikaner seien zu verlustbringenden Jnsanterie- kämpfen gezwungen worden. Es sei eine unwiderleg. bare Tatsache, betont das schwedische Blatt, daß die Schlacht um Aachen »tn deutscher Erfolg ge worden sei Britisches Erstaunen über die Londoner Illusionen Der englische Kriegsberichterstatter Hasting erklärte nach seiner Rückkehr von der Front im Londoner Nachrichtendienst er fei erstaunt gewesen, als er nach London zurückkam und den Ton der Meldungen über die Kämpfe an der Front gehör» habe Ueberschriften von einem angeblichen „Durchbruch am Westwall" uin> erweckten den Eindruck, als ob die große Sache >ehi im Gang» sei „Bedenken Sir", so jagte Hasting. „datz ich joeben auS der Kampfzone komm» Die Ereignisse tn den letz- ten Wochen find nicht der große Sprung oder etwas Aehnliches Ich bin nicht der Ansicht, daß wir schon auf den harten Kern deS deutschen Widerstandes gestoßen sind, und bisher konnten wir noch keinen großen Schlag führen Aerger über die mangelnde Unterwürfigkeit der Londoner Polen wider. Churchill batte geglaubt, den Ver rat mit Hilfe der Polen selbst vollenden, um dann den ganzen Auslieferungsprozeß nach außen als eine innerpolntsche An gelegenheit stempeln zu können. Er hatte sich dabei aus Miko- lajczvk und seine Bauernpartei gestützt und den Eindruck zu erwecken versucht, als ob Mikolajczvk das Exilpolentum in seiner überwiegenden Mehrheit vertrete. Jetzt hat sich gezeigt, daß Mikolajczvks Bauernpattei durchaus nicht der stärkste Faktor ist. Archiszewski ist erst im letzten Sommer als politischer Führer der polnischen Untergrundbewegung nach London gekommen, wo er sich daraus berufen konnte, oatz er nicht mit dem Odium von fünfjähriger Emigration behaftet sei. „England wird seine Gesamthaltung überprüfen" Die Londoner „Time s" spricht von einer sogenannten Regierung, die höchstwahrscheinlich der polnische Sache wenig Dienste erweisen könne. Die Haltung der Exilpolen wird als selbstvernichtung gekennzeichnet, wobei die „Times" allerdings keinen Zweifel darüber läßt, datz die Entwicklung auch so ihren Lauf nimmt, das Stalin-Ehurchill-Komplott über die Auslieferung Polens also in feiner Durchführung nicht ge hemmt wird. Die einzige Folge ist, datz die Exilpolen davon ausgeschlossen werden, datz sie also ihr Todesurteil nicht selbst mit unterschrieben haben. Im „Daily Telegraph" hettzt es. man solle nicht erwarten, datz die britische Regierung noch eine Lanze zugunsten dieser Starrköpfigkeit brechen könne. „News Chronicle" gibt seiner Enttäuschung mit den Worten Ausdruck, datz die Regierungsbildung eine prompte Ableh nung alles dessen bedeute, was die britische Regierung erhofft und wofür sie gearbeitet habe. Auch dieses Blatt droht den Londoner Polen, datz England jetzt seine Gesamthaltung sorgfältig überprüfen müsse. Rach Reutrr nimmt man an, daß die neue Regierung sich zu einer VerschlrppungSpolittt des AbwartenS und Zusagen«, bekennen werde. Daß beide Wege, der des AbwartenS sowohl wir der der freiwilligen Kapitulation, praktisch angesichts de« anglo amerikanischen Verrats zum gleichen Ziele fuhren, wird in einem Say der britischen Zeitschrift „Time and Tide" un- verhüllt zugegeben, der die ganze Tragödie deS verratenen und verlassenen Exilpolentum« illustriert, „die Alternativen Kom promisse oder AuSharrrn scheinen tatsächlich von beiden Rich tungen al« verschiedene Wege zum nationalen Selbstmord betrachtet »u werden.