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»u« postonstatt:. ont -«I»f!kilg«k ,«tz»,n »,st«U«n,,n «nl,,,«>>. M. 301. ««»Itzr »Icht »»lilstlt, >«a» »I« chuf,«», te» S»f»»»t» »urch »«»sprech,» «k»I«t»»»» t« M,»»strl»e Nicht »,,tUH I»«»N» »D> l0. Jahrgang Mer Tageblatt *,»««»»»»>»1 vu«ch »Ns«r» »»««, f»,I In» y»u, m»n,tllch »» »ü. »,I»,» ch,PchIfi»st«U, ad» L-L««'W'L S»t«stria«' sr«t In» ya»» »!,rt,t- /lnzeiger für öas Erzgebirge °dVZ »«iiltri-«' sr«t In» -«»» »liitit» /- MDMDE mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Auer Sonntagsblatt. ^??»-n-nNa>!"''aaL'ö7»Nr«-» Lpr»chstuns» s»r keöaktton mit Nusnahm» -»r s»nntag» «ochmittag» 4—s Uhr. — Telrgramm-ft-rrssr r Tageblatt flueepzgedlrg«. Zernsprecher LZ. für unverlangt eingesanül» Manuskript» kann Gewähr nicht geleistet werden. Dienstag» äen 28. Dezember 1915. erfolge <ler Zenuffen gegen Sie kngiSniler in -legMn. vemrcder Aeldnschten in 5oNa. »ine deutsch» bulgarische NrennvschaftMrndqer-erug. Eine Weihnachtsfeier, zu welcher di« deutsche Kolo nie in Sofia die vorübergehend anwesenden Tentschen eingeladen hatte, um ihnen fern von ihren Lieben ein Stück Heimat vorzutäuschen und ein wenig Festesfreude zu gewöhnen, hatte vollen Erfolg und gestaltet« sich außerdem zu einer herzlichen deutsch-bulgarischen Freundschaftskundgebung. Anwesend waren etwa itWO Personen, die den festlich geschmückten Saal des städtischen Kasinos bis zum letzten Platz füllten. Hek vorzuhvben sind der Gesandte Michahelles, der Mi litärattaches Oberstleutnant von Massow, der Ma- rtn«attachce Kapitänleutnant von Arnim, der Konsul Graf von Podewils, das Personal der Gesandtschaft und des Konsulates, sowie zahlreiche Offiziere, Aerzte, Schwestern, Soldaten und SanitätSmannschaften. Von bulgarischer Seite bemerkte man den Stadtkommandan ten und Vertreter des bulgarischen Noten Kreuzes, Khrow, die Tochter des Finanzministers Tontschcw, Offi ziere und politische Persönlichkeiten. Die deutsche Kolonie war vollzählig vertreten, an ihrer Spitze der langjährige Präsident Paul Kaufmann, Ehrenbür ger von Sofia, dec sich um das Gelingen des schönen Festes besonders verdient gemacht hatte. Präsident Kaufmann begrüßte die Erschienenen mit herzlichen Wvrren und teilte mit, daß der König eine prächtige Tann« an» den königlichen Wäldern schenkte, während die Königin zur Ausschmückung des Baumes beitrug und der Bürgermeister den Saal zur Verfügung stellte und mit Tannengirlauden und Fahnen schmücken ließ. Die Rede schloß mit einem Hurra auf di« Verbündeten Mo narchen. ES folgten musikalische und deklamatorische Vorträge, unterbrochen durch den Gesang deutscher und bulgarischer Vaterlandslieder. Unsere Feldgrauen stimmten kräftig in die Gesänge: Schumi Maritza und Sajusnitzi Nasbojnitzi ein, die ihnen fast so geläufig sind wie die deutschen Abarschlieder. Mit Begeisterung wurde die Mitteilung des Präsidenten Kaufmann aufgenommen, daß der König ihm telephonisch durch den Kronprinzen Grüße an die Versammlung ent bieten ließ. Er hätte gern unter den deutschen Gästen geweilt, doch hindere ihn daran die schwere Verantwor tung, welche er jetzt zu tragen habe. Er bitte, den deutschen