Volltext Seite (XML)
Verordnungsblatt der KreiShauptmauufchast Bautze» al» Sonsiftorialbehörde der Vberlansitzi Amt » ö ta t l der AmtShauptmarmschasten Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautze« und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut und Bernstadt des Hauptzollamts Bautzen, mgleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemcinderätc zu Schirgiswalde und Weißenberg, Orga« der Handels- «ad Gewerbekammer za 8itta«. verantwortlicher Redakteur: Arno Zschuppe (Sprechstunden wochentags von 10—tl und von 3—4 Uhr). — Verlag, Redaktion u. Expeditionr Innere Lauenstraß',4. Telegramm-Adreffe: Amtsblatt Bautzen. — Fernsprechanschluß Nr 51. 128. Jahrgau- Nr/: 8 Montag, de» 5. April lSt'9 abends Stroh I. April 1909. Königliche Kreishauptmannschaft. Charlottenburg, den I. April 1909. Löbau, am 2. April 1909. Die Königliche Amlshauptmannschaft. Bautzen, am 26. März 1909. 19 18 18 ich in Hafer 100 Kx 18 77 § 29 95 53 4 4 4 4 100 kg 20 § 22 „ 76 , 20 . mir nicht versagen, wiederum meinen herzlichen Glückwunsch alter Teilnahme an Ihrem Lebenswerk auszusprechen." sind durch die Laster des Klerus und die Irrtümer und Ent stellungen des pharisäischen und abergläubischen Formalis mus, die aber einen lebendigen Hauch wahrer Religiosität sich bewahren und nach einem höheren und lebendigeren geistlichen Leben streben. Die Exkommunikation, die Sie mir androhcn, bedeutet also nichts anderes, abgesehen von ihrer theatralischen In szenierung und einigen kulturwidrigen Anhängseln, als daß Sie von meinen früheren Erklärungen Notiz genommen haben. Die Sache liegt einfach und klar. Niemals habe ich so sehr das feste und sichere Vertrauen gehabt, m i t Ehri st u s und in der großen Seele seiner Kirche zu sein, als jetzt, wo Sie mich aus deren Körper ausstoßcn!" Hier scheint wirklich ein Mann zu sprechen, der den Willen zu den Konsequenzen seiner Ueberzeugung hat. Seine Exkommunikation ist prompt erfolgt, aber er hat sich nicht gebeugt. haben ihre besuche mit den in Vorstehendem geforderten Schriftstücken bis eiv- an das Kuraloiium der Joseph Joachim Stiftung, Charlottenburg 2, Fasanen- Später eingehende Gefuche können nicht berücksichtigt werden. Für den Monat März IWÄ sind behufs Vergütung des von den Gemeinden resp. Ouartierwirten innerhalb der betreffenden Lieferungsverbände im Monat April 1909 ohne damit seine Steucrfähigkeit zn verlieren. Dis heute früh sind etwa I 8 0 Glückwnnschtelegramme eingetroffen. Die erste Periode der Nebnngsfahrten unter militärischer Leitung hat nun in der Hauptsache ihren Abschluß gefunden. Die Ueberftthrung des „Z. i" nach Metz wird vorläufig noch verschoben werden, da die dortige Halle noch nicht fertig gestellt ist. Stuttgart, 4. April. Der König von Württemberg hat folgendes Glückwunschtelegramm an Zeppelin gerichtet: „Angesichts der nenen großartigen Leistung des Luftschiffes kann Das Kuratorium. C Halir. Der Kirchenvorstand zu St. Petri. k>. IV Weske. Zittau: Bautze«: Kamenz: Löbau: Bautzen, am Eine Bcnachncknigung der siücie fn det nicht palt. Geeignete Bewerber schließlich den 1. Juni er. straße Nr. I, einzurcicheu. Ein Bries Don Mnrris. Eine sehr ernste Sprache führt der jüngst zum italieni schen Abgeordneten gewählte Don Romolo Murrt in einer Antwort auf die Ankündigung seiner Exkommunika tion. Murri schreibt seinem Erzbischof u. a.: „Ich muß Ew. Exzellenz und die Kardinäle - General inquisitoren des heiligen Offiziums daran erinnern, daß, wenn ich schon von allen, die mit mir verkehren wollen, korrekte und