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Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 30.04.1877
- Erscheinungsdatum
- 1877-04-30
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-187704307
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-18770430
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-18770430
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1877
-
Monat
1877-04
- Tag 1877-04-30
-
Monat
1877-04
-
Jahr
1877
- Titel
- Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 30.04.1877
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»,7b Ü. a o s r. s a 5.75 6. 8.75 t» ad 7.7v d- u. 8 1 k i>.50 6. 5.25 «. 1 k SchO ? 4.7b k k, z.7b 6.sp.r^l 0,50 ü. 0 k. 8 k K.75 l' 7.50 k sro 6 b.b0 6. I^b 0. 2.75 0tll.10^ 1.7b k. 5.75 L 4 k 8.50 6. 7.50 6. 7.75 6. 5 6. 1.7b g. 1.50 6. 2^5 g. 0 6. 1 k. 2.2b k. 5.50 «. 5.50 ?. 0.50 g. b.25 0. 0.7b «. S.7b k. 5.75 k. e r. Erscheint täglich früh 6'/, Uhr. Nidattt»» »xd tkprhiÜL» IotzausiSgass« 33. -preNlwidc« der Nrdarti»»: Voimntags 10—12 Uhr. Nachnnttags 4—S Uhr. tavahmc der für die nächst- l-lamlx Nummer bestimmte, ^useratr »n Wochentagen dis tUbr Nachmittags, an Lonn- > Festtagen früh dis '/,9 Uhr. ,de»Rlt,lr, für Zas.-Auuahme: o Klemm, UniverfitätSstr. 22, ÜS Lösche, Katbarinenstr. 18,p. nur bis ".4 Uhr. KipMer.TagelilaN Anzeiger. Organ für Politik, Localgeschichtc, Handels- nid Geschäftsverkehr. Montag den 30. April 1877. «vslige 15.250. A> -»an»r»r»»tr»» viertelt-4 iacl. vrinoerlohn S Mt., durch die Post bezogen e Mk. Jede einzelne Stummer ZV Ps. Belegexemplar 10 Ps. Gebühren für Exttadeuage» ohne Postbesvrdcrung 36 Ml. mit Postbefvrberung 4S Mt- Zaserete 4arsp. BouraeoiSz. 20 Pf. Ärbs;ere Schriften laut unserem PreiSverzeichniß. — Tabellarischer Satz nach höherem Lanf. »rrlawr» uutrr de« Sledacttousßrtch die Spaltzeile 40 Pf. Inserate find stets an d. Lepetttüm zu senden. — Rabatt wird mch' gegeben. Zahlung pr»eanuu»-rL-.ch oder durch Postvoriitnih 71. Jahrgang. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Verordnung vom 7 März diese- Jahre- ist die katholische Kirchenanlage ins da- Iah, 1877 nach den durch die Verordnung vom 12. Oktober 1841 in tztz 7d unv e, 8v, U> und N verbunden mit § 4 der Abänderung- Verordnung vom 14 August 1875 bestimmten Hatzen, von denen jedoch diejenigen in § 7 unter d und c auch für die-mal wiederum ans drei zierlheile, mithin auf resp. */« und de- von den betreffenden Parochianen zu entrichtenden ^ werbe- und Personalstcuerbetrag- herabgesetzt worden sind, beziehentlich unter Hinweis aus die cordnung vom 28. März 1873 für de» LS. April d I. auSgeschriebr» «»rde» «>d »mit fällig. Die hiesigen katholischen Beitragspflichtigen werden daher aufgefordert, die auf sie falle«de« 'träge bt«»e» LT Tage« a» die Gtadtste«er-Gin«adn»e allhter, — Ritter, eatze IS, Ge»rge»halle, L Treppe recht», Zirnneer Rr. S — ««erinnert ab,«führe». Leipzig, den 17. April 1877. Der Rath der Stadt Leipzig. I>r. Georgi. Taube. Bekanntmachung. Die Ersteher von Hölzern in den städtischen Revieren werden hierdurch aufgesordert, unge- änmt da- erstandene Holz abzusahren. Gegen die Säumigen werden nach Ablauf von 14 Tagen ,e Licitation-bedingungen in Anwendung gebracht werden. Leipzig, am 24. April 1877. DeS Rath- Forstdeputatio«. !e.L« ,.l2, SO P 81 g 08 b, 01.7b g 01.7b g 73 k 01 ? Tagesgeschichtliche Debersicht. Leipzig 29. April. Bor eil iger Zeit wurde eine Aeußerung mit> elhnlt, welche der Reichskanzler gegenüber mem Abgeordneten in Bezug aus den Cultur- ampf gethan hatte. Der Kanzler hatte rund- «rau- erklärt, daß er einer Wendung der Kirchen« «litik im Sinne eine- faulen Frieden-schluffe- mt der römischen Curie entschieden entgegen- «ten, daß er, wenn er abwesend sei, zu diesem Zweck zurückkehren, wenn er nicht mehr Minister ei, etwa al- Volksvertreter ein derartige- Bar chen bekämpfen werde. Diese Erklärung ging, wie 1 scheint, über den Zweck hinau-, die falschen Ge lickte von einer Aenderung der Position d-S Reick - zler- selbst z» zerstreuen, sie schien zugleich darauf zudeuten, daß hinter dem Rücken de- Kanzler anke im Sinne eine- faulen Comprovnfse- lponnen würden. Da- Gerücht von solchen Lnken ist seitdem wiederholt ausgetaucht und eS leider nicht grundlo-. Indeß würde e- un- tig sein, sich de-halb zu beunruhigen. Die ckte, welche der Staat gegenüber der Kirche Anspruch genommen hat und auch in Zukunst upten wird, find durch bestimmte Gesetze sirirt, theil- mit dem preußischen Landtage, theils dem Reichstage vereinbart sind- Diese feste g gesetzlicher Einrichtungen kann durch unter- che Manöver nicht im Geringsten erschüttert auch nur zum kleinsten Theile abgetragen :den. Damit die Pläne und Plänchen ge« ier Kreise irgend eine Wirklichkeit g, müßte erst die Nation selbst i,^ chlichen Vertretung Neigung haben, sie zu stützen. Die Vertretung de- deutschen Volke- id aber, wie lebhaft fie auch die Versöhnung scht, nie einen andern Frieden schließen, al- en solchen, der dem Reiche und dem Staate Ehre gereicht Wenn eS also auch immerhin >lich sein mag. die öffentliche Aufmerksamkeit gewisse Bestrebungen zu richten, deren Cha- am besten durch ihre Heimlichkeit bezeichnet d, so würde man doch zu weit gehen, wollte u diese Bestrebungen al- eine ernste Gefahr chten. In dem Augenblicke, da sie zur Thal vergeben wollen, werden sie an dem gesetzlichen ' lle scheitern, den die Nation zum Schutz gegen ne und Schwäche errichtet hat. Der Kaiser ist am Sonuabend Mittag in armftadt eingetroffen und am Bahnhose von Prinzen, der Generalität und dem Minister sidenten empfangen worden. Da- zahlreich wesende Publicum begrüßte ihn mit enthu« chm Zurufen Der Kaiser stattete dem Groß- og und dem Primen Ludwig einen Besuch ab «» erfolgte die Weiterreise nach Karl-rvhe, bin sich der Kronprinz bereit- begeben. Die Verhandlungen de- Reich-tag- in der abend-Gitzung wurden durch den Abg. Frhrn. Varnbülermit Begründung seine- bekannten trag- eröffnet, welcher t) die commissarifche tersucknng der Verhältnisse der Industrie » Landwirthschaft, uud 2) den Aufschub abzuschließenden Handelsverträge bi- nach > Beendigung bezweckt. Derselbe warf zunächst i Rückblick auf die Gesch'chte de- Zollverein- iiltbesonderr de- deutsch-französischen Handel-« trag-, bei welchem aus deutscher Veite vor« weise die Politik, nicht die Zolltechnik maß« >d gewisen sei Der Zustand de- Tarif-, za der unbehaglichen Lage der Industrie en, erkläre sich lediglich au- der cheu Entstehung. Jetzt aber ermög« dir Gestaltung Deutschland- einen log,» i rationellen Tarif. Dazu bedürfe e- kiagkheuderer Erhebungen, al- sie bi- jetzt Daß die Verträge die Quelle steigen» Wände- in Deutschland gewesen, bestreite