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Admer D Grenzbote Postscheck-Konto Leipzig Nr. 373 69 Stadtbank Adorf i. V. 118 ZageM» und AmelM Gegr. 1834 / Ruf 22L Postschließfach Nr. 5 für Adorf (Vogtl ), Bad Elster, Radiumbad Brambach, Arnsgrün, Bergen, Freiberg, Ober- und Uatergettengrü«, Hermsgrü», Irrgelsburg, Lenbetha, Mühlhausen, Rebersreuth, Remtengrün. Schönberg, Siebenbrunn, Sohl, Wohlbach und das übrige obere Vogtland. Der „Adorfer Grenzbote" ist das zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz i. D. und des Stadtrates zu Adorf i.V. behördlicher seits bestimmte Blatt; außerdem enthält der .Adorfer Grenzbote" auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts und des Gerichtsvollzieher» zu Adorf i. V. und anderer Behörden. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich 1.20 RM. einschl. Trägerlohn. 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Den Anlaß dazu bot die sogenannte ameri kanische Autzenhandelswoche, die von Roosevelt und seiner Clique zu einer ebenso dummdreisten wie unverschämten Kriegshetze gegen Deutschland ausgenützt wird. In einer Botschaft an das amerikanische Volk erhebt der Präsident gegen die autoritären Mächte den ungeheuerlichen Vorwurf, daß sie die Weltwirtschaft in ein Chaos gestürzt hätten. Im Gegen satz dazu feiert er die Vereinigten Staaten als den „Verteidiger der demokratischen Grundsätze" und schreibt ihnen in seiner sprichwörtlichen Anmaßung die Rolle zu. der liberalen Wirt schaftspolitik in der Welt wieder zum Siege zu verhelfen. Inzwischen hat der USA.-Staatssekretär Hull seinen Präsidenten noch zu übertrumpfen versucht, indem er den Achsenmächten nicht nur Weltbeherrschungspläue und An- grifssabsichten ans Amerika zuschiebt, sondern sie auch der „räuberischen Wirtschaftspolitik und wirtschaftlichen Ausbeu tung" beschuldigt. Nicht genug damit, spielt sich Hull wie üblich als Sittenrichter und Lehrmeister auf, indem er sich für be fugt hält, der Welt die „Grundlagen" für eine Weltwirt- schaftsordnung nach dem Kriege eindringlichst zu empfehlen, wobei er es an gemeinen Ausfällen gegenüber den Achsen- Mächten nicht fehlen läßt. Was gibt den amerikanischen -Weltverbesserern das Recht, sich in dieser anmaßenden und unverschämten Art in euro päische Dinge einzumischen? Gerade oie Amerikaner hätten allen Anlaß, auf wirtschaftspolitischem Gebiet sich die größte Zurückhaltung aufzuerlegen. Ist doch nirgends das Wirtschafts elend so groß wie gerade in dem Land, in dem die libera- kistische Wirtschastsauffassung Roosevelts ihre Triumphe feiert. Glaubt man denn in Washington, daß die Welt ganz und gar vergessen hat, daß es in den Vereinigten Staaten über 12 Mil- klonen Arbeitslose und in Deutschland 7 Millionen Erwerbs lose gab zu einer Zeit, als die nationalsozialistische Bewegung noch gar nicht die Macht übernommen hatte. Der National sozialismus konnte also niemals an der Zerrüttung der Welt wirtschaft schuld sein. In Wirklichkeit hat die damals Herr- schende liberalistische Weltwirtschastspolitik dieses gewaltige Chaos herbeigeführt. Bereits mit Ende des Krieges war die sogenannte demokratische Welt wirtschaft zerrüttet und wurde dann durch das Versailler Diktat in ihren Grundfesten vernichtet. Was haben denn die Vereinigten Staaten damals getan, um dieser Weltwirtschaftskrise abzuhelfen? Haben sie die ihnen zur Verfügung stehenden riesigen Hilfsmittel wirklich zum Nutzen der Gesamtwirtschaft eingesetzt? Nichts von alle- dem. Wohl hat seinerzeit Roosevelt unter dem Stichwort „New Deal" eine wirtschaftliche Neuordnung