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Adorfer V Grenrbote Postscheck-Konto Leipzig Nr. 373 69 Etadtbank Adorf i. V. 118 Lakkbla» und Anzeiger Gegr. 1834 / Ruf 222 Postschließfach Nr. 5 für Adorf (Vogtl), Bad Elster, Radrumbad Brambach, Arnsgrün, Bergen, Freiberg, Ober- und Untergettengrü«, Hermsgrü«, Ingelsburg, Leubetha, Mühlhausen, Rrbersreuth, Remtengrün, Schönberg, Siebenbrunn, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garten. Der „Adorfer Grenzbote" ist das zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz i. V. und des Stadtrates zu Adorf i. V. behördlicher seits bestimmte Blatt; außerdem enthält der „Adorfer Grenzbote" auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts und des Gerichtsvollziehers zu Adorf i. V. und anderer Behörden. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich 1.20 RM. einschl. Trägerlohn. Im Falle höherer Gewalt oder sonstiger irgendwelcher Störungen des Betriebes oder der BesörderungseEnrichtungen hat der Bezieher kein Recht auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Für Rückgabe eingesandter Beiträge jeder Art keine Vcioindlichkcit. Anzeigenpreis: laut auflicgendcr Preisliste Nr. 8 (Millimeter 6 Pfg.). Anzeigcn-Annahme für die jeweils erscheinende Nummer bis vormittag 10 Uhr. Fern mündliche Anzeigenaufgabe schließt jedes Einspruchsrecht aus. - Nr. SS Mstttng, SEN 2S. April 1941 LV?. Äshrg. MiM AM MR. MM Neue schwere Schläge sirr die flüchtende» Briten. — 80 000 BNT. beschädigt. DIW. Führerhauplgmirtier, 27 April 19 II. Das Ober-- kommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe versetzte gestern den «ms Griechenland flüch tenden Engländern wiederum schwere Schläge. Vier Schiffe mit 22 Wil BNT. wurden versenkt, zöhn Schiffe mit 89 Olli! ! BRT. beschädigt. Briteulreuier oernWct.zwei beschädigt VIM. F ü h r erhanpt q n artier, 27. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am heutigen Tage wurden in der Verfolgung dcS auö Griechenland flüchtenden britischen Expeditionskorps ein Kreuzer versenkt, zwei Kreuzer beschädigt, -in Handelsschiff von 5000 BRT. vernichtet und zehn Schis f e mit 75 000 BRT. beschädigt. Der Führer in Klagenfurt Der Führer weilte am Sonntag zu einem kurzen Besuch in Klagenfurt, der Gauhauptstadt von Kärnten, wo er von der Bevölkerung jubelnd begrüßt wurde. Begeisterter Empfang in Marburg Besuch des Führers in der Südstciermark. Anläßlich eines Aufenthaltes in der steirischen Gauhaupt stadt Graz chattete der Führer auch Marburg, dem Mittelpunkt der befreiten Südstciermark, einen Besuch ab. Die Bevölkerung beider Städte bereitete dem Führer einen be geisterten Empfang. LanNelrgramm Filofs; an den Führer Verwirklichung der Lebensrechte Bulgariens. Aus Anlaß der Befreiung der mazedonischen und thra- zischcn Gebiete durch die deutsche Wehrmacht richtete der Königlich Bulgarische Ministerpräsident Prof. Filoffan den Führer ein Telegramm, in dem er den aufrichtigen und tief sten Dank der bulgarischen Regierung für die Befreiung dieser Gebiete und sür die Bemühungen des Führers zur Schaffung der neuen, gerechteren Ordnung im Südosten aussprach. Das ganze bulgarische Volk begrüße den Vorabend der Verwirklichung seiner nationalen Einigung. Ter Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop übermitlelte Ministerpräsident Filosf den Dank des Führers sür diese Botschaft und stellte fest, daß es auch die Reichsregie, rung mit besonderer Genugtuung erfülle, daß der Weg für eine endgültige und gerechte Neuordnung des Südostraumes Europas und sür die Verwirklichung der Lebensrcchte Bul gariens sreigemacht wurde. Auch Außenminister Popofs sandte ein Telegramm an den Reichsaußenminister, das dieser berzlich erwiderte. ChmWs neues Fiasko Weltreichskonsercnz mußte nbgeblasen werden. Ehnrchill hat nunmehr dem seit Februar in London weilenden australischen Ministerpräsidenten Menzies die Erlaubnis erteilt, nach Australien zurürkznkchren. Wie eine United Preß-Meldung besagt, wird