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die t f ersten, die den Umschwung unserer Zoll- und I diesem Gebiete genau versolgt. Insbesondere habe i Handelspolitik von einem System deS Freihandels I nach Oesterreich die Schweiz da« Postschickwesen mit st. Laux. 21. am rGläser und stem. Konzert kreisen bet Lallnberg, ian. ^en, der iei rptstraße. zu einer Politik maßvollen Schutzes der nationalen Arbeit in Wort und Schrift vorbereiteten und die er bis zur glücklichen Durchführung (Ende der sieb ziger Fabre) wirkungsvoll vertrat. Eine hervor ragende Rolle hat Herr v. Kardorff in den letzten Jahren bekanntlich auch bei der Durchsetzung deS neuen Zolltarifs (durch seinen bekannten Korn pro- mißantrag v. Kardorff) und bet Erneuerung der Handelsverträge gespielt. Eine markante Persön lichkeit, von gediegenem Kern, einer der letzten, die dem Reichstage seit seiner Begründung angrhvrten und denen »s vergönnt war, am Ausbau des neuen Deutschen Reiche- mitzuwirken. Der Lod dieses parlamentarischen Nestors wird in wetten Kreisen des deutschen Volk«- aufrichtige Teilnahme Hervorrufen. Die an den ersten drei Tagen eine- KalenoermonateS bewirkten Spar einlagen werden für den vollen Monat verzinst. Die Kaste expediert an jedem Werktage von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 5 Uhr nachmittags und behandelt alle Geschäfte streng gehet«. 100 Personen ertrunken. Abermals hat ein Schiffsunglück ein« große Zahl Opfer gefordert. Dar Schicksal der Aermsten muß unser wärmstes Mitleid erwecken. Es spielten sich herzzerreißende Szenen bet dem Unglück ab, über das folgende Telegramme berichten: Sa» Francisco, 23. Juli. Nach hier ringe- troffenen Nachrichten sind der Paffagierdampfer „Columbia" und der Dampfer „San Pedro" bei Shetter Tove an der kalifornischen Küste zusammengestoßen. Die „Columbia" sank und 1«« Personen etrauke». Darunter alle Frauen, die sich an Bord befanden. 88 Personenwurdengerettet. Der Zusammen stoß erfolgte nachts bei dichtem Nebel. San Pedro, der mit Holz beladen war, spaltete die „Columbia", die innerhalb einer Viertelstunde sank. London, 23. Juli. Aus San Francisco wird über den Zusammenstoß zwischen den beiden Dampsrrn „Columbia" und „San Pedro" noch b«richt«t, daß an Bord beider Schiffe furchtbare Panik herrschte. Inn« halb 5 Minuten war die „Columbia' gesunken. Zahlreiche Passagiere konnten sich auf «in Floß retten. Hempt-Jnserttonsorae« 1VQ? i» sr«tsgerichtsbez«k. t 57. Sech-M»- Mittwoch, de» 24. Juli r^-sr Früher Wochen- Md Nachrichtsblatt Mtgeblatt sie S-Meri, Mit. »E Mas. «.Wer. HiMeit, Mia» MM Munsters. MaStMeS. St.Amt. St. Weil. Stniatns. Arm. MaMsa. SMuml nt Miti» Amtsblatt für das Kgl. Amtsgericht und den Stadtrat zu Lichtenstein Atteste Zeitung im LWüWchm AmtsgeMsSeziÄ onnerstag -Äff«. Stadtsparkaffe Callnberg verzinst alle Einlagen mit großem Erfolg eingerichtet- „Auch wir sind gegen wärtig damit beschäftigt", — so schloß der Staats sekretär, „einen Weg zu finden, aus dem wir dem hohen Haus« nach Zustimmung d«r verbündeten Regierungen einen neuen Vorschlag unterbreiten Volks-Bibliothek Lichtenstein geöffnet Sonntags von 11—12 Uhr, Mittwochs von 12—1 