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Frankenberger Tageblatt Berantwottlicher Redakteur: Ernst Roßberg sc/i- in Frankenberg k. Sa — Druck und Betlag von C- Bi Roßberg in Frankenberg i. Sa. MAK Sonntag, »e« 88. Ottoderlv17 AmMnzo bisherW^OO Gefangene, 4W Geschütze erbeutet! vtznChemi .Siegmar,, Dev Festausschuß. Holzverfteigerung i« Oederan Dienstag, ven 30. Ottober 1917, kommen im hiesigen Ratskeller 13-15 oberen Durchmesser, ' 4 „ Reste, WM WMK mit M Türkei 13 5 Gemei Ehe Mn Die ganze Airchgemeinbe wird zu diesen Veranstaltungen, auch zu reger Beteiligung gm Festzuge, eingeladen und gebeten, den Leiertag durch Flaggenschmuck der Häuser arckzuzeichnen. / Dev Feftausschutz. Tageblatt-Bestellungen '3 „ 23«eisstqni 2 m Bream 22 „ Brennt > 7V. Javrgun^ sich gleich heldenhaft in der Verteidigung wie im Angriff be währt haben. Das Lebensinteresse, das die Türkei, wie auch später Bul- garien/^mit den beiden Zentralmächten zusammengeschmiedet hat, hat die lange Dauer dieses furchtbaren Ringens um Sein oder Nichtsein nicht erschüttern oder abschwächen können. Alle Sonderfriedenslockungen des Vierverbandes sind an der klaren Erkenntnis der türkischen Regierung und des türkischen Volkes gescheitert, daß das Schicksal des Osmanenreiches in der innigen Gemeinschaft des neuen Mitteleuropas, in ihren» festen Stand halten und in ihrem unzweifelhaften Endsiege ruht. Die treue Waffenbrüderschaft hat sich bewährt auf dem orientalischen wie aus dem europäischen Kriegsschauplatz. Und in ihr liegen auch die Bürgschaften, die den Reichen des neuen Vierbundes Vie Bewähr auf zukünftige politische und wirtschaftliche Blüte bietet. Als sichtbares Zeichen der Innigkeit der deutsch-türki schen Beziehungen ist jetzt wieder der Besuch des deutschen Kaisers beim Sultan in Konstantinopel und die Begeisterung und Lkebe zu bewerten, mit der das türkische Volk den verbün deten Monarchen empfangen hat. Auch des Sultans Trink spruch im Palast von Dolma-Bagtscha atmet den Geist der Treue und des Vertrauens: „Beseelt von dem festen Willen zu siegen, werden unsere tapferen Heere, die in enger und inniger Waffenbrüderschaft für die Verteidigung unserer Gebiete und unseres Rechtes auf Unabhängigkeit und freie Entwicklung kämpfen und un erschütterlich entschlossen sind, den Kamps bis zum endgültigen Erlangen ihres rechtsmäßigen Zieles weiter zu führen, mit Gottes Hilse und durch ihre heldenhafte Tapferkeit bald unsere Feinde von der Aussichtslosigkeit größeren Blutvergießens überzeugen können. Sie werden, so die Menschheit von den Leiden und dem Unglück befreie», das die Folge dieses mörde- Die genauen Anschriften unserer Krieger, die mit einem Weihnachtspäckchen bedacht werden sollen, sind schriftlich bis »«. «I«. Ne», in der städtischen Lebensmittelmarkenausgabe, Markt 14, einzureichen. Der Antragsteller hat seinen Namen und Wohnort mit anzugeben. Ungenügende und spater eingehende Anschriften können »ioke berücksichtigt werden. Mr vertrauen fest, - daß die hiesigen Einwohner unserer herzlichen und dringenden Bitte «tn