bombastisch angekündigt und Hunderte von Gesetzen und Verordnungen in den ersten Tagen seiner Präsidentschaft herausgegeben, aber alle Maß nahmen sind infolge der Unfähigkeit des „Verteidigers der liberalen Wirtschaft" in den USÄ. jämmerlich gescheitert. Nach wie vor gibt es ein Millionenmeer von Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten, immer noch lebt der größte Teil der Farmer in großer Verschuldung, ja. mehr als ein Drittel der 130 Millionen betragenden Bevölkerung der USA. ist — nach dem persönlichen Geständnis Roosevelts — nicht in der Lage, sich anständig zu kleiden Und dieses Wirtschaftssystem wagt man als mustergültig der Welt anzupreisen und als vorbild liches Programm für die Zukunft hinzustellen! Die eigenen Fehler sehen diese Weltverbesserer nicht. Dafür matzen sie sich an, das nationalsozialistische Deutschland, das sich nach der Machtergreifung entschlossen von den Grundsätzen der liberalen Wirtschaftsführung losgesagt und wirtschaftliche und sozial politische Erfolge in nie geahntem Ausmaß erreicht hat, mit niedrigsten Beschimpfungen zu schmähen und zu verleumden Hinter diesem gemeinen Hetzseldzug verbergen sich offen bar ganz bestimmte politische Absichten Roosevelt, der von den jüdischen Bankiers und Börsenmagnaten in USA. aus ersehen ist. die internationale Finanzhcrrscbaft des Juden tums zu verewigen, treibt auf Befehl seiner jüdischen Auftrag geber eine imperialistische Wirtschaftspolitik reinster Art. Sein Ziel geht dahin, nicht nur Südamerika und weite Gebiete des Pazifischen Ozeans, sondern auch Teile von Europa, wenn nicht den ganzen Kontinent, unter den wirt schaftlichen Einfluß eines neuen diktatorischen Weltzentrums zu bringen. An die Stelle von London, das in den Augen der internationalen Finanzwelt schon abgebuchl ist. soll New Dort treten, das gewissermaßen das Erbe Englands untre- ten soll. Die jüdischen Geschäftemacher in USA wittern Mor? genlust. — Schon ist ihnen durch den Tauschhandel »gegen 50 alte Zerstörer ein wichtiger Teil der überseeischen Besitzun gen Englands in den Schoß gefallen, und schon spinnen sich allerhand'„Geschäftsverbindungen" mit den britischen Domi nions Kanada. Australien und Südafrika an Diesen „Kapital zuwachs" für das USA.-Geschäft ganz zu gewinnen, das ist in Wahrheit das Ziel Roosevelts und seiner jüdi schen Hintermänner. Mit der Lüge von der angeblichen wirtschaftlichen Bedrohung der Vereinigten Staaten durch eine Diktatur des Nationalsozialismus soll der brutale Wirtschaftsimperalismus Nordamerikas vor der Weltösfent- lichkeit getarnt werden. Ja, um die Vorherrschaft des jüdischen Kapitals der Vereinigten Staaten über Europa zu sichern, scheut die Kriegshetzerclique in den USA. selbst vor einer Einmischung in den englischen Krieg nicht zurück So hat Roosevelt erst neuerdings wieder die Weigerung Frankreichs, sich für eine Einmischung Washingtons in die europäische Politik benutzen zu lassen, zu einer neuen Hetze benutzt, und in der amerikanischen Presse wird nach wie vor von der Not wendigkeit der Besetzung der Azoren und der Kapverdischen Inseln, ja der Besetzung des gesamten französischen Kolonial besitzes in der Sphäre des Atlantischen Ozeans geredet. Das ist das wahre Gesicht der Rooseveltschen Politik^ die auf eine Wirts chastsversklavung der ganzen Welt zu gunsten des Judentums hinarbeitet. Sie Ausbeuter als AnMer Unverschämte Hetze des USA.