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Iahrg. 83 Donnerstag, den 26 Keytember 1918 22S MWk« MM« N WWW« nichm. Abüz. 8 — V2IV Uhr vorm. werden nicht an diese, sondern an mit ousgegeben. »k unseres unversehrten Vaterlandes k» »» v—V 0 » 1 — 151 — 30! — 451 — v. Hintze machte Mitteilungen über Lage. Payer behandelte die littauische und 150 300 450 Ende. die Hanshaltun Uhr » vorm. » Lebensbedingnngen sicherstellt. Staatssekretär die außerpolitische Vizekanzler v. kurländische Frage. Abtlg. 0. .1 — 150 151 — 300 301 - 450 451 — Ende vorstände Die Die Verhandlungen des Hauptausschusses werden Mitt woch serteesekt. D 8—9 9-10 10 - 11 11 — 12 2—3 3—4 4—5 5—6 Donnerstag, den 26. ds- Mts. Buchstabe -k Bei Empfangnahme der Kohlenkarten ist folgendes anzugeben: as die Anzahl der mit Hsizsinrichtungen versehenen Räume, - b) die Kopfzahl der Haushaltsangehörigen, es die Anzahl der Kinder unter 12 Jahren und 6) die Anzahl der Untermieter und Dienstboten. Die Reihenfolge und Zesteinteil mg ist streng einzuhalten. Freitag, den 27. ds. Mts. Buchstabe Der Berkaus der auf Warenmarke Nr. 60 entfallenden Waren wirb von D nerstag, den 26. dss. Mts., an freigegebrn. Adorf, den 25. September 1918. Städt. LedeNSMittelaMt. 6-v k-b' O—n I-X I.-N cr-u TodeSevrachtung und Heldenmut schlägt sich die Truppe in festem Vertrauen auf ihre Führung. Für uns gilt es, alles zu tun, um dieses Vertrauen zu unterstützen und die Stimmung zu heben. Voll Vertrauen sieht O. H. L und Heeresverwaltung den künftigen Ereignissen entgegen. Das Ziel wird erreicht, wenn Heer und Heimat zusammenarbeiten, wenn hinter der zähen Verteidigung und dem größten Opfermut unserer Trupps die eiserne Entschlossenheit unserer Heimat steht. Der Feind rechnet mehr als je auf unseren inneren Zu sammenbruch. Zeigt die Heimat ein starkes Gesicht, so gibt sie dadurch unserer Front eine unüberwindliche Stärke. Anschließend an die Darlegungen über die militärische Lage zu Lande äußert sich Kapitän z. S. Brüntnghaus: über die militärische Lage zur See: Die militärische Lage zur See läßt sich kurz in die wenigen Worte zusammenfassen: „Unsere Sache steht güt!" ES ist dem Reichsmarineamt bekannt geworden, daß, wie Wir anncbmen, auf feindliche Einflüsse hin, in unserem Volke Gerüchte verbreitet werden, daß durch ganz ungeheuer liche Verluste unser Bestand an U-Booten nicht zu, sondern im Vergleiche zu früher abgenommen hätte. Um weder bei unseren Feinden, noch auch bei unseren eigenen Landsleuten irgendeinen Zweifel darüber aufkom men zu lassen, daß diese Gerüchte der Unterlage entbehren, stelle ich ausdrücklich fest, daß die Zahl ver im Dienste besindlichen U-Boote größer ist, als zu irgendeiner Zeit des Krieges. Steht das Heimatheer mit der ihm innewohnenden Leistungsfähigkeit geschlossen hinter unseren U-Booten, so werden sie ihr Ziel erreichen, einen Frieden, der die Die Lebensmittelansweis Karte ist vorzulegen. Nachträgliche Ausgabe nur gegen 50 Pfennig Gebühr. —. Adorf, am 25. September 1918- Der Stüdlkür. Abhvlungszeiten sind streng einzuhalten. Vorzeitige und nachträgliche Ausgabe nur gegen 50 Psg. Gebühr. Adorf, den 25. September 1918. Der Stadtrat. Mark in den Knochen. Innere Verhältnisse bei uns nnd beim Feind Unsere Front hat Mark in den Knochen und Über winder alle Anfechtungen und Strapazen der Kampf wochen. Mark in den Knochen müssen wir auch im Innern bewahren, um die nervöse Ungeduld zu zügeln, die zu viel auf andere Worte hört, statt sich die Leute genau anzusehen, die sie sprechen. Ter Reichstag ist von dieser Unruhe nicht frei; er hat die gute Absicht, dem deutschen Volke sobald als möglich den Frieden zu bescheren und sucht dafür nach Mitteln und Wegen. Ein Teil unserer