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1884. Freitag, d.n 14. MLrz »II« »u t»U» d,k>nnto NM, MautzenerAAWen Döring n Könta«^' Neuvner Amlsblalt der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut, Bernstadt und Ostritz, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. »«,«». d«»»!. die Herre» r«»»«! t» Bause» iLaue»grb.), »»« i»L»dau, syipuiefi tu echtr^» de» solgend«» Lag. »»raus. ,»«»trichle»der «doune- «,»t»»r«t« vlerlellLhrl. s^I >»jertton«d«trag sür de» RaumetnerPevi-rpaUjetle i»4 «achweiiaedübr p. J»i«ral — — >0 4 »edllhr sür driesl. Äuk. M V «eu^ner in oder^tunaeriidori, k»»fl4erletlung I°4 tundI > I M 0. v. Ande»-» w vul,Nitz «i ßL»l». »t» » Uhr eingehend« V / ff ff r. » wiedeouum in «klqo»< Hnieral« finden in dem -dend« 1 1 la<h iv.«L. «!».uende-'BIaük «nlnohme. «erordnuugSdlatt ver «reishanptmallnschaft Bautzen zugleich als «ouflstorialbehörde der Oberlaufttz. «r. «3 Die .»m»«»er «r- Organ der Handels- und Gewerbekammer zu Zittau. Von dem unterzeichneten Amtsgerichte soll den 22. März 1884 das dem Gartennabrungsbesitzer Heinrich Hermann Rößler in Jetscheba zugehörige Grundstück Nr. 9 des Brandkatasters, Akiblg. ü und Fol. 12 des Grund- und Hyvotdekenbuches für Jetscheba, welches Grundstück am 22. November 1883 ohne Berücksichtigung der Oblasten auf 5100 Mark -. gewürdert worden ist, nothwendiger Wüse versteigert werden, was unter Bezugnahme auf den an hiesiger Gerichtsstelle aushängenden Anschlag hierdurch bekannt gemacht wird. Bautzen, am 24. November 1883. Königliches Amtsgericht. Brühl. ' Mr. Konkursverfahre n. ^n dem Konkursverfahren über das Vermögen des Handelsmanns Christian Friedrich Großer in GroßhennerSd^ der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen ge.en d^ der bei der BertheOung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschluß- sasiun, der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf den 8. April 1884, Nachmittags 3 Nhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst bestimmt. Herrnhut, den 12. März 1884. Gerichtsschreiber'des'KömgUchen Amtsgerichts. delegiert worden war, geöffnet. Derselbe konstatierte, daß das Paket sehr stark mit Dynamit gefüllt, welcher derart verteilt war, daß bei der Explosion desselben mehrere Personen Telegraphische Korrespondenz. Kiel, 12. März. Prinz Wilhelm traf hente früh 9 Uhr hier ein und fuhr durch die festlich geschmückten Straßen, in welchen Mannschaften der Infanterie, des See- bataillons und Matrosen Spalier bildeten, nach der Barba- rvssabrücke, um sih auf der Korvette „Blücher" sofort nach der Wicker Bucht zu begeben. Nach einem hier abgehaltenen Scheibenschießen mit Torpedos fuhr der Prinz auf dec Kor vette „Blücher" nach Friedrichsort und von dort nach der Werft, besichtigte daselbst die Marineanlagen, sowie die in der Ausrüstung befindlichen Ausfalls-Korvetten und kehrte um 4 Uhr nach dem hiesigen Schlösse zurück. Um 6 Uhr findet ein Diner im Offizier-Kasino statt. Wien, 11. Mär;, abends. Abgeordnetenhaus. Jin weiteren Berlaufe seiner Rede (s. vor. Nr.) bemerkte der Finanzminister: Der Abgeordnete Plener habe versucht, durch den Hinweis auf die Gebührcnnovelle einen Keil in die Majorität zu treiben und die den westlichen Provinzen angehörenden Mitglieder der Majorität gegen die Mitglieder der östlichen auszuspielen. Er, der Minister, könne aber bei dm finanziellen Entwürfen nicht nach Provinzen vorgehen, sondern müsse den Steuerträger als solchen ins Auge fassen. Was den Entwurf der Rentensteuer angehe, so sei die ganze s-hnn eriolat. nur nicht ru lAnnst-n Staates, sondern zu Gunsten der Rentenvesttzer. Eine frühere Beratung der