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Eibenstocker Tageblatt : 13.11.1944
- Erscheinungsdatum
- 1944-11-13
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id426616677-194411130
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id426616677-19441113
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-426616677-19441113
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Eibenstocker Tageblatt
-
Jahr
1944
-
Monat
1944-11
- Tag 1944-11-13
-
Monat
1944-11
-
Jahr
1944
- Titel
- Eibenstocker Tageblatt : 13.11.1944
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Eibenstocker Tageblatt ««7 Fen, sprech« Nr. 510. IN44 PostscheSont» Leipzig Nr. 366 67. -- 91. Jahrgang. . — Montag, den 13. November ^Glanz erglüht, Wie ein Erdbeben Der Londoner Korrespondent des schwedischen Blattes besiegte die Sirenen Angenzengenbericht über die furchtbare« Wirkungen deS „V 2"-Geschosses Volk und Führer verschworen Snndgebnng deS Führer- znm S. November. — Feierliche Vereidigung deS Volk-sturm- in allen Gauen deS Grotzdeutschen Reiche-. bereit lind. Leven Mr Leven zu geben. Ob der Mensch dreies harte Gesetz nun besaht oder verneint, ist völlig belanglos, ändern kann er es nicht. Wer sich daher dem Kamvi um die ses Leben zu entziehen versucht, beseitigt nicht das Gesetz, sondern nur die Voraussetzung seiner eigenen Existenz. Als die nationalsozialistische Bewegung ihren Kamvi um die Eroberung der deutschen Menschen begann, stand für seden Einsichtigen der drohende innere Zusammenbruch von Volk und Reich fest. Die Folge mutzte die steigende Bedrohung unserer völkschen Existenz sein das langsame Absinken unse rer Geburten und damit ein schleichender Volkstod mit einem Vielfachen an Ovsern des Weltkrieges. Und dies entsvrach sa auch der Zielsetzung unserer Gegner. So standen wir rm Jahre 1919 vor der Erkenntnis dass nur eine Reform unse res Volkes an Haupt und Gliedern es auf die Dauer befä higen würde, den Kampf um das Dasein wieder erfolgreich auszunehmen. Nur eine vollständige Abwendung von den Phrasologien der demokratischen Bölkerzerseyung sowie der bolschewistischen Völkerzerstörung konnte unser Volk noch einmal in den Besitz ferner natürlichen Lebenskraft bringen und damit die Voraussetzungen zu einer erfolgreichen Le- bensbehauptung für die Zukunft sicherstellen. Im Sinne die ser Erkenntnisse ist die nationalsozialistische Bewegung in den Kamvfeinaetreten. Die Proklamation des jungen natio nalistischen und sozialistischen Volksstaates rief damit aller dings sokrot den Hatz aller jener inneren und äusseren Geg ner hervor, die die Repräsentanten des früheren Systems der deutschen Zersplitterung und damt Ohnmacht waren. Seit dem Tage der Machtübernahme haben sich die alten Feinde erst recht nickt gewandelt sondern ihren Hass verstärkt Höch stens wurde die Methodik ihres Vorgehens der neuen Situa tion angepasst. Als letzte inspirative und antreibende Kratt aber bat das Judentum lo wie einst in der Zeit des Kamv- fes um die Macht seit dem Jahre 1933 keine Möglichkeit ver geben lassen, um seinen satanischen Veriolaunas- und Zer- norungswiUen gegen die neue tzstaarswee als solche und ihren jungen Staat zum Ausdruck zu bringen. So haben sich wohl die Zeiten geändert aber das Wesentliche des uns aufge zwungenen Kampfes ist geblieben. Geblieben ist: Erstens, unser eigenes Ziel, nämlich die Erhaltung unseres Volkes, die Sicherung seiner Zukunft mit