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' ' ' — Kimm, »kl jf. «ikj inr «o» «mvurülch. >81 6 Ntederschlema, den 14. März 1913. Bockau. Offenhalten der Verkaufsstellen. 17. 3 n s ür- Ke, rb. sa Jahrg. Gemäß Absatz 2 der amtShauptmannschastlichen Bekanntmachung vom SO. De« zember 1900 wird nach Gehör von Geschäftsleuten bestimmt, daß die Offenhaltnng der Verkaufsstelle« von S—10 Uhr an 9 Sonnabenden tm Juli und August, an 4 Werktagen vor der Kirmes sowie an einem Werktage mehr vor Neujahr zulässig ist. Auster an diesen Lage» dürfen die Geschäfte nach Bestimmung der Königlich««! Amtshauptmannschaft an 1 Werktag vor dem Palmsonntag, 1 Werktag vor Grün« donner-tag, am Gründonnerstag, am Sonnabend vor Ostern, an 3 Werktagen vor! Pfingsten, an 4 Sonnabenden vor Weihnachten und an noch 12 Werktagen vor Weih nachten sowie an 1 Werktag vor Neujahr bis abends 10 Uhr offeagehaiten werden. Bockau, den 12. März 1913. De» Vemeindevorstaud. Der Gemeiuberat. Klemm, GemetudevorKaud. Die für Sonnabend, den 15. März 1913 vormittag 11 Uhr in HundShübel anberaumte Versteigerung findet nicht statt. Eibenstock, den 14. März 1913. Der Gerichtsvollzieher d. Kgl. Amtsgerichts. n, bei ksalsekulö mit ^WmnaZium ru Aülibsi-g i. k. vis ^uknakmeprtUuvg Mr Oss neue Sckuljakr linstet Montag, äsn 31. Mn 1913 von vormitiags 3 Udr sn statt. ^nmelliungen dierru. bei ckeaen vorrulegen sinä: Oeburts- oster Inuk- sckein. Lckulreu^nis unä Impksckein nimmt lüglicb in seinem vienstrlmmsr entgegen unck jests sackstieniicke ^uskuntt erteilt gern münstiick ocker sckriktlich 3 ZtulHönrat Prof. Usviiv, vir. hlMriDW ms SkMOl MMM Die Holzversteigerung findet nicht Montag, den 17. März 1913 sonder« Donnerstag, den 27. März ISIS statt. Kgl. Forstrevierverwaltung Kgl. Forstrentamt Crottendorf. Annaberg. ung durch das Reich in irgend einer Form auSzuliefern. Der Redner wandte sich darauf zu der Sozialpolitik und verwahrte sich gegen den Borwurf, die Konservativen hätten kein Verständnis für Sozialpolitik. Die Illusion, die sozialdemokratischen Mafien durch di« Sozialpolitik mit der Staatsordnung -« versöhnen, könne seine Partei nicht tetlen. Aller Agitation werde man so den Boden nicht entziehen können. Sine Ueberspannung der Sozialpolitik würde die L e t st u n g -fähig» Nachdem di, Austragung der Gemeiudeaulageuzettel für IWI» erfolgt ist, werden die Beitragspflichtigen, Venen ei« AalagenzettA nicht zugegangen ist, hiermit' aufgefordert, sich alsbald bet der Ortssteueretnnahme zu melde«. Reklamation-« gegen di« Veranlagung sind VIS späteste«- den S». März IVIS beim unterzeichnete» Gemeinderat schriftlich und mit gehöriger Begründung versehen, einzuretchen. Später eingehende Reklamationen haben keine» Anspruch auf Berücksichtigung. , Die Anlage« find fällig in 4 Termine« und zwar am 1. März, 15. Mai/ 1. August, 1. November. Die TerminSbeträae si«d binnen 2 Wochen nach ihrer Fällig keit, der Betrag auf den I. Termin bis laugst-»- d-« IS. April diese- Jahre-, zur Vermeidung der zwangsweisen Beitreibung, zu bezahlen. Er erklärte e» al« selbstverständlich, daß da« bewilligt werden muß, was für di, Rüstung des Vaterland« nach dem Urteil des allerhöchsten Kriegsherrn und seiner be rufene« Berater erforderlich ist. Er fügte hinzu, daß die konservative Fraktion voll bereit sei, zur Deckung der einmaligen Kosten die in Aussicht ge nommene einmalige Vermögensabgabe zu bewilligen. Bei der Ausgestaltung dieser Pläne muß aber der Ausnahmecharakter der Maß nahme und die Ftnanzhohett der Etnz«l- staaten gewahrt werden. Auf Einzelheiten könne er sich nicht etnlassen, da die Vorlage noch nicht ringe« bracht sei. Nur so viel müsse er sagen, daß eS nicht möglich sein werde, neben der großen einmaligen Be lastung de« Besitze« noch di« Erbschaft dec Hinter bliebene» Witwen und Kinder de« direkten