-Staatssekretärs Hull. Nach Roosevelt nimmt auch Staatssekretär Cordell Hull die Gelegenheit der sogenannten Außenhandelswoche wahr, um die Panikmache, durch die das amerikanische Volk für die Ziele der Hetzer geneigt gemacht werden soll, fort- zusetzen. „Das Hauptziel der Achsenmächte", so erklärt Hull nach dem üblichen Schema dabei, „sei die Weltbeherrschung. Diesen Plänen müsse durch hinreichende Unterstützung Eng lands Einhalt geboten werden oder Amerika befände sich bald umringt von Angreifern und werde alleinstehend zum Kamps um seine nationale Existenz gezwungen sein." Ebenso sinnlos und ohne auch nur den Versuch eines ausgestellten Beweises ist die Behauptung Hulls, „die räube rische Politik und Methode der totalitären Staa- i e n habe statt eines Svstems wirtschaftlicher Zusammen arbeit ein System wirtschaftlicher Ausbeutung ge schaffen." Mit dieser verlogenen Gehässigkeit übertrifft Hull noch die Verdrehungen und Anmaßungen der Rooseveltschen „Bot schaft". Bei allen Handelsverträgen, die das nationalsozia listische Deutschland geschlossen hat, ist von seinen Partnrrn stets unumwunden anerkannt worden, daß sie aus dem Grund j satz der Gegenseitigkeit nusgebaut sind. Tie Sauber keit dieser Verträge und ihrer Durchführung Hai darum auch in den meisten Fällen zn tieferen politischen Bindungen ac führt. Hull übersieht geflissentlich, daß Deutschland immer dereit war, sich in den Welthandel cinzuflechlcn und sich nur darum in stärkstem Maße auf seine eigenen wirtschaftlichen Kräfte besinnen mutzte, weil man ihm durch sträflichen Boy kott verweigern wallte, an dem allgemeinen Güteraustausch «rilznnehmen. Ganz abgesehen von der sprichwörtlichen kolonialen Aus- beulerpolitik gewisser demokratischer Nationen gibt es kaum ein Volk, das so von ihnen ausgeraubt und ausgcsoaen wurde wie das deutsche. Der Dawes-Plan, der Noung-Plan und das Hoover-Moratorium waren dafür die berüchtigten Metho den dieser Dcmokralien. Nun, da Deutschland sich gegen diese Ausbeuterpolitik zur Wehr setzt, glaubt Hull rufen zu müssen: Haltet den Dieb! MrMaftsverlager enMM WMxkMgmm Angesichts dieser Tatsache wirkt es geradezu verbohrt, wenn Hull für die Negierung der USA., die nicht nur nach 1918 zu dem allgemeinen wirtschaftlichen Chaos in der Welt maß gebend beigetragen haben, sondern nicht einmal in der Lage i sind, im eigenen Land Ordnung zu schassen, „Grundlagen I der WeltwirtschafI nach dem Kriege" zu bestimmen. Hull zählt dafür fünf Punkte auf: 1. Uebermätziger Nationalismus dürfte nicht wieder in übermäßigen Handelsbeschränkungen Ausdruck finden. 2. Keine Diskriminierung bei internationalen Handelsbeziehungen. 3 Rohstoffe müssen allen Ländern gleich verfügbar sein. 4. In ternationale Vereinbarungen zur Regelung der Rohstossversor- gung müssen derart sein, daß die Belange der Verbraucherlän- der voll geschützt seien. 5. Die internationale Finanz müsse so organisiert werden und sich so betätigen, daß sie zur Ent wicklung aller Länder und deren lebenswichtiger Unterneh mungen beitrage. Was die ersten vier Punkte angehl, so kann nur gesagt werden, daß sie von Deutschland schon vor 1933, als es noch unter den Fesseln des Versailler Diktats lag, immer wieder als Forderung aufgestellt wurden. Damals aber ge hörten die NSA. mit zu den Staaten, die sich gegen ihre Ver wirklichung mit allen Kräften einsetzten. Hinter dem Verlangen einer uneingeschränkten Betätigung der internationalen Finanz aber spürt man allzu deutlich den Wunsch der jttdisch-verseuchten Wall-Street. Das nationalsozialistische Deutschland ist froh, die Parasiten der Börsenjobber abgeschüttelt zu haben und legt keinen Wert dar- auf, mit ihnen wieder Bekanntschaft zu machen. Hull schließt seine Rede: „Wir glauben, daß eine schö- nere und gedeihlichere Welt geschaffen werden kann. Wir haben die Werkzeuge, dis Mittel, den Verstand und die Hände dazu." Deutschland Hai bereits die Schritte dazu getan, das in Europa Wirklichkeit werden zu lassen, was im Munde des USA.