Soldaten mitzutetlen, daß das bulgarische Heer stolz sei, an iyver Seite kämpfen zu können. Er sei überzeugt, daß es den vereinten Kräften gelingen werde, di« gemeinsame heilige Sache dem siegreichen Ende entgegenzusühren. Oberstleutnant von Müff. ltng gab der Hochachtung Ausdruck, welch« sich die bul garische Armee durch ihre Heldentaten auf den Schlacht feldern bei den deutschen Kampfgenossen erworben hat. To Ischkow feierre das Waffenbündnis und sprach die Hoffnung aus, daß sich eine dauerhafte .Freundschaft daraus ergeben werde. Tie Anzahl der B egr üß u n gs- telegramme, welche einlief, bÄvies, welchen Ansehens sich die deutsch« Kolonie erfreut. Tie Gäste, welche noch lange mit den Festgebern zusammenblieben, nahmen in folge dieser zahlreichen Shmpathi^undgebungen von bulgarischer Seite den Eindruck mit, daß die Deutschen den Bulgaren mehr sind als nur die starken Bundesge nossen. tW. T. B.) Tie nationale Einigung Bulgariens. Ti« Sofioter Woennt Jzwestia schreibt: Dieser hei lige Krieg wird nicht eher beendet sein, als bis un sere nationale Einigung gegen jede urögliche Gefahr gesichert ist. Erst dann können wir uns der kulturellen Entwicklung der jungfräulichen Kraft unse res nüchternen Volkes ruhig widmen. Der Krieg endet erst, wenn wir die Freunde Serbiens überzeugt haben, daß ihre Sache endgültig verloren ist, und daß Serbien welche» den Krieg angezettelt hat, wirklich tot ist. Wird die Entente dieses bald erkennen? Nein. Diejenigen, welche glauben, die Aufgabe de» Dardanellen-Unter nehmens sei ein Schritt zum Friedensschlüsse, irren. Ti« Entente wird vielmehr bet Kavalla und Saloniki versuchen, die Scharte von den Dardanellen auszuwetzen. Ter Kampf ivird lang und hart sein. Wir und unsere mächtigen Verbündeten werden siegen. Doch wird da wider schnell noch leicht beiverkstelltgt werden. Jeder von uns muß sich klar sein, daß der Krieg für sunS erst dann endet, wenn er für unser« Verbündeten endet. Bi» dahin Geduld in dem Bewußtsein, daß wir in der größten Zeit leben, seitdem Bulgarien besteht. (WTB) ver amtliche istiegwerichi von deute!' I . . " - > > Großes Hauptquartier, 2S.Vezembervorm. westlicher Kriegsschauplatz. Amtlich.) Durch -as Zeuer eines feind lichen Monitors wur-en in westen-e-Sa- drei Einwohner, darunter zwei Zrauen getötet, An -er Zront entwickelten flch teilweise lebhafte Artillerie,- Han-granaten- un- Minen kämpfe. Am Hlrzsteln erfolgte heute früh ein französischer Vorstoß. Nähere Mel- üungen liegen noch nicht vor. Neger Augsver- kehr auf -em Sahnhof Sotsson wurüe von un serer Artillerie beschossen. Vie Zranzosen haben seit kurzem ein in unmittelbarer Nähe -es Sahn hofes liegen-es Hospital anscheinen- zum Schutze -es Sahnhofes mit Noter-Kreuz-Zlaggr versehen. Zufallstreffer in -as Hospital sln- bei -er Nähe -effelben zum Sahnhof nicht ausgeschlossen. Gestlicher Kriegsschauplatz. An -er Sereßna sowie südwestlich von Ezartorpsk unü bei Sereflna wur-en russische Erkunüungsabteilungen ab gewiesen. Salk an-Kriegsschauplatz. Vie Lage ist unverän-ert. Oberste Heeresleitung. Aann «riecdenlanst eingreM Eln« Untervkbmrg mit Gmraris. (Meldung des Reuterschen Büros.) Ter Daily Ch-ronicle