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L88L Aerorduuugsblatt der Arcishauptmauuschaft Bautzen zugleich als Kunsistvrialdehvrde der Lberlausitz. A m 1 sö l a 1 i der Auitühaupluiüttttschüsieu Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswatoe, Hermhut, Bernstadt, Ostritz und Neichenau, des Hauptsteueranues Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Wmftaol, sowie der Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. Bautzen, am 1. März 1882. ist, Dresden, den 24 F-öiuar 1882. Letpjtft zum Sitze lbrer Gesckäsisverwallun-I «»wüdtl und ikren Gcrichlsiiaii» lowobl IN Lnvj?j> als auck am Orle des Gerichtsstandes des Agenten dal. welcher die Versicherung vermittelte, lnermu zur östenlliwen an die evangelisch lutherischen Geistlichen der Oberlausip. Nachdem der feierliche Schluß des Landtags aus den beutigcn Tag festgesetzt worden Itenntnib gebracht. Dresden, den 23. Februar 1882. vemzmanu Beglaubigt: reuvcl, GerichlSnvreibsr Air Ltrrlühuuplmuuttsü-ast als Cvusistvtialbehörde. von Beust. Anzeige zu machen. Kömgllcke« Amtsgericht zu Bautzen. Organ der Handels und Gewerdekammer zu Zittau Äucttous Beranntmattjunu Durch Unterzeichneten sollen Dounersiag, den U. Mär; 1882, von U Ulir Bormittaqs an, IM Barierre des SrdwurgericktSgebaiides. Schlob Ortenburg wer, 3 Aederdechkeiten. 8 Kovttisien. I Betnreiv l Neautator, 2 Svieael. I Fas? W in. vertcbiedeiic ispirituvien, kckankiU-nsiiien. darunter I Kiste mechei Geschirr, 141 Bierflaschen, Bn-rtövtcken mit und ebne Beschlag u. s. w. gegen sosortsge Bezablung versteiger! werben, was anvurck zur öitenUicken Itennlnw nebrackt wird Bautzen, den l. Man 1882. Der Gcricbtsvollzieber des Königlichen Amtsgerichts daselbs, Sünsch rv e t a n n t m a ch u n g, die Coneessionirung der Norddeutschen Feueruersicherungs-Gesellschast ni.Oamdurc bclrefsend. Das Ministerium des Innern hat der Nvrdbeatjcke» Feuerverstcherungs-Geielitchan in oimbura auf Grund der von derselben emgereichien Statuten die nachgiuuchle Goncetuon zur Annabme der nach 7 veZ Gesetzes, das Mobiliar- und Privat-^euerverjicherungsmeten brlresient, vom 2-^ August 1878 zulässigen Ver sicherungen innerbalb des Königreichs Sachsen unter den durch das angezogene Gesetz um die daru geborig AuSsützrungsverordnung vom 20 November 1870 vorgeschncbenen Bedingungen und B-ickiüniun-e» mit Borbeball des Wibötruls ertbeilt. GS wird Solches und dost du Geiellschait ur das Krinircick Sachsei Ministcrium des Ittnern. von Niitttk-WaUwtti. llllünckncr. Der Dienstknecht Karl Gottlieb Erns, Kamu» aus N.eberlunewalde, zuletzt ,n Gnaschuntz im Dienst, ist in einer wider ibn wegen Diebstabls vorliegenden Sache zu vernebmen. Sosorltge Aasen,ballsorlsanzeige. Bautzen, den 28. Februar 1882. Der Königliche AnitSauwalt I. A : Laboüe. Resdr. Steckbrief. Der am 17. April 188s zu Berthelsdors bei verrnhut gebotene vandarbeUer Grnst Augu,t Prrws« nachdem er wegen Verübung verschiedener Diebstähle sestgenommen wnr E G« wird ersucht, denselben sestzu chmen und in das AmILgeiichts-Gesängnib zu verrnbui abzusteiern. Herrnhut, den 28. Februar 1882. Königliches Aintsgericht. vr. Wauer. v t r a n n 1 m a ch u tt g des MiiiistcriuiuS des Innern, die Uiiterstützungcn zum Gebrauche des Elsterbade? betrefjeiid. Das Ministerium des Innern ist in der Lage, tum Zwecke des Gebrauches des Elsterbade« hilss- dedürstig- Personen durch 1 Geldbeibülien aus den Mitteln der, unter