Ae- Wach-ihum fei vielmehr den Eisenbahnen Maßgebend fei aber, daß der Wohl« eich- 186b—70^(die folgenden Sahre seien ja abnorm) weit stärker zugenommen habe. Wenn Oesterreich Verlängerung de- Vertrags um ein Jahr verweigert habe, so sei da- wohl noch nicht da- letzte Wort. Schlimmsten Falls habe man einen autonomen Tarif. Vorsicht fei besonder- deshalb nöthig, weil der Vertrag mittelbar zu« zleich mit Frankreich abgeschlossen we,de. Ja Frankreich stehe aber eine wesentliche Zollerhöhung bevor Was folge aus alledem? Er fordere für den Reichstag dieselbe konstitutionelle Mitwirkung bei der Zollgesetzgebung, wie bei allen anderen Fragen; derselbe möge einen rationellen Tarif schaffen helfen, dann habe man auch einen AuS« gangSpunct für Verträge. Die Enquete möge man beeilen soweit immer möglich. So aber mache die Regierung die Zollgesetzgebung so gut wie selbststäl-dig für mindesten- zehn Jahre. Der Präsident de- ReichskanzleramlS Hofmann gab zu, daß der historisch gewordene Tarif in vielen Punkten verbefferungsbedürftig sei; die Regierung werde da- bei den Verhandlungen mit Oesterreich berücksichtigen Ob man überhaupt zu einem Tarifverträge kommen werde, sei fraglich. Keinesfalls aber habe man die gebotene Hand zurück- weisen können. Erst wenn derBersuch scheitern sollte, werde die Regierung die Verantwortung für einen vertrag-losen Zustand tragen können, der für die Industrie große Bedenken habe. Die verlangte Enquete sei vor Iahre-srist nicht zu beenden, und eine >a«touome Zollgesetzgebung würde abermaiS unt^r-.J«chre-srisl nicht zum Abschluß zu bringen »t. ÜebrigenS habe in den durch den deutschen Handel-tag veranstalteten Erhebungen ein sehr werthvolle- Material Vorgelegen; auch sonst sei sehr reich«- Material an die Regierung gelangt Zu nicht geringer Ueberraschuna de- Haule- er klärte, nackdem der Abg Feustel über die ein schlägigen Petitionen Bericht erstattet, Namen- der Antragsteller der Abg. Buhl, daß fie „mit Rücksicht auf die entgegenkommenden Erklärungen der Regierung" ihren Antrag rurückzvyen. Dieser Coup wurde indeß durch den Abg. Rlckert durch- kreuzt, welcher den Antrag wieder aufnahm. Abg. Braun beleuchte e dann zunächst da- Motiv der Zurückziehung Da- „Entgegenkommen" erinnere an den Abgesandten, der die freundliche Aufnahme gerühmt, aber hinzugefügt habe: nur «Mtzt habe man ihn die Treppe hinabgeworfen, die Erörterungen de- Antragsteller- Hai die Verwechselung zwischen dem französischen gemeinen und dem VertragS»Tarif hindurchgezoqen Systematisch zu sein, könne man von einem Zoll tarif nicht fordern. Derselbe fei ein Product der Geschichte und bedingt durch die Nothwendigkeit, Einnahmen für den Staat zu schaffen. Den be weglichen Klagen de- Archa-steller- könne er ncch beweglichere au- Frankreich? und Oesterreich über die Uebervortheilung ihrer Länder durch Deutsch land enigegenhalten. Die Bedeutung der Handel-- iag-Machten scheine der Antragsteller denn doch zu unterschätzen; er selbst sei mit der Mehrzahl nicht einverstanden, da sie einseitig von Interessen ten a»-gehen, aber er habe eine Fülle von sach licher Belehrung daran- geschöpft. — Der Prä sident dr- Reich-kanzleramt- Hosmann hielt für nöthig, noch au-drücklich zu conftatiren, in wie weit er dem Anträge „entgegengekommen" sei. Er habe sich sowohl gegen die beantragte General- enquete