allen Mitteln, und zwei tens. das Ziel unserer Feinde: die Vernichtung unseres Vol kes. die Ausrottung und damit die Beendigung seines Da seins. Dass dies nicht eine These der nationalsozialistischen Propaganda war und ist. wurde einst bewiesen durch die Tat sache des deutschen Verkalls im Innern und wird heute be stätigt durch die Proklamation unserer Feinde. Die Einstcht in die Notwendigkeit einer Rettung Euro pas vor dem bolschewistischen Ungebeuer besteht auch heule bei zahlreichen «»isländischen Staatsmännern. Parlament», rern und Parteipolitikern sowie Wirtschaftlern. Zu , eine« praktischen Ergebnis kann diese Einsicht aber erst dann füh ren. wenn es einer starken europäischen Macht gelingt über theoretische Hoffnungen hinweg den gemeinsamen Kampf Nachdem sich Churchill unter dem Eindruck der deutschen Meldungen über den „V2"-Beschutz genötigt gesehen hat, im Unterhaus den Schleier des Geheimnisses, den er über „V2" gelegt hatte, zu lüften, liegen nun auch die ersten Berichte von Augenzeugen vor. Alle diese Meldungen lassen aber deutlich die Hand des Zensors, der den Auftrag hat, so wenig wie möglich über „V2" an die Oesfentlichkeit gelangen zu lassen, erkennen. Ein »Bericht, den der Präsident der nordamerikanischen Nachrichtenagentur United Preß, Hugh Baillie, während seines Besuches in England schrieb, ist von der britischen Zensur zurückgehalten worden. Baillie, der inzwischen nach New Bork zurückgekehrt ist, schildert, wie er in seinem Hotel die ersten in größter Entfernung erfolgten Explosionen von „V2" gehört habe, die das ganze Gebäude erschütterten. Es bot sich ihm eine 'a l p tr a u m h a st e Szene, als er die Einschlagstelle sah, so berichtet er weiter. Das ganze Gebiet hatte das Aussehen eines Schlachtfeldes angenommen, vor ihm tat sich ein riesiger Krater auf. Die Menschen waren in höchster Erregung. Sie wußten nicht: war es ein Meteor, war es eine Bombe oder was war es eigentlich? Andere, die den Einschlag von „V 2* erlebten, schilderten, daß das deutsche Ferngeschoß wie ein „großer Feuerball" aus- gesehen habe. Ein Augenzeuge erklärte dem Vertreter des Reuterbüros: „Ich sah am Himmel einen roten Ball etwa in der Größe eines Fußballes. Eine Minute später erfolgte eine gewaltige Explosion." Ein anderer Augenzeuge äußerte: „Ich sah eine schwarze Rauchwolke und dann etwas, was wie ein Heller Stern aussah. Es bewegte sich rasend schnell vorwärts. Dann gab es eine Erplosion mit orangefarbigen und roten Lichterscheinungen." Wieder andere Augenzeugen beschrieben die „V2'-Geschosse als „fliegende Telegaphenstangen". In einer United Preß Meldung aus London heißt es, „V2" könne als ein komctengleiches ungeheures Geschoß beschrieben werden, das ungesehen und ungehürt heruntcrsause und das Schrecken über weite Strecken Englands verbreite. Der Kommentator deS Londoner Rundfunks, Lindley Fraser, berichtete, der Beschuß sei diesmal insofern anders als bei den „V 1" Geschossen, da bei den „V 2">Raketen, die schneller als der Schall seien, keine Warnung gegBen wer- den könne. „V2 hat die Sirenen besiegt^heißt eS weiter in dem Fraserbericht. Man werde sich erst darüber Nar, daß man verschont geblieben fei, wen« inan irgendwo anders Explefionen höre. Der Rundfunksprecher Archie Lee schilderte seine Ein drücke von „V2" folgendermaßen: ,Zch habe die „V2" spät in der Nacht gesehen. Sie befand sich weit entfernt und sah wie ein Lichtball aus. Steil fiel