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achnchter Verordnungsblatt der KreiShanptmannschaft Bantzeu zugleich als Konsistorialbehörde der Oberlanfitz Verantwortlicher Redakteur Georg G. Monse; i. V. Louis Do erne. — Telegramm-Adresse: Amtsblatt Bautzen. — Fernsprechanschluß Nr. 51. Nr. 178 1901 Freitag, den 2. August, abends. Bekanntmachung r. I. Bautzen, den 1. August 1901. Ler Königliche Bczirksschulinspcktor. Königliches Amtsgericht zu Herrnhut. Königliches Amtsgericht. den 31. August 1901, Vormittags 9 Uhr, Ende Zu 1 ist mit Königliches Amtsgericht. zu 2 Ist mit Königliches Amtsgericht. Preise verstehen sich zu 1 Ulst 5100 Nl frei Strasanstaltsabtheilung Bautzen und inst 500 m frei bei Königliche Strafanstalts-Direktion. Königliches Amtsgericht. Ostritz, den 31. Juli 1901. 8»» Forts in Wei-hai-wei eingestellt worden ist. General-Kontrolleurs der Einnahmebehördc verliehen. in Canton üdchen, rd zum e nach der Arntshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut, Bernstadt und Ostritz, des Hauptzollamtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeindcrätc zu Schirgiswalde und Weißenberg rsche, den gan- i erfahren n gesucht, vir, vor dem Königlichen Amisgerichte hieljeibst anberaumt. Bautzen, den 1. August 1901. e >en unter l. nieder» genommen worden ist. Bautzen, am 30. Juli 1901. Aufvag nicht erfolgt, als abgelehnt. Zwickau, den 1. August 1901. -187, lohu- 10. vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst bestimmt Bautzen, den 1. August 1901 vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst bestimmt. Bautzen, den 1. August 1901. r bald nd gt- MthlN isSvors Gute »erlich, udische Au- 46 im Vl. Der Unterzeichnete ist vom 3. bis 31 August beurlaubt. Dringlich« Angelegenheiten erledigt wählend dieser Zeit Herr Bezirtrschustnspellvr Or. pb. Hartmann in Kamenz. Der Ortslichter und Gemeindevorstand Glathe in Obeioderwitz wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssvrderungen sind bis zum 20. August 1901 bei dem Gerichte auzumelden. Es wird zur Beschlussfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Lerwallers, sowie Über die Bestellung etnes Gläubigerausschusses und eintretenden Falles über die In Lfl. 8 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus „Daily Expreß" läßt sich aus Shanghai melden, gut informierte Kreise hegten die Besorgnis, daß England über kurz oder lang Wei-hai-wei an Deutschland abtretcn werde, als Anerkennung für Deutschlands gute Dienste im Nangtscgebicte. „Daily Expreß" bemerkt dazu, es liege nichts Unwahrscheinliches in dem Gedanken, Wci- zu 3 ist mit zur Ablitferung zu bringrn. Dezember 1901, Juri 1902 und Dezember 1902, Dezember 1901, Juni 1902 und Dezember 1902, Dezember 1901 hai-wei an Deutschland zu übertragen. Wei-hai-wei habe dessen geht der englische Einfluß auch mehr und mehr ver» sich wenig oder gar nicht wertvoll für England erwiesen; loren. Die französische Regierung thut „alles" und ivird für Deutschland wird die Erwerbung des Hafens und des von der chinesischen am meisten gefürchtet. Die deutsche Forts von weit größerem Vorteil sein als für England, Regierung fängt an, aufzuwachen, doch könnte im Süden und indirekt dürfte Wei-hai-wei im Besitze Deutschlands Chinas ein viel festeres Auftreten dem deutschen Handel sich vorteilhaft für England erweisen, weil cs dann einen nur Gutes bringen. Mit schlaffer Unterstützung durch die Di« Bautzener Nachrichten erscheinen, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage, täglich abends. Preis des vierteljährlichen Abonnements 3 JnsertiouSgebühr für den Raum einer PeltH Spaltzeile gewöhnlichen Satzes 15 A, in geeigneten Fällen unter Gewährung von Rabatt; Ziffern-, Tabellen- und anderer schwieriger Satz entsprechend teurer. Rachweisgebühr für jede Anzeige und Insertion 20 Pfg, für briefliche Auskunftserteilung 10 Pfg (und Porto). WM" Nttk bis früh 10 Uhr eingehende Inserate finVtU U0th ilt VtM abeuVS rrfcheinenbeu Blatte Äufnahme. Inserate nehmen die Geschäftsstelle des Blattes und die Annoncenbureaus an, desgleichen die Herren Walde in Söbau, Clauß in Weißender? Lippitjch in Schirgiswalde, Gustav Kröling in Bernstadt, Buhr in Königshain bei Oflrttz, Reußner in Ober-Cunnersdorf und von Lindenau in Pulsnitz. 