Uhr. können." — (Reich-gesetzliche Regelung deS Automobilverkehrs.) Seit de» letzten großen Automobüfahrte« st»d ei»e za»ze Reihe von Bor- schläge», die de« Automobilverkehr betreffe», a« da» Reichsamt de» Inner« gelangt. Diese werde» dort ein gehend geprüft, und r» ist nicht auSgeschloffe», daß neue Vorschriften, die für alle Bundesstaaten gültig werden, zur Frfisetznng gelange». U. a. ist auch e.ne weitere Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit innerhalb und außerhalb der Ortschaften, sowie die Anbringung eines SeschwindigkitSmefserS bei de« Kraftwage» ange regt worden. — (Südwestafrkkanifche Helden.) Wie erinnerlich, wurden am 25. Mat vorigen Jahres bei Tsamab am Ham-Revier der Leutnant Für- bringer und 11 Reiter tot aufgefunden; Leutnant Fürbringer mit einem HalSschuß und durchschossenen Armen. Anscheinend war die kleine Schar bet Errichtung einer Heliographenstation überfallen und überwältigt worden. Durch die An gaben des Unterkapttäns, des Führers der BondelS bei dem Ueberfall, kommt jetzt Aufklärung Überdies traurige Ereignis und wieder einmal strahlte der TodeSmut unserer tapferen Afrikakrieger in Hellem Glanze. Joseph Christians erzählt: Am 24. Mai v. I nach«, traf ich mit 30 Mann cuf die frische Spur FürbringerS, die auf Tsamab führte. Etwa zwei Kilometer von dieser Wasserstelle wurde durch einen Beobachtungs posten von einem Baume herab festgestellt, daß Fürbringer mit seinen Leuten bei Tsamab lagerte. Ich beschloß, die deutsche Abteilung anzugretfen, und es gelang mir durch da« zerklüftete Gelände, bis auf etwa 100 Meter an den Lagerplatz heran zukommen. Die Reiter waren mit dem Abkochen beschäftigt und saßen um die Kochstelle herum, der Offizier lag etwa 20 Meter entfernt. Wir eröffneten überraschend da« Feuer. Die Hälfte der Deutschen fiel sofort, der Rest griff zu den Gewehren und erwiderte da» Feuer. Doch nach kurzer Zeit waren nur noch Fürbringer und zwei bis drei Reiter am Leben. Ich rief ihnen zu: „HardS upi"; doch der Offizier antwortete: „Nein, wir ergeben uns nicht, wir ver teidigen uns bis zum letzten Atemzuge!" Nach wenigen Minuten war auch der Rest erschaffen, Fürbringer fiel al- letzter. Joseph Christians schlrß seine Erzählung mit den Worten: „Dieser Leutnant liegt i» Ehren!" — Fürwahr, in Ehren und todesmutig hat diese kleine deutsch« Schar ihr Leben gelaffen, Ehre ihrem Andenken! — (DieGründungeinerBereinigung deutscher militärischer Vereine) Der kritgervereinSstreit in Kiel hat nun die erwarteten Konsequenz«» gezeittgt. In Schwerte fanden sich llbgeordnet« von 19 westfälischen Kriegervereinen, di« infolge der Nichtannahm« der Kieler Beschlüße au» dem preußischen LandeSkriegeroerbande auS- geschieden waren, zu ", -r v gung zusammen. Auch rheinische Verein« hau n Vertreter entsandt. GS wmd« dem „v. L" zufolge beschlossen, «ine Ver einigung deutscher militärischer Vereine zu gründen. Wilhelm v. Kardorff Der frühere ReichStagSabgrordn«« und Land lag-abgeordnete Wilhelm v. Kardorff ist Juli im Alter von 79 Jahren gestorben. Das Wichtigste. * Der Kaiser ist am Montag vormittag von Dronthetm ab gereist. * Der Mitschuldig« des Juw«lend«fraudanttn Lütt«, der Schauspieler