sie durch den Himmel, dann sah ich sie am Horizont verschwinden, beobachtete das Auf leuchten der Explosion, und kurz daraus war eine ungeheure Detonation trotz der weiten Entfernung vernehmbar." Law rence Hanson berichtete: „Zuerst dachte ich, es sei eine Sternschnuppe, dann aber stellte ich fest, daß sie immer größer wurde und schließlich ein einziger Heller Flammen ball war. Einige Sekunden später ging die „V2" in weiter Entfernung hinter den Häusern nieder, und ein starker roter Während an den Fronten in West und Oft und Süd unsere Divisionen im schweren Abwehrlamps gegen den Feind stehen und dem Gegner hohe Blutopser für jeden Zoll Bodens ab- fordrrn, während der deutsche Soldat, erfüllt von dem unbrug- famen Gefühl der Ueberlegenhrit und von dem zähen Willen zur Abwehr und zur Verteidigung seiner Heimat, erfolgreich dem Ansturm der Massen widersteht, hat sich die Heimat er hoben, bereit, die deutschen Grenzen bis zum letzten zu ver teidigen. Hunderttausende deutscher Männer waren am Sonn tag in allen Gauen unseres Reiches angetreten, um sich zu dem deutschen BolkSsturmgedanken zu bekennen und ihren heili gen Eid aus den Führer abzulegen. Väter und Söhne. Männer aller Berufe und jeden Alters, standen nebenein ander, geeint durch den Schwur, daö Letzte herzugeben, um die heilige deutsche Erde vor dem Feind zu schützen. Es ist der gleiche Geist und der gleiche Glaube, der die Marschierer des 9. November 1923 beseelte. Ihr Vermächtnis trägt die kämpfende Front heute im Herzen, und ihr Vermächt nis trägt auch der deutsche Volkssturm in sich, der seinen heiligen Eid aus den Führer abgelegt und gelobt hat, zu kämpfen, und, wenn es sein muß, zu sterben, um dse Freiheit und die Zukunft unseres Reiches zu verteidigen. So ist dieser 9. November 1944 zum größten und er- habendsten Gedenktag der Nation geworden. Das ganze deutsche Volk, an der Front und in der Heimat, steht unter dem Gewehr, einig in dem Bekenntnis zu dem Heldentum unserer Soldaten, geeint durch den Schwur, nicht eher die Waffen aus der Hand zu legen, bis der Sieg errungen ist. Wie alljährlich, stand München, die Hauptstadt der Be wegung, im Zeichen des Gedenkens derer, die vor einund zwanzig Jahren ihr Leben für die Idee ließen. Ein festes Band von jenem November 1923 zu dem November 1944 spannt sich über die Geschichte unserer Tage. Der Samen, den die Marschierer von München in die deutsche Seele gelegt haben, ist tausendfältig aufgegangen. Heute, da es gilt, den deutschen Heimatboden gegen den Feind zu schützen, triumphiert die Idee in dem Bekenntnis zur wehrhaften Volksgemeinschaft- Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Königlichen Platz galt das Gedenken all den Kämpfern, die ihr Leben für die Freiheit und die Größe unseres Reiches zum Opfer ge bracht haben. Im Mittelpunkt der Feierstunde stand eine Kund gebung des Führers zum 9. November, die der Reichs- führer ff Himmler, der Befehlshaber des Ersatzheercs, ver- laS. Hier in München wurde die Verbundenheit zwischen der Gedankenwelt de« 9. November 1923 und dem Geschehen des Heute, daS in der Aufstellung deS deutschen VoNsfturmS seinen Ausdruck findet, am deutlichste« erkennbar. Die Retchshauptstadt glich am Sonntag einem großen Heerlager. In allen Bezirken waren die Bataillone des Volkssturms zur Vereidigung angetreten. Auf zehn großen Plätzen standen sie unter ihren Fahnen, das Gewehr, die MPi und die Panzerfaust