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Postscheck-Konto Leipzig Nr. 373 69 Stadtbank Adorf i. V. 118 Tageblatt und Anzeiger Gegr. 1834 / Ruf 222 Postschließfach Nr. S für Adorf (Dogtl.), Bad Elster, Radiumbad Brambach, Arnsgrün, Bergen, Freiberg, Ober- nnd Antergettengrün, Hermsgrün, Iugelsburg, Leubetha, Mühlhausen, Rebersreuth, Remtengrün, Schönberg, Siebenbrunn, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garten. Der „Adorfer Grenzbote" ist das zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz i. V. und des Stadtrates zu Adorf i. V. behördlicher seits bestimmte Blatt; außerdem enthält der „Adorfer Grenzbote" auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts und des Gerichtsvollziehers zu Adorf i. V. und anderer Behörden. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich 1.20 RM. einschl. Trägerlohn. 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Mai, demselben Tage, an dem Churchill den bisherigen englischen Ministerpräsidenten Ehambcrlain ablöste, wurde in Narvik ein englisches Schlachischiss und ein englischer Kreuzer durch Bombeu getroffen, in der Nordsee ein englisches Unter seeboot durch ein deutsches und ein englischer Zerstörer durch eins unserer Schnellboote versenkt Eni guler Auftakt für die kommenden Kämpfe. Narvik, ein Ruhmesblatt für die deutsche Wehrmacht, ist heute schon Geschichte geworden. Noch einen »ollen Monat dauerten die Kämpfe Am Ul Juni zogen dann die Engländer „siegreich" ab, nachdem am 9 Juni schwere deutsche Scestreitkräfle den Flugzeugträger „Glorious" (22 500 Tonnen, 48 Flugzeuge), zwei Zerstörer, den U-Boot-Jäger „Juniper", den Transporter „Orama" und den Oellanker „Pioneer" durch Arüllerieseuer im Nordmeer versenkt halten Am 10. Juni wehte über Narvik die deutsche Kriegsflagge. Die Besetzung Norwegens, das kühnste Unternehmen in der bisherigen Seekriegsgcschichte. war damit glücklich durch- gesührt. Schon am >4. Mai kapitulierte Holland vor der sieg- »eichen deutschen Armee. Leichte deutsche Seestreitkräste liefen »n die holländischen Häfen ein. Zunächst mußten Einheiten der Kriegsmarine Nordholland, das Land der tausend Kanäle, im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal wieder aufbauen. Der holländische Generalstab hatte sich offenbar eingebildet, mit Stacheldrahtsperren und vor allem durch Brückenspren- -ungen den deutschen Vormarsch aufhaltcn zu können. Außer dem ließ er die Haseneinsahrten und Schleusen durch versenkte Schisse nach Möglichkeit unbrauchbar machen. 820 zerstörte Brücken hqt der die Arbeiten leitende deutsche Seeoffizier jestgestellt, deren behelfsmäßige Wiederherstellung in verhältnis mäßig kurzer Zeit gelang. 460 Brücken mit einem beweglichen Mittelteil zum Durchlässen größerer Schiffe entstanden, so daß bereits wenige Wochen nach dem Einmarsch das von den Hol- ländern zerstörte und lahmgelegte Kanalnctz wieder in Betrieb kam, die Schiffahrt bis Amsterdam wieder möglich wurde und damit neues Leben in den Wirtschaftsverkehr strömte. In dem Brennpunkt der kommenden Ereignisse, im Aer - melkanal, gingen unsere leichten Streitkräfte, die Schnell boote, sofort an die Arbeit und steigerten die Verluste der Schiffe, die die Trümmer des englischen Heeres retten sollten. Nacht für Nacht führte sie ihr Weg mitten in den noch feind lichen Seeraum hinein. Sie setzten damit das Werk fort, das die Luftwaffe bei Tage mit bewunderungswürdigem Schneid «ud hohem soldatischem und technischem Können vollbrachte. Schon bei dem Versuch, die englischen Landtruppen zu retten, »erlor der Feind, obgleich die französischen Kanalhäsen noch nicht besetzt waren, durch die Luftwaffe 15 Kreuzer, 33 Zer störer, drei Unterseeboote, drei Torpedoboote. 