sich Menzies wahrschein lich rasch im Flugzeug nach Australien begebe». Die Gründe für die überstürzte Abreise des Australiers sind klar. Ehnrchill hat sich in letzter Zeit emsig bemüht, eine Empirelonferenz nach Loudon einzuberufen. Menzies Anwesen- heil in London sollte die übrigen Vertreter der Dominions ver anlassen, ebensalls dorthin zu kommen. Ehnrchill Hal aber mit seinem Lockvogel wenig Glück gehabt, denn der kanadische Pre mier Mackenzie King erklärte rundweg, seine Reise nach USA. sei viel wichtige? als seine Anwesenheit in London. Selbst Smuts erklärte, er könne zu diesem Zeitpunkt Afrika nicht verlassen. Als nun gar in Australien die Regierungs krise ansbrach, weil Menzies in London zu Ungnnstcu der Interessen Australiens seine Kompetenzen überschritt und die englische Negierung selbstherrlich über die australischen Trup pen im Mittelmeerraum verfügte, blieb dem Kriegsverbrecher Churchill nichts anderes übrig, als seine Propagandafigur Hals über Kops zurnckzuschickem Seine Empirekonfcrenz ist also ins Wasser gefallen und er darf nun weiter darüber grübeln, wie er das Empire für seine dunklen Pläne einsetzen kann. ErdMermg der Australier kür England kehr unzlürMH Der „Syd neu Morning Herald" erklärt schwedi schen Berichten aus London zufolge, angesichts des Zusammen bruchs der britisch-griechischen Armeen in Griechenland, daß der politische Sturm in Australien an Heftigkeit zu- genommen habe. Der Londoner Korrespondent einer schwedi schen Zeitung berichtet, daß der australische Ministerpräsident Menzies niemals sicher im Sattel gesessen habe. Seine Be ziehungen zu manchen Regieruugsgruppcn seien nicht die besten gewesen, zumal er als früherer Ratgeber verschiedener großer Industrien eine Tätigkeit entwickelt habe, die ihn bei den Ar beitern verhaßt machte. Die australischen Arbeiter benutzten vie Abwesenheit Menzies' und seinen Besuch in England zu einem energischen politischen Angriff gegen ihn. Der Londoner Korrespondent des schwedischen Blattes stellt zu den Vor gängen in Australien fest, datz es klar sei, daß Pgrteikämpfe, die Erbitterung gegen England erregten, zur Zett lehr un glücklich für England seien, wo Australien die größten indu striellen Anstrengungen machen müsse, um Truppen für viele verschiedene Kriegsschauplätze mit Waffen Äuszurüsten. Beruhigungslovsprüche der EhurchillfunMoniire Die Nachricht eines amerikanischen Korrespondenten, daß die englische Heeresleitung die australischen Truppen einfach als Kauoneusutter zur Deckung des britischen Rückzugs in Griechen land eingesetzt habe, wird nunmehr durch Botschaften ergänzt, die der K ö n i g von England sowie niehrere prominente Funktionäre des Churchill-Kabinetts anläßlich des Gallipoli- Erinnerungstages nach Australien gesandt haben. Der Helden- mul der Australier, heute wie damals, wird in diesen Bot schaften in übermäßigen Lobsprüchen gefeiert. Man versucht also den Mißbrauch der Australier damals wie heute durch die "Gewährung einer Extraration von amtlichem Sirup zu be schönigen und zu entschuldigen. Auch Menzies hat einige poli tische Erläuterungen nach Australien gesandt, nm zu versuchen, die militärische Verwendung der australischen Vundestruppeu in Griechenland zu begründen. Das ist Demokratie! 'Roosevelt gab bekannt, die Armee Per Vereinigte» Staaken habe Lindbergh, den Roosevelt einen amerikanischen Pazi fisten nannte, wegen seiner Ansichten über die internationale Lage nicht zu seinem aktiven Dienst zurückberusen. Das ist Demokratie! König Boris in MMdM« In Begleitung des Prinzen Kyrill. König Borisvon Bulgarien tras in Begleitung des Prinzen Kyrill in der mazedonischen Stadl Slip ein, wo er von der Bevölkerung begeistert empfangen wurde. -i- Der erste bulgarische Regierungspräsident von Uesküb (Skoplje), Kasaroff, Hal durch eine öffentliche Verlautbarung die Mitteilung gemacht, daß im Regierungs bezirk Uesküp vom 26. April ab die v u l g a r i s ch e S l a a t s- gewalt in Kraft getreten