-Staatssekretärs nur leere Worte sind, um die eigenen kapitalistischen Ziele zu verdecken. 3ües möchte uns das Lebenslicht ausblasen Der Innenminister der Vereinigten Staaten von Nord amerika Ickes, hat in einer Versammlung im Central-Park in New Park eine Rede gehalten, in der er einer Reuter meldung zufolge gesagt hat: „Amerika mutz England alles geben, was erforderlich ist, um unserem gemeinsamen Feind das Lebenslicht auszublasen. Amerika muß unsere Freunde und Verbündeten überall unterstützen und, was das wichtigste ist, wir Amerikaner müssen uns geistig für den Kampf rüsten." Wieder einmal ist einem Kriegsverbrecher die Maske ver rutscht, und hinter der Larve des angeblichen Kreuzfahrers für Demokratie, Freiheit, Zivilisation, Ordnung der Weltwirt schaft und wie die Schlagworte sonst alle heißen, erkennt man die haßverzerrte Fratze des Hetzers. Das also und nichts anderes ist das Ziel der Ickes, Knox. Hull, Stimson, Roose velt usw.: Dem deutschen Volke soll das Lehenslicht ausge blasen werden. Das USA.-Volk weiß jetzt, wofür es mehr Steuern zahlen, mehr arbeiten, und wenn es nach dem Wunsch seines Präsidenten und seiner Anhänger ginge, Älut vergießen soll. Vom deutschen Volke wird niemand erwarten, daß es dem Versuch, ihm das Lebenslicht auszublasen, geduldig zu sehen wird. Die spanische Wochenzeitung „D o mingo" stellt in einem Artikel über das britische Prestige fest, daß die mächtigste Flotte und das größte Heer der Welt das britische Empire nicht mehr vor dem Untergang retten könnten. Plymouth ohne Me Bevölkerung kampiert in Mooren. — Die Behörden versagen. Ueber das völlige Versagen aller staatlichen Organisationen ln dem in letzter Zeit von mehreren schweren Luftangriffen heimgesuchten britischen KriegshafenPlymouth be richtet ein Sonderberichterstatter des „Daily Herald". Die örtlichen Behörden hätten die außerordentliche Schwere vor allem der drei aufeinanderfolgenden großen Angriffe Ende April in keiner Weise vorausgesehen und seien den sich daraus ergebenden Problemen durchaus nicht gewachsen gewesen. Tausende von Menschen hätten in ihren zerstörten Häusern und verwüsteten Straßen weiterleben müssen und viele hätten bei dem bitterkalten Wetter im Freien in den umliegen den Mooren kampiert. Unzählige seien umhergeirrt, ohne zu wissen, wo sie Nahrung und Unterkunft finden könnten. Dadurch sei die Zahl der Todesopfer der Luftangriffe noch durch zahlreiche tödliche Lungenentzündungen erhöht worden. Die erschöpften Menschen könnten nicht 5 oder 6 Kilometer laufen, um Notlebensmittelkarten zu erhalten, und hätten daher keine Möglichkeit, Nahrungsmittel zu erlangen Auch bei der Bereitstellung von Kleidung und der Verteilung von Fahr karten für Evakuierte herrsche ein lollesDurcheinander, so daß es zahlreichen Frauen mit ihren Kindern nicht möglich sei. aus Plymouth herausznkommen. Die Kinder können verhungern. Während das deutsche Lebensmittelkartensystem den Be dürfnissen der verschiedenen Lebensalter elastisch angepaßt ist, nebmen die englischen Rationierungsmaßnahmen vor allem auf die Kinder keine Rücksicht. Das kommt auch in einem Offenen Brief an den Ernährungsmintster Lord Woolton zum Ausdruck, den die „Daily Mail" veröffentlichte. Der Schreiber verlangt von dem Minister „etwas mehr Freund lichkeit und Höflichkeit" für