veröffentlicht eine Unterredung mit Gunarts, der erklärte, sein« politisch« Haltung sei von den Wäh lern gebilligt worden. Tie Entente und die Mittelmächte hätten nunmehr erkannt, daß Griechenland ein Recht habe, neutral zu bleiben. Aber die Neu tralität werde nur so lange gewahrt werden, als die Integrität und Souveränität des Landes nicht ange tastet werdsn. Andernfalls würde Griechenland von sei ner jetzigen Haltuwg abgehen. (W. T. B.) Neue Vierverpandwillkür gegen Griechenland. Den Neusn Züricher Nachr. wird von hervorragen der griechischer Seite in der Schweiz folgende Erklä rung übermittelt: Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß zwei Handelsschiffe, die vom griechischen Gouvernement beauftragt waren, sich nach Amerika zu begeben, um dort «ine Ladung Getreide für Griechen land aufzunehmen, ohne jede Ursache in Algier zurück» gehalten wurden. TaS griechische Gouvernement pro. testiert energisch gegen dies« Bergung der Bestimmun, gen der Handelsfreiheit eines neutralen Staates, des Völkerrechtes und der Gesetz« der Humanität. Tie Bieroerda«Vittruppen In Griechenland. Tie Truppen de» BiervervandoS wollen die Ent« scheidungSschlacht mit den Truppen der Zentral mächte auf den Höhen von Kirkitsch führen. An der Grenze herrscht vorläufig Ruhe. Die Engländer haben auf den Höhen von Kirkitsch groß« Truppenmassen mit Artillerie -usammengezogen. Als Basis für Englands Vorgehen ist Kirkitsch in Aussicht genommen, wo be reits mit dem Bau einer großen Ballonhülle begonnen wurde. Gmmri» bei König Konstantin. Gunarts hielt dem König einen Vortrag über den äußerst zufriedenstellenden Verlauf der Wahlen, die eine erhebliche Schwächung der venizeloS. Partei ergaben. MS Führer der Majorität erklärte Gu. naris, die Regierung unterstützen zu wollen, da die äußere politische Lage erfordere, daß augenblicklich kein Kabinett »wechsel stattftnde. Ter König hieß die Darlegungen Gunaris' gut. Die Haltung der Venizelos-Pvesse. Tie der Regierung nahestehende Presse betrachtet die Haltung dyr Venizelos.Presse als für die Interessen des Lande» schädlich und meint, daß die Verhän gung de» Belagerungszustandes dringend notwendig geworden fei, um diese Vaterlands» los« Pr«fs« «ntchwlich zu machen. -L Tie Frage einer Landung in Kawalla. Aus Sltthen wird gemeldet: Die Gesandten des feind lichen Vierverbandes hielten in einer neuen gemein samen Vorstellung bei der Regierung ihre Forderung, aufrecht nach Zulassung der Truppenlandungen in Kawalla. Aus Athen wird gemeldet: Vor Ka- tvalla liegen zahlreiche Transportschiffe der Ent ente mit Truppen und Kriegsmaterial. a »er Sslonllrldluff. Tie Franks. Ztg. meldet aus Bern: Ein bewährter Ballankenner schreibt im Berner Tageblatt: Die Mel dung des Reuterschen Büros, EaloniÜ sei in eine wahre Festung verwandelt worden, sei «in Bluff, durch den Wohl kein Bulgare sich abschrecken ließe, den Vardar hiimbzumarschieren. Saloniki könne in sechs bis acht Wochen nie und nimmer in eine Festung umgewandelt werden; das flache, sumpfige Mündungsgebiet des Var dar würde ungeheure Trockenlegungen ustv. nötig ma chen, die sich kaum in «in bis zwei Jahren durchführen ließen. Tie Hasenanlagen böten der kämpfenden Flotte keinen Schutz. Tie Einwohner von Saloniki haßten die englisch-französischen Eindringlinge und erwarteten nichts sehnlicher als den baldigen Einmarsch der Bulgaren und ihrer deutschen Freunde. 