Steuervorlagen wäre aus finanziellen und politischen Gründen sehr wünschenswert gewesen. Der Mi nister führt weiter aus, das österreichische Bollparlament werde nie eine zahlreiche Majorität aufweisen,- man müsse in dem Staatsleben mit den gegebenen Faktoren rechnen. Bezüglich des Hinweises der Opposition auf Italien kon statierte der Minister, Cisleithanien könne sich schon hinsicht lich der ökonomischen Lage mit Italien vergleichen; wenn das Haus und die Bevölkerung ihm auf der seitens Italiens cingeschlagenen Bahn folgen wollten, so würde in 1^ Jahren die Valuta geregelt und das Deficit beseitigt sein. Den Weg eines verstorbenen Finanzministers der Linken: Erhöh ung der Steuerzuschläge, Verkauf der Staatsgüter und Er höhung des Abzuges von dem Rentencoupon, wolle er nicht gehen. Er bitte zum mindesten das Branntweinsteuergcsetz und die Gebühren-Novelle anzunehmen. Die Klage wegen Unterdrückung des Deutschtums sei völlig unberechtigt, wie schon die Sprache gewisser Blätter und Korporationen zeige. Wenn aber jemals die Regierung Österreichs pflichtvergessen auf die Unterdrückung des deutschen Volksstammes ausginge, würde sich ein anderer Wille dem gegenüber stellen, auf den man mit vollkommenem Vertrauen fußen könne. Dem Ab geordneten Karneri gegenüber bemerkte der Minister, die Armeeorganisation und das Territorialsystem sei von dem ausgezeichneten Leiter der Militärverwaltung an kompetenter Stelle beleuchtet worden. Was den Vorwurf angehe, daß die Majorität gewisse Angelegenheiten schnell erledigen wolle, bevor gewisse auswärtige Gruppierungen die Sachlage än derten, so sei man in Österreich Gott Lob noch stark und selbständig genug, um Herr im eigenen Hause zu sein und die inneren Verhältnisse so zu ordnen, wie es demjenigen zweckmäßig erscheint, der in erster Linie berufen ist, für die Einheit, die Macht und das Wohl des Staates zu sorgen. Die Regierung sucht nicht und wünscht nicht, was man einen parlamentarischen Kampf nennt; wenn aber trotz der un bestrittenen wirtschaftlichen und finanziellen Erfolge uns der Fehdehandschuh hingeworfen wird, so wird die Regierung, falls dies namens der gesamten Opposition geschieht, den Kampf nicht scheuen, sondern ihn als ein unverschuldetes Übel betrachten und auf diesem Wege ausharren. Ein un bedingter parlamentarischer Kampf muß mit einer definitiven Niederlage derjenigen Richtung endigen, welche irgend ein Parteiinteresse mit dem Staatsinteresse identifiziert und welche in die neutralsten Gebiete Leidenschaft und politische Gegner schaft hineinträgt. Für den Staat ist es um so besser, je kürzer ein solcher Kampf dauert. Die Regierung ist der Ansicht, daß in einem so durch und durch monarchischen Staate, den eine Dynastie stiftete, gewissermaßen aus dem Boden stampfte, die Zukunft allen gehört, die an diesen Grundprincipien festhallen. Die Zukunft gehört nicht einer Partei, nicht einem Volksstamme, sic gehört allen. Namens dieser Interessen bitte ich das Budget als eine allen gemein same, nicht als politische Angelegenheit anzunehmen. (Leb hafter Beifall rechts.) Der Minister wurde von vielen Seiten beglückwünscht. Nachdem sodann noch Tonner und Ruß gesprochen hatten, wurde die Debatte auf morgen vertagt. Rom, 11. März, abdS. Der Prinz und die Prinzessin Leopold von Bayern wurden heute nachmittag von den Majestäten empfangen. Abends nahmen der Prinz und die Prinzessin den Abschiedsbesuch des österreichischen Botschafters am italienischen Hofe entgegen und empfingen den bayerischen Gesandten am Königshose und den bayerischen Gesandten beim päpstlichen Stuhle. — Den Abendblättern zufolge beharrt der Kammer-Präsident