Gehör schenken werden und daß wir auch diesmal die oft bewährte Opserfreudrgkeit unserer Bürgerschaft uicht vergeblich anrufen. Auch die kleinste Gab« wird dankend angenommen. - Wohlan ans Liebeswerk! das soll und wird so bleiben! Das deutsche Volk gedenkt an > dem Tag«, an dem vor drei Jahren der tapfere osmanische Verfündete an seine Seite trat, gern und stolz der ruhmvollen Taten und der gewaltigen Leistungen, die das türkische Volk und das türkische Heer voll bracht haben. In Kamps und Not zusammengeführt, werden das gemeinsam vergossene Blut und die gemeinsam getragenen Leiden der harten Zeit den neuen Völkerbund auch über das Ende des Krieges hinaus für die kommenden Zeiten der fried» lichen Entwicklung erhalten und.sichern. f" Ein alter Lutherbrauch wird in Frankenberg Mit dem diesjährigen Neformatiopsfest wieder en,»geführt: das öffent lich e S i n gen der Kurrende. Die Kurrendaner werden vom 31. Oktober an Sonntags früh vor dem Hauptgottes dienst an bestimmten Plätzen der Stadt öffentlich sn^en und dabei in der Wahl der Orte so wechseln, daß monatlich wenig stens einmal alle Stadtteile berührt-werden. Außerdem soll die Kurrende künftig auch gegen Vergütung zu besonderen Familienfeiern zur Verfügung stehen (Ehejubiläen usw.). Die Einführung des Kurrendesingens wird sicherlich allgemein mit Freude begrüßt werden. In der Stille des Sonntags Morgen dem schlichten und doch weihevollen Gesang der Kurrende lau schen zu können, bedeutet ein« Erbauung, welche von nach- haltigem Eindruck ist. Dies wird jeder bestätigen, der z. B. in Annaberg, wo der Brauch bis heut«, fortbestanden hat, dem Gesang der Kurrendaner lausche»» konnte. von Oer oNsüükanilcden Front Die Verleihung, des Eichenlaubs zum Orden Pour l» Merjte an den tapferen Verteidiger Deutsch-Ostafrikas,Obersten u. Lettow-Vorbeck, lenkt den den» europäischen Völkerringen zugewandten Blick wieder einmal auf die entsagungsvolle und zähe Kriegsarbcit unserer Afrikaner. Ji» weiter Ferne, abgeschnitten von jedem Verkehr mit der Heimat, kämpft in DeutschOstafrika noch ein Häuflein deutscher Truppen um Leben und Freiheit gegen die er- drückend? Uebern»acht des Engländer und ihrer Hilfsoülker bi» z»rm bitteren End«. " »ng von Vollmilch durch die Erzeuger an solche Händler, die außer- oder der Gemeinden Erfenschlag, Einsiedel, Harthau, Schönau, Neu- Siegmar, Neichenbrand und Ebersdorf ihren Wohnsitz oder ihre geschäftliche Rie- ung haben, aber diese Milch mjt Geschirr nach Chemnitz oder den genannten lnven einführen. darf der Höchstpreis 34 Pf. das Liter nicht übersteigen. ' ktz, am 25. Oktober 1917. Die Kreishauptmannschaft." Frankenberg, den 20.Oktober 1917. Der Ausschuß kür die Beschaffung vt>n WetznachttNebesAbenHir die FrMuberger Krieger. Stadttat Mar Zeidler. Oswald Findeisen. Arno Findeisen. „ 16-22 „ 23-29 30-39 ^en, 7 stark, 7 m lang, Höchstpreise für Bollmilch. ll-chdem durch Bekanntmachung des Königlichen Ministeriums des Innern vom 10. ds. iber Mlch-Höchstpreise (Sachs. Staatszeitung Nr. 242 vom 17. ds. Mts,) eine allgemeine ma der