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MMr V Grenz-ote Tmblm «k» Anzeiger Postscheck-Konto Leipzig Nr. 373 69 Etadtbank Adorf i. V. 118 Gegr. 1834 / Ruf 2A Postschließfach Nr. 5 für Adorf ^"8^, Bad Elster, Sradtumbad Brambach, Arnsgrün, Bergen, Freiberg, Ober- Und Antergetteugrün, Hermsgrün, Iugelsburg, Leubetha, Mühlhausen, Nebersreuth, Remtengrün, Schönberg, Siedenbrunn, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garten. , A" »Adorfer Grenzbote " ist das zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz i. V. und des Stadtrates zu Adorf i. V. behördlicher, srits bestimmte Blatt; außerdem enthält der »Adorfer Grenzbote' auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts und des Gerichtsvollzieher» zu Adorf i. V. und anderer Behörden. halbmonatlich 1.20 RM. etnschl. Trägerlohn. Im Fall. höherer Gewalt oder sonstiger irgendwelcher Störungen de. Recht auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Für Rückgabe eingesandter Beiträge jeder Art keine Verbindlichkeit. Anzeigenpreis, laut aufltegender Preisliste Nr. 6 (Millimeter 8 Pfg.). Anzeigen-Annahme für die jeweils erscheinende Nummer bis vormittag 10 Uhr. Fern- , mündliche Anzeigenaufgabe schließt jeder Einspruchsrecht aus. Nr. 3S Freitsg, -wen Fr^rrurr 19^1 10^. Änhrg Lieferung frei Saus Churchill hat dieser Tage eine Rundfunkrede gehalten, dik in der Hauptsache den Zweck haite, die Bccinflussungspolitii »es derzeitigen englischen Botschafters in Washington, Halifax, gegenüber den amerikanischen Parlamentariern zu unterstützen Nus dieser Tatsache kann man zweierlei entnehmen: einmal natürlich, daß man in London die englische Katastrophe ohne weitestgehende auswärtige Hilfe Voraussicht, zum anderen, dass man sich in London (und wohl auch im Weißen Hauss der überragenden parlamentarischen Zustimmung zu dem England- Hilfegesetz nicht 100prozentig sicher ist. Es müssen schon die verwegensten Mittel angewandt werden, um die bestehenden starken Bedenken in den Kreisen des Washingtoner Parlaments gegen diese amerikanische Englandhilfe einigermaßen zu zer streuen. Für den Innengebrauch und die Einwirkung aus gewisse Kreise des Auslandes erklärt auch Churchill wie di! britische Lügenpropaganda, daß die politische und militärisch! Lage Englands ausgezeichnet sei, viel besser wie im Mai odci Juni vorigen Jahres. Daß die englischen Erfolge aus dem afrikanischen und griechischen Kriegsschauplatz nach allen Re geln britischer Propagandakunst ansgewertet und dabei über trieben werden, ist selbstverständlich — wenngleich sich selbst in der englischen Presse leise Besorgnisse geltend machen, di! Armeen Wavells könnten sich durch ihre Offensiven an den verschiedensten Kampffronten verzetteln und sich immer meht von ihrer Ausgangsbasis unter Erschwerung des Nachschubs usw. entfernen. Churchill ist sich gleichwohl klar darüber »aß die Vorgänge im Mittelmeer nur Nebenerscheinungen sind und die Entscheidung aus der Insel in keiner Weise beeinträch tigen Und die Lage aus der Insel ist keineswegs ermutigend, »as mußten selbst die amerikanischen Beaustragtcn bei ihren« Fnsclbesuch scststcNcn. „Ohne Amerikas Hilfe ist der Unter gang Englands beute schon gewiß." Auch Churchill ist dieser Uebcrzcugung, wenn er auch die englische Bevölkerung immer wieder zum Aushalten zu ermuntern sucht durch Ausmalung der englischen Rüstungsproduktion und der Stärke der englischen Heimatarmee in den sonnigsten Farben Das konnte ihn nicht bindern, mit den Blick aus die