31 sonstige Kriegsschiffe und 183 Handelsschiffe, die teils versenkt, teils schwer havariert wurden, während unsere leichten Seestreit- kräfte sechs Zerstörer, zwei Unterseeboote, einen Transporter, einen Hilfskreuzer und ein weiteres Kriegsschiff versenkten Es darf bei Beurteilung der damaligen Kriegslage nicht außer «chl gelassen werden, daß der Kampf nm Narvik noch in vollem Gange war Der Aderlaß für die feindliche Flotte war so groß, daß er in absehbarer Zeit nicht wieder wettgemacht werden konnte Schon der Ausfall von 95 Einheiten der Kriegsmarine mutzie sich auch ganz zwangslänsig aus die Ge- leilzüge stark auswirken, um so mehr, als gerade sür die Deckung der Geleilzüge im allgemeinen nur leichte Secstreit- kräfte in Frage kommen Wenn damals Großbritannien be reits Schlachtschiffe, von denen es nur noch herzlich wenig gekcchtsklar halte, gelegentlich, ebenso wie jetzt, zur Konvoi sicherung heranzog. so war das ein Zeichen dafür, daß nicht mehr genug leichte Streitkräfte vorhanden waren Die Kriegsmarine folgte mit ihren Küstenverieidi- g u n g s f o r in a t i o n e n an der Küste entlang dem Vor marsch des Heeres Minen und andere Hindernisse wurden beseitigt, die Häfen und ihre Zufahrten wieder schiffbar ge macht und ihre Verteidigung nach See zu sichergestellt Schon am 6. Juni konnte die Marineartillerie die Versenkung eines englischen Schnellbootes im Kanal melden Ani 8. Juni er folgte die Freigabe des neutralen Seeverkehrs ans den hol ländischen. belgischen und französischen Häfen nach Deutsch, land und nach den Ostseeländern In nimmermüder, zäher Arbeit richteten die Verbände der Kriegsmarine einen Hafen nach dem anderen als deutsche Stützpunkte ein Minenräumformationen trafen dazu ein, die Marincstotzirupps, die sich bereits in dem Kampf um Goten hafen bewährt hallen, zeichneten sich wieder an der Kanal- nnd atlantischen Küste aus. Am 26. Mai fiel Calais. Am 31. Akai, deni Jahreslag der Skagerrakschlacht, besetzte die Kriegsmarine die flraudrischcn Küsten und Hafenwerke. Am 20 Juni wurde, nach der Einnahme der zwischen Calais und Brest gelegenen Häfen, letzteres besetzt Am 22. Juni bat Frankreich um Waffenstillstand, woraus am 28 Juni England die Blockade Europas erklärte, eine großsprecherische Geste, die die tatsächliche Lage, nämlich die Blockierung Englands durch die deutsche Kriegführung, vollkommen außer acht ließ Nach- dem einmal die flandrische und atlantische Küste fest in deut scher Hand waren und die Kriegsmarine die in Frage kommen- den Häfen als Stützpunkte eingerichtet hatte, erhielt der Krieg gegen England einen gewaltigen Auftrieb Bereits im Monat Juni waren die Erfolge der deutschen See- und Luftkrieg- führung gewaltig emporgeschnclll. Im Monat Juli wuchsen die Verluste unseres Gegners immer mehr an Die Zeit vom 1. bis 31. Juni brachte sogar eine Verseukungszifscr feind licher oder dem Feinde nutzbarer Tonnage, die selbst den er folgreichsten Monat des Weltkrieges im Jahre !917, der 840 000 BRT. betrug, über st i e g. In diesem Monat wurden versenkt: durch Unterseeboote 489174 BRT. durch Unterwasserseestrcitkräfte 117 500 BRT. durch die Luftwaffe 272 000 BRT. insgesamt 878 674 