1000 m 2000 2000 800 800 900 32 20. August 1901 der unterzeichneten Stell« «Ivzurelchen, und gelten, wenn bis 28. August 1901 Königliche AmtSdauvtmannfchaft. »r. Hempel. Herr Jakob Httzke m Radibor auch für die Ortschaften bez. GutSbezirke Luttowitz, Merka und Radibor als Tüchinenschaucr in Pflicht den 30. August 1901, Vormittags 9 Uhr, wr dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. In dem Konkurs»«,fahren Uber das Vermögen des Handelsmanns Carl Kaspar Bock in Bautzen ist zur Abnahme der Schlußrechnung dcS Ve'walleiS, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schtuß- perzeichniß der bei der Berlheiiung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin aus deu 31. August 1901, Vormittags 9 Uhr, Schulrat Schütze. In dem Konkursverfahren über das Vermögen deS GastwirthS Otto Focke in Bautzen ist zur Prüfung der nachträglich angemeideten Forderungen Termin aus deu 31. August 1901, Vormittags 9 Uhr, Ä o n k »r r s v «e r f « h ix e ». In dem Konkursverfahren über daS Vermögen der Putzmacherin Maria Theresia Rosemann in Ostritz ist In Folge eines von der Gemeinschuldnerin gemachten Vorschlags zu einem ZwangLvergletchc Vergleichs iermln aus deu 22. August 1901, Vormittags ^/,11 Uhr, Vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst anberaumt. Der BergleichSvorschlag ist aus der Gerichtsschreiberei der unterzeichneten Gerichts zur Einsicht der Betheiligten niedergelegt. Trichinenschau. Im Anschlusse an die Bekanntmachung in Nr. 170 der Bautzener Nachrichten vom 24. Juit d. IS. Wird zur öffentlichen Kennlniß gcbracht, daß der Schneider Organ der Handels- und Gewerbekammer zu Zittau Webwaarcn-Lieferung. Zur Lieferung sollen vergeben werden: 1. 5600 m FrteS, Weitzer, gewalkter, zu Lagerdecken, 128 ein breit, 2. 2500 m Tuch, schwarz vranmcltrteS, zu Jacken und Beinkleidern, 113 ew breit und 3. 32 m Mantelstoff, schwarzer imprägnirter, 140 em breit. Strafanstalt Zwickau, zu 2 und 3 frei Strafanstalt Zwickau. Muster weiden bei der Wirtbschastsverwaltung der Königlichen Strafanstalt Zwickau vorgelegt. Angebote unter Beifügung von Proben sind bi« Die Lieferung des Deckensrieses hat in abgepaßten Längen zu 2 in oder in Längen zu erfolgen, die durch 2 in ohne Rest thetlbar sind. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Holzwaaienhändlcrs Friedrich Paul Stalzc In Bautzen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung vou Einwendungen gegen das Schlußverzeiämiß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke, der Schlußtermin auf b. g. L. mann. ,? sagt Allen Personen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache In Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, ivird aujgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung aujerlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, sür welche sie auS der Sache abgesonderte Besriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. August 1901 Anzeige zu machen. starken Puffer gegen Rußlands Vordringen nach Süden Regierung wagt keine Firma irgend eine größere Unter bilden würde. Für die Wahrscheinlichkeit des Gerüchts nchmung, deshalb kann der Handel auch keine Ausdehnung spreche auch ein Telegramm, demzufolge der Bau des erfahren, wie es im Interesse aller erwünscht wäre. Man Forts in Wei-hai-wei eingestellt worden ist. (Die „Freis, bezeichnet den Süden Chinas als französische Jnteressen- Ztg." bemerkt hierzu: An dieser ganzen Geschichte ist wohl sphäre! Wo ein Franzose Fuß faßt, treibt er andere durch kein wahres Wort. Sollte England wirklich das schöne Schutzzölle hinaus! Die Chinesen mögen die Franzosen Wei-hai-wai Deutschland anbieten, so hoffen wir, daß dieses nicht, — Kaufleute sind sie nicht, nur Friseure und Restau- freundliche Angebot deutscherseits ausgeschlagcn werden wird, rateure — aber dennoch kriecht alles vor ihnen! Es darf Wir haben an dem einen „Platz an der Sonne", Kiautschau, in Zukunft nicht wieder vorkommen, daß ein Konsul in gerade genug.) Südchina jeden in seinem Bezirke sich ereignenden Fall Shanghai, I. August. Die Kaiserin-Witwe hat dem nach Peking berichten muß an die Gesandtschaft. Der Junglu die wichtige und einträgliche Stellung eines Konsul muß selbst thatkräftig handeln können und in seinem Handeln von der Regierung mit aller Energie unterstützt Da sich Juanschikai, um seine Pflegemutter zu betrauern, werden und es müssen nur solche Männer zu Konsuln ge- zurückgezogen hat, machen sich die Boxer in Schantung nommen werden, die ein solches thatkräftiges Handeln ge- wieder bemerklich. währleisten. Es ist immer die Politik der Chinesen gewesen, ' Hongkong, 31. Juli. In Canton wurde ein