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Adorjer Grenzbot (früher: Der Grenzbote) Amtsblatt für den Stadtrat zu Adorf Verantwortlicher Schriftleiter, Drucker und Verleger: Gtto Meyer in Adorf Tel.-Adr.: Grenzt» Fernsprecher Nr. 14 Sonntag, den 22. Dezember 1Ä18 Iahrg. 83 2S8 Adorf, den 20. Dezember 1918. Der Stadtrat. der zu- AbMgebcude Menge: 1 Pfund auf eine Hauehaltung. Adorf, den 21. Dezember 1918, Stadt Lebensmittelamt 1094-128«) 100 Gramm. Stadt. Lebensmittelamt die rrile Briefen,' machen, Nr. 1201—1500 1501—Ende Adorf, den 21. Dezember 1918. noch nicht erfolgt ist, haben der Zahlst:!!?, wo sie die Familienunterstützung für Hälfie des Januar 1919 in Empfang nehmen wollen, durch Vorlegung von Briefumschlägen mit Poststempel oder auf andere geeignete Weise glaubhaft zu bah der Eingezogene noch im Dezember 1918 Heeresdienst geleistet hat. 5. Famtlienangehörige von Mannschaften, die nach einer Bescheinigung Montag, den 23. ds. Mts, nachm 2—3 Uhr Berkans von Rehfletsch nachm. 5— 6 Uhr 6-^7 „ Stadt Lebensmittelamt. 1—7 1—40 ständigen Behörde als „vermiet" gelten, haben der Zahlstelle diese Bescheinigung vsrzu- legen, wenn sie für die Zett nach dem 31. Dezember 1918 Familien-Unterstützung be anspruchen. Sie erhalten oje Familien-Unterstützung bis zu dem Tage wsitergewährt, von dem ab sie hie 'Äeriorgungsgebuhmisse auf Grund des Militär-Hinterbliebener-Ge- setzes oder entsprechende Vorschüsse erhallen. 6. Dir Hmterbliebenen erhalten während dreier Monate übe: den Zeitpunkt hin aus, von dem an die den Hinterbliebenen auf Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1907 zu zahlenden Hinterdliebenenbezüge zuständig sind, weitergewährt. Sie haben der Zahl stelle d'n Todestag anzugeben. 7. Die Rcntcn-Tmpfänger erhalten die Drei Monatsrate, auch wenn diese in der Zeit nach dem 1. Januar 1919 zahlbar ist. Sie haben der Zahlstelle ihr Renten- Quiltungsbuch vorzulegrn. 8. Familienangehörige der über den 30. November 1918 hinaus bei den Truppen verbleibenden Mannschaften erhalten die Familienunterstützung bis zum Tage der Ent lassung und außerdem noch zwei Halb-Monatsraten als außerordentliche Unterstützung. 9. Ausgeschlossen von der Gewährung der Familen-Unterstützung über den 31. Dezember 1918 hinaus sind die Familienanaehürigen der Mannschaften, dis in Er füllung ihrer akhoen Dienstpflicht nach dem 30. November 1918 bei den Truppen ver bleiben. Ls sind dies die in den Jahren 1898, 1897 und 1896 geborenen Mannschaften; ferner gehören dazu dre 1895 geborenen Mannschaften, sofern sie der Kavallerie oder Marine ongehmen. 10. Familienangehörige derjenigen Mannschaften, dir sich freiwillig zu besonderem Sicherheitsdienst verpflichtet haben oder verpflichten, haben keinen Anspruch aus Familien- unteistützuno. Körperschaften immer wieder Ausstellungen erhebt, un vir deshalb nicht wissen, welche Bedingungen sie fü )ie Unterzeichnung des Friedensvertrages 'vorschreib! ?tach den vielen Ucberraschungen möchten wir aber dar. richt noch eine unerwartete Tatsache erleben, den m den Friedensbedingungen wird schon genug Un wfreuliches drin stehen. Tie Nationalversammlung 'n mtschciden. o. i Anzeigen von hier und au» dem Amtsgericht» bezirk Adorf werden nullt) Pfg.,von auvwärb mit 15 Psg. dis 5 mal gespaltene Grundzeit« oder deren Daum berechnet und bis Mittags 11 Uhr für den nächstfolgenden Tag erdete, Reklamen dis Seils 30 Pfg. Tageblatt für Adorf und das obere Vogtland Sonnabend, den 21 ds Mts, nachm. von 5—V-7 Uhr Verkauf von Pferdefleisch (gewiegte« in der itädt. Verkaufsstelle. Verkaufspreis: 2 Mk. das Pfund. Bezugsberechtigt: Inhaber der Pserdesleischkarten Abgabe von Quark. Zeit der Abgabe: Sofort. Bezugsberechtigt: gelbe Ausweise Nr. 113—124) gegen Maike L Bekanntmachung über die Gewährung von Familienunterstützung auf die Zeit nach dem 31. Dezember 1918. 