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Eibenstocker Tageblatt : 12.05.1944
- Erscheinungsdatum
- 1944-05-12
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id426616677-194405125
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id426616677-19440512
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-426616677-19440512
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Eibenstocker Tageblatt
-
Jahr
1944
-
Monat
1944-05
- Tag 1944-05-12
-
Monat
1944-05
-
Jahr
1944
- Titel
- Eibenstocker Tageblatt : 12.05.1944
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Eibenstocker Tageblatt (vir SI. Kugust 1920 „Amts, und Knzeigeblatt".) Anzeiger für den Amtrgerichkbezirk Eibenstock und besten Umgebung "H— I.-S- 'S- j. «kl- --—US 91. Jichrg«,«. ' - — »4- LLQ 8en.s-r.chtt «k. »10. Freitag, den 12. Mai - Vftsch««»nto Leipzig Nr. 36667. IS44 Ergebnis üer Woche „Wir sind bereit!" Wir wissen, daß wir aüf der Höhe dieses Kr,^' stehen, der einer Krise zusteuert, die in die Entscheidung hineinsührcn mag. Wer sich einer Krise gegenübersieht und gewillt ist, sie zu meistern, der wird seine ganze Energie, seine physischen und seelischen Kräfte sammeln, um sür jede Lage, die sich aus der Krise ergeben kann, gewappnet zu sein. Generalfeldmar- - Ichall Rommel hat nach Abschluß einer neuen Inspektionsreise durch die deutschen Westbefestigungen sein Urteil über die militärischen Anlagen und über die Einsatzmöglichkeit der be reitgestellten Divisionen erklärt: „Wir sind bereit!" Wenn eine Persönlichkeit wie Rommel eine solche Feststellung trifft, dann wissen wir, dann weiß es auch die Welt^ daß hinter ihr ein Tatbestand steht, der unantastbar ist. Unser Westheer ist bereit, in die Entscheiduilg einzutreien, jene Entscheidung, die der Angriff der Anglo-Amerikaner auf Europa bringen soll. Dieser Entscheidungkamps erfordert die ganze militärische Kraft des deutschen Volkes, mehr noch, sie erfordert die Bereit schaft des ganzen deutschen Volkes, der deutschen kämpfenden Front in jeder Hinsicht den Rücken zu stärken. Niemand in Deutschland wird sich etwas vormachen darüber, was dieses entscheidende Ringen um den Sieg an kämpferischem Einsatz, an Heldentum und an Opferbereitschaft von jedem einzelnen Soldaten an der Front bedeutet. Unsere Gegner werden alles ausbieten, was die Kriegstechnik an neuen Waffen gestaltet hat. Sic werden nicht Hunderttausende, sondern Millionen von Kämpfern in diese Entscheidungsschlacht führen. Von ihnen ist der größte Teil jahrelang nur aus die>e Entschei dungsschlacht gedrillt worden. Das alles wissen wir, das wissen auch unsere Soldaten im Westen Europas. Marschall Rom mel aber hat nach gewissenhafter, kritischer Prüfung der Kampfbereitschaft des deutschen Westheeres erklärt: „Wir sind bereit!" Bereit sein ist alles! Dieses Wort muß aber auch uns in der Heimat von jetzt ab jeden Morgen und jeden Abend vor Augen stehen. Wir dürfen uns nicht damit begnügen, daß unsere Soldaten es schon machen werden Nein, jeder einzelne muß dort, wo ihm seine Aufgaben gestellt sind, das Letzte aus sich herausholen. Unsere Soldaten kämpfen und, wenn es sein muß, sterben sür uns.. Das verlangt von ttns, daß wir durch unsere Arbeit, durch unsere Haltung und durch unsere Gesinnung Voraussetzungen schassen, damit deutsches Heldentum an der Front