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Freitag, äen S. Ium ISIS. II. Jahrgang. Nr. 132. /luer Tageblatt na,«10»V»««s«> vl« stch». aispsltin, Vetitzeil» o-rr »,r«i, ««um f0r.N«r»I«»n ,»« Mu, ua» Lew «e»Irk e»w-k„l>d,r- ,z p,. ,u«w»NI«»Sn,eigen,» Pf.. «,k. iamepetltzeil« für f,u, un» »<u »er«'» Schw«r,,»»,r- 4» Pf-., sonft j» Pf. Sei -rAttea MAläneneM» »«»««. Sn,g,en«n« 7 7 /°-^ „k. , im «««, kann ...«,. -«leistet wer»««, wenn »I« stufaad» »er stn,,«,, »urch Fernsprecher «rf»iat«»er »a« Manuskript nicht »eutiich ««»dar »st WW8 Anzeiger siir öas Erzgebirge -ässtrüger frei in, hau, viertel» p V MDLr-MM mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Muer Sonntagsblatt. ZMMKk trilstrr ,IN» stnss<" sd »i« Sprechslunür üer Neüaktion mit Ausnahme üer Sonntage nachmittag» 4— 5 Uhr. — Telegramm-flSresse r Tageblatt flueerzgedirge. Zernsprechrr 53. ?«bm^°ö-st-uu'»s^i entst!^" Zur unverlangt eingefanSte Manuskripte kann Gewähr nicht geleistet werden.. kstnrijMe ügmgiignüe nM lüiomii Vnliiiieii liir ni kmt geiciieiint. Erstürlftung -es Monte Lemerte un- -es Monte Meletto. — Sekt Mitte Mai 43-SS Italiener gefangen genommen. — Heftige Kämpfe an Ikwa un- Strppa. — Italienisches Mißtrauen gegen -ie russische Offensive. Was Lorä Fisher ernst von äer cleutjchen Zlotte sagte. In der Daily Mail vom 14. Juni 1913 findet sich ein interessanter Aussatz von Lord Fisher, in dem der Verfasser die Möglichkeiten, die sich aus einem Zu- sammenstvß der englischen und deutschen Flotte er geben könnten, ins Auge sagt. Der Lord zeigte sich bei dieser Gelegenheit, wie die jüngsten Ereignisse ge zeigt .Men, als seyr schlechter Prophirt. Ter Kern feine.- Aus.ü.-rungen läßt sich wie folgt z.c.ämmen-- saswil: Bei der großen Usderlegenheit an Schifssmaterial, vor allen Dingen an Großkampfschissen, die bedeutend stärker armiert sind, als die deutschen PanAer, könne der Ausgang einer Seeschlacht -wischen beiden Flotten Unmöglich zweifelhaft sein. Di« Schnelligkeit der Schiffe sowie die großkalibrigen Geschütze sichern der englischen Flotts einen starken Vorsprung vor der deutschen. Die englische Flotte werde unter Umständen die deutsche Flotte kamst funtüchtig machen können, ohne daß auch nur ein deutsches Geschoß die englischen Panzer erreiche. Der Seekrieg sei kein Landkrieg, Täuschungen des Geg ners Äbsr die Stärke der Gefechtseinheiten feien so gMt wie ausgeschlossen. Klar und deutlich lägen d.k Zielobjekte vor den Geschützrohren. Wohl könne eine ausgezeichnete Mannschaft, geschickte Führung einer völ ligen Vernichtung bei schwächeren Kräften einmal auS- weichen, aber auf die Dauer Wierde sie der Zerstörung nicht entgehen. Der Kampf könne nur in die Länge ge zogen werden, aber schÄetzlich whrde die schwache Flotte doch von der stärkeren versenkt wserden, aus dem ein fachen Grunde, weil ihre Widerstandsfähigkeit viel geringere sei. Auf dem Meere geschehen keine Wunder, Tapferkeit Helfe nur solange Wile der Kreuzer nicht? durchlöchert ist. In der Seeschlacht gebe es keine List, jede Bewegung des feindlichen Schiffes Wierde beobach tet. Der englische Aufklärungsdienst sei vollendet, die Ueberlegenhett