wie gegen eine generelle Tarisrevision und Hen einen Aufschub de- Vertrag- mit Oesterreich erklärt. Daß er den Tarif al- verbesserungs bedürftig anerkannt, die Wahrnehmung der deut schen Interessen verbeißen und Specialerhebunqen nicht unbedingt abqelehnt habe, sei einfach die Schuldigkeit der Regierung gewesen. Hierauf wurde der Antrag vom Abg Rickert wieder zurückgezogen. Die Mächte haben der Pforte auf deren An spruch auf Vermittelung unter Berufung auf Artikel 8 de- Pariser vertrage- erwiedert, daß durch die seiten- aller Mächte seit Jahr und Tag geführten Verhandlungen der Artikel 8 erfüllt fn und daß also da- jetzige Verlangen der Pforte der Begründung entbehre Die Pforte hat ein Manifest erlassen, in welchem sie Rußland die Schuld an dem jetzt au-gebrochenen Kriege in die Schuhe schiebt. Wir kommen darauf zurück. ^ Da- bulgarische Comits erläßt einen Ausruf, die Russen al- Befreier zu empfangen und eine Adresse an den Kaiser Alexander zu richten. Nach einem a»S Galatz eingegangenen Tele gramm kreuzen die türkischen'Panzerschiffe vor dem dortigen Hafen. Zahlreiche russische Truppenabtheilunaen sind durch Galatz pafsirt. Die Schifffahrt ist eingestellt. Der „Politischen Correspondenz" wird au- Bukarest gemeldet: Die Regierung beabsichtigt demnächst in der Kammer einen Gesetzentwurf einzubringen, wonach die Verfassung su-pen- dirt und der Fürst mit diScretionärer Gewalt auSgestattet werden soll. Ferner sollen die KriegS- rüstungen im größten Maßstabe durchgeführt werven. — Bon Silistria werden Bewegungen größerer türkischer Truppenkörper gemeldet. — Nach einem der genannten Correspondenz au- Belgrav von osficieller Seite zugegangenen Telegramm hätte die serbische Regierung bi- dahin noch keinerlei Mittheilung von der Pforte erhallen über eine beabsichtigte Besetzung serbischen Gebiete- oder über eine Benutzung de- selben zu militairischen Operationen. Ebenso wenig sei von den serbischen Commandanten irgendwelche Bewegung türkischer Truppen gegen serbische- Gebiet wahrgenommen worden. AuS Odessa meldet man: Krementschug ist durch einen Austritt de- Dnieper gänzlich über schwemmt. Fast alle Bewohner, 20,000 an der Zahl, sind obdachlos. AuS Petersburg kommt sk-^'^r Meldung t"S Krieg-minister- Miljutin über die Opera tionen an der kaukasischen Grenze: Die in Alexandropol concentrirten Truppen haben am 24. d. die Grenze überschritten und an diesem Tage und an den folgenden mehrere kleinere Ge fechte geliefert, in denen St Mann fielen. 7 tür kische Osfiicere und 100 türkische Soldaten wur den gefangen genommen. — Ein allerhöchster Erlaß verleiht dem OberbesehlShaber der KaukasuS- Armee, Großfürsten Michael, da» Recht, daselbst erforderlichen Falle- den Kriegszustand zu pro- clamiren. Die Kaufmannschaft von Mo-kau hat eine Million, die Kleinbürgerschaft 25,000 Rubel zur Unterstützung der Verwundeten und ihrer Familien angeboten. Bi- jetzt sind 5000 Egypter zur türkischen Armee abgegangen. Der eghptische KriegS- minister rüstet weitere 20,000 Mann für die Türkei auS. Seiten- der egyptischen Regierung sind 20,000 Lire an die Pforte abgesandt worden. Weitere Schlagwörter. Nus vielfach eingegangene Wünsche sei hier noch eine Anzahl jener Au-orücke mitgetheilt, mit denen ultraradicalp und socialdemokratische Reden und Schriftstücke gewürzt zu sein pflegen. ^.Wenn et man recht bullert, denn iS schon gut!" Werden Mtiger Baßstimme, entsprechenden Mienen Hden angebracht, so ernten sie stet- stür- ks Dravo, anhaltende allgemeine Heiterkeit tust wie: „Famoser Redner — Prachtkerl! )er versteht'-! — Der hat Schneid!" rc. Lammsgeduld der Impotenz — Stupide Bertraurns- glmpel — Fanatiker der Ruh« — Gleick>q«n.!