Besteller-' Hierauf sprach Reich«tag«abg. Graf Westarp über die Arbeiten de« Reich« tag«. Er gab einen Rückblick auf die letzten drei Jahre und schilderte die Be wegung zur Herbeiführung eine« Block« von Bassermann bis Bebel. Eine starke Einbuße habe allerdings die konser, vattve Partei erfahren, andererseits sei aber die freisinnig« Partei durch ihr geheimes Abkommen mit der Sozial demokratie in vollständige Abhängigkeit von dieser geraten. Der Redner kritisierte das Geheimabkommen, beleuchtete desse» Konsequenzen für die beteiligten Parteien und fuhr fort: Der Erfolg für die Sozialdemokratie war ein un geheurer. Es ist dieser gelungen, die Gemeinschaft der bürgerlichen Parteien aufzulösen. Die Konservativen standen tm Kampfe allein. Seiten« der Regierung ge schah nichts, um den falschen Dastellungen hinsichtlich der letzten Finanzreform entgegenzutreten. Wir haben, sagt« der Redner, volle» Verständnis dafür, daß die Regierung über den Parteien steh«, aber sie darf sich doch auch nicht ihren Verpflichtungen entziehen in der Besorgnis, damit einer Partei zu liebe zu handeln. AlSvann legt« Graf Westarp die Mög lichkeit der M e h r h e i t« b t l d u n g e n im jetzigen Reichstag dar. Zentrum und Sozialdemokraten zusammen könnten stets eine Mehrheit für die Negation stellen. Die gesamte Link«, der sogenannte Großbloch könne nur mit 1 Stimme Mehrheit eine Mehrheit Herstellen. Eine positiv« Mehrheit sei «ach wie vor möglich, und zwar durch Zusammenwirken derjentg«« Parteien, die auch hinsichtlich der Wirtschaftspolitik zusammen gestand«« haben, nämlich der Konservativen und ver wandten Parteien, der Nattonalltberale« und de« Zentrum«. Ohne die Mitwirkung der Konservative« sei positive Ar beit tu diesem Reichstage nicht möglich. I« dieser Be ziehung habe die konservativ« Partei ihre Stellung voll behauptet. Der Redner wandt« sich alsdann zu de« Wehrvorlagen d«s mrfiossene« Jpchraz md zu der Riww KMden P«h**orla,4 - Sozialpolitik würde die Leistungsfähig keit derJndustrte beeinträchtigen. Unser« Für sorge dürfe aber nicht nur dem Handarbeiter gelt««, son dern vor allem auch dem Mittelstände. Unsere jetzig« Wirtschaftspolitik sei M ttt el stau d Spol t tik. Die Konservativen halte« darum fest an dem Grundsatz« des Schutz«- der nationalen Arbeit. Redner be handelte dann die Stellung der konservativen Packet zu Kolonial- und Martnefragen und wandte sich schließlich allgemetnpoltttsche« Fragen zu. Zu« Schl«»« forderte er Arbettswtllta,«schütz gegen den Ler- rortsmuS. Wir werden kämpft«, sagte bar Redner, tn dMMvMai» der Pflicht «^-«stützt auf die Dorisch» rMbMlKsfmmö G Tageblatt md Mntsblatt G silr Lie kal.un- LtMrchsnZchör-en in Ms,GWhain.Lartens1«in.DohaiM MsM8lM.<LsßmtzÄouMtel.Lchneebsrg.ÄcywavenbeAkmWM S«hn«a»opa HP. Aua SL ' "" k ge-WN8lM< Die Königliche Kreis Hauptmannschaft hat dem Seminaristen Kurt Walt-» Schl-g-l t« Sch«eeb-»z für die am 23. Dezember 1912 mit Mut und Entschlossenheit bewirkte Errettung de« Knaben Walter Knoll in Niederhaßlau vom Tode de- Ertrinkens als Anerkennung eine Geldprämie bewilligt. Königliche AmtShauptmannfchaft zu Zwickau, am 10. März 1913. Die unterzeichnet«« Inspektionen haben wahrgenommen, daß bet de« gemein schaftlichen Ausflügen, welch« die au« der Schule entlassene» Konfirmanden regelmäßig kurz vor Ostern mache« und die als Ziel meist ländliche Restaurant« hab««, die junge« Leute auf dem Wege oder tm Restaurant mit sozialdemokratischen Flugblätter« und Werbezetteln versehen, auch mit Ansprache« bedacht werden, die geeignet find, bei de« «och nicht urteil-reifen jungen Leut«» ganz falsch« Anschauungen über ihre« künftigen Beruf und über wirtschaftlich« wi« politische Fragen zu erwecken. Dabei wird der Zweck der Ausflüge, die «ine Art freundschaftlicher Abschied-feter sein, zu einer wechsel seitigen ruhigen