nicht vergeblich vertan wird. Der kämpfenden Front müssen ständig unsere Gedanken gelten. Wir müssen dazu beitragen, daß sie nicht nur alles, was sie zum Kämpfen und Siegen gebrauchen, in reichlichem Maß er- halten, sondern daß sie durch unsere Haltung die Ueberzeugung gewinnen, daß sie sür eine gute Sache und für eine Heimat kämpfen, die nach dem Worte Rommels handelt: „Wir sind bereit!" Moskau wir- unge-ul-ig Dieser Tage schrieb die sowjetische Zeitschrift „Woina i Rabotschij Klaß" u. ,a., daß man den Feind nicht nur mit der Luftwaffe und kleisteren Jnfanteriekräften vernichten könne, es müsse vielmehr gefordert werden, daß die anglo-amerikani- schen Verbündeten der Sowjetunion rücksichts- und bedin gungslos gewaltige Truppenmassen einsetzen, um den Wider stand Deutschlands zu brechen, und zwar müsse, so sagt die genannte Zeitschrift, diese Aktion so schnell wie möglich er folgen. Wenn das in dieser krassen Form in einem Organ der Sowjetregierung geschrieben wird, dann bedeutet das eine entschiedene Forderung Moskaus an London und Washington. Es bedeutet noch mehr, nämlich das Eingeständnis, daß die Verluste der Bolschewisten während ihrer letzten monatelangen Grotzosfensiven so gewaltig gewesen sind, daß sie die Schlag kraft der Sowjetarmee entscheidend herabgemindert haben. Auf anglo-amerikanischer Seite hat man zwar schon seit Jahr und Tag diese .FZnvasion", den Generalangriff auf Europa, angekünoigt, eine willfährige Agitationspresse hat ihre Phan tasie unbekümmert um die Realitäten spielen lassen, um der Welt einzureden, welche gewaltigen Kräfte und Mittel den Anglo-Amerikanern zur Verfügung stünden, um Deutschland und seine Verbündeten im ersten Anlaus zu überrennen. Seit einigen Monaten überwiegt aber in der anglo amerikanischen Presse eine ausgesprochen pessimistische Betrachtung über die bevorstehende von Stalin geforderte „Zweite- Front". Der französische Arbeitsmtnister DSat kam in einem Leftaufsatz des Pariser „Oeuvre" nach ausführlicher Darlegung des Für und Wider zu dem Schluß, daß Churchill und Roosevelt, denz Druck Stalins nachgebend, die Operation unternehmen müß ten. Sie seien jetzt gezwungen zu spielen, da sie nicht anders könnten und sie würden auf Grund dieses auf ihnen lasten den Zwanges verlieren. Der Stellvertretende Neichspresseches Helmut Sundermann stellt in einem Artikel zu dem gleichen Thema unter der Neberschrist „Churchills letzte Karte" u. a. fest: „1. Die Invasion im Westen ist das Eingeständnis, daß alle bisherigen Versuche, Deutschland und Europa niederzu ringen, restlos gescheitert sind... Es bleibf nur noch eistes übrig: Der Kamps unter härtester Bedingung! 2. Falls die Invasion wider Erwarten der Anglo-Amerikaner scheitert — weil sic eine europäftche Lebensfrage ift —, zeickMel sich eine weitere Möglichkeit für unsere Feinde, Deutschland zu vernichten und Europa zu unterwerfen, nicht mehr ab. Wenn die Invasion zu Ende ist, ist auch die letzte Karte Churchills ausgespielt." So wett Sündermann. Er umreißt das ganze Problem der Invasion, militärisch und politisch gesehen, in knappen, aber überzeugenden Sätzen. Seine Lösung verlängt den Einsatz der Front wir der Heimat. Wer den Sieg davonträgt, wird der Nengestalter nicht nur Europas, sondern der Welt sein. Das Ringen der beiden Weltanschauungen — hier Nationalsozia