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Adorfer Grenzboks ^glich mit Du» t Oruhsr: Dsr Grsszboto) ' Ä«^L°?.«,^ Tageblatt für L^oorf V jund da» obere 'Vogtland i «M-m-°^ ««- sr Amtsblatt für den Gtadtrat zu Adorf Verantwortlicher Schriftleiter. Drucker und Vorleger> Dtto Meyer in Adorf KerrHprschs? Nr. 14 Freitag, Leu 2S. April A919 W 94. Gememde-Giro-Konto 118 ALstNM Pfund. » » u 1. 85 3 Uhr r. Städt. Lebeusmittelamt. 3. unter 2. 1 Zensurbücher milbringen! Die stellvertr Schulleitung. Rolle beschranken sollten. deutsche Regier« NK aan- Ge- Te, - >r.i Grenzbot» den. l die -den )ben aren i in aren )lM n in Per- -rzu- und ;ern. nen- leder nur konnte demnach den Delegierten nur die Vollmacht zu dieser Entgegnnahme erteilen und hielt es mM Recht für ausreichend, zu diesem Zivecke statt der u»- sprünglich in Aussicht genommenen FriedeuSdelegatio« nur drei Delegierte mit zwei Bürobeamten und zwar Kanzleidienern nach Versailles zu entsenden. Und zwo« bestimmte sie. wie sie in ihrer Antwort auf Lie Eiiu-> ladung mitteilte, als Delegierte den Gesandten v.Haniel« den Geh. Lcgationsrat v. Keller nnd den Wirklichem Legalionsrat Ernst Schmitt. Sie beabsichtigte aber, falls Herrn v. Hantel der Wunsch ausgesprochen werden sollte, daß zu Verhandlungen bevollmächtigte Per« treter noch nachträglich nach Versailles geschickt tperde^ sollet,, diesem Wunsche zu entsprechen. Denn sie rvisk Zum Zwecke des Bedeckens der in Adorf vorhandenen Kühe hat der Gutsbesitzer Bruno Riedel in Schadendes einen Bullen in seinem Gutsgehöft aufgestellt. Da« zu zahlende Sprunggeld beträgt für eine einmalige Benutzung des Bullens von nun an 3 Mark und für einen Nachsprung aber 1 Marl 50 Pfg. Adorf, den 23. April 1919. Der Stadtrat. wrin lszw t Lei dem ägen . sie aupt schen falls Die ver- id. für !vrd- und Ides, Kark Rest Einstellung von Gehilfen und Lehrlingen in den Bäckerei- betrieben im Bezirke Oelsnitz. Infolge der durch die Demobilmachung hervorgerufenen Arbeitslosigkeit wird auf Grund von § 128 der Gewerbeordnung nach Gehör des Fachausschusses für das Bäckerei gewerbe, für die Bäckereien folgendes angeordnet: W.r dm vorstehenden Anordnungen zuwidnhindell, hat zu gewärtigen, daß die Entlassung der Lehrlinge gemäß tz 144 « der Gewerbeordnung verfügt wird und außer dem Bestrafung mit Gctdsüafe bis zu 150 Mark oder mit Haft erfolgt. Oelsnitz, Ädors, Warkmuki chen, Schöneck, 24. April 1919. Die Amtshauptmaunschnft und die Stadträte daselbst. Bis ouf Weiteres dürfen nrue Lehrlinge nicht eingestellt werden; ausgenommen sind solche Betriebe, deren Inhaber Kriegsteilnehmer waren und gegenwärtig Hilfskräfte überhaupt nicht beschäftigen. In keinem Betriebe Lülsen mehr als 2 Lehrlinge beschäftigt werden. Betriebs» inhaber, die mehr als 2 Lehrlinge beschäftigen und mehr als insgesamt 60 Ztr. Mehl im Monat verbacken, haben neben den Lehrlingen noch einen Gehilfen zu halten, wobei die Söhne der Meister, die ihre Lehrzeit beendet haben, als Gehilfen anzsschcn sind. Mehr benötigte Arbeitskräfte >ind nur durch Gehilfen zu besetzen. In Betrieben mit einem Geiamimshlumsatz von 70 Ztr. im Monat, ist in jedem Falle ein Gehilfe zu hallen. Mehr benötigte Arbeitskräfte sind ebenfalls wie nur durch Gehilfen zu befttz-n. H- Cabliau- Bezugsberechtigt: Gelbe Ausweise 1 — in der städt. Verkaufsstelle gegen städt. Warenmarke LI. Verkaufspreis: Schellfische I. ohne Kopf 2,50 Mark das ab'shnen, fo wird die Wechselprolongation der Entente für uns doch unliebsam genug bleiben. Schon, wenn wir jährlich „nur" 3—5 Milliarden abzahlen sollten, so würde das, die Zinsen noch hinzu gerechnet, sehr hart sein. Was daun bei uns in den inneren Verhält nissen werden sollte, ist gar nicht abzusehen, da wir d vl, auch noch die eigenen Ausgaben und die heimischen Kriegslasten aufzubringen bzw. zu verzinsen haben. Daraus folgt, daß wir uns mit der sogenannten Ku lan?, der feindlichen Wechselprolvngierung denn doch n . ht begnügen können, sondern trotz aller Bestimmtheit, dir in Paris beobachtet wird, versuchen müssen, von der Gesamtsumme der Kriegskosten einen tüchtigen Posten abzuhandeln. Wenn wir auf Menschenalter hin an? nur für den Feind arbeiten sollen, dann schwinde! n ist nur feder Verdienst, sondern auch jede Freude an der Arbeit. K'w. Freitag, den 25 April 1919, »achm. 2 — 4 Ahr Verkauf von frischen Seefischen Postscheck-Konto Leipzig 37369 Ikhrg. 