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17'Telstu«. u lgen. Telegrg. Preutztn hinden- rufsi- neekorp; giger und Sr- etzt über Stein. >er Ztg- doboot en sieben mazone" n vom . Beim - Mann- r Damp- ffnsamrn enische io de Ja- utschen fer Crom- )en. Tie c gebrachi. Übungen cht ge- über die n. Auch günstige Die Zei obwohl st wird. Furcht. lhelm !alona ten. Ob lig, eogerie. r r !tlß, »«rkt Pfd. 7V Döbeln, i. sind zu langen: iimmig. deutsche ammel- !rn ent- Amts- und anzeigeblatt Mr -en Kmtsgerichtsbezirk Eibenstock M- -essen Umgebung ft" Eibenstock, Larlsfel-, Hundshübel, Neuheide, (Vberstützengrün, Schönheide, SchönheiderhGMmer,Sosa,Unterstützengrün,wildenthal usw. und Verleger: E»il Hnnvedohn, verantwortl. Redakteur: Ernst Lindemann, beide Eibenstock «1. Jahrgang. —! -- Vel.»Kdr.: Amtsblatt. Drucker Bezugspreis viertcljährl.M.1.50 einschließl des „Jllustr.Unterhaltungsblatts" und der humoristischen Beilage „Seifenblasen" in der Expedition,bei unserenvoten sowie bei allen Reichspostanstalten. Erscheint täglich abends mit Ausnahme der Am» und Zetertage für den folgenden Tag. Anzeigenpreis: die kleinspattige Seile 12 ? .ennige. Im amtlichen Teile dle gespaltene Seile 30 Pfennige. ^7 s«s Dieustag, de» 1. September L»LA Bckauntmachllug. Nach den angestellten Erörterungen sind bei Preisen für Gegenstände de» täglichen Bedarf», insbesondere für Nahrung»- und Futtermittel aller Art, sowie für rohe Naturerzeug» niste, Heiz- und Leuchtstoffe, Auswüchse, die eine behördliche Festsetzung im Sinne des Reichs- gesetze«, betr. Höchstpreise, vom 4. August 1914 erforderlich machen würden, im Regierungs bezirke Zwickau bisher nur ganz vereinzelt zu bemerken gewesen und auch diese sind zumeist verursacht worden durch übermäßige Einkäufe der Bevölkerung und durch die Schwierigkeit der Warenzufuhr während der Mobilmachung. Mit Rücksicht hierauf und da nunmehr eine Erleichterung in der Güterzufuhr eintritt, hat die Königliche Kreishauptmannschaft mit dem KreiSauSschuste beschlossen, für ihren Bezirk vorlü«fig von der Festsetzung von Höchstpreisen für Gegenstände de» täglichen Bedarfs ab- zuiehen. Sollte wider Erwarten eine übertriebene Preissteigerung für derartige Waren noch ein- treten, so wird die Königliche KreiShauplmannschaft sofort die Festsetzung von Höchstpreisen vornehmen, und eS wird mit den hierfür gesetzlich vorgesehenen Zwangsmaßnahmen und Straten unnachstchtlich vorgegangen werden. Sämtliche Gemeindebehörden haben den Geschäftsverkehr mit Gegenständen des tägli chen Bedarf» hinsichtlich der geforderten Preise fortgesetzt zu überwachen und für den Fall der Forderung unverhältnismäßig hoher Preise, dafern ihr Einschrnten erfolglos bleiben sollte, unverzüglich Anzeige an die Aufsichtsbehörde zu erstatten. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß auch ohne Festsetzung von Höchstpreisen Ge schäfte und Handelsbetriebe, die etwa Wucherpreist für Lebensmittel verlangen sollten, sofor tige Schließung zu gewärtigen haben. Zwickau, den 15. August 1914. Königliche Krcishauvtmannjchasl. Allssmdcrmlg Landsturm II bctr. Die Unteroffiziere und Mannschaften de» ausgebildeten Landsturms RI, d. s. die aus der Landwehr (Seewehr- II. Aufgebot, zum Landsturm übrrgetretenen und in der Zelt vom 