Fariui, ungeachtet des heutigen Kammervotums, auf seiner Demission. Rom, 12. März, abends. Prinz und Prinzessin Leo pold von Bayern sind heute abgercist. Auf dem Bahnhofe hatten sich der österreichisch-ungarische Botschafter und der bayerische Gesandte am hiesigen Hose samt ihren Gemah linnen, sowie zahlreiche Würdenträger zur Verabschiedung eingefunden. (Eine andcrweitc Mitteilung besagt noch: Von gewisser Seite sind große Anstrengungen gemacht worden, dem Prinzen und der Prinzessin Leopold einen gleichzeitigen Bestich im Quirinal und Vatikan zu ermöglichen und so einen Präcedcuz- fall zu schaffen, der im Frühjahre dem Könige von Spanien dasselbe ermöglicht hätte. Der Vatikan lehnte es jedoch ab und versendet abermals Cirkulare an die Nuntien mit der Erklärung, daß katholische Fürsten im Vatikan nicht empfangen werden können, wenn sie den Quirinal besucht haben.) In der De puticrtc nk a mmcr wurde ciu Schreiben Farinis verlesen, in welchem derselbe auf seiner Dc- Mlssron veharrl; otcsuvl »r-urt-c «»genommcu unv die Wahl eines neuen Präsidenten auf den 19. d. festgesetzt. Paris, 11. März, abends. Dem Minister des Aus wärtigen ist ein Schreib en BrazzaS vom 27. Dezember o. I. zugegangen, nach welchem sich Brazza dam ils auf dem Alima, 25 Stunden von Agoue entfernt, befand. Brazza teilte mit, daß es ihm au nichts fehle und er mit den ver schiedenen Bölkerstämmen ausgezeichnete Beziehungen unter halte. — Eine Depesche des Admirals Courbet meldet, daß er gegenwärtig den Hasen Quintone, an der Küste von Anam, blockiere, um KciegSkontrebande zu verhindern. Paris, 11. März, abends. Aus Chi vom heutigen Tage wird berichtet: Die Kolonne des Generals Negri er nahm am Sonntag zwei Forts bei Amdinh, 12 Kilo meter von Bacninh entfernt. Die Verluste der Franzosen waren gering, nur ein Offizier wurde getötet. Der Feind zog sich auf die Befestigungen von Bacninh zurück. Die Kolonne des Generals Briüre traf am Montag, ohne vom Feinde behelligt zu werden, in Chi bei Duong ein, wo sie den Stromschnellenkanal überschritt und die Verbindung mit der Kolonne des Generals Negrier herstellte. Bei einer heute von Chi aus unternommenen Rekognoscierung bis auf eine Entfernung von 5 Kilometern wurde nichts vom Feinde be merkt. Man glaubt, die Chinesen bereiten den Rückzug vor in der Meinung, sie seien durch die kombinierten Bewegungen der beiden Kolonnen umgangen. Paris, 12. März. Nach dem von dem „Journal osficiel" über das Ergebnis dcr Einnahmen an indirekten Steuern in den Monaten Januar und Februar d. I. ver öffentlichten Ausweis bleibt der Gesamtertrag um 11H Mil lionen hinter dem Voranschläge des Budgets und um 4j Millionen hinter demEinnahmebetrage der indirekten Steuern in den Monaten Januar und Februar des vorigen Jahres zurück. Paris, 12. März, abends. Die von der englischen Polizei hier angestellten Ermittelungen haben keine Be teiligung hier lebender Irländer oder Amerikaner an den jüngsten Attentaten in London ergeben. — „Patrie" zufolge besuchte Marschall Mac Mahon den Grafen von Paris in Cannes. Letzterer habe anläßlich des Lyoner Zwischen falls zahlreiche Adressen erhalten. — Admiral Lespüs meldet aus Hongkong von heute, daß er die Fregatte „Vil- larS" nach Shanghai nnd zwei andere Schiffe resp. nach Amoy und den nördlichen Häfen entsendet habe. Lyon, 11. März, abends. Das an den Grafen von Paris adressierte Paket, welches am Sonnabend in dem Bureau der Meffagerie abgegeben und als verdächtig nach dem Arsenal geschafft worden war, wurde heute von einem sachverständigen Chemiker, welcher seitens der Behörde hierzu hätten getötet werden können. London, 12. März. In dem