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fluer Tageblatt WW Myri-er für -as Erzgebirge mit -er wöchentlichen Untekhnitun-ohriln-e: Mer Sennto-shle«. '"n'Ä- »Ü',uA Sprichstun-, Ser NeSektte« mit Auenahm« »er «oont«,» »echmlttag» 4—» Uhr. — r,I»gr«mm.-wress,, Le,»»la« Me*r,«»ir«e. Sirnsprech« SS. cch;-rnf/k«ch.r»k,»^t»»«r»a» zür un»,rlangt ,In«»fa«St» Manuskrlrte kann s»»«hr nicht ,»i»ist»t ,»rS»n. uu fkrlvtnicktt ^dutttch iesdar >st. 12. Jahrgang. Mittwoch, äen 31. Januar 1S17. Ar. 2S. Ä550S Lonne» Schiffsraum im veremder versenkl. Der Kaiser aa öas Role Kreuz. — Erfolge eines öeutschen U-Sstes. — Starke Angriffe im Weste» ««- Gsteniabgesthiagen. — K» -er -la rustische Stellung erobert, über -SS Gefangene, IS Maschinengewehre. Barbarentaten. Wer es nicht wüßte, daß unser Volk im Krieg anE Tod und Leben gegen ein« überstarke Mächtekoalitiom steht -- aus der Betrachtung der Kultur- und Friedens-- merke der letzten beiden Jahre könnt« er es nicht ent nehmen. Zwar sind Werke von enormer Ausdehnung' und aktueller sowohl wie grundlegender Bedeutung all ein schon in den Organisationen geschaffen worden, die ourch die Umschaltung aus der Friedens- in die Kriegs- wirls chasr nötig wurden und späterhin noch- durch den >.Übergang von dem Provisorium der ersten Kriegsmo- nate in den ungleich mehr auf Tauer berechneten Zu- .and nun heuie. Unsere Industrie sowohl wie unsere Landwirtschaft haben ein« Anpasfungssähigkeit bewie- .en, die ans wunderbare grenzt, und di« eben nur «in durch und durch gesunder blutvoller Körper leisten kann. Tamil hätte sich jeder Volkskörper in ähnliche' Lage genug sein lassen. Aber das.deutsche Volk ging über solche Arbeiten zur Schaffung Erhaltung der Rost mendigieiren seines Lebens und des Krieges mit unver wüstlicher Tatkraft noch hinaus. Aus dem unversieg l'arcn Reichtum seiner Stoff- und Menschanquellen, aus der Einschaltung latenter Energien, von denen ein un erschöpflicher Vorrat nach und nach und immer zur rech teil Zeit wie aus seinem Unterbewußtsein austauchst, floß diesem Volle der Wille und das Material zu einer Reihe von Talen der Friedenskultur. Die Ausstellung Deutsches Bauwesen im Krieg« ver. einigt im Gebäude der Akademie der Künste in.Berlin Aobildilngen von Bauten, die ganz oder zum größten Te l während des Krieges in Deutschland ausgeflihrt sind. Trotz der riesenhaften finanziellen Anforderungen oes Krieges war Ls möglich, Hunderte von Aiillionen zur Vollendung monumentaler Buuausgaben zur Verfü gung zu halten. Die Abbildungen der Ausstellung«, stellen allein einen Gesamtbetrag von über .