1. Die Familienunterstützung für Familien der Mannschaften, die im November 1918 entlassen worden sind, wird spätestens am 31. Dezember 1918 eingestellt, sodaß für diese Familienangehörigen für Januar und die spätere Zeit keine Unterstützung mehr zu zahlen ist. 2. Familien von Entlassenen, die für die erste Hälfte des Januar 1919 Unter stützung beanspruchen, haben der Zahlstelle durch Vorlegung des Militärpafses oder einer Bescheinigung des in Frage kommenden Truppenteils oder wenn solche Papiere nicht bei gebracht werden können, in anderer glaubhafter Weise nachzuweisen, daß die Ent lassung erst im Dezember 1918 erfolgt ist. 3. Familien on Entlassenen, die für die zweite Hälfte des Januar 1919 Familen- Unterstützung beanspruchen, hoben der Zahlstelle unter Vorlegung des Militärpafses oder einer Bescheinigung des in Frage kommenden Truppenteils oder, wenn solche Papiere nicht beigebracht werden können, in anderer glaubhafter Weise nachzuweissn, daß die Entlassung erst am 15 Dezember 1918 oder später erfolgt ist. 4. Familienangehörige von Mannschaften, deren Entlassung im Dezember 1918 Ter Rückmarsch -es Westhcercs. Die Bewegungen und der Abtransport iw. As : -erlaufen planmäßig. Die noch nicht aus Dorpat abbeförderten Trup Pen müssen den Fußmarsch über Fellin nach Rigi antreten. — In Libau sind am 16. Dezember dre englische Torpedoboote eingelaufen und am 17. De zember weitergefahren. Ein Kraftfahrzeug ist zurück geblieben. Der Brückenkopf von Molodetschno wiri planmäßig geräumt. Molodetschno und Bahn Prud> lind aufgegebcn. — Transportzüge zwischen Homel Koljon—Äorwitschi wurden beschossen. Sechs Transporte der Armee Mackensen wurde« zwischen Arad und Budapest festgehalten. Der Rest der aus sieben Transporten besteht, ist in und ir der Nähe von Arad verladebereit. Der Stab de< Oberkommandos Mackensen ist in Budapest eingetrofse, und wird dort festgehalten. f < Erfolgreiche Abwehr von Bolschewisten. Reval ist geräumt. An großen Teilen der Ost front dringen in offenem Hohn auf alle Erllärun gen und Verträge reguläre Sowjettruppen nach uni versuchen die Bevölkerung L» terrorisieren. Aätten eine andere Staatsform, aber doch teine moralisch deraltete, wie sie im Osten bestand. Wir sehen, daß es auf den Namen und auf das iußcre Bild bei politischen Ereignissen nicht w sehr an- lommt, wie auf den inneren Kern. In Rußland ist rlles zusammengebrochen, bei uns ist die Verwaltung leblieben, weil ihrer Ehrlichkeit kein Vorwurf zu machen war. Damit sind, wenigstens zum Teil, die Ausein andersetzungen vom praktischen auf das politische Ge biet gedrängt worden, auf dem die Meinungen heftig auseinander stoßen. Deshalb müssen die leitenden Männer der Republik auch diejenige Ordnung für die deutsche Republik in ihren inneren Einrichtungen in; Auge fassen, die ihren tatsächlichen Verhältnissen ent- 'pricht. Das ist praktisch wegen der Vereinfachung der Arbeit nötig, weil wir Geld sparen müssen, und be ruhigend für alle Volkskreise. Ter Deutsche ist gegenüber dem slawischen Schlen drian im Osten für straffe Zucht, und er hält auch daran est, nachdem wir Republik geworden sind. Die deut- chen Soldaten haben ihre bestimmten Gedanken über ms Treiben der rnssischen Heeresangehörigcn. Sie verden ihre Siege nie vergessen. Darum erscheint !s gerade ihretwegen, die für uns das meiste getan ^aben, geboten, mit der Demobilisation die künftige Organisation der Soldatenvertretung