ist. Britische Gangstermethoden Sofioter Polizei faßt weiteres, Vie britische Gesandtschaft belastendes Material. Ucber die Spionage- und Sabotagetätigkeit der früheren englischen Gesandtschast in Bulgarien hat die Polizei- direktion tu Sofia neues und schwer belastendes Ma- terial zusammengetragen. In der amtlichen Verlautbarung über das Ergebnis der abgeschlossenen polizeilichen Ermittlung heißt es u. a., daß die im Monat Februar im Wasserwerk bei Sofia und anderen Plätzen des Landes gefundenen Spreng stoffe aus der Sofioter Gesandtschaft Großbritanniens stammen und zur Sprengung verschiedener militärischer und akgemein- nützl'cher öffentlicher Einrichtungen des Landes bestimm! waren. Größere Mengen dieses Sprengmaterials wurden auch in den Städten Plovdiv und Stara-Sagora gefunden. Es wurden weitere Personen festgenommen, die im Dienste dieser fremden Agenturen standen. Bis jetzt sind etwa dreißig Personen in polizeiliches Gewahrsam genommen worden, die demnächst der Staatsanwaltschaft übergeben werden Bei den Festgenommenen wurden vielfach größere Geldsummen gefun den. Ferner wurde auch ein Rundfunksender und -empfänger beschlagnahmt, der gleichfalls von den fremden Agenturen miß braucht wurde, wobei der Beamte der Presseabteilung der eng lischen Gesandtschaft. Norman Davis, eine Hauptrolle ge- spielt hat. Larissa atmet auf Endlich von den plündernden britischen „Gentlcmcn" befreit. Die Bevölkerung der griechischen Stadt Larissa, die mehrere Tage lang von britischen Einheiten belegt war, hat die deutschen Truppe» mit herzlicher Begeisterung empfangen. Die Einwohnerschaft hatte während der Briten zeit Schwerstes zu leiden gehabt. Die Briten trieben sich un tätig aus den. Straßen umher, belästigten Frane» und Mädchen, betranken sich sinnlos rind lärmten bis in die späte Nacht. Der größte Teil der Bevölkerung Larissas verließ die Stadt, weil er sich vor den Briten nicht sicher fühlte. Vor dem Einmarsch der deutschen Truppen wurden von den Briten zahlreiche Geschäfte geplündert, Uhren- und Juwelierläden wurden ausgeraubt. Aus den Haushaltungen wurden große Mengen von Wertgegenständen sowie Wäsche mitgenommen. Mit dem Einmarsch der Deutschen atmete die griechische Bevöl kerung Larissas wie erlöst auf. AMnaOe de Asien» „Irland will nichts anderes als seine Freiheit bewahren" Irlands Ministerpräsident de Valera erklärte in einer Ansprache in Dublin, die irische Bevölkerung wolle nichts anderes, als sich selbst regieren und ihre Freiheit bewahren. Die Armee müsse so stark gemacht werden wie nur irgendeine in der Welt. Das stehende Heer habe nun eine Starke von 250 000 Mann. Zugleich müsse man die zivile Verteidigung des Landes organisieren. Wieder 200 Inder in Bombay oerhattet Heftige Unruhen in den großen Städten Indiens. Nach in Schanghai eingetroffenen Meldungen dauern die heftigen Unruhen in groben Städten Indiens mit unvermin derter Schwere fort. So kam es in Bombay erneut zu schwe ren Zusammenstößen zwischen der britischen Polizei und In dern. In zwei Bezirken der Stadt schoß die Polizei rücksichts los in die Menge. Es gab wieder eine Reihe Verwundeter. Auf Anweisung der britischen Behörden wurden erneut über 200 Inder verhaftet. Wie weiter bekannt wird, ist die Lage auch in Ahmedabad und Kalkutta äußerst gespannt. Nach japanischen Meldungen ist es außerhalb Singa- pores zu schweren Zusammenstößen zwischen australischen und indischen Truppen gekommen. In Singapore habe manerzählt, oaß gegen 1000 Verletzte zu verzeichnen seien. Di^ Ursache sür diese Zusammenstöße sei das heranssordernde Be nehmen der Australier gegenüber den Indern und der einge- borenen Bevölkerung und die unterschiedliche Behandlung. Die Engländer sollen auch wachsende Schwierigkeiten mit den Chinesen haben. DemokratWe Berantwortungsloßgktit Knox: „Ich habe meinen Mund tüchtig vollgcnommen." Ter USA.