der englischen Torpedobootflottille sei erdrückend, die englische Flotte könne niemals überrascht werden. Wiele Meilen Weit werden vor der Seeschlacht die englischen Torpedoboote ihre Fühler ausstrecken, den Gegner erspähen und seine Stärke feststellen. Man könne es als ein aussichtsloses Unternehmen bezeichnen, wenn die deutsche Flotte in ihrer fetzigen Stärke es wagen würde, die englische Flotte anzugyeifen. Wenige Stun den nach dem Angriff würde die ganze deutsche Herr lichkeit auf dem Meeresgründe liegen. Man könne hier nicht einwenden, daß es in früheren Zeiten möglich war, eine starke Flotte mit schwächeren Kräften zu vernichten, bas war Wohl zu Zeiten des Segelschiffes möglich, wo eine geschickte Navigierung selbst vor dem überlegenen Gegner noch einige Vorteile sicherte. Heute sei einzig und allein die Qualität des Materials) maßgebend uns, entscheidend. Kein Nelson, kein Ruyter würde heute Nrn E-alteten Kräften etwas auSrichke» können. Heute urt,e es .e..wn Sru.m, Uer den Gegner beeinträchtigt, giei^zsiiig ren Angreifer zu schädigen. Heute gebe cs au.y keine Dunkelheit, unter deren Schutze sich -.«er ichwüchere Gegner zum Angriff heranschleichen könne. Im blendenden Licht dec Scheinwerfer lägen die schim mernden Legungen, für Feind und 'Freund kläre, sich tige Ziele auch in dunkler Nachh. Die Stärlir der Flotte, >et immer entscheidend und 2/3 dst-r englischen Flotte genüge, um Deutschlands Flotte völlig zu vernichten. — Lord Fisher hat ja nun inzwischen Gelegenheit ge habt, sich von der Nichtigkeit seiner Prophezeiungen zu überzeugen. Laß diese Prophezeiungen im übrigen nichts weiter sind, als ein Ausfluß echt englischer Groß- .Mccherei, davon sich zu überzeugen wird ihm leider, w.e alten Engländern, die nötige Einsicht fehlen. ttie H'ittlcßlen tkk verm^en de! verüun sehr gm. Der militärische Mitarbeiter der Nieuwe Courant bc "pi ichl ausführlich die Krieg.oserativnen bei Verdun. Er sazr u. a.: Die französische Front bei Verdun bröckelt seit dem 21. Mai fortgesetzt ab. Man kann hier beinahe von einem Abbröckeln infolge Alters schwäche sprechen Bei dem hundertsten Tage der Schlacht bei Verdun setzten die Deutschen ihre Ramm- !u "" ' ' 1 sver amllicbe isnegwmcbt vsn deute! » > > .... I Großes Hauptquartier, 4. Juul vorm. westlicher Kriegsschauplatz. Unsere Artillerie brachte bei Lkbon sfü-west- lich von peronne) fein-liche Munitionslager zur Entzün-ung. Sie beschoß fein-liche Lager un- Truppentransporte am Öahnhofe Suippes in -er Champagne un- hatte auf -em westlichen Maas ufer sichtlich gute Erfolge gegen französische Halterten sowie gegen Infanterie« un- Lastkraft wagen-Kolonnen. Rechts -er Maas schreitet -er Kampf für uns günstig fort. Zein-liche, mit starken Kräften geführten Gegenanangriffe am Gehölz von Thiaumont un- zwischen -em Ehapk- trewal-e un- -er Zeste Vaux brachen ausnahms los mit schwerer fein-licher Einbuße zusammen. In -en Vogesen westlich von St. vkö gelang es -urch Minensprengungen ausge-ehnte Teile -er fein-lichen Gräben zu zerstören. westlicher un- Salkan-Krkegssihauplatz. Sei -en -rutschen Truppen keine verän-erung. lw.T.S.) Oberste