-t>ller — Strbilitütsmenschen — BermittelunzS- und AbtSuungS- pinsel — KnechtschaftslLrrner — Lpportirkünkler — Ueberden-ockspringer ihre- Herru uud Meisters — Er- folgsandrterei — Schwabbelige Mellu-keudastigkeit — B'öve Berschwommenheit — Liberale Altflickereieu — Alberue Verkleisterungen — SchauckelmSnuer — Wackel- Herren — Politische vammelheerde — Diplomatisirendr Eunuchen — Katzrnpfötige Leisetretern — Fadenscheiniger Liberalismus — Jasageautomaten — Reich-speichellecker — Grrrroßnationaltivmpeter — «öermauischrr Stumpf- fiun — Phrase»stallmeistrr und FloSkelnschulreiter — Parlamrut-schliugel — RetchstaalpaukenscklLger — PlattschiiLelige Richt-wisier — Philosophirrude Revestörche — Dilukelfosrl — Staubige Doktrinen — Ranzig« Ge meinplätze — Recht«bodeuh«cker — Vergilbte Leben-an- schauungeu — Entnervt« Federfuchser — Armselige Äon- srqueuzeilreitrrrl — Ehri-lich-germanischr Kindereien — Gleisnerische Zungendrescher — Von süßen Redensarten dustrude Lavendelstelen — Oderbonzen de- bewafsueten Muckerthuw» — Freiheiten« uchler — Gouvernementale Wti«heitSbüchsrn — Drachrvsaat der alten Staats gaukln — Rückwärts»« — Weltherrschastsdünkel — Boruffokrateu — Zwiugdeutsckland — Officirlle Reute — Kautenregnneut — Zum Himmel schreiend« Gewalt- thaten — Preußisch« Lroaten — Kaltblütige Würgengel der Freiheit — Rotblraqiq« Tiarr — Uniformtttr Bluthund« — Bliad« Schergen der Gewalt — Be waffnet« Horde — Krieg»,diotenthum — Lommi,,dustize Lavflockgrazte — Wanzenduftige Laserneuhrlden — Mordgenie — Bo, Mordlust brüllende Eannibalen — Reactiousinstrumente — Bolk-bild rngsbaracken — Nimwnsatt« BolkSvampyrr — Lus die Au-b«uterschLd«l uiedrrschmettnud« Kenlen'Lläge — Kohlenbaron« — Schornsteiorittrr — Der Kaoonenkönig — Freiheit- küildeodr Apostel — Das große Rad der Weltgeschickte — Eine Brandfackel iu die Pulvertonn« socialen Elend» — Mit Donnergrkrach zusammenpraflrln. Welcher Gnst de- Wohlwollens, welch feiner Geschmack, welch klare-, unbefangene-, maßvolle- Urtheil athmet in alledem! — Unsere Sammlung ist zwar hiermit noch immer nicht erschöpft, aber — Alle- läßt sich nicht mittheilen. lieber richtige, wohlklingende und schöne Aussprache des Deutschen in Schule, Hau- und Leben wird in einem in der Serigsschen Buchhandlung und in der Zeit schrift „Cornelia" erschienenen Aufsatze unter Anderem auch Folgende- gesagt: Nicht mit Unrecdt werden wir Sachsen (und nicht etwa bloS wir Leipziger) und so manche andere Deutsche einer fehlerhaften und falschen Aussprache bezichtigt. Dieser Behauptung wird gewiß Jeder beistlmrnen, der in verschiedenen Gauen unseres großen Vaterlandes gelebt und da aus Sprache und Au-sprache sorgfältig geachtet hat. Nicht in Leipzig, nicht in Sachsen allein, sondern auch in manchen anderen Gegenden Deutschlands, und da in Volk-- wie höheren Schulen, in den niederen wie höheren Ständen, von Gelehrten wie Ungelehrten, von Männern wie Frauen, von Lehrern und anderen Erwachsenen wird unsere Muttersprache, die» echte und rechte, herrliche