Hochstprerse für Vollmilch erfolgt ist, erhält" die Bekanntmachung der Krelshaupt- M vom 25. August 191- (Sächs. Stamszeitung Nr.' 19« vom 27. August 1917) mit Wir- !s zum Ist. Mai 1918 folgende Fassung: s »Mik Ermächtigung des König!. Ministeriums des Innern wird hiermit folgendes üiwsgsll in rsmiUuävm koläv Eäon in äsn Takren 1917 unä 1918 8 ZUKnIivK MVNLÜNSÜ. PranlwndsrK, am 26. Oktodvr 1917, nachmittags V,r Uhr fichten« Stamme 301 Stück von 10—15 owi *33 ," 23-29 i Mittendurchmesser, 5 !! I 30—33 G aus hiesigem Stadtwald meistbietend gegen sofortige Bezahlung unter den vor Beginn der Ver steigerung bekannt zu machenden Bedingungen-zur Versteigerung. ) Die Klötze (insgesamt 17 Festmeier) werden in Posten von ungefähr V- Meter an hiesige Einwohner al» Brennholz versteigert, wenn genügend Einzelläufer aus Oederan anwesend sind. Oederan, den 25. Oktober 1917. Der Stadttat. Aufruf zur Sammlung von WeihaachtslieSesgaSmZ für unsre braue« Frankenberger Ki leger. Zum vierten Male werden unsere Krieger vor dem Feinde das Fest der Liebe verleben inüssen. Wiederum gilt es, sie durch Liebesgaben aus der Heimat zu erfreuen und ihrer in Treue und Dankbarkeit zu gedenken. Die vielen Dankschreiben haben ja bewiesen, daß ein Weihnachtspäckchen der Heimatgemeinde unseren Kriegern die größte Freude bereitet hat. Wir kommen deshalb mit der herzlichen Bitte, uns mit Bargeld und Gegenstände»» zu unterstützen, da die Mittel, die von der Stadtgemeinde bereit gestellt sind, nicht ausreichen. An Gegenständen kommen in Frage: Kleider-, Haar-, Zahn-, Bart- und Stieselbürsten, Hosenttäger, Brustbeutel, Geldtäschchen, Nähzeug«, Notizbücher, Brieftaschen, Taschenmesser, Mundharmonikas» Sicherheitsnadeln, Zigarren, Zigarretten, Rauch- und Kautabak, Tabak pfeifen, Zigarrenspitzen, Lesestoffe, Karten und andere Spiele, Zuckersachen. Die Geldsmnmlung erfolgt in den nächsten Tagen durch die Herren Bezirksvorsteher des Verein» zu Rat und Tat. , Gejchenkgezenstände Sitten wir bis fpiitesttns den 5. November bei der Firma Uhlemann L Lantzsch abzugeben.. Verkauf von Lanark Sonntaa Bormittag von 7 bks9 und V,11 bi» 12 Uhr bei Fiedler, Nenning, Schilde, Leiteritz und Holler. ES wird Quark auf sämtliche noch nicht belieferte erste und zweite Abschnitte iür alle Bezirke und auf den noch nicht belieferttn S. Abschnitt des 4. Bezirk» der Landessperr, karte für Oktober abgegeben. - Die Abgabe von Quark erfolgt mut» Vuvimgung Aus eine Marke entfällt'/« Pfund Quark zum Preise von 60 Pfg. für da» Pfund. Stadttat Frankenberg, am 27. Oktober 1917. Merschbezug betreffend Dienstag, den 30. dieses Monats, gelangt in sämtlichen Fleischereien des Bezirks Hammel gefrierfleisch zum Preise von 4 M. für das Pfund zum Verkaufe. Personen über 6 Jahre könnet» 50—60 gr. und Kinder unter 6 Jahren die Hälfte dieser Menge beziehen. AubMem werden in der Woche vom 29. Oktober bis 4. November dieses Jahres für Personen über 6 Jahre 150 gr. Frischfleischwaren, für Kinder unter 6 Jähre He Hälfte dieser Menge, sichergestM.. Der Preis Mr diese Fleischwaren ist der