84 4 ,, Grundsätze der deutschen MedenspolM. In der ersten Sitzung des Friedensausschusses der Nationalversanunlung, die am 16. April stattfand, führte Reichsminister Erzberger u. a. auS: Eine dec Bedingungen dieses Friedens ist der Völker bund mit voller Gleichberechtigung aller Völker, der großen wie der kleinen. Diese Politik ist von der deutschen Regie- rung bischer gewissenhaft befolgt worden. Die deutsche Re- ^.rung ist von ihrer Verpflichtung niemals abgewichcn, eine Verständigung aller Völker zu fördern und eine neue Welt des Rechts und der internationalen Solidarität auf- dauen zu helfen. Diese Politik ist auch von der Waffenstill- slanüslvmmission im vollen Verständnis und mit allen Kon sequenzen dnrchgeführt worden. Insbesondere hat sie sich wie die deutsche Regierung streng gehütet, die Gegen sätze zwischen Deutschland und Frankreich zu »erschürfen. Sie hat auch niemals, wie dies von ge- Pisscr Seite in der Presse ihr zum Vorwurf gemacht wor den ist, wichtige Nachrichten aus dem Ausland, namentlich aus Frankreich, dem deutschen Volke vorenthaltrn. Die deutsche Regierung übt keinerlei Zensur aus. Sie hat allerdings «licht die Möglichkeit, alle Nachrichten aus den jcmdliäu'n Ländern dem deutschen Volke zu unterbreiten. Line kleine Gruppe von naiven Politischen Konstrukteuren in Deutschland ist der Ansicht, daß jetzt die europäischen Kontinenlalmächte zu einem Bunde zusammengeschlossen wer den mutzten mit der Spitze gegen das Angelsachsenlum. Wenn die Regierung sich dem anschlösse, würde sie die Gegensätze zum Angelsachseutnm verschärfen und die Grund lagen des Völkerbundes zerstören. Die Behauptung, Cle menceau habe sich dafür interessiert, datz Deutschland Le bensmittel erhalte, ist unzutreffend. Im Gegenteil, die fran zösische Presse lmt den Alliierten den schwersten Vorwurf daraus gemacht, datz sie »vichtig« Pfänder, die Frankreich für den Schadenersatz brauch«, nach dem Brüsseler Ab kommen sreigegeben l>ätten, damit das deutsche Volk über haupt Lebensmittel bekomme. In zahlreichen Besprechungen, die ivir in Berlin und Weimar mit fremden. Vertretern zu führen hatten, ist nie Schulanzeige. Schulbeginn Montag, den 28 Ap il, früh 7 Uhr; alle Kinder haben in die neue Schnle zu kommen; Kl. I — V früh 7 Uhr, Ki- VI — VIII um 10 Uhr. Diejenigen Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen, die am französischen Unterricht teilnehmrn wollen, haben sich heute Freitag vorm. 1t Uhr in Zimmer Nr. 6 der neuen Schule anzumelden. D:r Unterricht ist vollkommen unentgeltlich. ve,rrncen woroen, datz der tzauptkainpf in Paris sich geae» die maßlosen Ansprüche der französischen Regierung richtet. Kei« Kabinett in der Welt ist so kapitalistisch« chauvinistisch wie das Pariser. Nirgends ist der Einfluß der Sozialdemokraten anßk die Regierung kleiner als in Frankreich. Was Elsaß» Lothringen anbetrifst, so erklärt jetzt die Entente troyf des von ihr proklamierten Selbstbestimmungsrechrs, ein«! Abstimmung der Elsaß-Lothringer über ihr künftiges Schick-^ sal sei überflüssig. Das elsaß-lothringische Volk hat sich jedoch damit nicht abgefunden. Die Bewegung, die Elsäh- Lothringen Autonomie verschaffen will, wächst in der Be völkerung von Lag zu Tag. Ter Führer dieser Bewegung Dr. Ricklin, der von den Franzosen verhaftet werden sollt«, hat sich dem durch die Flucht nach der Schweiz entzogen.; Selbst Wetterle will Elsaß-Lothringen nicht wie die andere,r Departements in Frankreich behandelt wissen und sord eine umfassende Selbständigkeit. An der Müthäoser beiterschaft haben sich starke Strömungen eggen den An sch - an Frankreich gezeigt. Die Kriegsgefangenen werden r« Frankreich schlechter behandelt als in England. Die Regie rung ist