Fritz Hörschel, hat sich der Berliner Kriminalpolizei gestellt. * Slechtsauwatt Ha» ist zu« Tod« ver- »erteilt. Er legte Revision ein. * Bei einem Zusammenstoß zweier Dampfer in der Nähe der kalifornischen Küste sind IVO Personen ertrunken. * Am 20. Juli fand in dem Kohlenbergwerke Loyooka (Japan) in der Provinz Bungo eine Explosion statt. Dem amtlichen Bericht zufolge befinden sich 471 Bergleute in dem Bergwerke und man befürchtet, daß die «eiste« vo« ihnen «mgekomme« find. Dies«« Blatt erscheint täglich fa«-« Vonn- und geploo«) pachwmvg» itt» tn r ier»e>iüL>»ch«» Bez-ospreiH i M«! bt Pfg, dmch die Post bezogen 1 Mart 78 Pst Uvuewe Nummern 10 Pfennig«. — Bestellungen nehmen outz- d« Expedition in Li^tenstein, Lmickouelprop- 8; 7, olle »oiserlichm Postanpallen, Postboten, fowte die Austräger «ntgeg« MvmUL «erden die fttmaespaltene Grundzeit« mit 10, für «mswärtige Inserenten mit 15 Pierntgen berrchnrt. Reklomrzrile 3V Pfg. Im amtlich«, Leit rollet die «^spaMge Zeile 80 Pfennig». Gernfprech-Elieschlust SS», s. Jnserateu-Nnnahw. täglich die fv-iw-w« No»««»««« »» GH». »elegr«» «adrefse r ragedl« tt. DrutfcheS Reich. Berlin. (Der Kaiser) hat zur Erinnerung an die 150. Wiederkehr d«L Tage« der Schlacht bet Leuthen ein Denkmal gestiftet, das an jener Stelle «richtet werden soll, die die Bezeichnung „Altar von Leuthen" führt. Die Enthüllung des Denkmals soll am 5. Dezember im Beisein de« Kaiser- statt finden. — (Da- Postscheckverfahren.) Die Ausarbeitung eine- Postscheckg«setz«S nach dem Muster d«8 österreichischen Gesetze- ist von der ReichS-Pofiverwaltung «rnstlich in- Auge gefaßt, wie bekanntlich Ministers äsident von Weizsäcker in der Zweiten württembergischen Kammer erklärt hat. Auch der Staatssekretär Kraetle hat brreit- eine ähnliche Erklärung im Rrichktag bei der zweiten Beratung deS Etats der ReichSpost- und Tele- grophen Verwaltung für da- RrchnungSjahr 1907 im Reichstag am 27. April abgegeben. Der Staats- fekrelär führt« damals au-, daß «r prrsönlich davon überzeugt sei, wrlchen großen Vorteil «in Postscheck- wesen der Allgemeinheit bringen würde. Da» Reichr-Postamt habe die bi-herigen Fortschritte auf Rr. 170. L-SLMKW. Mit Wilhelm o. Kardorff ist der Senior langjährige Führer der Rrichspartet und der frei- konservativen Partei dahingegangm. In seiner langdauernden parlamentarischen Tätigkeit hat sich der Verstorbene ein« Reihe großer Verdienste um Reich und Staat, die ungeteilte Liebe und Aner kennung seiner FraNionSg«nofsm, wie auch die uneingeschränkte Hochachtung drr Angehörigen aller Fraktionen erworben. Bei aller Lebhaftigkeit seine- Temperament», bei aller Heißblütigkeit seiner Drauf- gängernatur blieb er in der Debatte stet» fachlich und gerecht; er wußte auch dem Gegner persönlich, soweit e- die politischen Differenzen zulteßev, «nt- g«g«nzukommen. Herr v. Kardorff war «in aller Mitstreiter deS Fürsten von Bt-marck, mit Lem er -war nicht in allen Punkten übereinstimmte, deffen Politik er aber in ihren Grundzügen mit dem ganzen Eifer seiner inpulfiven Persönlichkeit ver focht. Eine» feiner Hauptverdienfte liegt auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik; er «ar einer der