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»o pfa. »«,»»» °d- «»holt monatlich 5» pfa.u. «ltchont» Ich 1» Pf-. »«> o»r Post d,stellt ««- Mst ab-»h»lt »l«rt«liaörllch i.e» «k., monatlich oo pfa. durch »«, drirNri»,,» frei tu» -au, »lortol» - MZWMWL mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Muer Sonntagsblatt Spnchstmö« -« n^aktto« mit ssusnahm» Ser Sonntag» «achmlttago 4—s Uhr. — Telrgramm-fi-ress», Tageblatt ssueerzgebirg«. Zerafprecher SS. nrhmrn dastrUun-o» rot,,-," Zür unverlangt »lngofanSt« Manuskript» kann Gewähr nicht geleistet werSrn. Nr. 47. Sonnabeaä» äen 26. Februar ISIS. Tageblatt Anzeiger für -as erzgebirge mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Muer Sonntagsblatt. - - .. .... «rnn 0», Nuf-ad, S»t«m2 »urch r,rofpr«ch«r «rfolat »t,r »ao Manuskript nicht »rulllch l»,dar ist, n. Jahrgang Vie Mmung einer fonr vsn Oerüun unler ckn Mgen 4er haism. 5ns»4enr frie4enrre4e >m englischen Unterbanse. Tie Rede des ArbeitSabgeordnestn Snowden end, hielt als bemerkenswerteste Stellen das Halsende: Nacht achtzehn KrstgSmonaten ist die Lase der Alliierten un- tbefriedigend es gibt Mr sie keine aufrichtige Hoffnung.auk einen entscheidenden Sieg. Wenn der Feind durch wirtschaftliche Erschöpfung zusamrnenbricht, dann werden die anderen Kriegführenden in derselben Lage sein. Unsere Verbündeten Werden nur durch die! finanzielle Md materielle Hilfe, die wir ihnen leisten, im Arid erhalten. Die Aushungerung Deutschlands! Würde Mr alle Parteien schädlich sein und einen allge-! meinen «inanA teilen Ruin, nicht aber dauernden Frieden zur Folge Haden. Snowden wandte sich energisch gegen die Absicht, Deutschland zu zerschmettern. Ein Frieden^ der von neuen Ungerechtigkeiten und unbeirie- digenden Ansprüchen begleitet vchrde, der den Bestand der kleinen Rationen nicht sichert und weitere Kriegst- rststungen nötig machen würde, wäre seiner Meinung nach nicht von Dauer. Ein entscheidender Schlag sei nicht unmöglich. Ter Krieg eröffnete auch Leine Lösung der europäischen Frose. Der Redner fuhr fort: Ihr Wollt noch ein Kriegs jähr. Fügt zur ersten Mil lion Verluste ein« zweite Million und zur RationalschMd noch 2000 Millionen Pfund Sterling. Ihr holst auf einen Sieg durch Erschöpfung. Was soll dann au» den Verbündeten werden? Snowden erp innerte ferner an die Rede eines französischen Abgeord neten auf der Konserenz in Bristol, wöriinl er von Fra.nL rvich» 800000 Lotetzr, 1400000 Verwundeten und 300 000 Gefangenen sprach, und sagte, es sei frevel haft, den Selbstbetrug zu ermutigen. Achtzehn Monast hätten sich di« Armeen gegenMsr gelten und nur einige Meter Boden seien gewonnen oder verloren wur den. Solche Heere seien unbesiegt und unbesieg bar. Wo Vknue man da die Hoffnung auf Frieden! finden? Die lächerliche Vorstellung von einer Bertei- lung der deutschen Flotte unter die Alliierten, von« einer Zerstückelung Deutschlands, der Veräußerung sei ner Handelsflotte ustv. sei reiner Uinjsinn. Eine be^i dingungSlost Unterwerfung wäre die schlechteste Vorbe reitung aut. den Frieden. Wenn Deutschland zerschmeiß tert-wäre, würde auch der Zusammenhang des Bünd nisses gegen Deutschland zu Ende sein, und dann Würtz ein neuer großer Krieg nur eind Frage der Zett. Li mes schreiben über die Antwortvedp Asquith»: sie war kurz und entschieden. Asquith sprach genau eine Viertelstunde. Am Schluß