bisher übliche. Flöha, den 26. Oktober 1917. Der Vorsitzende des Kommunalverbandes. Bezirks- Anzeiger AMsM WM Nlligl.AmtshMtmaMM das König!. Amtsgericht und denStadtrat zu Frankenberg Tischen Krieges ist?" ; Diese Gemeinsamkeit der Interesse,» und Ziele, die Einig- in allen militärischen, polittschen und wirtschaftlichen Fra gen, das unwandelbare gegenseitige Vertrauen sind, im Gegen- > satz zu der innerlichen Zerfahrenheit des Vierverbandes) die Quelle unserer großartigen Erfolge in dem Kamps auf Leben und Tod gegen «fne mehr denn zehnfache Uebermacht. Und Verkauf von Quarkkäse »d !/,11 bis 12 Uhr an die Bewohner des gegen 3. Abschnitt der Landes-Sperrkarte für Oktober ttallen 60 Gramm. ber 1917. . / NerlMdert-Iahrfcier -er Reformation. Festvrdnttng für den 3k- Oktober i-zr. Vorm. 8 Nhi? Thorplblasen vom Turn». „ 8—V-H Nhr Wiedereinfuhren von Aorrendanergesängen in den Straßen der Stadt. „ Uhr Stellet» des Festzuges auf dem Marktplätze. „ Y Uhr Festgöttesdienst. „ V»N Ahr FestzW zum Marktplatz. „ 11 Uhr Weltliche tutherfeier vorm Rathaus. Nittag12 Uhr Festigten. Nachrp 5 Utzr Gottesdienst mit Aommunionfeier. Abends 8 Uhr Geffentlicher Familienabend im „Stadtpark". Am 29. Oktober jährt sich zuM dritten Male der Tag, att- diM' durch den brutalen'und pölkeirechtswidrigen Angriff einer russischen Flotte aus im Schlvarzen Meer übende tür kische Kriegsschiffe die Türk«! M das Weltringen hineingerissen wurde, Die StelHung de» Osmanenreiches war. gleich bei Ktt^sMSbruch'äußerst schw türkische Regierung «r- kannt- von Anfang ast Äang klar, daß von den drei Möglich- , keilen, Neutralität, Anschluß an die ENtente oder Anschluß an die MttelMäW^dtt' 'etW' uWü sein würden Denn L sitzuugen, sowie dek> Sfbub Aegypttns zeigten allzu deutlich wärt die Türkei «sich als Bundesgenosse von der Entente zu erwarten hatte. Somit »dar auch di«' zweite Möglichkeit, die' KkttgsteikMchMe Ms der Seite des Vierverbandes, ausge schlossen. Der Donner der russischen SchisfsgHchütze vor denk Bosporus Es die türkische Regierung auf den allein möglichen West, den Anfchkitz an Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Wie der Krieg von allen Kriegführenden Ungeheures und die letzte Anspamm-ng aller Kräfte verlangt, so hat auch die Türkei Gewamges geleistet! Weim die Gegner glaubten, daß- der „ktMke MMn am Bospönkd" «in« leichte Beute ihr«r »wreinttst AnMettstünsten werd«» würde, so sind sie schwer ent täuscht worden, In den drei KrivgSjqhren hat die Türkei soviel innere und äußer« Kraft MMaWd so wuchtige Schläge aus- aVtejtti daß ihre so «ft angeMeifelte Lebensfähigkeit auch der EntE außer Frage stehen dürste. Gallipoli und Kut-el- Umara Werden stets für England schmerzhafte Stelle», Klei des dir von der Kraft des türkischen Zlipackens zenßen. Jnfolge.der gewaltigen feindlichen Uebermacht, der zum Teil uimeMstzk MELFsd der Unzulänglichkeit der Der- kehrsweWW« Russen gelungen, »n D Teile de» türkischen Gebietes MMdringeir, ohne aber die wirb- leit in WEWlMKMLLxr x- - I, VSIS SV. , fichten« Klötze 291 SK^von*"?—I^ow 62 "