Volksvertretung hält es noch für möglich, den Feind anderen Sinnes zu machen, so daß er auf einen Frieden der Verständigung eingeht, wenn ihm von deutscher Seite entsprechendes Entgegen kommen bewiesen wird. Und wenn die Reichsregie rung so ausgestaltet wird, daß sich glatte Beziehungen zu den bisherigen Feinden ermöglichen lassen. Dazu soll eine fortschreitende Parlamentarisierung dienen. Tas sind Anschauungen, die auch in dem jetzt wieder versammelten Hauptansschuß des Reichstages sich offen baren, aber die schwerlich alle Erwartungen erfüllen werden, die die Befürworter dieser Idee darauf setzen. Darüber ist auch von Seiten der heutigen Regierung kein Zweifel belassen, für solche Pläne ist Graf Hert- Sine Kanzlerrede im Hauptausschuß. Im HmchtauSschutz des Reichstages hat am Dienstag der Reichskanzler das Wort genommen. Er führte anS: Zwar sei es nicht zu leugnen, daß in der Bevölkerung eine weitgehende Verstimmung herrsche. Mit allem Nach druck müsse er aber betonen ,daß diese Verstimmung über alles berechtigte Maß hinansgehe. Die Offensive habe frei lich den erwarteten Erfolg nicht gehabt, jedoch sei ein Anlaß zu einer verzweifelten Stimmung nicht vorhanden. Der Kampfesmut der Truppen sei noch lebendig. Den militärischen Führern gehöre unser ganzes Vertrauen. Die Angriffe der Feinde werden nicht zum Ziele führen. Die .feste Entschlossenheit, durchzuhalten, besteht noch heute, sowohl an der Front wie in der Heimat. Manche Sorgen und Beschwerden sind auf politischem Gebiete vorhanden, und die Zukunft werde uns vor große und schwere Fragen stellen. Ich habe die feste Absicht, die gegebenen Zusagen ein- zulösen. Was die Wahlrechtsfrage betrifft, so berufe ich mich auf die von mir abgegebenen Erklärungen . Die geordneten Organe müssen sich zunächst entscheiden, aber wir sind entschlossen, die Wege zu gehen, die geboten sind. Als wir in Belgien einrückten, haben wir geschriebenes Recht Verletzt, aber es gibt ein Recht der Notwehr. Die belgische Neutralität war bereits, wie nachträglich fest gestellt Wurde, durchlöchert. Wir führen den Krieg zur Verteidigung. Wir haben nie daran gedacht, Eroberungspläne zu verfolgen. Durch Lügen und Verleumdungen ist die Wahrheit ver dunkelt und maßloser Haß insbesondere gca Deutschland erregt worden. Die letzte Rede Clemence-..S übertrifft alles. In Amerika herrscht vollkommen falsche Auffassung über unsere deutschen Verhältnisse. Die Feinde werden einsehen, daß sie unsern Wall nicht durchbrechen können, und sie werden schließlich dem Frieden geneigt werden. Die Pläne, Kriege später unmöglich zu machen, werden erwogen. , Der Reichskanzler nimmt sodann Stellung zu den eine zelnen Punkten Wilsons in ähnlicher Weise, wie er e^ bereits in seiner damaligen Reichstagsredc getan hat. Er sympatisiert mit den Forderungen einer Rüstungs beschränkung, des Schiedsgerichts, der Freiheit der Meere und dem Schutz der kleinen Nationen. Die Schwierigkeiten lägen nicht bei uns. Er wünsche und hoffe, daß der Gedanke des Völkerbundes immer mehr Boden gewinne. Aber die überstürzen Ant worten auf die Burian-Noten zeigen, was die Feinde wollen. Anstelle des KricgSmini sters erörterte General von Wricsberg die militärische Lage. Er kam zu folgenden, Schluß: Voll Vertrauen seben wir weiteren Angriffen des Fein des entgegen. ES liegt in der Natur der Sache, daß wir als Verteidiger eine erhebliche Zahl an Gefangenen und Ge schützen cingebüßt haben. Wir können aber mit Bestimmt heit rechnen, daß der Feind seine Erfolge nur an den ersten Angrissstagcn durch lleberrafchung mit geringen Verlusten erlitten hat. Auch die amerikanischen Heere dürfen uns nicht schrecken, wir werden auch mit ihnen fertig. , Trotz der