Volltext Seite (XML)
nserven »ise, tafelfertig ais-«xtrakt «ppeu Extrakt «lver «tter «s«r- eetsvögel« tt-Paft« eabatter Pain», zum Be streichen d Brvdchen «f»v. usw. neu« Ware) ftiekteurtem L Jeden Donnerstag ft IMi-Sesf«. »na mit llerrn rt sied Lnrnreigsn ir§ö-LlLrionber§. L»v8i86 Lro Iä«bs leit 8ovio am Le- liessen, zagen vir Zelter sein! idsr 1907. eoeo sämtlich in Lichtenstein. WD-WLyerNgM k^r Früher Wochen- und Nachrichtsblatt ^3 Tageblatt sil Hatzitzns, Witz, Leristzers. Mirs, St. Wim, ßtiMM, RnitM, dltMchl. LMmÄiis, Mit» St. Mts, St. z«a, St. Mchel«, Etmieilirf, Am, MmMen, MltzW»tI atz ÄMHm Amtsblatt für das Kgl. Amtsgericht und den Stadttat zu Lichtenstein . — ------ Älteste Zeitung im Königlichen Amtsgerichtsbezirk - —— 57. JoHrgang — — Nr. 261. L°SLWchLW Donnerstag, den 7. November LTWWALW 1SO7. Diese« Bian »rsNeivt iSgUcd larßer Sonu- und Aeslao«) voitwittaxS sür den sotgevdev Tag. Bierieljöhrlicher Bezugspreis 1 Mark 50 Pfevutge, durch die Post bezogen 1 Mark 75 Pfennig Einzelne Nummern 10 Pfeuvigr. — Bestellungen nehmen außer Ler Expedition tu Lichiensteto, Awiekauerstraße Nr. vb, alle Kaiserliche« Postanpalt«, Postboten, sowie die AuSIrSger entgegen. ?v>erwe werd'« d'e fvoigeipalteue »rundzeUe mit 10, für auswärtig« Juserevtea mit 15 Pfennig« berechnet. Reklamrzeile 30 Psg. Im amUtch« Teile kostet die zweispaltig« Zeile 30 Pfg. Urrasp rech-Vlaschlutz Sk». 7. Inserate« ««nähme täglich bi« späteste»« pmeaetttag« IO Ehr. Telegramrn-ist drcffe: Tageblatt. Bekltmmtmttchurtg. Anläßlich der am 7. und 8. November dieses Jahre» in hiesiger Stadt stallfindenden Jahrmarktes geben wir folgendes bekannt: 1. Den Besuchern des Jahrmarktes ist jedes Feilbieten von Waren während d«r Zelt von Donnerstag abend 10 Uhr bis Freitag vormittag 7 Uhr verboten. 2. Der Bezirk, in welchem zum Jahrmarkt« Waren feilgeboten werden dürfen, wird wie folgt abgegrenzt: Chemnitzer Straße von der Hospitalgaffe btt zum Anfang der Hauptstraße, Lrtchplatz, Hauptstraße einschließlich der sog. großen Brücke, Markt, Schulgafie, Kirchgaffe, Kirchplatz, Marktgäßchen, Färber« gaffe, Schloßgaffe, Topfmarkt, TuLmarÜ und Schloßberg. 8 149 Ziffer 6 der Reichkgrwrrbeordnung mit Selb bis zu 30 Mark oder Hast bis zu 8 Tagen bestraft. Lichtenstein, den 6. November 1907. De» Eladtrat. Steckner. BüroermMer. Slr. Bekanntmachung. Am Jahrmarkts-Donnerstag, den 7 November dfs I». dürfen die offenen Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr btt L0 Uhr «beudS geöffnet bleiben. Lichtenstein, den 6. November 1907. Der Gtadtrat Steckner, Bürgermeister. Slr. Donnerstag n. Ureitag Jahrmarkt in Lichtenstein. 3 Während d«S Jahrmarktes ist da* Feilbieten von Waren im Umher, ziehen innerhalb des Jahrmarktsbezirks (Punkt 2) verboten. 4. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimm' ngen werden grmäß Das Wichtigste. * In der Zweiten Kammer des sächsischen Landtag» beginnt heute die Beratung des Etats, die durch die Finanzübersichk des Finanz- Ministers Dr. von Rüger eingrlettet werden wird. * Dem Vernehmen nach ist Dr. Stemrich, bisher Verweser der deutschen Gesandtschaft in Teheran, an Stelle Dr. v. Mühlbergs zum UntrrstaatS- setretär im Auswärtigen Amt berufen worden. * Gestern abend starb in Hamburg im 100. Lebensjahr« Elise Averdieck, die Begründerin drS DtakoniffenkrankenhauseS Bethesda und Ver fasserin vieler Kinderbücher. * Unter dem Vorsitz des belgischen StaatSministert Beernaert trat in Brüssel die holländisch« belgische Kommission zusammen, welche eine wirtschaftliche Annäherung