die Regelung der sich bietenden Differenzen nach Peking heftiger gegen die Fremden gerichteter Aufruf der Boxer zu übertragen, nur um Zeit zu gewinnen. Mit dieser Wirt angeschlagen, der gegen die Einführung der Haussteuer schäft muß ein Ende gemacht werden. Es herrscht die all- Einspruch erhebt, welche infolge der an die fremden Mächte gemeine Befürchtung, daß die guten Folgen des Krieges zu zahlenden Entschädigung notwendig geworden ist. In nur dem Norden zu gute kommen werden — und daß wir dem Maueranschlag heißt es, wenn die oiesseitige Regier- im Süden namentlich ab Canton den alten Schlendrian ung den Forderungen der Mächte nachaeben und die behalten werden. Die deutschen Interessen in Canton Steuer eintreiben werde, sei der Ausbruch eines großen werden seit Monaten von einem stellvertretenden Vice- Aufstandes sicher. konsul vertreten, während cs wert wäre, in Canton Ueber die künftige Gestaltung der Dinge in einen Generalkonsul zu haben, welcher dem deutschen China schickt ein in Hongkong lebender Bremer an die Handel und dem deutschen Einflüsse Eingang in Kwan- „Weser-Ztg." einen Artikel, in dem er u. a. schreibt: „Man tung und Kwansi verschaffen, könnte. Mit einem bedauert hier sehr das sang- und klanglose Auseinander- energischen Manne als Vertreter der deutschen Interessen gehen der europäischen Truppen, ohne die ganze Angelegen- im Süden, der die Chinesen und die chinesischen Verhält- heit zu einem wirklichen Schluffe gebracht zu haben. Man nisse nimmt, wie sie genommen werden müssen, nämlich Die Vorgänge in China. * Berlin, 1. August. Mitteilung des Kriegsministeriums über die Fahrt der Truppentransportschiffe: Dampfer „Arkadia" 30. Juli Gibraltar passiert. China ist bas Land der Täuschungen; man weiß nie recht, wie man dran ist. Heute klingt alles sehr be ruhigend und die Regierung zeigt ein anerkennenswertes Entgegenkommen, erklärt sich sogar zu bedeutenden Opfern bereit, morgen heißt es wieder, es ist das alles nur Lug und Trug. So wird z. B. aus Shanghai gemeldet: „Die „Nordchina Daily News" erklären, die Kaiserlichen Dekrete, welche die Rückkehr des Hofes nach Peking andeuteten, seien nur zu dem Zwecke veröffentlicht worden, die Ver bündeten irre zu führen. Die hohen Beamten in Peking treffen in aller Stille ihre Vorkehrungen zur Uebersiedelung nach Siuganfu. Wieder ein Beweis, wie weit man den schlitzäugigen und langbezopften Stammesgenoffen eines Li-Hung-Tschang zu trauen hat! Hoffentlich geht diese Erfahrung an den Schlußverhandlungen der Gesandten nicht spurlos vorüber! Die Meldungen über die Er mordung von 15 Missionaren belgischer und italienischer Nationalität in der Mongolei bestätigen sich Gott sei Dank nicht. Ein Brief eines Großvikars der Missionen stellt sie in Abrede und erklärt, am 1. Juli seien alle Missionare bei vortrefflicher Gesundheit gewesen." Die Rückkehr der chinesischen Kaiserfamilie nach Peking ist noch immer in Frage gestellt. Dagegen ver lautet, daß verschiedene chinesische Würdenträger sich vor bereiten sollen, nach Singanfu überzusiedeln. An Bereit willigkeit zu Reformen und Zugeständnissen — auf dem Papier! — scheint es um so weniger zu fehlen, als ja der Kaiserhof dem Anblick dieser verabscheuungswürdigen Neuer- ungen nach wie vor entrückt bleiben will. Hierüber wird heute folgendes gemeldet: London, 1. August. Die „Times" berichten aus Peking: Der französische Gesandte habe Li-Hung-Tschang um eine Konzession zum Bau einer Eisenbahn zwischen Paotingfu und Tientsin ersuckt. Peking, 1. August. In dem neuen Auswärtigen Amte sind vier besondere Abteilungen errichtet worden für die Behandlung politischer Fragen mit Deutschland, England, Rußland und Frankreich. Äorrkursverfahren. Ueber da« Vermögen des Fabrikanten Emst Richard Kietzliua in Oberoderwitz, alleinigen Inhabers Ler Firnis E. Kießling daselbst, wird heule, am 1. August 1901, Vormittags 9 Uhr da« KönkurSoersahren eröffnet. hen, , wird csucht: prt. vandteS Verkäu- Zeptbr.: tz 19. in ehr- lädchen. rderlich. e, e 10. wung Ltagc. Ab- «st, MN, Innen, -uh 9. sucht meinem ich. u. erb. !U. 13. hnung hofft, daß die europäischen Mächte ihren Staatsangehörigen sofort die allerdurchgreifendste Unterstützung zu teil werden lassen, wo Chinesen sich irgend welche Uebergriffe erlauben, zu denen sie nicht berechtigt sind. Nur auf diese Weise kann dem chinesischen Volke Respekt eingeflößt werden. Die englische Regierung thut in dieser Weise nichts, infolge-