-Marineministcr Knox erklärte laut „New Dort k Post" aus eine Frage der Presse vor seiner Abreise nach t Washington, ob er seiner Rede am Donnerstag, in der er die z unsinnige Behauptung ausstellte, die USA. seien von Miliiär- t möchten umzingelt, weshalb die Englandhilfe unter allen Um ständen durchgeführt werden müßte, noch etwas hinzuzufügcn habe, kurz mit „Nein", und setzte hinzu: „Ich habe meine Rede gehalten. Ich habe meinen Mund am Donnerstag tüch-- tig vollgeuommen". Schuidlonw der britischen Kriegsverbrecher Serbische Gendarmen die Mörder eines zehnjährigen Kindes „Serbische Gendarmen als Mörder" lautet die Ueberschrift zu einem Lichtbild, das die Sofioter Blätter veröffentlichen. Cs zeigt sechs serbische Gendarmen vor der Leiche eines zehn- zährigen bulgarischen Kindes. Die Gendarmen hatten die Aufnahme zur Erinnerung selbst Herstellen lassen. Es zeugt von einer Roheit ohnegleichen, daß die serbi- scheu Kindesmörder, die diese bestialische Tat auf dem Ge wissen haben, auch noch Aufnahmen von sich und ihrem Opfer anfertigen ließen, um sie in bleibender Erinnerung zu halten. Die Welt mutz sich aber dabei nunmehr vor Augen halten, daß die geistigen Urheber auch dieser Schandtat dieselben sind, auf deren Schuldkonto alle Opfer dieses Krieges kommen: die bri tischen Kriegsverbrecher. Wie Rensnndiand ausgebeutet Wurde Briten brachte» größte Not über die Bevölkerung. Das USA.-Blatt „S o c i a l - I u st i c e" behandelt in einem Artikel die Not Neufundlands unter der Englandherr- schaft und schreibt, datz das Eintreffen von USA.-Truppen zur Besetzung neuer Basen für die Bevölkerung eine Erleichterung von der britischen Zwangsherrschaft gewesen sei. Die Truppen seien fast wie Befreier empfangen worden, denn seit 1931 lebe die Insel von der Gnade der eisernen britischen Diktatur. „Social-Justicc" beschreibt dann ausführ lich die furchtbare Notlage der Bevölkerung. Die Ar beiter erhielten wahre Hungcrlöhne. Die Armut sei so weit verbreitet, datz die Bevölkerung laut gelacht hätte, als man ihr erzählte, daß die Amerikaner gekommen seien, um die Insel gegen Hitler zu verteidigen. Man hätte nicht glauben können, datz die Deutschen eine derart verarmte Insel erobern wollten. Neufundland sei unter der englischen Herrschaft stets aus- genutzt worden. Als Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts England widerrechtlich die Fischereirechte Neufundlands an andere Staaten abgetreten habe, habe Curran 1907 in einem Artikel in „Donahues Magazin" geschrieben: „Niemand braucht hierüber erstaunt zu sein, wenn man bedenkt, daß der zweite Mann im Kolonialministcrium ein so theatralischer Dummkopf wie Winston Churchill ist". Nachdem im Jahre 1933 Neu- sundland das Dominionstatut wieder genommen wurde, hätten die Londoner Kommissare dort wie persische Satrapen regiert. Valästinajuden fliehen Ausreisesperre gegen Panik. Wie aus Beirut gemeldet wird, sind dort zahlreiche Balkanflüchtliuge, meist Juden und Engländer, eingetroffen, die nach Palästina weiterzuretsen beabsichtigen. Die Juden werden allerdings in Palästina ebensowenig wie auf dem Balkan Ruhe finden; denn wie Meldungen aus Ankara be sagen, hat die Entwicklung der Kriegslage im östlichen Mittel meer auch in Palästina unter dem jüdischen Bcvölkerungsteil eine wahre Panik ausgelöst. Die jüdischen Geschäftsinhaber bemühen sich, ihre Geschäfte zu verschachern. Viele Juden haben um die Ausreisegenehmigung nachgesucht, aber die bri tischen Mandatsbehörden haben eine Ausreisesperre verhängt. Infolgedessen versuchen viele Juden, heimlich über die Grenze zu entweichen. Japanische Marmeabordnung ehrt Hindenburg Kranzniederlegung im Reichsehrenmal Eine Abordnung von Offizieren der kaiserlich-japanischen Marine unter Führung des Vizeadmirals Nomura, die zur Zeit auf einer Besichtigungsreise in Ostdeutschland weilt, stat tete dem Reichsehrenmal Tannenberg einen Besuch ab und legte an der Gruft des Generalfeldmarschalls von Hindenburg einen Kranz nieder. In einem anschließenden Rnndgana wurde den Offizieren des Verbündeten Japans das Rcichsehrenmgl und