16. August 1869 bis Ende 1875 geborenen, sowie die in den Jahren 1876 und 1877 geborenen, aber sr. Zt. mit 19 bez. 18 Jahren eingetre.enen Leute, die sich hier bl» jetzt noch nicht zur Landsturmrolle II gemeldet haben, werden zur Vermeidung ihrer Be- strafung aufgefordert, die Anmeldung nunmehr spätestens bi, zum 5 September 1914 hier nachzuholen. Die Meldung kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Der »iMLrpatz ist beizufüge«. Dabei ist Auskunft zu geben über den jetzigen Beruf, die Wohnung, den Familienftand und über die Kinderzahl. Auch die als unabkömmlich Bezeichneten oder zunächst Zurückgestellten dieser Jahrgänge haben sich zu melden. Die OrtSbehörden werden ersucht, diese Aufforderung auch noch in ortsüblicher Weise bekannt zu geben. Schneeberg, am 29. August 1914. Das Königliche Bezirlslommando. Vor eatschkideadc» Ereignisse». Uebcr 30000 Rosien gefangen. Die Kämpfe an unserer Westgrenze drängen nun mehr der unerbittlichen Entscheidung entgegen und es unterliegt wohl keinem Zweifel mehr, daß Frank reich vor seinem militärischen Zusammenbruche steht. Der Draht hat sich zwar gestern und auch bis jetzt noch völlig ausgeschwiegen über neuere Vorgänge an der Riesenkampffront im Westen, doch ist selbstver ständlich anzunehmen, daß unsere vorzügliche Armee weiter im kräftigen Vorwärtsdringen sich befindet und eine neue Meldung erst eintreffen wird, wenn ein wei terer Aktschluß in diesem großen Weltdrama eingetrsten ist. Trotz der verzweifelten Lage nehmen dis Fran zosen natürlich den Mund noch immer rissig voll, ob wohl sie doch die deutlichsten Zeichen des Zusammen bruches vor sich sehen. Weiter unten werden wir eine Probe fränkischer Phrasen geben und hier nur zunächst kurz mitteilen, daß der Oberbefehlshaber der fran zösischen Armee mit seinem Latein bereits zu Ende ist. Kopenhagen, 30. August. (Nichtamtlich.) Pariser Blättermeldungen, die über Rom kommen, besagen, General Joffre habe seinen Abschied al» Oberstkommandierender ver langt, und al» Grund das schlechte Zusammenarbeiten unter den Generalen angegeben. Eine hocherfreuliche Siegesmeldung war am Sonn abend mittag von unserer Ostgrenze gekommen. Ueber 5 Armeekorps hatten die Deutschen geschlagen. Heute ist nun eine Ergänzung zu dieser Meldung emgelaufen, die uns die ganze Größe dieses deutschen Erfolges offenbart: v-rli«, »1. «u««fi. (W. L. «.) Amtlich wird gemeldet: Bet de« große« Kämpfe«, t« de«e« die rnsfifche« Armee« deiTa«»e«berg, Hohe«- stei« ««d vrtelsd«rg geworfen wurde«, fi«d über 30000 Aussen mit viele« hohe« Offiziere« in Gefangenschaft geraten. Die Rnfie« wnrde« vo« drei Seite« angegriffe« u«d die Dentfche« jag te« ste i« die mafurifche« Sümpfe «nd See«. Und nun kommt das Schönste dazu. Angesichts sol cher russischen Niederlagen, erlauben iich die Herren in Paris folgende schönen Redewendungen: Paris, 29. August. (W. T B.) Der in der vergan» genen Nacht unter dem Vorsitz deS Präsidenten Poincar« zusammengrtretene Ministerrat hat den Wortlaut der Erklä rung der neuen Regierung an die Bevölkerung gebilligt: Der Wortlaut ist u. a. folaender: „Franzosen, die Regierung bat von ihrem Kampfplatz« Besitz genommen. Da« Land weiß, daß es auf ganze Wach samkeit und Energie zählen kann, e« weiß, daß e» ihren