stets dieser schlechten Behandlung entgegengetrete«. Zusammenfassend ist also zu erklären: Dic deutsch«! Regierung steht nach wie vor auf dem Stands, u nkt, wie er in dem Notenwechsel mit Wilson dargeicz, ist, und ist bemüht, einen gerechten, dauernden Frieden mit alle»» Völkern, auch mit Frankreich, zu schließen. Im weiteren Verlauf der Sitzung erklärte Reichs- Minister Erzberger, datz von der Regierung alles g«. schchs, um den Anschluß Deutsch-Oesterreichs zu fördcr» und bie Agitation der Franzosen zurückzudämme >u. Deutschland sei jederzeit bereit, Inn Rußland pLuen Waffenstillstand abzuschlietzeu- Lie deutschen militärischen Operationen im Osten trüge* . keinen offensiven Charakter. Die Eniente will verhandeln. In Clemenceaus Einladung, nach Versailles -»»» Entgegennahme des Textes der Friedenspräliminariew. am 25. April Bevollmächtigte zu entsenden, war au»-i drücklich verlangt worden, daß dieselben sich auf dies« Blaue „ 1 — 200 ,, „ 201 - 475 Auf ei«e Marke Ll entfällt Pfund. Adorf, den 24. April 1919. MeWech-klprolongailvn der Cntenie Jeder weiß, datz ein Wechsel um so teurer w; . ze Ringer er läuft, denn es treten noch die Zinsen ^NUM Betrage hinzu. Und nicht minder bekannt ist, datz das Prolongieren, die Verlängerung der Wechsel, von gewinnsüchtigen Gläubigern nicht selten an harte Bedingungen geknüpft wird, die eine Sch öe ohne Ende darstellen. Im bürgerlichen Leben neuu man eine solche Praxis Wucher. Das Gesetz bestraft nun zwar den Wucher, aber wenn er durch Strafen ausgerottet werden könnte, so hätte das längst geschehen müssen. Lin Schuldner in der Notlage bleibt eben immer wieder «uf den Willen seines Gläubigers angewiesen. Wenn also der Wucher im bürgerlichen Leben nicht zu vertilgen ist, so wird er noch iveniger zu beseitigen sein, wenn man ihn mit dem Mantel der Politik bekleidet. Und Lieser Aussicht stehen wir gegenüber. Dic Enient« ist der Gläubiger, Deutschland ist der Schuldner. Die Entente verbündet heute aller Welt^ daß sie dem besiegten Deutschland gegenüber kvulant sei, denn sie wolle mit sich reden lassen über die .Höhe der jährlichen Raten, in welchen die Kriegsentschädigung von uns abgezahlt ivcrden soll. Der Betrag der deut schen Schuld ist dagegen nicht diskutierbar, die will unser Gegner eigenmächtig festsetzen, und wir haben Nicht daran zu rütteln. Daß die Höhe der Forderung, st« pendelt von 120—150 Milliarden, allen bisherigen Anschauungen von der Art der Kriegskosten Wider IPricht, ist bekannt, aber in Geldsachen heißt es bei «er Eniente geradeso wie in Dingen ber Beugung des Rechts, nicht blöde sein! Daß wir die^e Kostensumme Ader mit einem Mal, «och in einer begrenzten von Jahren zahlen können, ist selbstverständlich, und bas Unrecht, welches der Feind uns antut, wird dadurck nüht geringer, daß es auf eine größere Reih« von Jähren verteilt wird. Das ist also die Prolon- 0ier"no des Wechsels über die deutsche Kriegsschuld. Ar können uns des Gedankens kaum erlvehren. stoß durch die Verlängerung der Zahlungsfristen Mt Bedingungen bestraft werdn sollen, die uns schließ- Wch unerträglich vorkommen, so daß wir zur schnelleren Auseinandersetzung bereit sind. Dian denkt wohl, datz Deutschland gegen Streichung der Kriegskosten noch Mehr von seinem Gebiet herausgeben wird. Das ist MerdingS eine Täuschung, Wir lverden lieber das U««tzerste dulden, als auf eine weitere Kürzung unserer Drenzen eingeheu. Aber auf Versuche in dieser Rick), ßmig müssen wir gefaßt sein. Und in Paris wird Wan ein solches Verhalten gegenüber Deutschland noch NM« stomtLkluge Politik nennen, so datz als» jemand stehr auf dem Holzweg« ist, der glaubt, Frankreich Wnnt« sich genieren, «ns so etwas an zu tun. c. Menn Ivir Lies« äußerste L-matun« entschlossen Durch die Kreirhauptmannschgst Zwickau ist als weiterer Tnteignungskommissar zur Enteignung von Schlachtvieh für den Bezirk der AmtLhauptmannshaft Oelsnitz Assessor vr. Geyer in Oelsnitz i. D bestellt worden. Oelsnitz i. V., 23. April 1919. Für den Kommnnalverband: Der Amtshauptmann. nochm. 2 — „ 3 - 2,- 2,20