brach das Haus in einen so anhaltenden und lauten Beifall aus,, Wie er im Pa» j lament nur äußerst selten vernommen wird. Wie der Rotterdamsche Dourant au» London Meldet, lobt der Manchester Guardian den Mut der Män ner, welche jetzt die Sache dk» Frieden» in England verteidigt Hütten, obwohl er Moe Auffassung nicht teilk. Tas Blatt bespricht sodann die von Asquith mitge- teilten FrtedenSbstdingungen und sagt, die letzte Bedingung, nämlich «ine entzscheiftendp Niederlage, sei selbstverständlich. Tenn wenn Deutschland nicht entt-i scheidend besiegt sei, bestehe Lein« Atu»sicht darauf, die anderen Bedingungen durchzu setzen. Da»! Blatt nennt die Friedensbedingungen «in ehrgeizi-! pes Programm. Sie seien augenblicklich unmög-, Uch, womit gesagt sein solle, daß, siet unter den gegebenen Umständen ganz außerhalb des Machtbereiches der Alli ierten liegen. Das Blatt führt fioM: Wenn Wir mit den durch Asquith mitgeteilten FriedensVedingungen nicht Mereinstimmen, müssen wir das rund heran» sa gen. Stimmen wir ihnen zu, so muß das Gerede über den Frieden aufhören und der Krieg fortgesetzt werden. Es ist naWrlick^auch möglich, den Absichten, Asquiths zu zustimmen und sie doch al» unerreichbar zu verwerfen. Wenn wir vom Frieden sprechen, müssen wir die Be dingungen, die ASquith in seiner Rede zu Beginn da» Krieges in Dublin stellte, verwerf^ da sie, wie nun- mehr mit Bestimmtheit gesagt Werden kann, mit einem jetzt oder später zu schließenden Fritden unvereinbar sind. Wenn wir dagegen diese Bedingungen annehmen, nicht nur das Ideal, sondern B» etwa», was wir zu! erreichen trachten, dann tun wir besser daran, dien Krieg! fortzusetzen und den Blutverlust und da» Wend Wet ter zu ertragen. Die Unisichten find geteilt, weniger über das KrieMiel, als über die KriegHaWstchten. Wenn man glaubt daß di« militärische EnMckvung an einem toten Punkt angekommen ist, After den man nicht hin- nogkoimnen kann, dann wär« «S Pflicht jede» Men schen, der sein Vaterland liebt, zu versuchen, einer Der amriiAe ifriegrvericbt von deute!' I ' I Großes ya uptquartier 2b. Zebr. vorm. Westlicher Kriegsschauplatz. wie nachträglich gemel-et wurüe, ist in -er Nacht vom 2S. Zebruar östlich von flrmenttLres -er vorstost einer eng lischen Abteilung abgewlefea wor-en. 3» Her Ldsmpagne grltten Sie tzrrmroren rü4IIch von Ze. Marie - ?v Sie sm ir. tzedruar von unr g nommene »reliung an. kr gelang idaen. In Sen «ritt, Srade» in einer breite von c». rro Meter einruaringen. Oestlici, «ier Maar ivurtten in Knvelenftett tr. Mas. Oe« ssrülerr unä IsSnigr an 4er Nampkkront de4eutlame fort- schritte erzielt. Vie tapfere» truppen erkSmptten sich 4«a seri» 4er böten rii4u?rrMch Lonvemont, 4er Dörfer couve- monr un4 4er merklich 4a»onliegen4en tzeterttgungranlagen. I« alte« Drange nach vorvSrtr rtießen dran4endurgirchr Truppe« dir rum Dörte un4 rur panrerlerke Douaumon« 4urch, 4Ie De mit rtürmen4er ba«4 nahmen. Sn -er Woövre-Tbene brach »er fein-lich» wi-erstan- auf -»r ganz»« Zront bi» in -ie Gegen- von Marchevtll» lsüülich -er Nattonalstrast« Metz-Pari») zusammen. Unser« Truppen folgen -em wrichen-en Gegner -icht auf. die ? gestern berichtete Wegnahme -»» Vorfe» Thampaeuvtll« beruht auf eine« irrtümlichen Mel-ung. Westlicher Kriegsschauplatz. stußer erfolgreiche« Gefechte« «uferer vorposte« ist nicht» zu berichten. ! Salkau-Krlegssthauplatz. l