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21H. Donnerstag, den 17. September 18E58« Aauhmer Machrichten. Kreisblatt für den Kreis-Mrections-SeM Lautzen. Amtsblatt für Bautzen, Schirgiswalda, Königswartha und Weißenberg. Redacteur und Verleger: L. M. Monse in Bautzen. Bekanntmachung. Bei der unterzeichneten Königlichen Amtshauvtmannschaft ist die Cassation des früheren, von Zscharnitz nach Prischwitz führenden, zwischen Libon und Prischwitz oberhalb des letzteren Orts auf der Kamenzer Chaussee ausmündenden CommunicationSwegcs beantragt worden. Die Königliche Amtshauptmannschast bringt diesen Antrag mit der Veranlassung hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß, daß alle Die- jenigen, welche mit der hierfraglichen Cassation nicht einverstanden sein sollten, ihre diesfallsigen näher zu begründenden Widersprüche bis zum 1. October dieses Jahres bei der Königlichen Amtshauptmannschast zu Bautzen anzubringen haben. Bautzen, am 12. September 1868. Königliche Amtöhauptmannschaft. von Salza und Lichtens«. Bekanntmachung, die Wahl des Kirchenvorstandes zu St. Michaelis allyier betreffend. Nachdem die gesetzlich angeordncten Listen zur Wahl des Kirchenvorstandes für die evangelisch-lutherische Parochie zu St. Michaelis hierselbst cingegangen sind, soll nunmehr die Wahlhandlung Sonntags, den 20. lscptember d. I., von Vormittags 11 Uhr an, in der Kirche selbst Statt finden. Zu diesem Behufe hat sich der Wahlausschuß nach beendetem Vormittagsgottesdienste in der Sacristei zu versammeln, und werden sodann diejenigen Stimmberechtigten, welche sich angemeldct halben, nach der Reihenfolge der höheren Orts, fetzgestclltcn'Wahlabtheilungcn auf gefordert werden, ihre Stimmzettel in die Wahlurne einzulegen. Jeder Wähler aus den 10 ersten Wahlabtheilungen hat nur den Lor- und Zunamen, sowie Stand eines Wahlfähigen aus den Ortschaften seines Bezirks aufzuzeichncn: dagegen jeder Stimmberechtigte der 11. Wahlabthzilung, also der Landvoigtcil. Seidau, aus seinem Wahlzettel zwei Wahlfähige von da in Vorschlag zu bringen. Gott lenke die Herzen aller Wähler so, daß sie ihre Stimme nur Männern von gutem Rufe, bewährtem christlichen Sinne, kirch licher Einsicht und Erfahrung geben. Bautzen, am 14. September 1868. Wetzke, Pfarrer. Bekanntmachung. Nachdem der Kaufmann Herr Hugo Herrmann Grieshammer zu Bautzen besage hier überreichten Pflichtscheins von dem Stadt- rach zu Bautzen als Agent der Westdeutschen Dcrsichcrungs-Actien-Bank in Essen zugleich für den hiesigen Gerichtsamtsbezirk mit in Pflicht genommen worden ist, so bringt man Solches andurch zur öffentlichen Kenntniß. Königliches Gerichtsamt Schirgiswalda, am 12. September 1868. Seyfert. Nicht am 3. Oktober, wie irrthümlich im Sorauer Kalender angegeben, sondern erst am 12. Oktober d. I. wird der hiesige Kirmest-Markt abgehalten werden. Wittichenau, den 13 September 1868. Akk Telegraphische Nachrichteu. Kiel, 14. Sept., Abends. (W. T. B.) Bei Vorstellung der Spitzen der Behörden beantwortete Se. Majestät der König die Anrede des Grafen Reventlow folgendermaßen: „Ich danke Ihnen für Ihre guten Wünsche, für Ihre Versicherungen und für Ihre Zuversicht in die Zukunft. (An Alle gewendet:) Wie viele Wirren haben überstanden werden, wie erschütternde Weltereignisse haben eintreten müssen, ehe wir in den Hafen eingelaufen sind, ehe Sie mir diese Worte sagen, ehe ich sie hören konnte. Wir befinden uns in einer Ueber- gangsperiode und unterliegen den unvermeidlichen Wirkungen einer solchen! M ist unsere Ausgabe^ ein Land mit eigengcarteten Institutionen dem größeren Preußen so zu assimiliren und zu gewinnen, daß die bewährten Preußischen Institutionen ihm zum Wohle gereichen. Wir können uns das gegenseitig erleichtern, wenn Sie mir mit Vertrauen entgegenkommen, wenn Sie mir die Keime pflegen helfen, die ich schon gelegt und die ich auch weiter zu lcgeu gedenke, deren Früchte zu ernten ich aber wohl meinen Nach folgern werde überlassen müssen." . Zu dein Repräsentanten des geistlichen Konsistoriums Di. Mommsen gewendet, sagte der König: „Ich kann Ihnen nur wiederholen, was ich bei gleicher Veranlassung in Hannover und Kassel gesagt: Aus voller Ueberzeugung der Union zu- gethan, weil ich in ihr die beste Gewähr und Bürgschaft für den Frieden unter den evangelischen Consefsionen erkenne, wie es mem in Gott ruhen der Vater gethan, bin ich doch weit entfernt von dem Gedanken, irgend einen Zwang änwenden zu wollen: ja ich würde sogar eine Ueberreduna mißbilligen, wenn sie nicht durch die Sacke und die Zwecke der Union selbst berbeigeführt wird. Von Herzen werde iw zn allen Zeiten die Union eben-