lismus, dort jüdisch-plutokratischer Bolschewismus — ist bis zur Entscheidung gediehen. Mit der Invasion spielt Churchill seinen letzten Trumpf aus. " . Die Krim im Nahmen dentscker MMewegnligen Der deutsche Wehrmachtbericht vom 10. Mai gab die Räu mung der Trümmer der Stadt Sewastopol im Zuge unserer Absetzbewegungen bekannt. Das mag für manchen in der Hei mat eine bittere Enttäuschung gewesen sein, weil sich mit dem Besitz der Krim Ueberlegungen nicht nur militärischer, sondern auch politischer Art verbanden. Vom Laienftandpunkt aus ge sehen bedeuteten die deutschen Absetzbewegungen allgemein eine Enttäuschung, weil mindestens in den Anfangsoperationen nie mand den eigentlichen Grund dieser Maßnahme zu erkennen vermochte. Heuie ist sich wohl auch der kritischste Beurteiler die ser Maßnahme darüber einig, daß sich dayinter nicht nur ein mutiger Entschluß, sondern eine weit vorauSschauende Strate gie verbarg. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt auch die jetzt vnrchgesüyrte Räumung der Krim ein anderes Gesicht Die Krim bildete, als unsere Linien im Interesse drS Aufbaus Ein Krieg der 4 LI ettanschammgen Rosenberg: Kampf um eine gerechte soziale Ordnung Europas Ter Beauftragte vcs Führers für die Ueberwachung der gesamte« geistigen und weltanschaulichen Schulung und Er ziehung der NZTAP, Reichslefter Rosenb/rg, beries den Leiter des Hauptschulungsamies, die Schulungsbeaustragien der Gliederungen der NSDAP sowie seine Gaubeaustragten (Gauschulungsleiter) zu einer Arbeitstagung, um die Reichs schulungsthemen 1944/45 bekanntzugeben ^ino mit ihrer Pear- beitung zu beginnen. Reichsleiter Rosenberg führte dabei u. a. aus: Der Krieg, der heute das ganze Dasein umfaßt, habe auch alle Probleme des Lebens neu gestellt. Pflicht einer dieses Leben des Volles gestaltenden großen Bewegung sei es daher, inmitten dieser alle Nationen einschließeüoen Auseinander setzung das Bewußtsein des großen Schicksals zu vertiefen. Aus diesem Grunde habe er seit drei Jahren der Gesamtbewegung sogenannte Neichsthemen gestellt. Ich habe nunmehr, so fuhr Reichsleiter Rosenberg fort, alle führenden Schulungsbeaustragien der NSDAP und ihrer Gliederungen« zu einer Arbeitstagung versammelt und gebe ihnen im Einvernehmen mit dem Reichsorganisationsleiter die Themen des kommenden Winters bekannt zur Erarbeitung aller mit ihnen zusammenhängenden Fragen: 1. Der Bolschewismus, Ideologie und Wirklich keit;^ 2. Der Reichsgedanke, sein Kern und seiu G«stal- tenwandel; 3. Kämpfende Heimat. Der Bolschewismus ist zweifellos-ein ungeheures Phänomen unserer Zeit, und zwar das Endergebnis einer viele Jahrzehnte langen Zersetzung des volklichen und staatlichen Lebens aller Länder Europas, aber auch anderer nichteuropäi scher Staaten. Wir Nationalsozialisten haben vom ersten Tag unseres Bestehens die Symptome dieser Gefahr erkannt und uns mit allen Mitteln zunächst tnnerpolilisch dagegen gewehrt mit dem Erfolg, daß der Führe<und seine Bewegung Deutsch land vor einem sonst nicht mehr vermeidbaren Untergang ge rettet und dem ganzen Volk den Glauben gegeben haben, daß soziale Gerechtigkeit nur mit nationaler Ehre und Freiheit zu verwirklichen ist. Aber die Weltgefahr als solche^blieb be stehen, und der Krieg von 1941 Hai diese Gefahr in ihrer ganzen Größe offenbart. Erst das Aufbrechen der