230 000 Engländer und Franzofen in Saloniki gelonvekk Tie Wiener Reichspost meldet aus Saloniki: Bis jetzt sind rund 230 000 Engländer und Franzosen ge landet. Tie Vierverbandstruppen legten ihre Befesti gungen bei Guemendje, bei Saloniki und auf der Thal» kidiktzDalbinsel als Verteidigungslinie an. Die Fran zosen haben ihre Stellungen auf dem rechten Ufer des Vardar, die britischen Truppen auf dem linken Ufer. Tie griechöschen Truppen halten die Zone westlich und östlich der englisch-französischen Kriegszone besetzt. Nach 6 Uhr darf niemand mehr auf die Straße, der nicht Engländer oder Franzos« ist. . Ter Abzug der griechische« Truppen aus Saloniki. Tas Budapester Blatt A Billag meldet aus Athen: Nach Meldungen aus Saloniki rief es in den Kreisen der dortigen Entente-HeereSleitung ungeheure Er regung hervor, daß die griechische Regierung verfügt hat, die griechischen Truppen sollen aus Saloniki ab. ziehen. Ter französische Gesandte erschien beim Mini sterpräsidenten Skuludis und teilte ihm mit, daß diese Verfügung den Schein eines UebereinkommenS mit den Zentralmächten habe. * Neue rusrirche Angebote an Rumänien» Ter Pester Lloyd meldet au» Bukarest über die Audienz SchebekowS bet König Ferdinand von Rumänien, daß, wie es aus unterrichteten Kreißen verlaute, Schebekow mit dem bisherigen Verlauf seiner Mission zufrieden sei. Dazu läßt sich kl vtllag au» Bus. karest drahten: Schebekow soll zwei Anträge dem König Ferdinand und der rumänischen Regierung gemacht ha ben. Nach dem ersten solle Rumänien offen dem Vier- verband beitreten und den Mittelmächten den Krieg er klären, in diesem Falle Würde Rußland ein Heer von einer halben Million zur Verfügung stellen und Rui» mänien würde auch mit einer groß angelegten Offensive einen Teil der bulgarischen Kräfte binden, andererseits würden die französische und die englische Heeresleitung ein« neue Offensive gegen Bulgarien einleiten. Nach dem zweiten Angebot, das sich aus den Fall bezieht, daß Rumänien sich nicht offen dem Vierverband anschließt, soll es «tnwilligen, daß ein russisches Heer durch die rumänische Tvbrudscha gegen Bulgarien geht. Rußland würde für den Ersatz der hieraus entstandenen Schäden aufkommen und sich weiter verpflichten, daß, wenn der Vierverband siegreich bkiebe, eS hpi dcn Friede nSverhanv. lungen für Rurnänien» Ansprüche «intveten würde, so fern sie sich aus feindliches Gebiet beziehen. Außerdem habe Schebekow noch den Auftrag erhalten, sich -u unter, richten, welchen Standpunkt Rumänien etnnshmen würde, ivenn Rußland ohne Erlaubnis einen Durchzug durch runiänisches Gebiet versuchen sollte. ver Nampf gegen Montenegro. Ti« Frankfurter Zeitung meldet aus Genf: Eine Temps-Meldung aus Athen besagt, daß die bulgarischen Vorhuten, die von Monastir gegen di« Adria vorrücken, am Dienstag Abend mit serbischen Streit, frästen in der Näh« von Elbafsan zufammengestoßen seien. Di« Serbe», die Munition, Lebensmittel und