parlamentarischen Beratun gen über das Englandhilfegesctz in Washington z» erklären: „Wir brauchen aufs dringendste umgehende Lieferungen und beständig Kriegsmaterial und technische Maschinen aller Art . . Wir brauchen 1912 eine große Menge H a n d c l s t o n n a g c, viel mehr, als wir selbst bauen können, wenn wir unsere Kriegsanstrenguna im Okzi dent und Orient aufrechtcrhalten und vergrößern wollen." Aber mit der Bereitstellung dieser kriegswichtigen Lieferungen glleiu ist Churchill nicht gedient: „W ir brauchen siehier, u n d es ist »ölig, daß sie bierbergebracht werden." Dieses Wort Churchills enthüllt die ganze englische Katastrophe Es fehlt an allem, am Notwendigsten zur Ernährung und Ausrüstung. Die deutsche Kriegführung bat den Ring «im di« Insel enger und enger geschlossen. Deutsche Fernbomber und dentscke Sccstrcitkräsle haben gerade in den letzten Tagen Herrn Churchill klargcmacht, wer die Meere beherrscht Und dci Führer hat in seiner letzten Rede daraus hingewiescu, das jedes Schis? mit Englandkurs, das vor die deutschen Torpedo rohre kommt, abgescbossen wird. Die soeben durch deutsche Teestreitkräste versenkten 13 bewaffneten Handelsschiffe in« Atlantik werden Herrn Churchill bewiesen haben, daß auch eine „Frei-Haus-Liefcrnngs Klausel" mit Amerika keine Kewähr sür „guten Empfang" gewährleisten würde. DeuiWrmös Ardettsttatt Im Auswärtigen Ausschuß des Senats der USA. hat man sich in langwierigem Frage- und Antwortspiel über die Not wendigkeit und die Folgerungen des Euglandhilscgcsctzcs unterhalten. Als übereinstimmende Meinung kam dabei zum Ausdruck, daß England, das nach Lindberghs ausdrücklicher Feststellung gemeinsam mit Frankreich Deutschland den Krieg erklärt bat, ihn nicht siegreich beenden kann, daß cs vielmchr heule schon als besiegt angesehen werden muß. In diesem Zu sammenhang wurde mehr oder weniger deutlich auch eine Parallele gezogen zu der deutschen und der Produktionskraft der USA Mau war sich darüber im klaren, das; dem'national- sozinlistischeu Deutschland eine nie vermutete Arbeitskraft iuue- wobni, die nicht nur eine gesunde und moderne Wirtschaft ge währleistet, sondern auch zusammen mit dem sprichwörtlich deutschen Organisationstalent eine Produktionskapazität ge schossen Hal. die allen Ansprüchen gewachsen ist. Gerade in die sen Tagen wurden einige Angaben über den denlschen Ar beitseinsatz während des Krieges in der deutschen Presse ver öffentlicht. Mit insgesamt 22 670 000 Schassenden lag diese Zahl um rund 2 Millionen höher als zu Be ginn des Krieges Dabei ist besonders hervorzuhebc». daß unter diesen rund 1,5 Millionen Männer sind, die als zusätzliche Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsprozeß eingeschaltet werden konnten. Aber nicht nur die Zahlen allein beweisen die deutsche Arbeitskraft, sondern der Geist der alle beherrsch!. Unter den zusätzlichen männlichen wie weib lichen Arbeitskräften befindet sich ein nicht unerheblicher Pro zentsatz Freiwilliger, die mit ihrer Hände Arbeit mitbelfcu «vollen am deutschen Sieg. Darin liegt auch das Geheimnis des deutschen Sieges, worauf der Führer wiederholt hingc- wicsen hat. Der deutsche Soldat verfügt nicht nnr über die besten Wassen, sondern auch über ausreichendes Kriegsgeräl jeder Art. Ein MuniUonsmangcl oder Aehnlichcs wie im Weltkrieg wird cS nicht wieder geben. Ueber diese Arbeitskraft, die ja auch die sicherste Stütze unserer Währung ist, haben die plutokratischen Kriegshetzer ost gewitzelt, sie wissen heute, daß sie unsere