die Mütter kleiner Kinder, die häufig nicht wüßten, was sie ihren Kindern zu essen geben sollten und manchmal an der Lösung dieses Problems ver zweifelten. Ebenso skandalös ist das völlige Versagen der britischen Behörden in den luftgefährdeten Gebieten. Während im nationalsozialistischen Deutschland Staat und Partei in großzügiger Weise für die Unterbringung der Kinder aus diesen Gebieten sorgen, sind im plutokratischen England private Institutionen genötigt, zu diesem Zweck in marktschreierischer Form an die Mildtätigkeit der Oeffentlichkeit zu appellieren. So erscheint in fast allen englischen Zeitungen in immer wie derkehrender Folge eins großaufgemachte Anzeige, in der ein Schulheim um spenden für die Ernährung eva kuierter Kinder bittet. Um die zugeknöpften Taschen der Plutokraten zu öffnen, wird rührselig erklärt, daß gerade zwei Paar „ausgebombte" elternlose Zwillinge in die Anstalt eingeliefert worden seien. Bon 29 Tankern ein Drittel verloren Die nordamerikanische Erdölgesellschaft Socony Va cuum Oil Company gab laut Associated Preß bekannt, daß von den 29 unter britischer Flagge fahrenden USA.- Tankern bisher 8 versenkt und 3 weitere beschädigt worden sind. Zwei weitere wurden in französischen Häfen zurück behalten. Die britische Admiralität gibt bekannt, daß die Hilfsschiffe „Susari on" und „Uberty" versenkt worden sind. Die „Susarion" war ein größerer Trawler von 260 Tonnen, die „Uberty" ein Fischdampfer, der als Bewacherfahrzeug ein- gesetzi war. Einschließlich dieser Versenkungen hat die englische Flotte in der letzten Woche allein an Vorposten schissen vier Einheiten verloren. Der FreihMkamps des Irak Britische Panzer zur Flucht gezwungen. Nach dem vom irakischen Hauptquartier aus- aegebenen Bericht haben Stoßtruppen an der westlichen Front feindliche Panzer angegriffen und unter Ver lusten zur Flucht gezwungen. An der Südfront griff sen irakische Streitkräfte feindliche Lagerplätze bei Maakuil und Alehuaiba an. Die Engländer hatten beträchtliche Ver luste. Gegnerische Panzerabteilungen mutzten sich in ihre Lager zurückziehen. Irakische Bomber griffen in der Wüste britische Panzerwagen an, von denen einige vernichtet wur den. Ferner wurden Erkundungsflüge durchgeführt, von denen die irakischen Flugzeuge alle unversehrt zurückkehrten. Feindliche Flugzeuge überflogen Bagdad und warfen einige Bonchen über dem Lager von Raschid ab. Indier und Transjordanier gehen zum Irak über. Wie aus Bagdad gemeldet wird, sind in der Gegend von Basra zahlreiche indische Mohammedaner aus dem britischen Expeditionskorps zu den Irakern übergegan gen. Sie wurden zu ihrer Haltung vor allem durch die Auf rufe der islamischen Geistlichkeit zum Heiligen Krieg gegen England veranlaßt. Ferner gelang es einer Gruppe von An gehörigen des transjordanischen Heeres, aus einem englischen Lager an der irakischen Oelleitung zu fliehen, wo sie im Aufklärungs- und Erkundungsdienst verwendet wor den waren. Sie stellten sich den irakischen Militärbehörden zur Verfügung. Man nimmt in Bagdad an, daß die brutalen englischen Luftangriffe auf syrische Städte die dortigen Araber stark be einflussen werden, sich der Sache des Irak anzuschließen. Die Aufstandsbewegung der Araber in Palästina nimmt bereits für die Engländer recht bedrohliche Formen an. Die britischen Behörden bedienen sich aller Mittel, um den Aufstand zu unterdrücken. Zahlreiche Araber seien zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Trotzdem aber würden weiterhin Tausende von Flugschriften verbreitet, in denen zur Erhebung aufgesordert werde.