beider Länder erstrebt. * Im Militärgefängnis in Toulouse brach eine Meuteret aus, als die Wächter die Flucht eine- Gefangenen verhindern wollten. * Im Staate Washington sanden neue asiatenfeindltche Unruhen statt. Neuer Kulturkampf tu Sicht ? Die Römling« führen wieder einmal eine recht anmaßende Sprache, daS wagen sie aber nur in Deutschland, wo «8 ihnen nach eigenem Eingeständ nis gut (wahrscheinlich zu gut!) geht. In Frank« reich hat man ihnen bekanntlich die Butter gründlich versalzen, auch bet unS wird eS sich bald zeigen müssen, ob Staat oder Kirche regiert. Dazu gibt der Fall det Professor SchroerS in Bonn Anlaß, von dem wir wiederholt berichteten. Professor SchroerS ist nämlich vom Kardinal Fischer in Köln ausgesordert worden, sich persönlich vor ihm zu rechtfertigen. Schroer» hat daS aber abgelehnt. So selbstverständlich dies« Antwort er schtinrn muß, so bezeichnend ist jene Aufforderung fid den Kardinal und Erzbischof von Köln. SchroerS ist al» UnioersUätSproftffor preußischer Staatsbe amter — und er soll sich vor dem Bischof verant worten. SchroerS hat das ihm vom Staat anver« traute Amt gegen Uebergriffe des Bischofs verteidigt — und dafür soll er sich vor dem Bischof recht fertige». Ist Preußen ein römisch - katholischer Kirchenstaat? Die Staatsbehörde wird hoffentlich die richtige Antwort daraus finden. Diese Erwar tung kommt auch in einem Artikel der «Evangelischen GemeindeblatteS für Rheinland und Westfalen- zum Ausdruck, wo Pfarrer Traub schreibt: Ei« historischer Augenblick. Jetzt muß es fich z«ig«n, w«r mächtiger ist, PreuHen oder Rom. Hier handelt «S sich nicht um eine konfessionelle, sondern um eine wissenschaftliche Angelegen heit. Der preußische Staat mit seinen deutichen Katholiken kann nie dulden, daß ihnen ein Kardinal oder Papst geistliche Jnsertorität an staat licher Universität aufnötigt. Entweder schließe man ehrlich die katholischen Fakultäten, oder aber der Arm dlS preußischen StaateS sei einmal wirklich stark und sepe alles weg, was »imn mutigen katho« lisch en Proft ffor in seiner aufrichtigen Arbeit zum Wohl der Wissenschaftlichkeit seiner Studierenden stört. Die leisen einschläfernden Melodien klangen schon lange h« vom Kölner Kardinal.Stuhl. Wer die Geschichte Rom kennt, hat ihnen nie getraut. Leider hat man ihnen im preußischen Staate zu lange gehorcht. Jrtzt ist e» noch Zeit, etwas gut zu machen. Noch regiert nicht der Papst zu Rom über priußisch, Fakultäten. Noch litt im katho« l tschen Volke selbst die Achtung vor der geistigen i Höhe der Forschung. Deshalb sagen wir: «L ist ein I historischer Augenblick voll Entscheidung sür die > preußische Regierung. Wird sie dem Fanatismus und der undeutschen Furcht vor der Wissenschaft im katholischen Lager den Krieg erklären und damit bei hunderttausend Katholiken ein ftöhlichr» Echo wecken? oder wird der Staat sich zum Büttel der Hierarchie herab erniedrigen? DaS ist eine Frage zum Reformation Ssest! So steht die Sache in der Tat. Kultusminister Holle steht vor einer schweren Aufgabe. Mundspitzen Hilst hier nicht», hier muß gepfiff n werben, wenn nicht Roms Dunkelmänner und Drahtzieher dem Ansehen des Deutschen Reiches gewaltig schaden sollen. — Wie aus Bonn gemeldet wird, ist Geheim, rat Elster auf dem Kultusministerium gestern zur wetteren Klarstellung deS Falle» Schroer» dort etn- getroffen. Deutsches Reich. Dresden. (Des Kaisers Gast.) Nach eiaer Meldung aus Tarvi- wird König Friedrich August nächstes Jahr den Kaif er aus seiner No^d^ l a n d r «i f« beglrite». — (Sächsischer