geschultert, um gemeinsam die Rede ihres Gauleiters, Reichsministers Dr. Goebbels, an zuhören, die ihnen die Parole der Stunde gab. Vor Zehn tausenden deutscher Volkssturmsoldaten, die neben dem Wach- bataillon Berlin aus einem der großen Plätze Berlins standen, umriß Gauleiter Dr. Goebbels die Ereignisse dieses Krieges. Auf diesem Platz wollte der Feind schon Ende Oktober stehen, so verkündeten es seine voreiligen Siegesparolen. Nun stan den die deutschen Volkssturmsolbaten Berlins vor ihrem Gau- leiter, Bataillone der Entschlossenheit, Bataillone der Kampf bereitschaft. Kämpfer für Freiheit und Leben Großdeutsch- lands, wie es eins der protzen Spruchbänder verkündete, Sinn bild der kämpfenden Volksgemeinschaft. In Danzig, auf weit vorgeschobenem Posten im Osten sprach der Stabschef der SA Schepmann zu den dort qM- getretenen Bataillonen des Deutschen Volksstnrms. Hier, an der Ostgrenze des Reiches, wo sich die Wellen der sowjetischen Divisionen brechen, haben bereits die ersten Volkssturm- bataillone am Feinde gestanden und ihre Bewährungsprobe abgelegt. Diese Männer, die in die Bresche traten, um Haus und Hof, ihren Acker und ihre Arbeitsstatt zu verteidigen, haben dem Feinde höchste Achtung abgenötigt. Seitdem ist es dem Gegner klar geworden, daß der deutsche Volkssturm nicht ein leerer Name ist, sondern Inbegriff der ungebrochenen deut schen Widerstandskraft und des unbeugsamen Willens zum Sieg. Die Kundgebung deS Führer- Die vom Reichsführer ss Heinrich Himmler bei der Feier tn München verlesene Kundgebung des Führers lautet: Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! Parteigenossen! Die Erfordernisse der totalen Kriegführung haben mich veranlasst, die Erinnerungsfeier des 9. November aut den nächsten freien Sonntag zu verschieben, ebenso gestattet mir die Arbeit im Hauptauartier nickt, es zurzeit auck nur auf einige Tage zu verlassen. Davon abgesehen, sehe ich meine Ausgabe heute ohnehin weniger im Halten von Reden als vielmehr in der Vorbereitung und Durchführung jener Maß nahmen. die zum endgültigen siegreichen Durchschlagen die ses Kampfes notwendig sind. Denn genau so wie in der Zeit der Krise deS Inbrcs 19N bewegt mich auch jetzt nur ein einziger, MeS andere beherrschender Gedanke: nun erst reckt alles einzusetzen tür den notwendigen Erfolg! Und so wie damals zehn Jahre später den toten Kameraden mit Recht gesagt werden konnte, daß der Sieg doch ihrer geworden war, so muss und wird auch in dem grossen Ringen unseres Volkes um Sein oder Nichtsein am Ende der Sieg ihm gehören, der kämpfenden Front und der nicht minder heldenhaft ringenden Heimat. Ick habe fürher oft darauf hingewiesen, wie notwendig eS ist. dass ein Volk seine grossen Manner würdigt und ehrt. Besonders in schlimmen Zeiten kann eme verzagte Natton auS ihrem Verhalten in der Vergangheit Mut und Kratt für die Gegenwart schöpfen. Um wieviel mehr aber ein Volk. daS sich selbst so grenzenlos tapfer benimmt wie das deutsche. Es wird aus dem Ringen seiner großen Männer die einzig richtigen Lehren für die Gegenwart zu ziehen vermögen, nämlich die Erkenntnis, dass die Vorsehung am Ende nur demjenigen hilft, der selbst unverzagt starken und gläubigen Herzens den Kampf mit den Widerwärtigkeiten der Zeit aufnimmt und dadurch am Ende^um Herrn seines Schick sals wird. Soweit unS der Allmächtige das Auge geöffnet hat. um in die Gesetze seines Waltens nach unserem schwa chen