Seiner P rmrUuiw stehenden „Sächsisch,II Stillung vom 28. Juli I8ll" mit deren Bewilligung auch der Genus? der Bemtznen unter Nr III verbunden ist, II Verleihung von Freistellen un AugustuSsuste zu 'Bat Elster, welche die Benesi >en unter III ebenfalls in sich schlichen, mit welchen jedoch sreie Beköstigung nicht verbunden ist, III Bewillig ung freien Bndergenusses und der Befreiung von der Kurtaxe zu unlerstütze» Um die Erreichung des Zweckes dies r Unterstützungen sicher zu stellen, und dabei zugleich das In- lereste der Badeanstalt zu Eist r in der erforderlichen Weise zu wahren, wird hiermit zu entsprechender Rege lung der Bewerbungen um die unter I., U. und III. gedacht«» BenestZe» Folgendes bekannt macht. I- Wer um eine Unterstützung zum Gebrauche des Elsterbas es nachsucht hat in dem Gesuch bestimmt anzugeben, um welches von den Benkfstien unl r I , II. und III er sich bewirbt. 2 Bewerbungen um die g-^achlen Benesrcien sind unter Beischlub ter u ter Nr 3 lut » und b gedachten Z uzniste spätestens bis jum 1. Rprt! bei dem Ministerium des Innern anzubringen. 3) Zur Begründung des Gesuches um eines von den be legten Beneficien ist erforderlich: u) ein von einem kgstunirlen Arzt'ausgestelltes Krauchest eugmh, welches nachweist, daß für den Kranken der Gebrauch des Elsterbades angezei^ ist Diese? Zeugnis mus die Kr.intheilsgeschicht! enthalten, unter speziellen Angabe» über Art und Vertun u»» die hervorragendsten Erscheinungen der Krankheit, sowie über bisherige ärztliche Behandlung und üb,r die Erfolge derselben, auch, dafern früher rin Gebrauch des Elsterbades schon stattgefunbcn bat Angaben der Zeit und deS Erfolges dieses früheren «urgebrauches -I b ein obriglOtliches Bedürstigkulszeugnis!, in welchem das Alter und die Familienverhältnisse d s Kraul, n angegeben s in müffs» und aus welchen« zu ersehen ist, bah b r In haber hülssbcdllrstig und nicht in der Lage ist, das ihm ärztlich verordnet Elsterbid ohne besondere Unter slützung zu gebrauchen. 4 Unterstützungen aus der Sächsischen Stillung (Nr. I) können stistnngsgemäh nur Angehörigen des Königreichs Sachse» bewillig! werden 5> Die Bewilligung der unter Nr. I und UI. gedachten Unlerslützangin ist an die Bedingung gebunden, dah der Kuigebraut u Bad Elster entweder in der Zeit vom 15 Mai bis zum 30. Juin oder ii der Zeil vom 15. August b« zum 30. September stall findet 8) Bewerbungen, die nach der unter Nr. 2 vorgesckriebenen Frist emgehen, l aben leinen Anspruch aus Brrllcksichllgung. Dasselbe gilt von solchen Bewerbungen, welchen da? eine oder da. andere von den unter Nr. 3, Ust. u und b gesuchten Zeugnissen nicht bestieg!, vier wenn .aö eine oder ra andere von diesen Zeugnissen den unter Nr. 3, Uit. », beziehentlich unter No. 3, Este. b ausgestellten EZurdermsse» nicht entspricht. Ministerium des Innern. von Nostlti-WaUwli; Müller. ist, sv oclanat die wegen deS Landtags in das allaemcmc Kirchenae^ auigeuammenc Stelle nicht weiter zur Verlesung, wovon die evangelisch-lutherischen Geistlichen der ^'erlausch zur Nachachtmig andurch in Kenntnis gesetzt sverdcn St o n t tt r s v e r s a h r e rr. lieber den Nachlai, der Sückerm Louise Auguste Gutsche m Bautzen wird heute, am 1. Mar. 1882, O-ackmütags 5 Uhr, das Koiitursversahrcn eröffnet Der K umnann Klein--»« ssiiecksch hier w?rd zuin zioiltursverwaster rr»an»i Kvnlurssvrderuiigk» sind bi« zum 27 März 1882 bei dem Gerichte anzuiuelrei. E.. wn» zur Betchlusnaffuna über die Will -m«.