-löt) Millio nen Marl dar, wobei aber die militärischen und pri vaten Baute!», sowie die zahllosen Bauten UeineMU UmfangeS, iusbesvud-rre bas GinzsKvVhnhauS, nicht be rücksichtigt sind. Der Betrag wär« sonst um «in Viel faches höher. Imposant ist allein schon die große Reihe i oer Bauten, di« für allgemeine BildungSzw«ckr, Gchu- f lcu, Kunstsammlungen «rrichter wurden. Allein Ns 48 i großen Schulbauten stellen mit ihren einzelnen Dau ! summen zwischen «M 600 Mark und über L Mil-, lionen Mark insgesamt di« bedeutungsvolle Ziffer vc-u! 34 20- 000 Mart dar. Ge tst zwar deutscher Brauch, daß s für die ^rzwhumt und den Unterricht der Jugend von s Staat und Stadt stets vis bedeutendsten Mittest ausgtz. würfen wurvktt. Aom ss ist doch uuß«rWrd«ntüch bezeich nend, daß mit dksHin Brauch auch während diese» gs- wallig^n Ring«M -Ml UNsHW Existenz nicht göbrschM KU werben braucht«. T«wei wueo» auf di« künstlerische Aus. bildung außen und innen derselbe Wert gelegt, wie nur je in ruhigen Zeiten. Mustkrbanwn solcher Art, die in ihreir Einrichtungen die Erfahrungen unsersr hochent wickelten Schulhygiene verwerten, sind z. B. die Kgl. Amgnswschuw in Berlin mit «iner Bausumme von l 300 000 MV, das Realgymnasium, in Krefeld mst 1495 000 Mark, die Kgl. BaugÄverkschule in Neuköln mit 2 300 000 Mark, da» Biktoriastudienhaus in Berlin mit f OO 000 Mark. Aber auch der Museumsbau hat nicht geruht. Mi: den Neubauten der Berliner Museen wurde fortgefahren, daS Museum für Hamburgisch« Geschichte wurde voll, .mdet, in Dresden entstand ein« monumental« Kunst-- > auSstellungshalle, in Hall« ein Prvvtnztalmuseum. An weiteren Bauten für Zwecke der Kunstpflege wurde in Karlsruhe «tu Ki-mzerihLUS (1175 000 Mark) geschaffen, ferner stnkwn wir ein« Reih« mit großer Pracht auSge- statteter Bäder; so in Mannheim (1S76 000 Mark), in Halle (1 030 000 Mark), in Leipzig (1 578 000 Mark). Von den bedeutendsten Rathausbaaten seien er wähnt: Plauen i. V, die sächsisch« Industriestadt, die für da» Haus der StadthKer vier Millionen Mark auf wandte, Mülheim.Ruhr mit drei Millionen, Berlin,Fri*- denau mit 1650 000 Mark. Fetner ist mit Stelz hin- zuweiscn auf eine Reih» bedeutender BerkehrSanlagen, an deren Spitz« dsr Gm»-Weser-Kanal steht, der «inen Kostenaufwand von 106 Millionen Merk «rforderte und 181» w-ÄLNdst tzWch«, jpr«er d»r MiPzigM Aauptüwhu. IIIIIiIIIIIIIIilIIIIIIttIiliII!IIIII>iIiiIIIIIIIIII!!I!IIIIIIIIIIUIIIII»II»liIIII»IIIIIIiNI!IIIttII!ii»II»III!IIIIII JelMlilheUegsöMtWHMl! (Amtlich.) Großes Hauptquartier, 31. Januar. Westlicher Kriegsschauplatz. Starker Frost und Schneefälle schränkten di« Ge- sechtStätigkeit ein. bürg» über di« militärisch» Laxe folgten, braucht Wohl ebensowenig betont zu werden, wi« daß sie mit gretz« Freude vernahmen, wie gut Alls» ständs »nd wt» zn- versichtlich man den kommenden Kämpfen »ntgegeublik, ken dürste. Nach beendete Lasel überreichte der Kai ser den fremden Präsident«» Hohe UusMchnunsen pnd verabschiedste sich von ihnen mir d«r gleichen wohl tuenden Herzlichkeit, mit drr er sie begrüßt hatte. Nicht unerwähnt sei, daß die HrOstdenien Mr «freut warm» über das frische AusMsn des Kaisers und seins un erschütterliche Zuversicht, die «r mit sein«» großen Kekv» An der lothringischen Grenze bei Leintrch war von , .. . Mittag an der Artilleriekampf stark. Abend» griffen Warschau teilte, die Franzosen einen Teil unserer Stellung an. Sie Wiar ¬ den abgewiesen. Oestltchrr Kriegsschauplatz. Front des Geueralfeltzmarschals Prinz Leopold »an Bayer». Mas dem Oftafdr der Na stürmten unser« Truppen ei« russische Waldstellung und wiesen in ihr starke Ge genangriffe zurück. 