höfliche Manieren verlange, ich sie um so mehr von feiten derjenigen beanspruchen muß, die da vorgeben, mit mir im Namen Gottes und seines Christus zu sprechen, und selbst dann, wenn sie Inquisitoren der Inquisitions- Kongregation sind. Was nun den Inhalt Ihres Schreibens angeht, so war mir, abgesehen von der unwürdigen Art, wie ich behandelt werde, bekannt, daß mit Pius X. und seiner offiziellen Kirche ein P r i e st e r g e w i s s e n, das tief und aufrichtig religiös ist, und das noch auf lange Zeit unmöglich zusammenarbeiten kann an der religiösen und moralischen Erneuerung der gegenwärtigen demokratischen Gesellschaft. Darum hatte ich schon Ew. Exzellenz mitgetcilt und auch durch die Tat gezeigt, daß ich in Zukunft für den Glauben und das religiöse Leben, wie für jede edle und gute Sache außerhalb Ihres verschlossenen und blutarmen Schafstallcs arbeiten will. Es gibt viele Seelen, die nicht zu diesem Schafstall gehören, sondern die aus ihm vertrieben worden Zur großen Fernfahrt des I Reichsluftschiffes, an der ganz Deutschland das wärmste patriotische Interesse nahm und die auch die übrige kultivierte Erde mit großer Anteilnahme verfolgte, liegen heute noch folgende Meldungen vor: Friedrichshafen, 3. April. Nach Ankunft des „Zep pelin >" fand gestern abend 8 Uhr im Deutschen Haus ein Abendessen zu 34 Gedecken statt. An diesem nahmen Angehö rige des Grafen Zeppelin, Offiziere und Beamte teil. Die Offiziere, welche die Fahrt des Reichsluftschiffes mitgemacht hatten, sind voller Begeisterung über die unerwarteten Leistungen des Luftkreuzers. Das Wichtigste sieht man in der Widerstandsfähigkeit des Luftschiffes, das die Nacht voller Gefahren leicht überstanden hat. Der Kampf gegen den Sturm, aus dem das Luftschiff siegreich hervorgegangen ist, wird als eine der gefährlichsten Proben und zugleich als einer der be deutendsten Erfolge des Zeppelinschen Werkes angesehen. München, 3. April. Graf Zeppelin und Major Sper ling widersprechen energisch der von den Blättern ge brachten Nachricht, als ob ein Motordefekt des Luftschiffes die erste Landung bei München verhindert hätte. Es sei das eine direkte Erfindung und geeignet, die Leistungsfähigkeit des „Zeppelin l" gegenüber dem Auslande herabzusetzen Die Nichtlandung war einfach aus Vorsicht geboten. Die Mo toren des „Zeppelin i' können nämlich nur 14 Sekundenmeter leisten, während die Windstärke am 1. April 18 Sekundenmeter erfordert Hütte, um gegen sie den Ballon halten zu können. Es war daher ein Unterschied von 4 Sekundenmetern, um welche das Luftschiff in der Sekunde zurückgehen mußte. Unter solchen Umständen zu landen, wäre unvernünftig gewesen. Die Motore der neuen Zeppelin-Luftschiffe werden das Doppelte, einer von ihnen sogar fast das Dreifache leisten. Stuttgart, 3. April. Wie der „Schwäbische Merkur" aus Friedrichshafen berichtet, ist Graf Zeppelin von der Probefahrt, die das Reichsluftschiff bestanden hat, in hohem Grade befriedigt. Man hatte ihm davon abgeraten, bei der unkla-en Wetterlage die Fahrt vorzunehmen. Durch die Fahrt hält der Graf jedoch den Beweis für erbracht für den von ihm immer aufgestellten Satz, daß bei Sturm, der eine Landung gefährlich erscheinen läßt, das Luftschiff sich so lauge in der Luft hält, bis die Wetterlage sich zum Landen gebessert hat. Der Wind am 1. April erreichte zeitweise eine Stärke bis zu 15 und 18 Sekuudenmetern. Mit seiner eigenen Ge schwindigkeit von 12 Sekundenmetern kämpfte das Fahrzeug dagegen an und bewirkte so unter Anwendung seiner vollen Motorkraft, daß