di« Lag« ist unverän-ert. (W. T.S.) Gberste Heeresleitung. u M mit der er die deutsche Initiptwe pst Wieste« gestmtz, zeichnet hat. Tie PlammäßigAett de» einheitlich geregel- ten deutschen Vorgehen», da» abschnittweist zum M, folg führt ist da» charakteristische Merkmal der vage im Westen. Die Besprechung gipfAt in folgende« Uw teil: Es ist Aar daß so starke und über so wett ver breitete Räume einheitlich angsordnete Vorstöße der Deutschen die Nervosität de» Verteidiger» auf der ganzen Front steigert und es für ihn schwierig macht, zur Gegenoffensive überzugshpn, oder «ine große Offensive vorzunehmen. Der Baseler Anzeiger führt aus: Jedenfalls haben die Deutschen «inen rechst bedeutsamen Erfolg errungen, der mindesten» dem vorjährigen Erfolg bet SosssonS entspricht, wenn er nicht darüber noch hinaus geht. Veruhigttngsversuch« der Pariser Presse. Bon der Schweizer Grenze wird gemeldet: Die Pa ris« Presse bemüht sich, seit einigjen Logen da» Publi kum angesichts der deutschen Fortschritte in der Ums- gebung von Verdun zu beruhigen. Sie weist darauf hin, daß die Befestigungen im ganzen Umkreist von Verdun während des letzten Jahre» entsprechend den Erfahrun gen des heutigen Krieges ousgebaut Wurden. Nachdem Beispiel der Mitteilungen des französischen KriegSUPnitz sters übertreibt die Press« die Beehrst« de» Gegner», schweigt aber vo n den eigenen Verlusten nicht nur au Menschen, sondern auch an Terrain- Die Humanitär! beklagt sich in dieser Beziehung über dtp ungenügende Fassung de» französischen Tagesberichte». E Deutsche ZchMe In nemraleu IM«. Zu der Rstldung über die Internierung deutscher Marter, die zu nicht» führen kann, ein End« zu machen. Wir wollten, daß «S möglich wäre, sich ein deutlicheres Bild davon zu machen, wie die Regierung ich den Weg zum Sieg vorstellt. Zar Kervtnauv in Kobupg. Der König der Bulgaren ist mit seinen Söhnen Kronprinz Boris und Prinz Kyrill, aus Wien in Ko- Lurg eingetrofsen. Um °/a4 Uhr verließen dser König und der Herzog mit den Königlichen Prinzen den Zug. Dio Herrschaften fuhren in geschlpssenkm Kraftwagen »rach dem Bürglatz-Palai», wo der König und die Prin zen Wohnung nahmen. Dort und auf der» Fahrt wurden sem König begeisterte Huldigungen dargebracht, die sich wiederholten, als sich der König am Fenster des» Schlosst» zeigte und auf dem Balkon in Begleitung seiner Söhn« erschien. Der Monarch hielt eine Ansprache, in Wel tzer er feiner Freude Ausdruck gab, Wttzder einmal in seinem lieben Koburg, wo er sein» Jugend verlebt habe, Vettvetleu zu können. Danen so» veuttcdlana aen Krieg erklären. Angesicht» der Kammereröffnung machen die JntervenrionSdarteien, da» heißt die Mformsozialtsten, die Radikalen, die Republikaner auf der äußersten Lin ken, die konstitutionellen Demokraten auf der Linken und di» Nationalisten auf d<P Rechten verzwieiselte Anstrengungen, um die Regierung «KÄuschüchtern und zu zwingen, mit der Kriegserklärung an Deutschland vor da» Parlament zu treten. Allo genannten Parteien hielten bevetts Versammlungen aft und beschlossen in diesem Sinne. Sie wtzrden am Vorabend der Kammereröffnung auch noch eine gemein- slamo'Sitzunp abhalten. Natürlich ist die Stimmung der Regierung gegenüber sehr geheizt. Man zeiht Salanftr- sträflich« Schwäche, Well er weder neue Erklärungen abgeben noch eine umsaffsende Diskussion zulassen wolle, und droht ihm Mit