14 Offiziere und über 900 Mann wurden gefangen, 16 Maschinengewehr« erbeutet. Arant »e» Geaeralaberst«» Erztzerzs« gosef. Nach heftigem Feuer griffen die Russen mehrmals di« Stellungen südlich der Faleputnastraße an. Zwei starte Angriffe scheiterten. Beim dritten Ansturm ge lang e» einer russischen Abteilung in «inen Stützpunkt eiozudrtngen. Front »e» Generelfeldmarschatzs von Mackensen Nahe der Donau gingen starke feindliche Aufklä rungsabteilungen vor. Sie Wurden von den osmani schen Posten zurückgetrieben. Mazedonisch? Front. Deutsch« Erkunder brachten von einer Streife iw Cernabogen mehrer« Italien Zwangen ein. Der erste General quartidrmeiste: (W. T. B). Ludönbersf. Hof und die Berliner Hindestburgbrücke. Schließlich seien noch aus d^r großen Meng« d«s Vorhandenen da» großartige KultuÄv^rk dW ZlrbsitcOgastcnstsdt Siias. ken hervorgeh oben, die Kuxanlag«n in Aachen (1000 000 Mark-, da» Kwtze KrankenHE in Ma«ntzeim (1YVV V0V Mark-, der Austizpsdrst NüMbekZ (8 30TW0 Mq-xfZ. Die Ausst^ltung W nur N>,'-schnitt dr« gewul. tig«». Krtttorfchqfttu-K dMtschs« »UlM» Md «in kleine« Bespiel fM ein Krsstbs»rrßts«!n, vss ütztziüväl- tigend ist. Dieser Kraftüberschuß sollt« unseren Fein den «in« Warnung sein. Vle NaniMkpt'äritienttn lm fiauplquattiei'. Ueber den Aufenthalt dar K»mmtzkpMsidenten uns«, rer VsrbUndMn im Kaiserlichen Hauptquartier sind dem Berliner S»k.Mnz. dsn «in«r Heit«, di« d-n smpfnnge- wen Herren sehr nahesteht, noch folgend« Einzelheiten mttgetetlt worden r Als dem Kaiser Has Eintreffen der Herren gemeldet war, kam er ihnen sofort entgegen und begrüßte sie auf das herzlichste. Er fragt« jeden einzelnen nach ssiu«n Eindrücken, die «r vvn d«n Ber liner Lagen schalten Hab«, und wär sichtlich erfreut, zu höre«, welch herzliche Aufnahme die Gäste Überall gefunden hätten. Nachdem er in mrgÄzwungeucw Un terhaltung einig« Zeit verweilt hirtts, begab er sich, mit den Herren zur Frühstückstafel. Hier war die Tisch ordnung fv gestultrt, daß dZr Kaistr zwischen dem Prä, sidenten d«S österreichisch«» Netchsrate» und d«S unga rische« AbgrordmwnhuAseS ssß. Mm Kaiser gegenüber hatte GenrralfsldMLrschall Hinden bürg seinen Platz der zu seiner Kochten L«n türkischen und zur Kinken den bulgarischen Kamm»rpräsid«nstn Hütt». K>üe Unter haltung WSW ükexau» aNAemglt und berührt« dtp VW- schiedenstrn Fragen milMrischsr, politischer und Wirt, schaftltcher Natur. Sowohl mitt den ««manischen, wie mit den bulgarischen H-rr«n unterhielt sich der Kaiser besonder» siniMssch Mpr wirtschastAch« «nS auch zivil rechtliche gmM» ihrer Hetznat. Laß ^di« Gäste mtt autzerordeuttichM Gpannung' km HarÄgungM Hinden. Vtk iiSirtk äst üar KktllL. Der Kaiser hat an dM KWissrWen KonqnkK« Bud Militär-Jnspektsur der frsKvill^sn KmnRsnpsttg«, Müs sten vVnHatzfRldk, foZH3UdW H-L-MHMibW StzS t Ach habe Ahvrn BMücht VVM 9. Funuar d. I. Rvtzk die Entwicklung Lcr freiwilligem