zu verbinden, wnn das Heer war das Volk in Waffen. Der mili lärische Sinn kennt keinen Parteigeist, und wenn sich fier eme Konsolidierung vollzieht, so dürfen wir dar- uis bauen, das; es kein Trugwerk ist, wie die bolsche vistische Wirtschaft im Osten. Wenn der Militarismus ot sein soll, so bleibt doch die soldatische Ritterlichkeit in Deutschland lebendig. Tie deutsche Republik muß Klarheit für die Ein- üchtnng der Räte schaffen, weil die Entente an diesen Ser Tniawind vom Osten. Wir haben In der neuen deutschen Republik so viele Räte, und doch kommt keine Einigkeit. Wir haben endlose Versammlungen und doch kommt kein Ausgleich. Der Streit geht um Prinzipien, aber es fehlen die festen Taten, die zu greifen sind. Es wird laut die Regierungsgcwalt der sozialistischen Republik erörtert, und es erfolgen doch keine Angriffe auf sie, von denen, die von Herzen einer anderen Staats.orm anhängen. Sollte das alles nicht zu denken geben und zn der Er kenntnis letten, daß der Wind, oer aus Rußland die Lehren brachte, wie man heute Revolution macht, ein Trugwind war? Wir haben die Arbeiter- und Sol datenräte, wie sie im Osten bestehen, erhalten, aber wir haben nicht die russischen Zustände in Deutschland gehabt. Und darum fehlt den Räten in Deutschland vaS volle Feld der Betätigung, das sie sich im ein- stigen Zarenreiche ansgesucht hatten. Bei uns gab es, davon haben sich die Arbeiter- und Soldatcnräte überzeugt, keine Bestechlichkeit und Zerrüttung der Beamten und Behörden, die Verwaltung Ht tm besten Zuge. Es gab keine Knechtung der Arbci ter, sondern diese haben ihr reichliches Einkommen: es bestand kein Massenmord der Soldaten, die von den russischen Befehlshabern zu Hunderttausenden in Zen Tod, und zwar nutzlos, gejagt wurden. Das deut sche Solda.enblut ist geschont, die Feldgrauen haben ihre «ührer geliebt. So haben die deutschen Räte die große Reinigung nicht vornehmen brauchen, die in Rußland Zattsand, und das ist gut, denn viel Unheil ist damit verhütet worden. Worüber Meinungsverschiedenheiten bestehen, das sind die politischen Anschauungen. Wir gegen Fleischmarkrn und städt. Warenmarke I. Bezugsberechtigt: Gelbe Ausweise Blaue Blaue „ Verkaufsstelle: H. Kindmann. Adorf i. V., den 21. Dezember 1918. 11. Unter Familienangehörigen sind sämtliche Angehörige von Mannschaften verstehen, die nach dem Familienunterstützungsgesetz und der Bundesratsverordnung , 21. Januar 1916 Familienunterstützung erhalten können. 12. Wer die nach vorstehender Bekanntmachung ersorderlichen Bescheinig»«! nicht vorlegen kann oder die nach dieser Bekanntmachung erforderlichen Glaubh machungen nicht zu erbringen vermag, hat mit Verzögerung der Auszahlung der miüenunterstützung zu rechnen. 13. Wer Familienunterstützung bezieht, ist verpflichtet, den Zahlstellen vor Empsa nähme der Unterstützung die Tatsachen anzuzeigcn, die geeignet erscheinen, eine Ein lang oorr Aenderung der Unterstützung herbeizusühren. Oelsnitz i. V., 19. Dezember 1918. Für den Lieferuugsverbaud: Der Amtshauptmann. Der städtische Eisdahuteich fall auf die Dauer von 3 Jahren vom 1. Li 1919 ab für die Zwecke der Fischzucht verpachtet werden. Pachtangebote wer bis 28. Dezember 1918 verschlossen mit der Aufschrift „Eisbahnteich" erbeten. Die Nutzung dieses Teiches als Eisbahn bleibt von der Verpachtung ausgeichlosten. Der Grenzoote er>cheint täglich mit Aus- na hme des den Sonn- und Feiertagen folgenden Tages und kostet viercsljäyelich, voevusbezahl- dar, 2 1g -psg. Bestellungen werden in der Geschäftsstelle, von den Austrägern des Blattes, sowie von allen Kaiserlichen Post- l anstaltsn und Postboten angenommen