es nur langsam rückwärts getrieben wurde, Letzte Meldung. ' Friedrichshafen, 5. April. Das Neichsluftschiff ist heute vormittag 9 Uhr 28 Min. zu einer 24stündigen Dauerfahrt aufgesticgen. MehrbietungStermin. Der Uirchenvorftand zu St. Petri beabsichtigt süns Bauüellcn, an der nördlichen Seile der Arnold- straße in Bansen gelegen und ungejähr 1550 Meter groß, geschloffene Bauweffe, zu verlausen. Aus diese Baustellen sii d dem Kirchcnvorsland 7 siir den UsMeier Bauland geboten worden. Kauflustige, die einen höheren Preis zu zahlen willens sind, werden ausgesordert, Angebote mündlich vom 6. April 1808, vormittags 11 Uhr in der Kanzlei des evangelisch lutherischen Pfarramts zu St. Pewi abzugeben. Die Anlicgerbeiträge siir den Bau der Straße und die Kosten deS Kanss, einschließlich der Dismembration, hat der Käufer zu tragen. Neueste direkte Telegramme und Telephaumeldungku. (Nachdruck verboten.) Berlin,». April. Gestern mittag 12'/- Uhr wurden die Leiter der chinesischen Studicnkommissiou im Neuen Palais bei Potsdam vom Kaiser empfange«. Der Kaiser zeigte den Güsten viele chinesische Kunstgegen, stände, die Wilhelm 1. gesammelt hat. - Gestern wnrdc die neue Treptower Sternwarte cingcwciht. Der offi zielle Vertreter Geh. Rat Schmidt vom Kultusministerium brachte als sichtbares Zeichen des Interesses des Kaisers den Roten Adlerorden für den Direktor der Sternwarte Archcu- hold mit. Berlin, S. April. Der Stadtbaurat Ludwig Hoff mann soll der Vollender von Messels Werk werden und ersuchte schon die städtische» Behörden um ihre Zustimmung, um de« umfangreichen Mnscums-Ncubau nach den Pläne» Messels auszuführen, wozu der Kaiser seine Zustim mung erteilt hat. Berlin, S. April. Im Königl. Opcrnhause wurde gestern Glucks „Orpheus und Eurydike" unter musikalischer Leitung des Kapellmeisters v. Strauß ge geben. Den Orpheus sang als Gast Frau Schumann-Hcink. Obgleich sic unter kleinen stimmlichen Indispositionen z« leiden hatte, fand ihre Leistung doch mit Recht warmen Bei fall, besonders «ach dem 2. Akte, in dem ihre Wiedergabe der Arie „Ach, ich habe sie verloren" den Höhepunkt bildete. Fra« He» 100 kx 7 74 z 8 ,, 40 8 „ 27 „ 7 . 56 . Ja!« der Anstalt w gehört hat. Die AusanNvoNung beziehungswelle Auszahlung der zueikannten Prämien erfolgt am 1. Oktober ar. nicht, den cksichtigten Bewerber, sowie eine Rücksendung der ciugereichten Schrist- Die Bekämpfung der Blutlaus gefcbieht am wirksamsten im Frühjahre in den Monaten April und Mai, weil man es in dieser Jahreszeit mit den ersten Anfängen der Ansteckung zu tun hat und der blattlose Zustand der Bäume das Erkennen der befallenen Stellen erleichtert. Anoidnungsgemäß erhalten die Besitzer von Obstbüumen deshalb hierdurch Anweisung, ihre Obstbäuuie «mgefäumt aus das Vorhandensein der Blutlaus zu untersuchen und nötigenfalls die erforderlichen Vcrtftgungs- arbeiten vorznnedmen. Eine Beschreibung drc Blutlaus und der wirkiamsten B.kämpsungsarten ist in den Acmeinden ausgehängt. Hierbei wird darauf hingcwiefen, daß die Anwendung von Petroleum nach den gemachten Erfahrungen sich nicht bewährt, vielmehr häufig eine Beschädigung der Bäume zur Folge g habt hat Die Bekämpiung erfolgt am besten dadurch, daß die Wundfiellc nach Zeidrückung des durch die Blutläuse gebildeten weißfilzige» Veberzugs mit einem billigen Fett gründlich eing rieben wird. Säumige werden mit Geldsirase bis zu 150 Mk. oder Hast bis zu 14 Tagen bcstrajt, auch kann aus ihre Kosten die Vornahme der nöligen Vertilgungsarbelten durch die Behörde angeordnet werden. Die