ÄrsnLnpflkg» t« As» vergangenen 29 K-isgAmvnsten Mn eutg«gsngON0M«e» und freue mich L«r GelLgenhÄt, brn Sritttzrordeu, den Männer- und FrLusMVcewea WM MotM. Kr«P und Kes andern unter Zhrsr bewÜHrten Ls'LLNL vereinten Or» ganisationen metrvrn w^rmrn KsAk uud Kreiw» b» ! sonder« Kaiserliche Anerk^tWng aUAzusprecheu. An d«n Lazaretten aller StLpp^ngeöiEte wi« dsu zahlreiche« Vemnstalmngen Lsr Heimat Habs ich mit Frsnds vsr- ! folgen dürfen, wie unter d«n ivachsÄndsn Unsprüch«» vs3 ! Krieges Anfangsschw'srigketten ÜLsvÄMidTn stad, wie qtne HsimarML« tve-LLr Hrlfsr And HelfsrinMn sewlrn- nen -nd schlirßlüh unter dZm ZrÄHsn dsS Roten MeG- zes xins großartige, die verschiSdenstsn Gebiet« MNfaf- ! sende Organisation gZschastsn wvrden ist. Daß dies« Or ganisation — über die hergebrachten Arbeitsgebiete hin aus — die Polle Wiederherstellung der Arbeitsfähig-- > kett unserer Kriegsbeschädigten erstrebt, Laß fte die Lag» unserer Gefangenen in FÄnd-Mand und da- LoS un serer von Haus und Hof vrriMbEn, in die Heimst zurückgelehrten anslimdsdeutschen Brüder M srleichÄwU sucht, und daß sie vor allem dsr Knipsenden Lrup?» ; durch Zuführung warmer Unterkleidung und ander«: f LiebeSgabLN lmrivolle Ti«nsts letstÄ, «rfüllt «ich mtt ! besondrrsr Genugtuung. W<nu K«i disssn Aufgabo« Männer und Frausn «Ülvr MtsrÄ- und RildungSMftzi», aller Stände und KousMwn«» M Ä« Menst h«r Mch- !stenlt«bs zu grmeinsmmr ikrnst«? Nrbsit vereint hieben, j!so betrachte iw !>->«» al» «inen Gswin», von Sem ich auch ktt« dl« ALfMbrn M Wt«dErWf!d«M Und für di« Gntw'ckwns «nsersk im. Fried«« «kiM Früchte «rwarttz. Dis 'biShsrLgM AÄsk.MM«n geben «i« die Gewähr dafür, daß dis in der freiwilligen Kran- kenpflegs tätigen Kräfts trm anShwrrsn werden, bi» der leidenden Welt durch den endgültigen Sieg unserer Waf fen der Fried« wieder geschenkt wird. Ich ersuche Sie, diese Kundgebung allem dm frsiwMgen Krankenpflege angeschlosssnsn KrMnisationen b«kkmtt zr« geben. Lercvelle>ttr HarsMl»? llrr kirren. Nase«« hervorragenden GasfchMtzmtttA. Außer den sOoeren Kämpfen b«id«rsett» ver Kd am 28. Januar regte sich oer Russe um Abend noch an «in« audevrn Stelle dec Front. Er hofft», mit Hilf» «in«» von ihm an der Rigaer Front «och nicht ang«w»«dte» Mittels gewMsum unssre Linken zu burchbrüche», «üm, lich mit Ga». Äegeit 7 Uhc ub«nd» blies er von d« Straße Riga—Mimu zwei G-Ls!>M,l!ken ab. Unser» trotz Kälte und stark» SchlttvegestöbyrÄ aufmerksamen Horch, pvstktt wußten da» laut« Zische», welch»» von der russi sche» Stellung hm küm, richtig zu deuten und veran laßten Gasalarm. Zeder wußte, wa» zu tun wmr, und in müstergültiger Ordnung, al» Hand«!« e» sich um tr- gend ein« FriedenBmaßncchm«, trirM all» chr» Porbw rcitu!°s?n. Sm R«rtrau«n auf dis j«dM -tw »mMgrmg skh»ndrst «asschutzmittel ttd-rsn -ünfN« Brrv«n d« Wf- sischen Mißerfolg« von vornherein sich«. Uchsn nach wenig«» Minuten kroch eine dvÄ,M»t«r Huh» Ms»»l- wand heran, stt w« s» dicht- dsß sMß abtzsfchusfto» üsuchtkugstlu nicht wichttlsn/immsn MEtz« Mg dis gsstchrlich» «WW SA« u»s«m DwUu«^