« unseren Verwalvrs, Uber die Beileuit!.^ Glaubigerausichuffe-, und enuretenden Falles über die in 8 120 der KvnlurSvronuilg bezeichneten Gegenstand, wwie zur Prüfung der angemeloeten Forderungen an! Sen 4. April 1882, Vormittags 41 Uhr, vor dein umetteickmten Gerickte Teriniii anveraumt. , , , . , Allen Perivnen, welche eine zur Kontursmaste gehörige Sache IN Beütz baden oder zur KonturSmaffe etwa« schuldig sind, wird auigegebni, nichts an den Gemeustchuibner zu veradiolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung aulerlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche ne aus der Sacke adgeionberte Belrievigung in Anipruch nehmen, dem Konlursverwalter bis zum 2/. Ntärz 188v Telegraphische Korrespondenz. Wien, I.März. Wic die „Presse" meldet, übernachtete General Skobeleff in Wien und reiste heute vormittag mit den, Eilznge nach Petersburg ab. Offiziell. Bon Stolac, Bilek nnd Trcbinjc aus wurden gestern größere Streifungen in nördlicher Richtung vorgenommen nnd dabei feine Insurgenten angetroffen. Die Ortschaften sind vielfach von Männern verlassen. Diese Streifzüge werden fortgesetzt werden. Kleine Geplänkel sanden am 2!V Fcbr. am Ottawa Berge bei Konto, sowie bei Bnnoevic in der Knvokcir, südlich von Nblis, statt. Paris, 1. März. Der englische Botschafter, Lord Lyons, unterzeichnete gestern abend im Ministerium dek Auswärtigen mit dem Ministerpräsidenten Freycinet die Zusatzverträge, bctr. die Fischerei, die Schiffahrt nnd den Markenschutz. Lord Lyons gab dabei den freundschaftlichen Gesinnungen Englands für Frankreich Ausdruck nud sprach seine Befriedigung darüber aus, daß sich die zwischen beiden Ländern geknüpften Bande zusehends verstärken. Paris, 1. März. Dev Miuistrrrat hat sich gestern mit der Frage wegen Wiederherstellung einer >lairi<- co u traI o von Paris beschäftigt und beschlossen, die Initiative hierzu nicht zu ergreifen, jedoch auch, falls ein bezügliches Amendement von der Kammer gestellt würde, dasselbe nicht von vorn herein zuriickzuweiscu. In SmatSkreism zeigt man sich über diese nachgcbende Haltung dcö Herrn v. Freycinet an jene Forderung der Radikalen sehr unzusriedeu. Die Gambcttisten greifen die eventuelle Ernennung Au di ieups, dcS bekannten persönlichen Feindes Gambettas, zum Botschafter in Madrid heftig an. Paris, 1. März. K. Zlg.) Die Anstifter er Ar beitseinstellung in BcssogcS (Gard> standen gestern vor dem Friedensrichter. Der Socialist Fourni o r e wmde zu vierzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Die Truppen vcr lassen Bcffoges Ende dieser Woche, wenn keine neuen Nuhe- störxngen eintreten. London, 28. Februar, abends. Das Unterhaus erklärte mir 242 gegen 29 Stimmen die Wahl des irischen Agitators Michael Davits in Meath, welcher sich zur Zeit in Haft befinoek, sür illegal. Auf eine bezügliche Auftage erwiderte Uuterstoatssekretär Dilke, das iu der Ehefn-Kon- nentivu vorgesehene Opium-Arrangement ft, noch nicht rati fiziert worden, da wegen anderer Arrangements zwischen England nud China unterhandelt werde. London, 1. März. Den „Daily News" zufolge hätte der gestrige KnbinettSrat über die vom Komitee des Oberhauses zur Untersuchung über die Wirkungen der irischen Landbill an den Obersekretär für Irland, Forster, erlassene Einladung, sich behufs seiner Vernehmung vor dem selben einzusinden, beraten und beschlossen, demselben die Er laubnis hierzu zu