BRT. Diese Zahl wird allerdings durch das Versenkungsergebnis des Monats April 1941, das die geradezu phantastische Höhe von über 1 Million BRT. erreichte, noch in den Schatten gestellt. All diese Zahlen enthalten lediglich T o t a l v e r l u st e. Die Tonnage der beschädigten Schiffe, hauptsächlich durch die Luftwaffe hervorgeruscnen, kann seit Beginn des Krieges an nähernd aus 2,5 Millionen BRT. angenommen werden Die Besetzung der nordischen sowie der Kanal- und Allan- likküsto löste in England eine ganz eigenartige/nahezu komische Beurteilung aus. Der Erste Lord der Admiralität verflieg sich zu der Behauptung, die 4000 Kilometer lange Küste wü':dc die Deutschen vor kaum durchführbare Ausgaben stellen: in- sofern könnte sie England eigentlich bcgrüßcu Diese Beweis führung steht aus derselben Höhe wie die schon sprichwörtlich gewordenen „siegreichen" englischen Rückzüge Nachdem der Wettlauf an das Meer, der uns im Welt kriege nur sehr unvollkommen gelang, heute von uns ge- tvonnen war. fiel der Kriegsmarine eine Aufgabe zu die wen über die hinausging, die sie im Weltkriege zu bewältigen hatte. Nachdem sie bereits die Küstenverteidigung an der däni schen und norwegischen Küste übernommen hatte, mußte sie nunmehr auch die holländische, flandrische und atlamifcke Küste bis zur spanisch-sranzösischen Grenze sichern und für die eigene Kriegsührung nutzbar machen. Von den in Frage kommenden Orten seien hervorgehoben: Helder (Amsterdam) Rotterdam Ostende, Zeebrügge. Calais, Dünkirchen, Boulogne, Le Havre Cherbourg, Brest, Lorient, Rochefort, St Nazaire. La Rochelle Deutschlands strategische Lage ist durch die Besetzung der Küsten eine denkbar günstige geworden, weil die zahlreichen guten Häfen als Ausfalltore für unsere Seestrciilräfte und die Luftwaffe benutzt werden können. So sind wir nach den bisherigen Erfolgen des Seekrieges überzeugt davon, daß die Schlacht im Atlantik, die in Wirklichkeit der Kampf um die Beherrschung der Seewege nach England geworden ist, mit unserem Sieg enden wird. Daran wird auch die von Groß britannien so Heitz ersehnte Hilfe der USA., wie die Verhält nisse liegen, nichts ändern können. Nacht -es Schreckens und -es Feuers Mehr als 100 000 Brandbomben und Hunderte von Tonucn Sprengbomben auf Loudon. Nach den Meldungen der eingesetzten Verbände ist der von der deutschen Luftwaffe in der Nacht zum Sonntag durch- gcführtc Vergeltungsangriff auf London einer der wuchtigsten, den dir britische Hauptstadt in diesem Krige bisher erlebt hat. Von Beginn der Dunkelheit an bis zur Morgendämmerung brausten die deutschen Geschwader ununterbrochen über die kriegswichtigen Betriebe und Versorgungseinrichtungen Lon dons hinweg, auf die Hunderte von Tonnen Sprengbomben nnd niehr als 100 000 Brandbomben abgcworfcn wurden. Der Angriff dürfte die in den vergangenen Monaten ausgeführten behelfsmäßigen AnSbesferungsarbciten an den kriegswichtigen Betrieben der britischen Hauptstadt größtenteils wieder zu nichte gemacht haben. Die Fenersbrünftc, die vor allem im Zentrnm Londons längs dcS Themsenferö entstanden, nahmen bereits in den ersten Stunden einen derartigen Umfang an, daß gewaltige Rauchsäulen entstanden, die verschiedentlich die Sich« erschwerten. Eines der deutschen Flugzeuge, das mit de« letzten Wellen nnflog, wurde nach dem Bombenabwurf von britischen Jägern angegriffen, konnte sich jedoch der Ver folgung dadurch entziehen, daß cS in eine dicke Brandwolle