und vortreffliche nationale Kleinod, wir müssen eS leider sagen, gar sehr vernachlässigt und die Pflege einer wichtigen und schönen Aussprache derselben viel zu gering ge achtet. Und doch ist eS wahr, daß in der Aneignung einer richtigen, edlen und schönen Au-sprache der Muttersprache, worin sich doch der Deutsche mit am Deutschesten zeigen könnte und sollte, so viele Deutsche so außerordentlich nachlässig und träge sind. Selbst wenn sie sich von der guten und schönen Au-sprache eine» Anderen tief ergriffen fühlen und die Vortrefflichkeit derselben nicht ge nugsam rühmen können, so ist die- doch selten von einem nachhaltigen Einflüsse auf ihre eigene Au-sprache: sie bleiben in der Regel nach wie vor in ihrer alten Gewohnheit, bei ihrem Schlen drian. Wie lange aber soll die fcyöne deutsche Sprache so unschön ausgesprochen werden- Wann wird eine gute Au-sprache unter den Erwachsenen, oder wenigsten- unter den Gebildeten allgemeiner werden? Nachdem nun in dem Aufsätze weiter gezeigt worden, wie Kinder und Erwachsene zu guter Aus sprache und richtiger Betonung de- Deutschen gelangen können, fährt der Verfasser, welcher selbst Lehr -- -- an, nickt, diesem hochwichtigen Gegenstände Ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen! Zunächst lassen Sre es. wa» Sie selbst betrefft, nicht etwa bei dem Wissen, daß eine reine, deutliche und ausdrucks volle, eine wohlklingende, anmuthige und schöne Sprache (Au-sprache) eine der köstlichsten Gaben ist, allein bewenden, sondern halten es auch für eine der ersten und wichtigsten Aufgaben, dieselbe bei Sich selbst aufs Beste zu cultiviren. Dann sei eS aber auch Ihr eifrigste- Bestreben, die Ihnen anvertrauten Zöglinge in den Besitz einer richtigen und schönen Äu-sprache zu setzen Diese, wie überhaupt unsere Muttersprache ist e- wohl Werth, sowohl von Ihnen wie von Ihren Schülern sorgfältig und treu gepflegt zu werden; denn sie nimmt unter allen Sprachen der Erde eine der ersten Stellen ein, klingt hell, voll und rein, ist kernig, sinnig und ernst, ist kräftig, mild und voll Metall, Und wo da« Hnz zu« Herzen spricht, Ihr nimmermehr da» Wort gebricht In Freuden und in Leiden. Wie aber Lehrer und Schüler, so haben auch alle Deutsche alle Ursache, diese- iheure Kleinod recht sorgsam zu Pflegen. Denn Allen ist eS ja die Muttersprache, in der ihnen da- erste Wort der Liebe au- der Mutter Mund erlöste; die Kinde-- spracke, in der von ihren Lippen der süße Bater- und Mutternamc zuerst erscholl; die Manne-« forsche, au» welcher die Väter und Helden der Vorzeit noch heute zu ihnen reden; die Volks sprache, in der sie sich alle al- treuverbundene Brüder betrachten; die HerzenSfpracke, in der allein sie ihre heiligsten Gefühle am Lautersten kund gebend, und die.GebetSfprache, in welcher sie ibr KindeSherz vor ihrem Vater im Himmel am Innigsten aufthun können. Nun, diese schön« und herrliche Sprache haltet, »ackere Deutsche, immerdar recht lieb und Werth. Ja, wie deutsche- Land, deutscher Fleiß, deutsche- LiH, deutsche Bildung, deutsche Gründlichkeit, deutsche Sitte, deutsche Treue, deutsche Ehre, deutsch« Mannhaftigkeit, deutsche- GemÜth, deut scher frommer Sinn, so möge anch die deutsche Sprache Euch bi- zu Eurem letzte» Athempige em thenres 1Aein«d, eine köstliche Perle sei»! . Ft -
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