Heeresleitung. versuche gegen dl« französische Mauer auf beiden Sei ten dec Maas mit unverminderter Kraft fort. Dicht; hinter der Mauer liegt Verdun, und wsenn die Mauer schließlich unter dein gewaltigen Druck nachgibt — und sie hat bereits schwere Schläge erleiden müssen - so kann man auf große Ereig.nitjsse gefaßt sein. In den letzten Tagen herrschte auf französischer Seite bei der Besprechung dec Dinge vor Vdrdun unbestreitbar' ein gewisser Pessimismus. Der Ton der Havas- berichte, die so verfrüht über dÜe Wiederherstellu igl der französischen Verteidigungslinie frohlockten, bald! darauf jedoch das erneute Vordringen der Deutschen melden mußte, ist weniger zuversichtlich, als bisher. In der Tat stehen die Aussichten dier Deutschen zurzeit sehr gut, nachdem sie sowohl den Toten Mann als auch CumiereS vollständßg in ihren Besitz gebracht haben und nicht allein da» Fort Douaumont halten, sondern auch P aux erobern kannten. Man sieht, aß das Terrain um Verdun allmählich enger wird nnd aher dürfte e'n konzentrischer Angriff auf die Kern s' stuug nicht mehr lange auf sich warten lasse». Vecvuttvrbatte in vor französischen Kammer. Pecit Journal berichtet über die letzte Sitzung der >rauzchi,chcn Kammer: Zu Beginn der Sitzung brachte cktbeQ Favre eine Interpellation ein über die Ver antwortlichkeiten, die sich aus der gegenwärtigen militärischen Lage ergeben. Der Ministerpräsident Briand forderte vom .Redner Verzicht auf die Er örterungen seiner Interpellation unser Hinweis aus die im Heeresausschusse möglichen Aufklärungen. Favre lehnte dies ab und erklärte, ps müsse endlich einmal frei heraus gesprochen werden. In den Verhandlungen im Heeresausschusse vermöge er keinen ernsthaften Hin- tergi und zu.erblicken. Man wolle Wahrheit. Die Kammer habe ein Recht darauf. Briands VerschteppungS- Münöver würden dahin führen, über den Krieg zu reden, wenn er zu Ende sei. Zur Interpellation Favre berichtet der Matin noch, daß Favre u. a. sagte, die Gerüchte würden immer stärker, daß die schweren! Kvrtrhk sieht man abends Becelare und Zillie be ke in Glut getaucht. Das heftige Feuer wird Tag und Nacht nicht unterbrochen und auf Hooge, Klein- zillcbeke und Geluvelt regnet eS ununterbrochen Grcw naten. (W. T. B.) Dreiste französisch« Machenschaften in der Schweiz. Die Thurgauer Ztg. und die Basl. Nachr. berichten von dreisten Machenschaften der französischen Handels kammer in Genf. Danach fordert die Kammer schweize- Usche Firmen zum Beitritte auf, die sie mit einer Er ic ichtecung der Einfuhr aus Frankreich ködert. Dann benützt die französische Handelskammer deren Mitglied schaft, um einen Druck auf die schweizerischen Firmen auszuüben. Sie fordert, daß französische Deserteur«, die bei ihnen angestellt sind, entlassen würden. Wer dem Verlangen nicht nachkommt, wird aus der Mit gliederliste gestrichen. Ferner benutzt die Handelskammer die Mitgliedschaft auch zur Verfolgungvon Deut schen, die sich in der Schweiz ordnungsgemäß nieder- gelckssen haben. Den Hotels wird angsedroht, daß sie gestrichen werden, wenn sie die deutschen Angestellten nicht entlassen. Was würde man, fragen die Blätter, in der