Aussprache üb«r die nächste Zukunft und über die Berufswahl der Konfirmierten Gelegenheit geben und der Still« de» PassionSzrtt nicht zuwtderlaufen sollen, völlig vereitelt. Die Inspektionen wende« sich daher i« erster Linie an die Kon firmanden selbst, tn zweiter Linie aber auch ebenso dringend an alle Eltern und Er zieher und an Diejenigen, die ihre Säle oder Restaurationen de« Kon firm lecke« zur Verfügung stellen und bitten die Konfirmierten einerseits, auf die aufheyende« Blätter, Zettel und Ansprachen nicht zu achten, die übrigen Genannten andererseits, die jungen Leute vor den verderblichen und ungesunden Beeinfluffunzen zu warnen und ihn«« an« Herz zu legen, daß sie sich für« Erste politisch nicht zu betätigen brauche«, sonder« im» zweckmäßigsten mit der Vorbereitung für ihren künftigen Beruf beschäftige« sollen. Werda«, Schneeberg und Zwickau, den 10. März 1913. Di- Kirchen - Inspektionen «nd Bezirksschul - Inspektionen im Bezirk« der Königlichen AmtShauptmannfchaft Zwickau. . Hm hiesigen VereinSregtker ist beute unter Stummer 12 der Kegleru-rband Schneeberg und Umgegend, mit dem Sitze i« Schneeberg, eingetragen worden. Schneeberg, den 11. März 1913. Königliches Amtsgericht. In dem Konkursverfahren über da« Vermögen de-X,Fabrikbesitzer- Paul OSkar Blechschmidt, Inhaber der Firma Erzgeb. Armatureüsabrik und Gießerei Paul Blechschmidt tn Ntederschlema, wird zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen und infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlag« zu einem Zwangsvergleiche Prüfung», und Vergletch-termin auf den S. April ISIS, vormittags I» Uhr vor dem hiesigen Königlichen Amtsgerichte anberaumt. Der Vergletchsvorschlag und die Erklärung des Gläubigerausschusses find auf der GertchtSschreiberei des unterzeichneten Gericht« zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Schneeberg, den 11. März 1913. Königliches Amtsgericht. - " a» — «OM» n i» »»w»« «M > Deutschkonservativer Parteitag. Zu einer bedeutsamen Kundgebung gestaltete sich der am gestrigen Donnerstag in Berlin abgehaltene deutsch- konservative Parteitag. Der große Kaisersaal im Restau rant Rhetngoid war bi» aus den letzten Platz besetzt. Der Vorsitzende der Gesamtpartei Hr. von Wedel» PieSdorf eröffnete die Tagung mit einer Begrüßungs ansprache, in der er zunächst mit warmen Worten der Toten gedachte, um dann auch den 10. März 1813 zu feiern. Unter dem Beifall der Versammlung sprach er den Helden jener Zeit seinen Dank au». Alsdann gab er eine prägnante programmatische Erklärung ab. An dem preußischen Wahlrecht werde die konservative Partei unbedingt festhalten, wa» natürlich die Beseitigung einzelner Unzuträgltchkeiten nicht ausschlteße. Für das Reich stehe die äußere Politik im Vordergründe. Die konservative Partei folgt vertrauensvoll der Führung der verbündeten Regierungen auf diesem Gebiete. Sie tritt dementsprechend auch entschlossen für die Heeres- Verstärkung ein und ist bereit, die dazu erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dazu ist aber da» Festhalten an unserer bewährten Wirtschafts. Politik unbedingt notwendig, da nur diese« Festhalten uns in den Stand versetzt, die nötigen Mittel aufbrtngen zu können. Die Gefahren, die uns bedrohen, liegen im Innern. Eine Partei, die e» sich zur Aufgabe gemacht har, die gesamte Staats- und Gesellschafteordnung über den Haufen zu werfen, di« noch jüngst mit Spott sich über di« unvergeßlichen Erinnerungen von vor 100 Jahren geäußert hat (Pfuirufe), hat eine große Sttmwenzahl erlangt. Wenn «S ihr gelingt, die Herrschaft zu erlangen, so bedeutet da» Deutschlands Untergang Ihr gegenüber bildet di« Monarchie den starken Hock. An ihr wird die konservativ« Partei allezeit festhalten. Der Redner schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in dagdie ^rsamapMg etnstiMDck.