stärkste Waffe ist, die sic zu Boden schlägt. Front und Heimat stehen einig und geschlossen im Bewußtsein ihrer Pflicht und in der Gewißheit des deutschen Sieges zusammen. Das Plus von 2 Millionen Schassenden ist das Symbol der deutschen Uebcrlcgenheit. Churchill in VedoiLngnis „Der Eintritt Amerikas in den Weltkrieg war für die Alliierten unheilvoll." Der britische Premierminister Churchill verteidigt sich wie der einmal vergeblich gegen Vorwürfe, die ihm höchst un- bcgnem sind und die man ihm diesmal wegen seiner Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten gemacht Hal. Die englische Botschaft in Washington veröffentlicht mit der Ermächtigung Churchills eine Erklärung, in der abgcstritten wird, daß Chur chill 1936 die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Welt- kreg als unheilvoll bezeichnet haben soll. Die Erklärung Churchills, die von verschiedenen amerika nischen Zeitungen veröffentlicht wurde, lautete: „Legal be trachtet sind wir den Vereinigten Staaten für diese Schuld verpflichtet, logisch betrachtet jedoch nicht, weit Amerika sich mit seinen Angelegenheiten hätte beschäftigen sollen und außerhalb des Weltkrieges bleiben müssen Wenn es so gestandet« Hütte, hätten die Alliierten ini Frühling l 9 I 7 Frieden mit Deutschland gemacht und so mehr als eine Million bri tischer, französischer^ amerikanischer und anderer Menschenleben gespart und schließlich das Entstehen des Faschismus uuo Nazismus verhindert." Angesichts des Zynismus dieser Acußerung ist cs ver ständlich, daß Churchill, der heute die Vercnuglcn Siaaten flehentlich um Hilfe anbelleU, sich frech aufs Ableugueu ver legt. So wies er denn auch die britische Boischan an, die ihm nachgesagte Äußerung als „Lüge" abzutuu, durch die die gnieu Beziehungen zwischen den Vereinigten Siaaien und England gestört werden sollen. Das Zitat sei — „vollständig ungenau" Das ist denn noch etwas wenig und schon eher ein Teil- geständnis von der Art, zu der Churchill, in die Egg«' getrieben, sich bestenfalls bequemi Allen Ableugnungs-Versuchen steht jedoch der Prozeß entgegen, den der Herausgeber der New-Porter Zeitung „Enquircr", Will'am Griffin, im Jahre 1939 gegen den damaligen Erstell Lord der britischen Admiralität, Churchill, wegen Verleumdung erhoben Und in dem Griffin in erster Instanz auch obaesiegt hat BLweismaterial gegen Ab eugnungsversuche In diesem Prozeß ging es darum, daß Churchill Grifft» gegenüber, den er zu einer Unterredung aufgesorderi hatte, bei der Erörterung der Frage der Nichtbezahlung der englischen Kriegsschulden an Amerika erklärt Hai, auch seiner Meinung nach solle England jeden geborgte» Dollar znrückzahlen. Zuvor jedoch müßten die Kosten sür die Munition abgezogen werden, die auf die Deutschen abgefeueri worden sei in der Zeit vom Augenblick der amerikanischen Kriegserklärung an Deutschland an bis zu dem ein Jahr später ersoigten Einsatz amerikani scher Truppen Dieser Betrag sollte »ach Churchill genau 4,9 Milliarden Dollar von den insgesamt geschuldeten b,2li Milliarden Dollar ausmachen. Denn, so erläuterte Churchill dem nicht wenig verblüfften Amerikaner seine Rechnung, mit der Kriegserklärung seien die Vereinigten Staaten „Teilhaber an dem Geschäft" geworden, so daß sie den gerechten Anteil an den Kosten der Fortführung des Krieges ühernehmeu müßten. Als darob Griffin Churchill darauf hinwics, daß die Ver einigten Staaten schließlich das britische Weltreich vor dein Untergang gerettet hätten, protestierte Churchill lebhaft