Herren Bürgermeister, Gemeindevorslände und Gutsvorsteher werden' veranlaßt, aus obige An ordnung durch ortsübliche Bekanntmachung noch besonders Hinzumeisen und die Veriilgungsarbeiten in ge eigneter Weise, soweit tunlich durch Sachverständige überwachen zu lassen. Säumige sind der Königlichen Amtshauptmannschast zur Bestrafung anzuzeigen. an Militärpserde zur Verabreichung gelangenden PferdrfuttirS in den Hauptmarktorten der Lieferungsverbände des Regierungsbezirks Bautzen folgende Durchschnitte der höchste« Preise für Pferdefutter mit einem Aufschläge von fünf vom Hundert festgesetzt worden: den Konkurrenzarbeiten um de» Preis der v- Paul Schultze-Stiftung, der Karl Blechenschen Stiftung und d>r Ersten Michael Beerschen Stiftung vom 4 bis 6. d M. täglich von 10 biS 4 Uhr in den Ausstellung-- äleu der Atademie, Pariser Platz 4, öffentlich ausgestellt. Berlin, den 1. Avril 1909. Der Senat, Scktion für die bildenden Künste. Arthur Kamps. Königliche Akademie der Künste. Aus dein für das Jahr 1909 aus dem Gebiete der Bildhauerei und Architektur ausgeschriebenen Wettbewerbe um den Großen StaalöpreiS im Betrage von je 3300 zu einer einjädrigen Studienreise sind «IS Sieger hervorgegangen der Bildhauer Fritz Röll zu Charlottenbura, geboren am 16 März 1879 in Kaitennoidh-im (Sachsen-Weimar) und der Regierungsbaumeister Karl Neuhaus zu Wilmersdorf, geboren am 22. Mai 1877 in Wesel. Die zu diesem Weiibcwerbe eingegangenen Arbeiten werden in Verbindung mit Bekanntmachung. Anläßlich des 50jährigen Künstlerjubiläums deS verstorbenen ProsesiorS Nr. Joseph Joachim ist el« Stiftung errichtet worden, deren Zweck ist: und. mittelten Schülern der in Deutschland vom Staate oder von Smdtgemeinden er ich! eien oder unterstützten MI sikatischen BudungsanstaUcn ohne Unterschied des Alter«, dc« Geichbaus, der Reitgion und der Staatsangehörigkeit Prämien in Gestalt von Streichinstrumenten (Geigen und Celli) oder in G- td zu gewähren. BewerbungSsähig ist nur derjenige, welcher mindestens ein halbes Jahr einer der genannien Anstalie« aiigehöi t Hai, und da es sich in du sein Jahre um Verlcihung von Instrumenten handelt, seine Ausbildung als Geiger beziehungsweise Cellist erfahren Hal. Bei der Bewerbung sn d solgende Schriftstücke einzureichen: I) ein vom Biwerber versüßter kurzer Lebenslaus, 2) eine schnftliche Au-kunft des Vorstandes der vom Bewerber besuchten Anstalt über Würdigkeit und Bediirftigkeii des Bewerbers, sowie die Genehmigung derselben zur Teilnahme an der Be werbung ans Grund der zu bezeugenden Tatsache, daß der Bewerber mindestens ein halbe- Bekanntmachung. Der Pfälzischen Hypothekenbank in Ludwigshafen wurde die Genehmigung erteilt, lnnerhalb der gesetzlichen und japungsmäßigen Umlaufsgrenze eine weitere Serie (56) 4prozenUger, in Stücke zu 5000, «000, 1000, 500, 200 und 100 Mk. cingeteiller, bis zum 1 Januar 1917 nicht rückzahlbarer Hhpoihelcn- psandbriefe ans den Inhaber im Betrage von 10 Millionen Mark in den Verkehr zu bringen. München, den 29. März I909. Königlich bayerisches Staatsministerium des Innern. I. A.: Staaisra! von Krazriscn. In Gemäßheit der bestehenden Vorschriften werden alle Personen, welche in der Gemeinde Wilthen ihre Einkommensteucrpflicht oder ihre Ergänzungssteuerpflicht zu erfüllen haben, denen aber bis jetzt die Steuerzcttel nicht haben behändigt werden können, hiermit aufgefordert, wegen Mitteilung des Einschähungsergcbnisses sich bei der betreffenden Gemeindebehörde zn melden. Wilthen, den 5. April 1909. Ter Gemciudevorstand daselbst.