stieß. Die englischen Berichte über den deutschen Vergel tungsschlag vermeiden jedes Eingehen auf Einzelheiten. So behalf sich der Londoner Rundfunk mit der Erklärung, „überall hätten sehr heftige Brände gewütet", in verschiedenen Stadt teilen seien, „Verluste und sehr schwere Schäden" entstanden, die Londoner Feuerwehr habe „eine der arbeitsreichsten Nächte" hinter sich. Unter den verschiedenen wichtigen Ge bäuden, die als getroffen erwähnt werden, wird auch das Parlaments gebäude angeführt, von dem Reuter be fürchtet, „das; das Unterhaus vor seinem Wiederaufbau (I) nicht mehr zn benutzen ist." Etwas farbiger sind die Meldungen der New°Norker Presse, wenngleich anch bei ihnen die britische Zensur durch klingt. Wiederhol« ist in diesen Berichten davon die Rede, datz der Angriff ungewöhnlich schwer gewesen ist. „New Aork Times" spricht von einer „Nacht des Schreckens nnd des Feuers". In den Ueberschristcn bereits wird hervorgehoben, daß der Sitzungssaal des Unterhauses durch einen Volltreffer so schwer beschädigt worden ist, daß die In standsetzung unmöglich sein dürfte. Des weiteren soll auch der Parlamenlsturm beschädigt sein. „New Nork Herald Tri bune" macht daraus aufmerksam, daß inzwischen auch von feiten der britischen Regierung zugegeben worden ist, datz die Zahl der Opfer grotz und der Sachschaden ausgedehnt ist Die Bevölkerung soll von der Wucht des deutschen Angriffs völlig verstört sein Von den deutschen Flugzeugen wird ge sagt, datz sie in zahlreichen Wellen, wobei sie teilweise sehr niedrig flogen, über London hinweggedonnert sind Ganze Stadtteile seien unter dem Einschlag schwer ster Bomben erbebt. Während der Mond den Angriss zunächst begünstigt habe, sei er später durch deu Rauch zahl reicher Großbrände verdunkelt worden. Der Berichterstatter von Associated Preß meldet, datz die Strotzen während der ganzen Dauer des Luftangriffs nicht zu betreten gewesen sind, da Splitter und brennende Trümmcrstücke dicht umherflogen. Nach der United Preß sind zahlreiche Gebäude wie Streich holzschachteln zusammengeknickt. In anderen Meldungen wird hervorgehoben, daß noch am Sonntag 32 Kilometer von Lon don entfernt die Luft mit Aschenteilen von den nächtlichen Bränden erfüllt war. Tie Stockholmer Zeitungen sprechen von der Zertrümme rung des Unterhauses: zur Bekämpfung der Brände seien 124 000 Feuerwehrleute eingesetzt worden. Viele Stunden lang hätten die deutschen Maschinen schonungslos Tod und Ver derben über die britische Hauptstadt gebracht, während die Be völkerung zwischen wahren Feuerwänden unter einem Regen von Glas und Asche ausgeharri habe. Mit gewaltiger Kraft hätten die Sprengbomben die Menschen förmlich umgeblasen. „Es waren Explosionen", so berichtet der Londoner Korrespon dent von „Stockholms Tidningen". „die in den Himmel hin- anfzuschlagen schienen: ein Bild der Verzweiflung. Es war nicht mehr Wirklichkeit, es waren Traumbilder." LMchutzraum wird MunMonsWeEatt Nach einem Bericht des „Dailv Mirror" soll einer der grössten öffentlichen Luftschutzräume eines Londoner Vororts in eine Munitionswerkstatt verwandelt werden. Die bisheri gen Benutzer des Lustschutzraumes haben heftig protestiert und ihre Klagen dem Bürgermeister vorgelragen Das Blatt meint jedoch lakonisch: „Sie werden schon irgendeine andere Unter kunst finden, denn die Waffenproduktion geht selbstverständ- lich vor." Auch diese Massnahme ist ein Zeichen dafür, wie groß die Zerstörungen in den