Inte- reffen den Boden hält. Die Regierung weiß, daß e« aut das Land zählen kann. Unsere Söhne vergießen ihr Blut für da» Vaterland und die Freiheit an der Seite der englischen und belgischen heldenmütigen (!) Armee. Sie halten ohne Zittern den furchtbarsten Sturm von Eisen und Feuer au«, der je ein Volk erschüttert hat. Alle bleiben aufrecht Ruhm den Lebenden, Ruhm den Toten. Die Menschen fallen, adrr die Nationalität bleibt bestehen Franzosen, die Pflicht ist tragisch. aber einfach: den Eindringling zurückzuwerfen, ihn zu ver folgen und unseren Boden zu befreien. Während dieser Zeit marschieren unsere Verbündeten, die Russen, mit entschlossenem Schritt auf die Hauptstadt de» Deutschen Reiche» und bringen den Truppen, die sich zurückzogen, volle Niederlagen bei. Wir haben die Methodik und wir werden siegen!" Der Aufruf ist von allen Ministern unterzeichnet. Und auch König Georg von England kann es nicht lassen, Heldentaten zu bewundern, wo absolut keine vorhanden sind: König Georg Hal laut „B. T." an König Alben folgen de« ziemlich naive Telegramm gerichtet: Höre mit Schrecken, daß Ihr in Gefahr wäret, durch deutsche Luftdomben. Hoffent lich haben sich die Königin und die Kmder nicht erschreckt. Mit Bewunderung folge ich den Heldentaten unserer Heere." Die Heldentaten deS englischen Heeres bei Saint Quentin rechtfenigen die Bewunderung deS Königs. Tapfer geht eS in Gemeinschaft mit den Franzosen in der Richtung auf Paris zurück Ein Wermutstropfen in die Freude über unsere schönen Erfolge war der Verlust dreier Kreuzer und eines Torpedobootes, die sich in der Nordsee einer unge heueren englischen Uebermacht gegenübersahen. Der erste eingegangene Bericht über das Seegefecht lautete: Berlin, 29. August. (W. T. B.) Im Laufe deS gestrigen Vormittags sind bei teilweise unsichtigem Wetter mehrere moderne englische kleine Kreuzer und zwei englische Zerstörerflottillen (etwa 40 Zerstörer) in der deutschen Bucht der Nordsee, nordwestlich Helgoland, aufgetreten. Es kam zu hartnäckigen Einzelgefechten zwischen ihnen und unseren leichten Streitkräften. Die deutichen kleinen Kreuzer dräng ten heftig nach Westen nach und gerieten dabei infolge der beschränkten Sichtweite ins Gefecht mit mehreren starken Panzerkreuzern. S. M. S. „Ariadne" sank, von zwei Schlachtschiff-Kreuzern der Lion Klasse aus kurze Entfer nung mit schwerer Artillerie beschaffen, nach ehrenvollem Kampfe. Der weitaus größte Teil der Besatzung, voraus sichtlich 250 Köpfe, konnte gerslter werden. Auch da» Torpedoboot „V. 187" ging, von einem kleinen Kreuzer und 10 Zerstörern auf» heftigste beschaffen, bi» zuletzt feu ernd, in die Tiefe. Der Flottiüenchef und der Komman dant sind gefallen. Ein beträchtlicher Teil der Besatzung wurde gerettet. Die kleinen Kreuzer „Köln" und „Mainz" werden vermißt. Sie sind nach einer heutigen Reuter meldung au« London gleichfalls im Kampfe mit überlege nen Gegnern gesunken. Ein Teil ihrer Besatzungen (9 Offiziere und 81 Mann ?) scheint durch englische Schiffe ge- rettet worden zu sein. Nach der gleichen englischen Quelle haben die englischen Schiffe schwere Beschädigungen er litten. Die „Ariadne" wurde 1899 gebaut, hat eine Länge von 104 Metern und eine Besatzung von 275 Mann. „Mainz" und „Köln" find 