welschen Schweiz sagen, wenn die deutsche Han- belSkananer lick Aelmliches auf unserem Boden zuschul, den kommen ließe, ja wenn schsvstizerische Finnen i ur Mitglieder der deutschen Handelskammer in der Schweiz würden'? (W. T. B.) PoincareeS Angst vopm Frieden. Die Köln. ZH. Meldet aus Berlin: Nach dem Parla- N'vntSbericht der Times vom 25. Mai über Sir Edward Greys Unterhausrede hat Grey wörtlich gesagt: Wenn einer der Alliierten in ditzsem Augenblick ein besonderes Recht hat, über dien Frieden zu sprechen, so ist dies die Regierung von F r a n k r e i u-, auf das sich seit einigen Wochen die gesamte Wut des deutschen Angriffes richtet. Einige .Säjje weiter wie derholte Grey den Ausspruch, daß die französische Re gierung allein das Recht hab«, vom.Frieden zu spreche». Diese bedeutsam« Stelle ist, wie eine sorgfältige Durchsicht der französischen Press« bestätigt, in der gesamten französischen Presse weggcla.ssc'u. Gleichzeitig finden wir in der Information vom 27. Mai die bezeichnende Mitteilung, daß dixjem Blatte die Rede von seinem Londoner Mitarbeiter in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag gekabelt werden ist, oem Blatte aber anstatt um Mitternacht oder in den ersten Morgenstunden erst UM t! Uhr des folgenden Nachmittags cuögehändigt wurde. Diese Mitteilung der Jn,vrmn- t,vn bestätigt, daß sich die Pariser Zensur mit Greys Rebe besonders eifrig beschäftigt ha-. Wc. m-w ton nicht veesey'.en, auf diesen Vorgang yst z.nv.tjen. der für das System Pvineacee so >.»uge ., ordentlich bezeichnend ist. tim iltlcsteueis trncpköige. Reuter meldet aus London: Asquith wurde pro visocisch mit den Geschäften des Kriegsministers betrau?. — Der Manchester Guardian glaubt bestimmt, daß Lloyd George Nachfolger Kitcheners wird. (WLB > - Die Pariser Blätter erfahren aus London: Tie Wahl der Negierung für die Nachfolgerschaft KitchcnerS wird auf Feldmarschall French fallen. (W. T. B.> Der Zweck der ReiHe KitchcnerS. Das Wiener Deutsch« Volksblatt meldet aus Stock holm : Lord Kitchener wurde sowohl in Kop « n h a g e u, Wie in Stockholm sür die zweite Hälfte des Juni von 'Maßt als Ueberbringer besonderer königlichur Handschreiben an die Souveräne der beiden noroi schcn Staaten. Verlust «vor V er du n gewissen Nachlässigkeiten und - ^^^nglischen^ Gesandtschaften erwartet, wie man inu.- mangelnder Voraussicht zur Last fielen. Es handle sich um gewisse Methoden und Kommandos, die in dieser Debatte ein für alöeinäl verurteilt werden« n.ützten, ebenso wie die Führer, die sich ihrer bedienten. Die Kammer beschloß, wie schon gemeldet, eine Ge- hrimsitzung für den 16. Juni. (W. T. B.) LaS Ringen vor Upern. Der ententefreundlich« Telegraaf meldet von der Grenze: Bei Upern wütet der Kampf heftiger als die kurzen offiziellen Berichte vermuten lassen. Bei Die Monschenverluste beim Untergänge veS Hampshire. Das Neue Wiener Abendblatt Meldet aus Notter-- dam: Mit dem Hampshire sind außer Lord Kltcheners Stab 4L Offiziere und 3Vö Mann ertrunken, Lie erfchütterts englische Soeherrschaft. Die Londoner Morning Post meldet, Lord KitcheuerS Versenkung in direkter Näh« der britischen Nordwestküst«