Rüstungswerken von Groß-London sind. Denn sonst hätte man doch wohl eine andere Lösung für diese Frage finden können. Das Londoner Parlament ein Trümmerhaufen Zur Zerstörung des britischen Parlamentsgcbäudes meldet der Londoner Nachrichtendienst, man habe schon „ein neues Lokal" für die nächste Sitzung gefunden. Churchill und Lord Beaverbrock hätten die Lrümmerstätte bereits besichtigt. Die Wandelhalle existiere nicht mehr, der Sitzungssaal liege in Ruinen, die Sitze der Abgeordneten, die Diplo matenlogen usw. seien nur noch ein Trümmerhaufen. An der Stelle dieser Räume befinde sich jetzt ein über 15 Meter hoher Schuttbera. Ein Schutzraum, in dem sich Churchill ost auf gehalten habe, sei übel zugerichtet. M-olf heb verunglückt ! DRV Berlin, 12. Mai. ' Parteiamtlich wird mitgeteilt: Parteigenosse Heß, dem : es aus Grund einer seit Jahren sortschreitenden Krankheit von» Führer strengstens verboten war. sich noch weiter fliegerisch z* betätigen, har entgegen diesem vorliegenden Beseh! es vermocht, sich in letzter Zeit wieder in den Besitz eines Flugzeuges z» bringen. Am Sonnabend, dem 10. Mai, gegen 18 Uhr, startete Par« teignosse Hetz in Augsburg wieder zu einem Flug, von dem er bis zum heutigen Tage nicht mehr zurückgekehrt ist. Sin zurück^ gelassener Bries zeigte in seiner Verworrenheit leider die Spure« einer geistigen Zerrüttung, die befürchten lassen, datz Partei« genösse Hetz das Opfer von Wahnvorstellungen wurde. Der Führer hat sosort angeordnet, datz die Adjutanten de» Parteigenossen Hetz, die von diesen Flügen allein Kenntni» hatten und sie entgegen dem ihnen bekannten Verbot des Füh rers nicht verhinderten bezw. sosort meldeten, verhastrt wurden. Unter diesen Umständen muh also leider di« nationalsozia listische Bewegung damit rechnen, datz Parteigenosse Hetz auf seinem Flug irgendwo abgestürzt bezw. verunglückt ist. Englands barbarWe Kriegführung Hnrricane-Jägcr beschießt Luftwaffen Verbandplatz in Nordfrika. In den frühen Morgenstunden des 10. Mai unternahm ein britisches Hurricane-Flugzeug einen Angriff auf den Luft- Wassen-Verbandplatz Ain el Gazala in Nordafrika, obwohl dieser und die einzelnen Zelte durch große weithin sichtbare rote Kreuze gekennzeichnet waren. Es gab einige Verletzte. Dies ist wieder ein Beispiel dafür, daß die Engländer sich über alle internationalen Vereinbarungen hinwegsetzen und rücksichtslkos gegen jedes Gefühl der Humanität handeln. TielangnS aus englische Kreuzer Der erfolgreiche italienische Luftangrifs auf einen britischen Flottenverband In Ergänzung zu den im italienischen Wehrinachtbericht am Sonntag gemeldeten Angriffen italienischer Luftstreitkräfte aus einen britischen Floltenverband bring« der italienische Rundfunk nachstehende Einzelheiten: Ein italienisches Aufklärungsflugzeug sichtete am Nach mittag des 10. Mai zwei Kreuzer und drei Zer störer westlich von Kap Ferro (Algerien), die anscheinend zn der Bedeckung des am 8. Mai angegriffenen britischen Ge leitzuges gehört hatten. Tiefhängende Gewitterwolken und dichter Dunst hinderten die Sicht Trotzdem griff ein Verband italienischer Kampfflugzeuge im Tiesslug die britischen See- streitkräfte an und erzielte aus einem Kreuzer einen Bom be n v o l 11 r e f s e r. der den Kreuzer zum Abstoppenzwang. Am Nachmittag des 10. Mai griss ein doppelt so starker italie nischer Verband von Kampsslugzeugcn den britischen Flotten verband an. der in der Zwischenzeit nur eine geringe Strecke