und behauptete, hier irre sich Amerika denn doch. Wörtlich erklärte er dem Amerikaner: „Der Eintritt Amerikas war nicht nur für Ihr Land, sondern auch für die Alliierten gleich unheilvoll." Wenn Amerika zu Hause geblieben wäre und sich nm seine eigenen Angelegenheiten gekümmert hätte, dann hätte Eng land eben im Frühjahr 1917 mit den Zentralmächtcn Frieden geschloffen, und dann würde man eine Million Gefallene ge spart haben; auch hätte es dann keinen Zusammenbruch Ruß lands und infolgedessen keinen Kommunismus gegeben, keinen Niedergang Italiens, „also auch keinen Faschismus", und in Deutschland würde heute nicht der Nazismus an der Macht sein. Diese Acnßerungen sind auch in dem amtlichen Material des amerikanischen Senats unter dein Datum des 19. Juli 1939 ausgenommen. Trotz der Bedeutung, die diesen von Griffin wiedergegcbenen Ausführungen Churchills znkomnu. ließ Churchill vier Monate vergehen, ehe er sich zu dem ihm höchst unbequemen Interview äußerte. Aber auch dann noch zog er es vor. statt auf den sachlichen Inhalt des Inter views einzugehcn, einfach jede Bekanntschaft mit Griffin ab- znstreiten. Glück hat Churchill damit jedoch nicht gehabt. Der Lüge überWrl William Griffin hat nämlich am 22. Oktober 1939 in seinem Blatt das Original eines von Churchill an ihn gerichteten Briefes abgcdruckt, worin Churchill ihu zu einem Interview cingeladcn hatte und damit Churchill sehr schnell der Lüge überführtI Aus Grund der unverschämten Ablcugnungs- versuche Churchills hat Griffin ferner einen Beleidigungs- prozcß angestrengt, der noch im gleichen Jahre vom Ncw- Norker Oberlandesgericht in erster Instanz gegen Churchill entschieden worden ist. Man sieht also, daß die neuen Ableugnungsversuche, bei denen Churchill auch die hritische Botschaft in Washington eingesetzt hat, unter denkbar ungünstigsten Umständen erfolgen. Der gleiche Mann, der heute die Vereinigten Staaten be schwört, England in unbegrenztem Maße Kriegsmaterial zu liefern, der gleiche Mann hat vor kurzem noch in seiner zynischen Art den Amerikanern bescheinigt, daß sie in Europa nichts zu suchen haben Damit aher hat Churchill dargetan, daß die britischen Plutokraten auch aus Amerika nur mit Hochmut herabsehen, gleich bereit, einmal Hilfe zu erflehen, um dann wieder diese Bereitschaft zu verhöhnen und zu verspotten. Englands Niederlage auj dem Balkan Churchills diplomatischer Vertreter und Agent des Serct Service in Rumänien verläßt in diesen Tagen aus Anweisung Londons den Kreis seiner bisherigen verhängnisvollen Tätig keit. Diese Tatsache hat in der ganzen Welt stärkstes Aufsehen erregt, weil man sie als Beweis dafür ansicht, daß England auch die letzte Position auf dem Balkan räumen mutzte. Au dieser Tatsache ändern nichts die in Saloniki gelandeten eng lischen Hilsstruppen für Griechenland. Das Ziel der englische» Balkaupolitik lange vor dem jetzigen Kriege war die Schaf fung eines englischen Bollwerks, dazu bestimmt, zu gegebene; Zeit die deutsche Flanke zu bedrohen Wer die Vorgänge de; letzten Jähre, besonders in Rumänien, versolgt hat, Weitz, mit welchen Mitteln und Intrigen die englischen diplomatischen Missionen gearbeitet haben, um Rumänien in eine Front gegen Deutschland zu bringen. Der ihm kurz vor dem jetzigen Kriege ausgezwnngene „Garaniievertrag" als Glied in der Einlrei- snngskettc gegen Deutschland ließ keinen Zweifel darüber, daß England Rumänien für seine Kriegspläne gegen Deutschland gebrauchen wollte. Mit dem Einrücken der deutschen Lehrlrup- pcn