Riegel durch den deutschen Vormarsch hat vieles unmittelbar vor Augen geführt, was früher nicht gesehen werden konnte. Hunderte von Fragen unserer Soldaten angesichts der bisherigen Erlebnisse im Osten zeigen die Notwendigkeit der Neubearbeitung aller bisherigen Grundlagen: Um es vorweg zu nehmen: In allem Wesentlichen hat der Nationalsozialismus die bolschewistische Gefahr in ihrer jüdischen Führung und ihrer ganzen brutalen Minderwertigkeit vollkommen richtig erkannt, er hat deshalb erst recht die Pflicht, diese ganze satanische „Weltanschauung" auf Grund der neuen Unterlagen noch ein mal zu überprüfen, die Aeußerungcn unserer Gegner zu er gänzen und das Bild immer vollständiger zu machen. Dieser ganzen Welt eines brutalen, technisch noch bestiali- sierten Verfalls aller inneren Werte und des Vernichtungs willens der aufbrandenden Unterströmungen des Ostens soll als bewußter Kontrast das zweite Thema „Der Reichs gedanke" gegenübergestellt werden. Für die Rcichsidee haben mehr Deutsche gestritten und geblutet als für irgend einen anderen Gedanken. Im wesentlichen ist es da stets der Kamps um Volk und Reich gewesen, der den größten Erschei nungen der deutschen Geschichte ihre Gepräge gegeben hat, und nie ist die Heiligkeit des Kampfes so tief ersaßt worden wie in .unseren Tagen, da zweitausend Jahre dieses Ringens auf dem vpiel< stehen, und zugleich auch alle Möglichkeiten der Zukunft. Nie ist aber auch die Einheit aller Stämme so groß gewesen, nie hat wie heute ein Symbol über allem Land geflattert wie unter Adolf Hitler. Inmitten dieser beiden historischen Kontraste steht nunmehr diekämpsendeHeimat. Es werden sich eine Anzahl von Kernfragen ergeben, deren sich die Schulung jetzt ganz beson ders anzunehmen hat. Ich denke hier vor allen Dingen an die Leistung des Bauern, des Arbeiters und an die Opfer und! den Einsatz der deutschen Frau. Der Krieg von heute ist auch ein Weltanschauungs- krieg. Die Fronten haben sich klar geschieden. Um die Seele eines jeden Europäers wird heute gerungen. Die jüdische In ternationale und alle von ihr abhängigen Institutionen haben dem sozialen Gedanken und der Relchsidee den Krieg erklärt. Das deutsche Volk aber kämpft mit seinen Verbündeten um eine Neugestaltung und eine gerechte soziale Ordnung für alle europäischen Nationen, um die Sicherheit eines Kontinents, von dem die größten Kulturwerte über die Welt gegangen sind. Ungehinderter Abtransport aus dem Brückenkopf bei Sewastopol Am «nteren Dnjestr feindlichen Brückenkopf eingedrückt. — Wirksame Schläge der Lust- , mässe gegen bolschewistische Bahnknotenpnnkte. Bersin, 11. Mai. (DNB.) Bei Sewastopol griffen die Bolschewisten am 10. 5. die neuen deutsch-rumänischen Stellungen nach heftiger Artillerievorbereitmzg' mit starken, von zahlreichen Schlachtfliegerstaffeln unterstützten Kräften an. Die ersten Stötze, bei denen die Sowjets vor allem Infanterie «insetzten, erfolgten in den Mittagsstunden. Sie brachen im Abwehrfeuer zusammen. Die Bolschewisten verstärkten daraufhin den Beschuß auf Feldstel lungen und Verbindungswege zu größter Wucht. Aber weder das starke Feuer noch die pausenlosen Angriffe der feindlichen Flieger vermochten den - Widerstand der Verteidiger zu brechen. Als die Bol schewisten dann gegen Abend von neuem und jetzt mit Panzerunter stützung