einer gründlichen Kritik dm gesamten Regierung-Politik. Da» allgemeine Mißbehagen, da» da» Land «füllt, schreibt htttte der Secolo, «heische dringend etnss Klärung der Situy« tw» durch di» KrtegserkArung an Deutsschlandl- Hand in Hand mit dies« Bewegung geht et» jetzt auch von der äußersten Linken berriäüener gesteigerter Ea- dornwi-Kult, WWrend Frchchveich und Rußland, den Feind tief im Lande haften, dokÄe Italien Ca dorna «in« Srenzrektifizierüng, die vor tstm Gin-, fall der Barbaren schützt. Der Lerner Snnü über Sie Dsrgänge Im Verte«. Au» Zürich wird gemeldet: In Besprechung he» deutschen Borstoße» bei Verdun Wiederholt Stegemann im Bund seine bereit» früh« geäußerte» Bemerümgoy Dampfer Lurch Portugal «fahren Wir, daß in portu giesischen Häfen überhaupt nur ein Dampfer interniert ist. Die übrigen deutschen Schisst, welche in portugie sischen Häsen liegen, befanden sich ftevett» beim KrstgO- ausftruch dort oder sind in dieselben zu ihrer Sicher heit eingelaustn. Ties« Schisst unterliegen nach dem Völkerrecht der Beschlagnahme nicht. Die Tonnage der in portugiesischen Häsen liegenden Schisst beträgt ins gesamt etwa 270000 Tonnen. In norLamertkantschen Häfen liegen Schisst von insgesamt 600000 Tonnen, in Häfen Südamerikas, MrgenttnstnS, Chile» ufW. 436000 Tonnen. Insgesamt beträgt die Tonnage der in vutzerdeutschen Häfen befindlichen deutschen Schisst etwa 1,9 Millionen Donnen. Bei den in amerikanischen Häfen befindlichen Schiffen ist zu vsmerstn, daß ein» größer« Dell davon nur für den Passagierversthr ein gerichtet ist und deShaV für WqventvcmSporte nicht ins frage kommen kann. Portugal zur Requirierung der Schisst berechtigt? Die Kölnische Zeitung meldet au» Berlin: Die Keutermeldung au» Lissabon, wonach Portugal zur Be schlagnahme der auf dem Last liegenden deutschen Schisst geschritten fei, ist hier amtlich »och nicht bestätigt. Solange eine Bestätigung nicht vorliegt, Sann von hier au» in der Angelegenheit nicht» gd> -Hetzen. Man mutz abwarten, ob tatsächlich ein solch« Beschluß Portugal» vorliegt. Einstweilen sei darauf hin- gewiesen, daß nach den Bestimmungen dp» deutsch-, portugiesischen Handelsvertrages sowohl Deutschland wie Portugal berechtigt ist, die in ihren Häsen liegenden Schiffe «egen Entschädigung zu requirieren. «juch Stakst» requiriert deutsche Schiffe. Unterhau». tzandelSminister Runetman sagst auf sine Anfrage »der italienische Botschafter habe ihm miö- zetellt, datz 30 deutsche in den ttalstnischseni Häfen inter nierst Schiffe von der Italienischen Regierung requiriert worden ststm. vir Hrupprchen frlMchrn Mr NlrmSnlerl. Ausfuhrbewilligung für Setvaide a» Zahlmitstk. Bittorul in Bukarest gibt «ine Darstellung der kürzlich vom Senator Oreiscu besprochenen Angestgech, hell d« Kruppsche« Feldküchen. Mitten ist Versuche, die Armee mit Feldküchen zu versehen, die sich im Feldzüge 1913 sehr gut bewährten, brach der Mrvpäissche, Krieg au». Um die Armee rasch mit .Meld- Mchen zu verlsthen. wurde am 1ö. Oktober 1914 ein Vertrag abgeschlossen, in dem unter andrem auch die Lieferung vom 7000 Feldküchen vorgesehen Ist. Der Lieferant erhielt dabei vertragsmäßig außer dem Preisst für di« Feldküchen auch die Ausfuhrbewilligung für Getreide zum Preist von 2000 Set Pro Bahnwagen, also um 200 bi» 300 Lei teurer, al» damals die Pretst standen. Die Feldküchen wurden bei Arthur Krupp in