verweigern. — Die „Times" bespricht, an General Skobeüffs Rede auknüpfend, die Bestrebungen und Ziele der Panslavistcn und sagt, Europa könne so verzweifelte Experimente nicht billigen. Europa habe seine eigenen Interessen zu wahren nnd stelle sich auf den Stand punkt der feierlichen Verträge, durch welche diese Interessen verbürgt worden seien. Vor allem verlange Europa aber Frieden und eine ehrliche Probe sür die im Jahre l 878 her gestellte neue Ordnung der Dinge. PetcrSb urg, 27. Februar. B. T.) Heute fand iu Gatfchina die Inspizierung des ersten dorthin mar- schicrtcn Detachements Gardc-Kavalleric und Artillerie statt. Diese Inspizierungen werden sich iu kurzen Zwischenräumen neunmal wiederholen; die letzte wird am 10. i 22.) März stattsindcn. Von ausländischen Miliiär-Bcvollmächtigten war nur der dculsche, General v. Werder, anwesend, welcher, wie verlautet, auf spccicllc Einladung des Zaren sämtlichen Inspizierungen iu Gatschina beiwohnen wird. Heute wurde sehr bemerkt, daß der Kaiser den General wiederholt auö- zcichnetc. Nach der Inspizierung wurden sämtliche Offiziere zum Dejeuner ins Palais geladen; auch die Kaiserin war anwesend.— DaS Eintreffen SkobelcssS wird für heute abend erwartet. Man erzählt, bei der Nückbcrufung sei ihm besohlen, Berlin nicht zu berühren. Interessant ist, daß auch Jgnatiefs über das Gebaren Skobeleffs sich sehr ausg»brach! äußerte. Wirklich energisch gegen Skobeleff sprach sich der Kriegßminister WaunowSki aus, der auch der erste gewesen sein soll, welcher den Kaiser bat, den General sofort aus Paris zurückruruseu Auch Aksakow iu Moskau soll sich über Skobeleff ungünstig aussprechen (wohl nur, weil der Erfolg der Rede des Generals rin ganz anderer, wic erwartet wurde . Petersburg, 1 März. Über die Gerichtssitzung vom Montag in dem Prozeß Trigons a wird nachträglich noch bekannt, daß kur; vor Verkündigung des Urteils und ehe die anwesmdeu Gmdaruicn cs zu hindern vermochten, der Nngeklag! Kletotschuikoff dem Mitangeklagten Merknlofs mit den Worten eine Ohrfeige gab: „Nimm das von mir und meinen Mitangeklagten Kameraden." Zum Tode ver urteilt sind die b i dem Attentat vom 1 3. März v. I. Bc teiligtcn und zwar Michailofs, Kololkewitsch, Trigonja, Svchauoff, Issajeff, Kletotschuikoff, Emeljanoff, Varannikofs. Merkuloff und die Lebcdefs, die übrigen Angeklagten, bis auf deu Angeklagte» Lustig, welcher 4 Jahre Zwangsarbeit er hielt, Windeu zu Zwangsarbeit aus unbestimmte Zeit ver urteilt. Ferner wird über den Prozeß noch folgendes ge meldet: Die Reden der Advokaten Spaffowitsch, Gerard, Buimistrow und Nlczandross waren durch eine so kühne Sprache charakterisiert, daß sie die Kühnheit der Verteidigung iu den früheren politischen Prozessen, namentlich in dem Prozeß von Vera Sassulitsch, die denselben Verteidiger Alkzandross hatte, noch übertrafen. Nlczmdroff protestierte vornehmlich gegen die Berechtigung des Prokurators, auf Grund des Eingeständnisses Emeljanofss iu der Vorunter suchung letzteren der Teilnahme an dem Attentat vom 1!!. März v. I. anzuklageu; er stützte sich dabei aus den Kodes des Zaren Alczci Michailowitsch. Der Verteidiger hob hervor, daß die Angeklagten in gewisser Beziehung als krank anzusehcu seien, daß sic aber persönlich anständig, ja ehren Haft wären; schlosse mau den Kaiscrmord aus, so sei ihre Lehre sehr wohl diskutierbar. Bei der Frage, wic Emclja uoff iu der Voruntersuchung dazu gekommen, seine Teil<