Befinden Gladstones ist eine Besserung eingctreten; derselbe beabsichtigte, nach mittags eine Ausfahrt zu machen. Der „Standard" veröffentlicht in einer besonderen Aus gabe ein Telegramm aus Suakim von heute nachmittag 2 Uhr 31 Min., worin gemeldet wird, daß heliographischen Nachrichten zufolge der Feind sich in einer Stärke von 5000 bis 6000 Mann dcr englischen Armee gegenüber- befiade. Derselbe sei nicht verschanzt und sollten die Eng länder um 1 Uhr nachmittags vorrücken. Wahrscheinlich komme cs noch heute zur Schlacht. — Den „Daily News" wird aus Suakim von heutc nachmittag 6 Uhr telegraphiert, daß der Feind 5000 Mann stark etwa 12 Meilen von Suakim entfernt stehe und daß die Schlacht heute nach mittag erwartet werde. Christiania, 12. März. Dem „Morgenbladct" zu folge hat der König in der gestrigen Sitzung des Staats rates bestimmt, daß der verurteilte Staatsminister Selmer aus dem Ministerium auszuschciden habe. Selmer hatte, nachdem am 1. März das Urteil des Reichsgerichts dem Königs überreicht morden war, den Sitzungen dcS StaatS- rates nicht mehr beigewohnt. In dem königlichen Diktamen, bctr. den Abschied Selmers, wird daran festgchalten, daß das Urteil des Reichsgerichts dem Könige die ihm im Grund gesetze zuerteilten Prärogative nicht aberkennen könne. „Die Verpflichtungen der Unionskönigs", erklärt der König, „for dern bestimmt, daß ich die Stellung der Staatsgewalt wahre, welche allein die zwischen den Reichen bestehende Vereinigung sichern kann." Mittelst Handschreibens wird dem Minister Selmer die königliche Anerkennung unter Verleihung der Insignien des ScrafiuewOrdenS ausgesprochen. Athen, 11. März, abends. Seitens der Opposi tion wird der Artikel 15 des Gesetzentwurfs über die Reserve, durch welchen die Regierung ermächtigt wird, die drei Klassen der Reserven zu den Fahnen einzuberufen und bis zu 6 Monaten bei den Fahnen zu behalten, als inkonstitutionell bezeichnet. In einer bei Dcly innis ab gehaltenen Versammlung der Mitglieder der Opposition wurde beschlossen, sich dcr Abstimmung zu enthalten, falls die Regierung sich weigern sollte, diesen Artikel zu modifizieren. Kairo, 11. März, abends. Aus Suakim von heute abend 8 Uhr wird gemeldet: Bci der Zereba, welche von dem 42. Infanterieregiment und dem 10. Husarenregiment besitzt ist (vergl. „Afrika"), hat das Gewchrfcuer bereits begounen. Die übrigen englischen Truppen sind plötzlich nach der Zereba ausgebrochcn; die Generale Graham und Stewart befinden sich mit ihrem Generalstab bei denselben. Als Garnison sind in Suakim zurückgelaffen worden: 80 Mann Artillerie, 650 Matrosen und Marine-Infanterie und 600 Mann ägyptische Truppen. Nach den letzten Berichten sollen die Streitkräfte Osman Digmas aus 8000 Mann bestehen. Kairo, 12. März. Die Justiz-Organisations- Kommission beschloß auf Antrag BarröreS, eine Sub kommission aus den zweiten Delegierten der Mächte ein schließlich Griechenlands zu bilden und nahm das Programm Barrüres für die Ausarbeitung eines neuen Gesetzbuches an. * Kairo, 12. März, abends. (Telegr. der Bautzener Nachrichten.) Reuters Bureau meldet aus Suakim vor mittags 10 Uhr: Bald nach Tagesanbruch begann die Schlacht. Der Feind wurde vollständig aus den Bcr- chanzungen durch englische Infanterie und Artillerie verjagt. Washington, 11. März. Der Senat hat heute den RcziprozitätSvertrag mit Mexiko genehmigt. DieMor- risonschc Tarifbill ist, begleitet von den Berichten der Majorität und der Minorität, dem Nepräscntantenhause von dem Finanzausschüsse nochmals vorgclegt worden. New-Uork, 11.März, abds. (Schluß-Kurse.) Wechsel auf Berlin 95z. Wechsel auf London 4,86^ Cable Transfers