menschlchen Vermögen einen Einblick zu gewinnen, er- kennen wir die unbestechliche Gerechtigkeit, die das Leben als letzten Preis nur denieniaen zusvricht. die gewillt und „Stockholms Tidningen" berichtet, die melflen Eng länder hätten, als die ersten „V 2"-Geschosse über England herunterkamen, erst gar nicht begriffen, worum es sich eigent lich handele. Es seien Gerüchte in Umlauf gewesen über Explosionen von Gasbehältern, Munitionsdepots oder ähn lichem. Dann sei aber der Oesfentlichkeit plötzlich klar gewor den, daß die lang erwarteten „V 2"-Angriffe begonnen hätten. Die Erschütterung des Bodens sei bei dem Einschlag noch in größter Entfernung spürbar. Der Korrespondent bezeichnet die Geschwindigkeit des „V 2"-Geschosses als geradezu fürchter- lich und weist darauf hin, datz infolge dieser riesigen Ge schwindigkeit Gegenmatznahmen vorerst gar nicht zu ergreifen seien. — Der Londoner Vertreter von „Svenska Dag bladet" vergleich den Einschlag eines „V 2"-Geschosses mit der Wirkung eines Erdbebens. Nach „Dagens Nyheter" habe man den Eindruck, als ob das „V2"-Geschotz mit unge fähr einer Sekunde Zwischenraum zweimal nacheinander explodiere. Der Londoner Berichterstatter des Schweizer Blattes „Suisse" verweist auf die Mitteilung Churchills, datz „V2" ncch grötzere Durchschlagskraft als „V1" habe. Der wesentliche Unterschied liege darin, datz „V2" ohne die geringste Vor ankündigung aus den Wolken falle, so datz an die Bevölkerung eine rechtzeitige Warnung nicht gegeben werden könne. Dem entsprechend sei der Eindruck auf die Engländer überaus stark. „V 1" ««d „V 2" über Antwerpen Gewaltige Verheerungen Wie daS Deutsche Nachrichtenbüro zu dem Beschuß von Antwerpen durch „V1" und,,V 2" erfährt, sind vor allem in seit Docks und Hafenanlagcn schwere Schäden entstanden. Hier wurden insbesondere das Lefevredock und das in der Nähe iclegcne Kempischdock getroffen. Die aintierenden Hafen- »chördcn sahen sich gezwungen, nach den Detonationen sofort umfangreiche Abspcrrmaßnahmcn vorzunehmrn, um ein Be- Änntwerden von Einzelheiten über daS Ausmaß der ange- cichteten Schäden zu verhindern. Auch aus den Stadtteilen Veurne, Borgerhou« und Bcrchem werden umfangreiche Zerstörungen gemeldet. An einzelnen Großbauten wür zen die Nationalbank und der Sportpalast sowie die nähere Umgebung dieser Gcbäudckomplexe stark in Mitleidenschaft ge- xogen. Ganze Häuserreihen fielen hier den völlig überraschend «üb lautlos herabsaastn-en „V 2"-Gefch»ss«n zum Opf«. Große Teile der Bevölkerung von Antwerpen sind nach »en Detonationen aus das Land geslohcg Gefangene, die Mitte Oktober bei Antwerpen lagen, berichteten, vatz sie dort mehrfach schwere Explosionen nach dem Einschlag von fliegen- aen Bomben sowie ungeheure Detonationen, die aus nicht ge klärter Ursache erfolgten, gehör« hätten. Die Wirkung des Luftdrucks sei sehr stark gewesen. In weitem Umkreis von den Einschlagstellen seien Fensterscheiben geplatzt und Türen ein- gedrückt worden Ein Gesungener hörte an einem Tage drei schwere Detonationen und sah bei einer derselben ein« fchwa rzc Rauchwolke am Horizont aussteigen Ei« anderer Gefangener hat an einem Tage sechs derartige Explo sionen in Antwerpen miterlebt Andere herichten von drei »der vier Detonationen, die in kurzem Zeitraum nacheinandei rrfolgten. aller um Sem oder Nichtsein zu organisieren unv erfoigreicy durchzufechten. Dies kann und wird aber nur das national* sozialistische