angriffen, scheitert« auch dieser Ansturm unter Verlust von 20 Panzern. Damit wurde zugleich di« Absicht des Feindes, unsere Truppen von den Einschiffungsstellen abzudrängen, o'ereitelt. Trotz des Beschüsses der Schiffsliegeplätze und einig«! Luftangriffe gegen auslaufende Geleitzüge ging der Abtransport weiter. Bei seiner Sicherung schoss«n unsere Jäger über der See westlich der Krim 3 feindliche'Flugzeug« ab. In den Nachtstunde» griffen schwere deutsche Kampssliexerverbände ein. Sie bombardierten in Stellung gebrachte sowjetisch« Batterien, die von d«n Höhen westlich Ba laklawa aus unsere Widerstandslinien beschossen. Unter der Wir kung d«r Bomben ließ das feindliche Artilleriefeuer spürbar nach. Der Kampf um den am Kap Cherson gehaltenen Brücken kopf geht mit unverminderter Heftigkeit weiter.' Der im Wehrmachtbericht vom untere nDnje st r gemeldete, erfolgreiche eigene Angriff richtete sich gegen stark ausgebaute feind liche Stellungen im Südteil der großen Flußschleife zwischen Teja und Trigoriopol. Hier hatten di« Bolsch«wisten schon vor längerer Zeit einen Brückenkopf bilden können, der als Sprung brett für weiter« Angriffe nach Westen in Rschtung auf Kischi - new dienen sollte. Seiner Bedeutung entsprechend war er stark aus- gebaut worden. Vor ollem hatte der Feind die der Uebersetzstell« vorgelagerten Höhen schwer befestigt. Hundert« von deutschen Kampf- und Schlachtflugzeugen machten im Zusammenwirken mit rumänischen Fliegerkrästen di« feindlichen Stellungen sturmreif, m die dann 2 »Ihr nachts die Grenadiere und Pioniere einbrachen. Unser« Truppen nah men das beherrschende Höhengelände und drangen in weiteren, von Schlachtsliegern unterstützten Vorstößen mit Teilkräften bis zum einer gewaltigen Abweynroni im Westen planmäßig znrück- verlegt wurde, eichen Flankensckwy. ver die einzelne» Phasen unserer Faontverlegunaen im Südabschnitt der Ostfront pro grammgemäß durchfnbrcn ließ Dieser Flankenschutz hatte seine Aufgabe in dem Augenblick erfüllt, als unsere Truppen den Dnjestr erreicht hatten nnd eine Flankenbedrohnng von der Krim her nicht mebr befürchte« zu werden brauchte. Ein Blick auf die Karte beweist jedem, welche militärische Be deutung die Krim hatte, als sich unsere Truppen im Zuge der Absetzbewegungen vom Dnjepr lösten Die deutsche Südarmee wäre ohne die Flankendeckung von der Krim ständigen Be- drohungen vom Schwarzen Meer her ausgesetzt gewesen. Heute haben die deutschen Truppen im Südabschnitt eine Linie er reicht, die des Flankenschutzes von ver Krim her nicht mehr bedarf. ES zeugt von der Tapferkeit und der kämpferischen Ueberleqenheit unserer Krimkämpfer, daß sie diesen Stützpunkt hielten biS zu dem Augenblick, da die oberste militärische Füh- rung den Befehl zur Räumung geben konnte. Sie überlasten dem Gegner ein Gebiet, das sür ihn militärisch kaum noch Be deutung hat. nachdem Sewastopol seine Bedeutung als See festung schon mit dem Augenblick verlor, als die deutschen Truppen vor rund zwei Jahren nach zähesten Kämpfen dem Gegner die Trümmer dieser Seefestuna entrissen. Fluß vor. Damit ist der größte Teil des feindlichen Brückenkopfes in unserer Hand. Wie stark der Feind seine Stellung«» befestigt hatte, zeigt schon die Zahl der vernichteten oder erbeuteten Waffen. Außer den gemeldeten 164 Geschützen, 34 Granatwerfern und 500 Gefangenen