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»»» Bo»ttza„ !29,50 >38,- 78 — >56,50 40 25 >17,- 98,75 W.-0 80,25 89,- 25,— >.ZV 7V,50 90,75 63,60 58,10 67,70 57- 77'25 84.— 87,- 9610 8750 G9. 99,75 !84,- 18. 10. 79.50 90,75 . 62,80 , 57,70 . 67,80 , 56.S75 . 77,75 . 85,— . 88,- « 96,10 , 99.75 . 108.- . 99,75 . 388,— , 325,— 452,— 570,— 450 — 238.— 82k>.— 199,50 655,- 1'9,— 299 75 925,— «AT«: Brief 83,60 2169 70 242.31'/, 272,80 1113,65 7019', 457,50 1386,40 482,50 82 60 »-CaNnberg. brud ' -9 Uhr im kaurentiüs I. Wich- lrker Oltt. 1920. Leb. Voxel. ermZkiunx >1en Olüclc- ir sllen 8e- Konrertins- mk. Werner ct-ttoknllork >rte, beson- :ben Litern !kLNNt «MM xeb. Müller, toder 1420. afft worden, weil'» l." tzutage eine ganz »egung gesetzt und >s zwölf Arbeiten kürzte Arbeitszeit wirklich empfehlen und ohne Fehler.' er ganz kräftig : aber auch auf» chte gefehlt, — ist die Alpen willst du >st ja erst vorige Hre, Ihnen meinen so dumm ist, wie )a» ist nämlich der nd mir " WM-MW ABlktt für Li-tenstein-Lallnberg. Hobndorf, Röblitz, Bernsdorf, Rüsdorf, St.Egidien, Heinrichsort, Marienau, den Mülsengrund, Kuhschnavvel und Tirschbeim. I Erscheint täglich, auher Sonn» und Festtags, nachmittags. — Bezugspreis: 4,75 Mk. monatlich frei in» Saus, durch die Post bei Abholung 14,25 Mk. oierteliährlich. Bestellungen nehmen die Ge schäftsstelle, sämtlich« Postanstalten, Briefträger und unsere Zeitungs- träger entgegen. — Einzelnummer 25 Pfg. Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Grundzeile wird mit 75 Pig-, für auswärtige Besteller mit 85 Pfg. berechnet. ->m Reklame- und amtlichen Teile lostet die dreigespaltene Zeile 1.7o, tur auswärtige 2,00 Mk. Schluß der Anzeigenannahme vorm. 9 Uhr. Fernsprecher Nr. 7. Drahtanschrift: „Tageblatt". Postscheckkonto Leipzig S6vS7. Dieses Blatt enthält die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsgerichts und des Stadtrates zu Lichten st ein-Callnberg, sowie aller Gemeindeverwaltungen der umliegenden Ortschaften. Druck u. Verlag von Otto Aoch L Wilhelm Pester in tichtenstein-Lallnberg. Inhaber Wilhelm Pester in Lichtenstein L., zugleich verantwortlich für den gesamten Inhalt des Blattes 70. Jahrgang Nr 245 Mittwoch den 20. Oktober 1920 Montag, den 25. Oktober und Dienstag, de« 26. Oktober 1920 können weprn Reinigung der Ge« chäsirionn e rnr trirgliche Gcschöfte erledigt werde». ^Amtsgericht Lichtenstein. Callnberg, den 20. Oktober 1920 L«be»»milteloerka»f Echweineschmalz, Landessettkarte Abschnitt E 125 Gramm 4,60 Mk. StSdtisch«* Lebenomttletnmt. Me millilllsk Mstililll. ' Die radikalen Betriebsräte in Groh-Berlin leiteten in den Fabriken Sammlungen für den Kampffonds zur Herbeiführung der Sowjetrepublik in Deutschland ein. ' Der „Franks. Ztg." zufolge erschienen in drei Mainzer- Schulen französische Kriminalpolizeibeamte und Gendarmen und behaupteten, das; sich in den Kellern der Schulgebäude Waffen- und Munitionslager befänden. Eine bis ins Kleinste durchqe führte Untersuchung, bei der sogar Wände eingerissen wurden, erwies die Haltlosigkeit der Behauptung. * Die Verhandlungen in Paris über den Danzigpvlnischen sStaatsvertrag, von dem Danzigs endgültiges Schicksal abhängt, sind nunmehr in ein entscheidendes Stadium getreten. Es be- (tätigt sich, das; weder der polnische noch der Danziger Entwurf die Grundlage bilden. * Der Völkerbundrat wird in seiner heute in Paris be ginnenden Tagung sich mit dem Konflikt zwischen Polen und Litauen, mit der Frage der Aalandsinseln, weiter mit der Vor bereitung der am 15. November in Genf beginnenden Vollver sammlung beschäftigen. * Bei einer in Prag stattgefundenen Demonstration um Verbilligung des Zuckers, die nicht zugesagt