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>oren hat ' drx royer )cpu, krän- ^onen n der Ton Mionen r von , das r 2n- ie ge- >; es d von ävüü 6 Zci- ! eine r und eunn sburg rd cs ieten; ischen Mehrer ndern ward 'an de ¬ ll nn 'hulen sucht, i ver- leistli- lehrer und arben B e Belehrung i t r ä g e zur und Unterhaltung. Nr. Dresden, den 20. May »3*4- 26» Die Politik Napoleons, ^Oie Politik jeder Nation trägt das Gepräge ih res Charakters; allein wie dieser Ausartung n un terworfen ist, so auch ihre Potilik. Seit den Mi nisterien der Cardinale R iehelie u und M a z a r i n zeichnet die Politik des französischen Hofs einen Naukegeist, eine Schlauheit, eine Hinterlist aus, welche sie für ganz Europa höchst gefährlich macht. Sie geht nie auf geradem Wege, erlaubt sich alles, glaubt die Mittel durch den Zweck zu heiligen, ach, tet weder Menschenrechte, noch halt sie Vertrage, spielt mit dem Heiligen, und scheuet sich vor keinem Abschläge, der zum Ziclc zu führen scheint. Und nie die französische Natron immerwahrend thatig, verschlagen, unzuverlässig, eitel, stolz und übermü- thig ist, so ist auch ihre Politik stets unruhig und argwöhnisch, Ranke liebend und verratherisch, sinnt nichts als anderer Nationen Verderben und Unheil, und brütet unaufhörlich über der Befriedigung der Enclkeit und der Ruhmsucht der Nation. Die französische Politik will daher stets scharf beobachtet fern; sie halt nie Wort und verdient keinen Glau ben, und es ist Thorheit, wenn man auf den gu ten Willen der französischen Machthaber bauet. Man bereitet sich selbst den Untergang zu, wenn man »h- cen Lockungen und Listen sich hingiebt und ihre Ver sprechungen für Glaubenswa Hoheiten halt. Die Politik Napoleons verralh nicht blosi das Gepräge des französischen Nationalcharakters, sondern trägt auch den Stempel seiner eigenen Be ¬ strebungen, seiner ungestümen Affekten und glühen den Leidenschaften. Er ist ein uneingeschränkt e Beherrscher Frankreichs, die Nation hat kei nen Wlllem und was er thut, das ist das Werk sei ner Willkühr und feiner Launen. Man darf sich daher nicht wundern, das; tue französische Politik jetzt noch Eigenschaften zeigt, welche keine Eigen- thümlichkeit der französischen Nation, sondern Ei- geuheucn des Charakters Na p o leo ns sind. Na« poleon war gleich vom Anfänge an glücklich; ste tes Glück verdirbt die besten Menschen und verlei tet sie nur zu leicht zum Stolze und zum Ueber« muth. Wer alles thut, was er kann, dem gelingt meles, und ein selber Sterblicher wagt endlich al les, was ihm Eigenliebe, Herrschsucht und Ehrgeiz eingicbt. Was Napoleon nicht durch Ueberli- stung gelang, das setzre er durch Furcht lind Schre cken durch; wo Schlauheit nicht zum Ziele führte, da berückte er durch eine naive Offenherzigkeit. Er sche-uete keine Mittel, das ihm zur Erreichung fei nes Zwecks zu dienen schien. Heuchelet und Arg« list, Ranke und Trug, Offenheit und Hinterlist wurden gebraucht, je nachdem das Eine oder das Andere wirksamer und kräftiger war. Er hielt nichts für heilig, was seinen Absichten im Wege stand; nichts wurde verschont, was ihn aufhalten wollte. Freunde und Feinde zermalmte er ohne Barmherzigkeit, die ihn auf feiner Laufbahn auf. halten wollten; was zu mächtig war, das schwächt- er durch Trennung; was ihm diente, das fesselte er durch glänzende Versprechungen; was noch zwei-