1909 erbaut, 130 Meter lang und haben eine Besatzung von 379 Mann. Eine ausführliche Schilderung des Sseqefschtss geht uns in nachstehender Drahtmeldung zu: Berlin, 30. August. Ueber die heldenmütige Energie, mit der sich Torpedoboot „V 187" bis zum letzten Augenblicke gegen die starke feindliche Ueber macht wehrte, gibt der Bericht eines Augenzeugen Kunde, dem wir folgendes entnehmen: „V 187" sah sich bei diesigem Wetter ganz unerwartet zu erst von Norden, dann allenthalben von muffigen britischen Torpcdobootszerstöreru und Untersee booten angegriffen. „V 187" wehrte sia, unver zagt mit allen Kräften, doch setzten zahllose Ge schosse, aus allernächster Nähe abgegeben, die Be wegungsfreiheit bis aufs äußerste herab. Da leine Möglichkeit war, sich dem seindlichen Feuer zu ent ziehen, drängte „V 187" auf die Feinde zu, um ein Passagiergefecht zu gewinnen und bis Ende durchzufechten. Als unter dem Ge-choßhagel dis Bewegungsfreiheit völlig verloren gegangen war, wurde schließlich im Innern eine Soreugung vorgenommen, um das Schiff nicht iu seiudliche Hände fallen zu lassen. Jetzt sank das Schiff, und während es sank, stand die Besatzung bis zum letzten Augenblick an den Geschützen und feuerte noch. Der Flottillenchef, Korvettenkapitän Wallis, und der Kommandant Kapitänleutnant Zechler fan den den Heldentod. Anzuerkenuen ist, daß die Gegner, ungeachtet der eigenen Gefahr, Beiboote zur Rettung der Unseren aussetzten. Als sich dann deutsche Streitkräfte näherten, mutzte der Feind sich von den Beibooten zurückziehen, von denen wir dann die geretteten Deutschen ausnahmen. Vom Untergang S. M. S. „Ariadne" gibt derselbe Augenzeuge folgendes Bild: Von Kanonendonner gerufen, der ein Gefecht der Vorpostenstreitkräfte anzeigte, eilte S. M. S. „Ariadne" denselben zu Hilfe. An der Vorpostenkette entdeckte sie, daß einzelne leichte Streitkräfte beschossen worden sind. Zwar die Geschütze sind inzwischen verstummt, aber ein Rückzug entspricht nicht dem KampfeSmut der deutschen Offiziere und Mannschaften. Verfolgen, Fühlung mit dem Feinde genommen, heißt dis Losung, ungeachtet der Stärke des Feindes. Plötz lick, erdröhnt neues Geschützfeuer, und schon stößt „Ariadne" auf einen der Unseren, der mit zwei Panzerkreuzern der Lion-Klasse, Schiffs riesen von 27OG! Tonnen mit je acht 04,3-Zentimeter Ge schützen, im Kampfe liegt. Mutig springt „Ariadne" dem Bedrängten bei, aber in diesem Augenblick schießt ein Treffer in den Kssseleaum und setzt die Hälfte des Kessels außer Betrieb und vermindert die Schnelligkeit auf lü Seemeile». Doch es beginnt den ungleichen Kampf Das Ach terschiff brennt, doch die übrigen Geschütze feuern weiter. Auch auf das Vorderschiff dehnt sich der Brand aus. Der Feind hat kurz nach Westen abge dreht, die tapfere „Ariadne" ist dem Untergang geweiht. Treu der Ueberlieferung, mit drei fachem Hurra auf den aller höchsten Kriegsherrn, dem deutschen Flaggen liede und Deutschland, Deutschland über alles wird das Schiff in Ord nuna verlassen. Kurz darauf verschwindet das Wrack in den Fluten. Der erste Offizier Kor vettenkapitän Frank, der Schiffsarzt Ritter von Borberoer, Wacktoffizier Helbing und zirka (0 Mann der Besatzung lind gefallen Groß isi d,e Zahl der Verwundeten. War dieses Treffen mit