werden konnte, wur den 9 Personen verletzt. * „Darin Telegraph" zufolge verlautet, dah man als König für den ungarischen Thron entweder einen skandinavischen Prin zen oder den zweiten Sohn des Königs von Belgien auser sehen habe. " Trotzki predigt neuen Krieg, besonders gegen Frankreich und seinen Verbündeten, General Wrangel. * Wie aus Sofia gemeldet wird, haben die Vertreter der Entente der bulgarischen Regierung eine Note übersandt, in welcher sie die Auslieferung von 507 Militär- und Zivilper sonen verlangt. Auf der Liste befinden sich der gewesene König Ferdinand und sein Ministerpräsident Radoslawow. * „Telegraaf" meldet aus London: Der Kohlenstreik ist heute allgemein. Mit Ausnahme der allernotwendigsten --Arbeiten zur Ventilation und zur Entwässerung der Gruben ruht der Betrieb auf den Kohlenbergwerken vollständig. Falls der Streit nicht bis Ende Oktober beendet ist, sollen ans den Gruben auch die Notstandsarbeiten nicht mehr erledigt werden. Ae SM wserm skWkli. London, 19. Oktober. Wie Reuter erklärt, sind die französische, die englische »nd die belgische Regierung einmütig der Meinung, dah es wünschenswert ist, in Gens eine Konferenz abzuhalten, um mit den deutschen Delegierten über die Entschädigungen zu beraten. Die drei Regierungen sind gegenwärtig mit Be ratungen beschäftigt, die bezwecken, den genauen Charakter und die Obliegenheiten einer Vorkonferenz der Sachverstän digen festzusetzen, deren Notwendigkeit anerkannt worden ist. Deutschland wird auf beiden Konferenzen vertreten sein. * * * Paris, 19. Oktober. Nach einer Londoner Meldung des „Journal" sind die Vorschläge der französischen Negierung in der Wiedergut- machungsfrage in London nicht günstig ausgenommen wor den. Eine gestern abgegangene neue Note Lord Curzons erkläre, das Abkommen von Spa schließe in sich die voll ständige Ausschaltung der Wiedergutmachungskommission. Die englische Negierung sei geneigt, alle technischen Beratun gen anzunehmen, um die Regelung zu beschleunigen, aber sie sei der Ansicht, das; ihre Auslegung des Abkommens von Spa als aus Tatsachen beruhend angesehen werden inüsse. Die Note sei sehr höflich im Ton, aber sie bringe die Meinungsverschiedenheit klar zum Ausdruck. Die Ver handlungen würden fortgesetzt. Der Vertreter des „Jour nal" in London fügt hinzu, man schreibe Lloyd George die Absicht zu, eine neue Konferenz der Ministerpräsidenten zu jammenzuberufen, an der nicht nur die alliierten Minister präsidenten, sondern auch die von Deutschland, Oesterreich und Bulgarien teilnehmen sollen. Nach dem „Evening Stan dard" würden zu dieser Konferenz die Ministerpräsidenten al ler europäischen Staaten einberusen werden. In einem Leitartikel über die Entschädigungsfrage macht das „Journal des Debats" Frankreich den Vorwurf, daß es in dieser Frage keine Methode gehabt habe und dadurch Zeit verloren hätte. Man müsse jetzt zu ernsten Ergebnissen gelangen. Das habe der Wiedergutmachungsausschuh be griffen. Das Zirkular, das er an die interessierten Länder erlassen habe, beweise, dah er die Gefahr erkannt habe, die für seine eigene Autorität und für den allgemeinen Frieden daraus entstehen könne, wenn man die Sache noch länger hinziehe. Er verlange Aufklärungen bis zum 1. November. Man müsse sich wundern, dah er sie jetzt, ein Jahr nach Friedensschluh, noch nicht besitze. Frankreich habe das gröhte Interesse, bei seinen Freunden und bei seinen ehemaligen Feinden jeden Argwohn zu zerstreuen. Es dürfte weder in London noch in Berlin die Ansicht auskommen lassen, dah man die Abschätzung der Schäden zu hoch greife und dah man die Aufstellung der Konti verzögere, um sich Gelegen heit zu diplomatischen oder militärischen