Landtag.) In ihrer gestrigen, nur sieben Minuten dauernden Sitzung nahm die zweite Kammer dir Wahl von zwei Mit gliedern und zwei Stellverketern in den Landtag! - autschuß zm Verwaltung der StaatSschuldev vor. GewähU wurden al» Mitglieder Präsident Geheimer Rat Dr. Mehnert und Vizepräsident Dr. Schill, als Stellvertreter Vizepräsident Opitz und Abg. Hähnel. Sämtliche Herren nahmen die Wahl an. Sodann berichtete Ab. Bahner ramen» der Beschwerde« und PetlttonSdeputatton üb« die Petition der Geschwister Köhler in Reichenbach i. B., Schadenersatzansprüche wegen angedlichrrVttfehlungrn der Gerichte betreffend. Gemäß dem Antrag« der Deputation wurde di« Petition auf sich beruhen gelaffen, worauf di« Sitzung geschloffen wurde. Berti«. (Ein Telegrammwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef) Wie die Wiener „Allg. Kor." von diplomatischer Sette erfahren haben will, hat Kaiser Wilhelm an den Kaiser Franz Josef eine Depesche gerichtet, in der er seiner großen Freude über die Wiedergenesung HeS Monarchen Ausdruck verleiht und Lie Hoffnung ausspricht, in nicht fern« Zeit denselben in voller Rüstigkeit und Gesundheit Wiedersehen zu können. Kaiser Franz Josef dankte dem brutschen Kaiser in herzlichen Worten für di« besondere Aufmerksamkeit und teilte mit, daß er sich auf dem Wege vollster Genesung befind«. — (Der Kaiser und dirKriegerver- eine.) Dem Kaiser ist es ausgefalle«, daß gelrg««tlich seiner A«wese«hrit in de« Provinzen und anläßlich de» KrönungS- und OrdenSfestrS Auszeichnungen sür Ver dienste um das Krieger Vereins wese»» fast ausschließlich nur den Leiter» dieser Vereinigungen zu teil werde», während in den Kriegervereine», wie der Kais« mehr- sach bei Spalierbildu«ge», zuletzt in Tecklenburg, bemerkt hat, auch viele alte, mit KriegSdekoratioue« geschmückte Mitglieder vorhanden seien. Der Kaiser hat nun, »i« die .RH.-W. Ztg." mitteilt, dr« Wunsch auSgesproche», daß künftig auch solche VereinSmitglieder, die durch ihre ganze Persönlichkeit und militärische Vergangenheit zur Hrbung drS Ansehens der Kriegervereine beitrug«, bei de» Vorschlägen zur Auszeichnung berücksichtigt werdm. Ler Kaiser ließ erkläre», daß er gern bereit sei, die er forderliche Anzahl von Allgemeine« Ehrenzeichen und Kreuze» derselbe» zur Verfügung zu stellen. Der Kaff« sprach ferner de« Wunsch aus, daß dies« Gesichtspunkt schon bei den Vorschläge» zum nächstjährige« Krü«u»gS« und OldenSsest berücksichtigt werde. — (König Eduard) wünscht Londoner und Madrid« Meldungen zufolge während de» Besuche» unseres Kaisers und d«S Königs von Spanien in Ind« Marokkofrage Vorschläge zu machen, deren Annahme seitens Kais« Wilhelm» dem Zu stande der Spannung zwischen Deutschland und Frankreich ein Ende machen und die deutsch-englischen Beziehungen dauernd bessern würde. Dos heißt also, König Eduard ist der Uebrrzeugung, Deutsch land könne kurch weitgehende» Entgegenkommen in der Marokkofrage bewirken, daß Frankreich sich mit dem Verlust Elsaß-Lothringen» endgültig abfindet und sich auf Lie Bast» de» Frankfurt« Fried«»»- vertrage» stellt. Deutschland befindet sich mit gutem Recht in dem Besitze der RetchSlande; e» würde aber gewiß im Jntereffe d« Versöhnung Frankreich» manche» Opfer bringen. Ob dafür die marokkanische Frage den geeigneten Boden bildet, muß einstweilen dahingestellt bleiben. Seine wirtschaftlichen Interessen in Marokko kann sich D.utschland selbstverständlich in keinem Falle beeinträchtigen lassen. — (Zur Stärkung de« Deutschtum» in derOstmark.) Ind« Ostmarker vorlag«, di« zur