Deutsche Reich vermögen. Dass nun der nationalsozialistische Staat heute diese geschichtliche Probe bestehen wird, liegt schon begründet in der bisherigen Haltung der Bewegung. Welche »ürgerüche Partei hätte wob! den Zusammensturz des 9. November 1923 überwunden? Welche wäre aus einem solchen völligen Zusammenbruch in einem beispiellos harten Stingen am Ende doch zum vollen Sieg gelangt? Wenn dieser Kampf auch gemessen am heutigen Geschehen dem oberflächlichen Be trachter als klein erscheinen mag, so zeigt dies doch nur die mangelnde Fähigkeit, die entscheidenden Werte als solche zu begreifen. Denn der Kampf mr die Bewegung war damals genau so der Kampf kür Deutschland. alS es der Kamps des heutigen Reiches selbst ist. Es war der Kamvi kür unser Voll und leim Zukunft, der zunächst m Innern entschieden wer den musste, um der Ausrottungsidee und dem Ausrottungs- Willen unserer Feinde heute auch nach aussen entgegen treten zu können. In Vieser Zeit hat die Bewegung nun jene in nere geistige Haltung empfangen und bewieien. die sie be fähigt, heute die Führerin der Nation und das Reich selbst befähigt, heute Führer Europas zu -ein lind genau so wie wir es damals erleben konnten, dass allmählich t-ie ganze bürgerliche demokratische Parteienwelt m sich selbst verfiel, in ihren Kompromissen verkam und in feigen Verzichten den eigenen Untergang fand, so werden wir beute Zena.'n des gleichen Schauspiels im grossen fein. Völker und vor allem ihre Staatsmänner, Feldherren und Soldaten haben zu allen Zeiten Tage des Glücks und damit des sichtbaren Er folges leicht ertragen. Das Bemerkenswerte der grossen Män ner der Weltgeschichte genau io wie der zu Grossem bestimm ten Völker war aber ihre standhattigk-it in den Tagen Ver Bedrängnis, ihre Zuversicht in Sen Zeiten der scheinbaren Aussichtslosigkeit ihrer Lage, ihr Trotz and 'hr Mut nach erlittenen Rückschlägen. Ars Nationalsozialisten waren wir in der Kampfzeit immer gtück'ich über kürzere oder, längere Perioden der Verfolgung, weil sie von der Partei das ganze leichte Zeug abstreifren, das doch nur Mitläufer gewesen wäre, sich aber sicherlich am Tage ueS Sieges am lautesten gebrüstet haben wurde. So sehen wir auch in diesem gewal tigsten Völkerringen aller Zeiten von unS ebenfalls nur ab- faÜen, was klein, feige und damit lebensuntüchtig ist. Datz Monarchen in einer völligen Verkennung ihrer eigenen, heute nur noch als prähistorisch anzniebenden Position den Mut verlieren und zu Verrätern werden, liegt in ihren, durch jahrhundertelange Inzucht hervorgerufenen geiLgen und moralischen Unzulänglichkeiten begründet. Völker verlangen in solchen Zeiten andere Führer als krank und morbide ge wordene alte Geschlechter. Dass sich auch sogenannte Staats männer und Feldherren von ver Meinung bestricken lassen, eine weltgeschichtliche Auseinandersetzung um Sein oder um Nichtsein durch feige Kapitulationen zu ihren Gunsten wen den zu können, bestätigt ebenfalls nur die iahrtausendelange Erfahrung, dass die Erde zu gleicher Zeit nickt von zu vie len grossen Geistern belebt wird. Ueverall dort, wo aber eine solihe Kapitulation stattgefunden hat oder erwogen würde und heute noch erwogen werden sollte, wird das Er gebnis nickt ein billiges Lerausschlüpfen aus einer weltge- «ckicktlicken Krise sein, sondern die zwangsläufige sichere (Fortsetzung siehe nächste Seite.)
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