Pressionen zu ver schaffen. Nur eine loyale und korrekte Politik könne Frank reich den Beistand seiner Alliierten sicherstellen und seinem Schuldner den Respekt für Frankreichs Recht aufzmingen und die Rückkehr zum normalen Leben vorbereiten. Alle schönen Reden werden Frankreich kaum zur Ver nunft bringen, es will eben der Blutegel Deutschlands blei ben, um durch dessen Drangsalierung seinen Rachedurst stil len zu können. Vie M MWiMM MM Die Bezüge der Ententekommissionen. Die „Daily News" berichten, dah sich Paris kürzlich über die hohen Bezüge der Mitglieder der verschiedenen interalliierten Kommissionen in Deutschland aufgehalten habe. Diese Bezüge sind nach Angaben Ler „Daily News" der- mahen hoch, dah sie in der Öffentlichkeit wiedergegeben zu werden verdienen. Wenn man die Einkünfte von ver schiedenen Angehörigen der interalliierten Kommissionen in Deutschland mit denjenigen deutscher hoher Beamter ver gleicht, so ergibt sich, dah ein Präsident einer interalliierten Kommission fünfmal mehr als der deutsche Reichskanzler und siebenmal mehr als der Reichswehrminister erhält. Ein Oberst bekommt dreimal mehr als der Reichskanzler und viermal mehr als der Reichswehrminister. Ein Leutnant wird zweieinhalbmal besser als der Reichskanzler und dreiein halbmal besser als der Reichswehrminister bezahlt. Ein Offi zier ohne besonderes Kommando erhält eineinhalbmal so viel als der Neichswchrminister und 5000 Mark jäbrlich mehr als der Neichskanzlcr. Ferner wird in den „Daily News" lwie schon kurz mit' geteilt) feitgcstellt, dah die Einkünfte eines einfachen Sol daten der interalliierten Kommissionen dieselben sind wie die des deutschen Reichswehrministers. Das Blatt schreibt wei ter, dah sich die von Deutschland für die interalliierten Kommissionen zn zahlenden Unterhaltungskosten schützungs weise aus 200 Millionen Mark belaufen, was zwei Drittel der Unkosten glcichkommt, welche Deutschland für die Un terhaltung seines Heeres vor dem Kriege jährlich zu zah len hatte. Es ist festgestellt, dah fast jeder den interalliierten Kommissionen in Berlin angehörendc Soldat aus einer oder der anderen der Berliner Banken ein grohes und schnell anwachsendes Konto besitzt, und dah viele Offiziere ohne besonderes Kommando, unzufrieden mit den ihnen von der deutschen Behörde zugewiesenen Wohnungen, sich moderne Villen in den feinsten Vororten der Stadt Berlin gemietet haben. Im jüngsten französischen Ministcrrat wurde, wie gestern gemeldet, mitgeteilt, dah die Budgetausgaben, die durch die in Ausführung des Friedensvertrages eingehenden Beträge gedeckt werden, 16 575 Millionen Francs betragen. Da der französische Francs ungefähr 4 einhalbmal so hoch steht wie die deutsche Mark, hätte Deutschland im kommenden Iahrv allein an Frankreich die ungeheuerliche Summe von über 70 Milliarden Mark abzuführen, wobei die vorerwähnten Besatzungskosten nicht berücksichtigt sind. Weitere Steigerung der Kosten für die Ententekommissionen. Berlin, 19. Oktober. Die Ententeüberwachungskommis sion wurde am 15. d. Mts. um 43 neue Beamte vermehrt Mit einer weiteren Erhöhung der Kosten für die Entente lommission ist infolgedessen für den Reichsetat zu rechnen. Eröffnung des Reichstages. Berlin, 19. Oktober. Der Reichstag hat seine Arbeit wieder ausgenommen. Im Wallothause herrscht Hochbetrieb. Eine grohe Zahl von Volksboten hat sich aus allen Teilen des Reiches ein gefunden. Auch Herr Erzberger eilt geschäftig in der Wandel halle umher, frisch, rund und rosig; ganz, als wenn nie etwas vorgefallen wäre. Er umschleicht wieder mächtig die Aem- tcr und ist nun auch bis zur Tür des Wallothauses glück lich abermals vorgedrungen. Als der Präsident die Sitzung