in Rumänien sah der englische Gesandte m Bukarest sein Ar beitsfeld immer mehr eingeengt, so daß er schließlich seinem Lon doner Chef die Unzweckmäßigkeit seines weiteren Verbleibens in Bukarest mitteilte. Herr Churchill hat damit eine Position ms dem Balkan räumen müssen, die durch die zunehmende Er- tenntnis über die Hinterhältigkeit der englischen Politik schon seit langem unhaltbar geworden war. Für jeden aufmerksamen Beobachter der Entwicklung der Verhältnisse auf dem Balkan besteht kein Zweifel darüber, datz ohne die kriegstreiberischc Politik Englands der Balkan heute schon restlos befriedet wäre und sich im Neuaufbau zum Besten der Balkanvölker befände. Die Mreise des englischen Gesandten aus Bukarest mit seinem gesamten diplomatischen und Gcheimstab wird deshalb in Rumänien als wirkliche Befreiung von dem englischen Terror angesehen. Bukarest; Aalwort Die Abberufung der rumänischen Gesandtschaft in London. Das Bukarester Außenministerium gab folgende amtliche Mitteilung bekannt: „Der englische Gesandte hat der rumänischen Regierung zur Kenntnis gebracht, daß er von seiner Regierung zusammen mit allen Mitgliedern der Gesandtschaft und der britischen Konsulate in Rumänien zurückgerufen worden ist. Die rumänische Negierung ihrerseits hat ans Grund dieser Mitteilung ihre Gesandtschaft in London abbe- rusen. Die Mitglieder der britischen Gesandtschaft verlassen Rumänien am 15. Februar, dem Tag, von dem ab die diplo matischen Beziehungen zwischen Rumänien und Großbritan nien aufhören." Die Welt mtter dem Eindruck des vernietenden denlschen Schlager Die Welt steht unter dem Eindruck des vernichtenden Schlages, den deutsche Kriegsschiffe im Atlantik gegen einen großen feindlichen Gcleitzng geführt haben. Dieser mit durch schlagendem Erfolg geführte iiberfallarlige Angriff ist inner- halb von drei Monaten der zweite Fall, daß im Atlantik ein geschlossener unter Sicherung fahrender Geleitzug aufgcriebcn oder vernichte« wurde. Ain 8. November 1940 meldete der Wehrmachtbcricht, daß deutsche im Atlantik operierende Ncber- wasscrstreitkräfte der Kriegsmarine einen britischen Gcleitzng völlig vernichtet und dabei 86 000 BRT. versenkt hatten. „Keine Söldner der Löge" ReichSpressechcf Dr. Dietrich vor den Berliner Vertretern der Auslandspresse. In einer Ansprache, die der Reichspressechef Dr. Diel- rich am Mittwoch anläßlich eines Empfanges der Berliner Vertreter der Auslandspresse gehalten hat. erklärte dieser u. a.: Wir geben den ausländischen Journalisten in Deutschland Freiheit der Berichterstattung, weil wir es nicht — mir andere — nötig haben, etwas zu verbergen —, von wenigen militärischen Dingen abgesehen, die kein Land der Welt preis- geben kann Wir brauchen nickt — wie andere — die Welt zu belügen Uber Zustände, die bei uns herrschen, sondern können ihr Ein- bliik in die Wirklichkeit geben. Wir wollen nicht — wie andere — die außerhalb des Krieges stehenden Völker über die wirkliche Kriegslage täu- schen, sondern ihnen durch ihre eigenen Pressevertreter die Möglichkeit einwandfreier Aufklärung verschaffen, schon damit sie nicht leichtgläubig den Kriegshetzern zum Opfer fallen. Wir Haven die Methode der offenen Tür, nicht die Me thode des Zwanges, sondern die Methode der Freiheit aus innerer Verpflichtung. Wir wollen hier keine Söldner der Lüge, sondern Ver treter der Wahrheit. Wir wollen in unserem Lande keine Werkzeuge der Kriegshetzer, sondern Verfechter der wahren Interessen der Völker. Deshalb kämpfen wir acaen die fort-