verloren die Bolschewisten 156 Maschinengewehre, 37 Panzerbüchsen, 13 Flugzeug« und infolge ihres verzweifelten Wider standes ein Mehrfaches der Gefangenenzahl an Toten. Zwischen Pruth und Moldau blieb es weiterhin ruhig. Auf dem Westufer der Moldau stellten zwei sich entgegenstotzends rumänische Kampfgruppen in unübersichtlichem Waldgelände die Ver bindung miteinander her und schlossen dadurch «ine ältere Frontlücke. Zwischen Karpathenoorland und Finnischem Meer busen entwickelten sich ebenfalls keine Kampfhandlungen von Be deutung. Die in Ostgalizien unser« Linien erreichenden polnischen Flüchtlinge berichteten übereinstimmend von dem anhaltenden blu tigen Terrot der Bolschewisten gegen die Zivilbevöl, kerung in den geräumten Gebieten. Im Raum westlich Tarno- pol setzten unser« Schlachtslieger ihre wirksamen Tiefangriffe g«, gen sowjetische Truppenansammlungen fort, wobei sichernde Jäger 3 feindliche Flugzeug« abschossen. Das wiederholt gemeldete Un ternehmen gegen bolschewistisch« Banden im Raum westlich Witebsk steht unmittelbar vor dem Abschluß. In der Nacht zrim 11. 5. setzten unsere schweren Kampfflieger verbände ihre Operationen gegen die rückwärtigen feindlichen Ver bindungen fort. Gegen Mitternacht stießen bei wolkenlosem Himmel mehrere starke Wellen gegen die Bahnknotenpunkte Schepetowka und Proskurow vor. Etwa eine halbe Stunde lang bombar dierten die Flieger die mit zahlreichen Transportzügen vollgestopf ten Verfchiebebahnhöf«. Die durch den Abwurf erheblicher Bomben mengen hervorgerusenen Brände weiteten sich immer mehr aus und erfaßten zahlreich« Lagerhäuser und Munitionsdepots. Im Ho hen Norden versuchte auch der Feind die hell« Polarnacht zu Angriffen gegen deutsche Stützpunkte auszunutzen. Unsere Jäger schossen jedoch S der «ingeflogenen Sowj«tflugz«Uge ab und zwangen die Reste d«r versprengten Formationen zum Abdrehen. Insgesamt verloren die Bolschewisten somit am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag durch unsere Luftwaffen- und Heeresoerbänds 33 Flugzeuge, 7 eigen« werden vermißt. , Walze deutscher Luftangriffe Brückenkopf Butor mit wirksamster Unterstützung der Luftwaffe ausgeräumt — Sowjetnachschub im Bombenhagel Seit Wochen steht der Luftkrieg im Osten im Zeichen einer außerordentlich starken deutschen Luftaktivität, die ym so bemerkenswerter ist, als große Teile der deutschen Luftwaffe an den Fronten im Südostcn, Süden, Westen und im hohen Norden eingespannt find. Die am Tage eingesetzten Verbände, in der Hauptsache Kampf-, Schlacht- nnd Jagdflieger, operierten besonders wirk sam im Raum von Grigoriopol am unteren Dnjestr. Mit einer außerordentlich hohen Zahl an Kamps- und Schlachtslug zeugen bereitete die Luftwaffe hier den Angriff der Heeresver- bände auf den sowjetischen Brückenkopf Butor vor. Hun derte Kampf- und Schlachtflugzeuge bombardierten seit den . frühen Morgenstunden feindliche Truppenbereitstellungen, Krastwaaenkoionnen, Panzerverbände. Artilleriestellungen nnd anrückende Reserven im Brückenkopf. Nachdem die deutschen Fliegerverbände, die wieder mit rumänischen Kamps- und Schlachtgeschwadern flogen, ihre Bomben ausgelösl hatten, griffen sie ihre Ziele im Tiesflug mit Bordwaffen an. Auch durch den Massenabwurf kleinkalibriger Sprengbomben auf
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