eröffnet, hatte der Aeltestenausschuh schon vorgearbcitet und einen Arbeitsplan für die nächsten Tage vorgelegt. Danach ist die grohe politische Aussprache erst nächste Woche zu erwarten. Der Präsident gedachte in ernsten und würdigen Worten der schweren Anfechtungen, die die Deutschen in Oberschlesien zu erdulden haben. Er dankte für ihre Treue und ermahnte sie auszuhalten bis zu dein Tage an dem sie erlöst werden, von fremdem Druck und fremder Besatzung. Er stellte dann fest, dah sich der Reichstag mit dem Pro- cst der Reichsregierung gegen die Verfälschung der Volks meinung von Eupen und Makmedy anschliehk. Worte des Dankes widmet er den Deutschen in Kärnten und gab der Hoffnung Ausdruck, dah der Tag kommen wird, wo sich alle Deutschen brüderlich wieder vereinigen. Das Haus be gleitet die Ausführungen des Präsidenten mit lebhaftem Beifall. Der Reichstag vertagte sich nach Erledigung von 35 kleinen Anfragen auf Mittwoch nachmittag 2 Uhr. Bor Eintritt in die Tagesordnung beantragte Abgeord neter Ledebour (Soz.) einen Antrag der llnabh. soz. Frak tion (Zuruf: Welcher? — Heiterkeit) auf die Tagesordnung zu setzen, in dem Einspruch erhoben wird, gegen die Aus weisung der Russen Sinowjeff und Losowski (Heiterkeit bei den bürgerlichen Parteien). Wir sind grundsätzlich gegen solche Ausweise, weil wir grundsätzlich gegen die Anwendung terroristischer Mittel sind. (Schallende Heiterkeit.) Präsi dent Loebe stellt fest, dah der Antrag heute nur auf die Tagesordnung gesetzt werden kann, wenn kein Widerspruch erfolgt. Schultz-Bromberg, der Deutschnationale, aber tut das. „Es ist zwar richtig, dah der Kerl — Sinowjeff — so bald als möglich hinausgeworfen wird; so wichtig aber, dah man hier unvorbereitet berate, sei die Sache doch nicht!" Die Arbeiten des Reichstages. Berlin, 19. Oktober. Der Aeltesten-Rat des Reichs tages (beschloh, den Gesetzentwurf betr. Kapitalflucht erst morgen auf die Tagesordnung zu setzen. Deshalb soll der Antrag Aderhold (Unabh.) betr. Ausweisung der Russen Sinowjeff und Losowski morgen beraten werden. Donners tag bleibt sitzungsfrei, um dein Ausschuh für auswärtige An gelegenheiten Zeit zur Beratung zu geben. Es soll u. a. über die Autonomiefrage Oöerschlesiens verhandelt werden. Am Freitag kommt die Interpellation über die Lage in den besetzten Gebieten zur Verhandlung. Sodann wird bis einschliehlich Dienstag der kommenden Woche eine Pauke eintreten, da an diesem Tage der Parteitag der Deutsch- nationalen Bolkspartei slattfindet. Mittwoch, den 27. d. M. wird der Reichskanzler und der Finanzminister über die poli tische und wirtschaftliche Lage sprechen, Hieran wird sich eine auf 4 Tage berechnete politische Aussprache mit bestan det werden. Deutsches Reich. Die Spaltung in der Unabhängigen Partei Sachsens. tSZ.) Dresden. Mit der Abstimmung in Halle ist selbstverständlich auch innerhalb der Unabhängigen Partei Sachsens die Spaltung vollzogen. Die sächsische Partei leitung gibt jetzt bekannt, dah die vom deutschen Partci- vorstand herausgegebencn Richtlinien, nach denen Mitglie der, die die 21 Änschluhbedingungen der kommunistischen Moskauer Internationale anerkannt haben, ihre Mitglied schaft in der U.S.P.D. aufzugeben und sich der kommunisti schen Partei-Sektion der dritten Internationale anzuschlie- hen haben, von jetzt ab von allen sächsischen Organisations- leitungen und Parteimitgliedern durchzuführen und zu be achten sind. Alle diese Mitglieder werden aus den Mit gliederlisten gestrichen und sie können öffentliche Aemter oder politische Vertretungen im Namen der Partei nicht mehr ausüben. Von den sächsischen Delegierten stimmten 23 für den Anschluh an die Moskauer Zentrale und 48 dagegen.