Materialverluste sind wir gut eingedeckt. Voller Nttg rern wiann. Mr Parlamentarismus in Feind land hat kein Mark in den Knochen, dann Hütten 1 längst den Frieden, und es ist verfehlt, etwas in zuahmen, was sich gerade einer ernsten Lage rr gewachsen zeigte. Ter Reichstag soll sich kraftvoll tätigen, aber nicht zum Tummelplatz von nervösen i klemmungen werden, die in der Gegenwart und a nach dem Kriege nichts Gutes stiften können. W« aus dem Reichstag der Rus erklingt, daß es and« werden muß, nun, so hat der Feind mehr Anlaß, s zu ändern, als wir. Dann werden wir zusamm kommen, aber schwerlich früher. Im Kriege lassen sich Politik und Militärisch nicht trennen, und in diesem Kriege schon gar nick das zeigt der Gegner. Aus diesen Krieg der Ha und Gewalt-Politik, der schon seit Jahren vor sein« Ausbruche angezettelt worden war, hätte ein aufrü tiges Volksparlament nicht eingehen sännen, und k englische Regierung hat das auch befürchtet. Darum dem Parlament in London von der englisch-französisc belgischen Militärkonvention, deren Akren im Brüssel Ministerium 1915 gefunden wurden, auch nicht d geringste Mitteilung gemacht, sondern der Krieg ist ih im August 1914 wie eine Schlinge über den Kops g worfen worden. Er wurde ihm schmackhaft mit de Hinweise gemacht, der Feldzug werde Ende 1914 vorb sein. Als es ganz anders kam» hat sich die brttisä Volksvertretung mit Haut und Haar dem Diktat, Lloyd George verschrieben, geradeso, wie es die Kar mern in Paris gegenüber Clemeneeau getan habet Tas war eine Kapitulation des Po' lamentarismus v, den schrankenlosen Zielen des britischen Profitwucher und des französischen Chauvinist, uz', die ihm wahrli keine Ehre macht. Und dieses Regi unasprinzip sollte wir zum Vorbild nehmen, nur we- . sich, denn so ist e seine Vertreter in Paris und in London in eine Sa, gasse verrannt haben, aus der sie 'einen Ausweg z suchen sich getrauen? Das wäre n cht zu verstehei Daß das freie Amerika unter dem Präsidenter Hochmut Wilsons alles andere eher ist, ass frei, ist j. klar und auch von den selbständigen Yankees und alle Neutralen offen eingestanden, daß nichts weiter darüb« gesagt zu werden braucht. Niemals kann ein deutsch« Kaiser, auch wenn er es wollte, so eiaenmächtig har dein, wie Wilson es getan hat. Unsere Reichstag-! abgeordneten müssen den Kopf schütteln, wenn sie sn vergegenwärtigen, was ihre amerikanischen Kollege, in Washington sich haben gefallen lassen. Und da. deutsche Volk wird erst recht sagen, wenn man ihr solche amerikanische Mode bei uns präsentieren wollt« das machen wir nicht mit, dafür haben wir uns nick im Kampf mit dem Gegner geschlagen. Tie Leistungen des feindlichen Parlamentarismu beweisen, daß er kein Mark in den Knochen hat, da ihm das selbständige Rückgrat gegenüber der brutale Politik der Kriegsklique fehlt, lind die inneren Bei hältnisse rn den Ententeländern zeigen noch wenige: day die bürgerliche Bevölkerung mit dem zufrieden if was die regierenden Herren tun. Tie Friedenssehnsuch ist groß, sie kann sich nur gegenüber dem Wille, Einzelner flicht geltend machen. Tas sind die Tat fachen, denen gegenüber der Reichstag viel mehr freie Betätigungsrecht gehabt hat . Wenn der Friede nick kam, lag es wahrlich nicht daran, daß der Reichst« zu wenig tat . Kraftvoll zu sagen, was am Platze is darauf kommt es an. . Oldorfer Grenzbor Amtsblatt für den Gtadtrai zu Adorf ° Fernsprecher Nr. 14 Verantwortlicher Schriftleiter, Drucker und Verleger: Gtto Meyer in Adorf —-— '/..10 - 10 10 — 11 11 — 12 Mt. MM. ME M WWW Ausgabe im Tnrnerheim. Donnerhtag, den 26 9. Freitag, den 27.9. Sonnabend, den 28. 9. nachm. Abtlg. » 2-3 1 — 150 3 -4 15l — 300 4—5 301 — 450 5—6 451 — Ende Die Karten für Untermieter