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und Tageblatt UMS»l«tt Pir w vaigliH« mi» UdNIchri «ehSwea za Frcldtrg «d Bru» DieaStag, »e» ST Jammr lich, Wunder.* > unter tion vr. r<1« ! die ust hat , findet wße. Illg wg 20. VN" reich «rrn en»- k im stge- Kart -aat- lichst ,e er- osten gebot Der «tadtrattz. »r »««M. «llr Liu- um- ttag, ttagt ch-s. stho, wrn -sich lteut Iwa da» aus Pier twa men llcin be» mit i, sucht. . Bl. - »-N »Geschäft Lxpd.Bl. sowie die Damen und Herren de» Gefolge». In dem Augenblick, al» der Zug in die Kapelle trat, erklang au» der Höhe, vom Domchor mit wahrhaft wundervoller Klanggewrlt gesungen der 98. Psalm: «Singet dem lcker nl.Frbr- »verdienst nter U »irsrS Bl- SaalhLlfte zur Seite de» Throne», weiter gegen den AuSgang zur Kapelle dir Minister gegenüber der Generalität. Schmetternde Fanfaren und Paukenwirdel verkündeten und begrüßten den Ein» tritt de» kaiserlichen Zuge» von der Bildergallerte her. Die Fahnen und Standarten von neunzehn Leibrrgtmentern, jede von dessen Kommandeur in feierlichem Schritt getragen, auch sächsische, bayerische und württembergische darunter, eröffneten den Zug. Sie schritten zur Fensterwand hin und nahmen dort zur Nord- und Südseite be» Throne» ihre Ausstellung, hinter den Herren de» BundeSrathS. Auf dir Thronestradr selbst traten der Träger der Fahne de» 1. Garderegiment» zu Fuß Oberst v. Kessel und der der Standarte de» Regiment» Garde» du Torp» in schwarzem Küraß. Sie nahmen zu beiden Seiten de» Sessel» im Hinter» gründe Stellung. Nach den Fahnen schritten paarweise die Ritter d-S Schwarzen SdlerordenS, in die scharlachrothen Sammrtmäntel drapirt, in den Saal ein, um sich vor den Banner der Eüdhälfte der Fensterwand auf dem dortigen Hautpa» aufzustellen. Ihnen folgten die Träger der RrichSinfignirn — einzelne gleichfalls Ritter de» Schwarzen Adler», im Scharlachmantel. Auf die vier TabouretS weiter vorn zur Sette deS Thronhimmel» wurden diese Insignien niedergelegt: das Siegel in goldstoffner Kapsel auf da» erste der Nordseite, das Szepter auf da» dahinter stehende, der Reichsapfel auf da» erste der Südseite, die Krone aus da» andere. Der Träger de» ReichSschwerte», KriegSmtnister Bronsart o Schcllendorff, trug c» entblößt auf beiden Händen und stellte sich neben dem Tabouret mit dem Szepter aus. Nach dieser Abtheilung de» Zuge» traten 26 Pagen, paar weise geordnet, in den Saal ein. Sie schritten den Fourirrrn, den Obersten , Ober-Hof» und Hofchargrn voran, und diese bildeten den «großen Vortritt de» Kaiser»*. Vor ihm her trug Freiherr v. Los da» Reichspanier, geleitet von den Generallirutenant» Graf v. WartenSleben und v. Klitzing. Der Kaiser trug den Adlerhelm und über dem weiße» Koller den prachtvollen Scharlach» Sammetmantel der Ritter vom Schwarzen Adler mit der Kette darüber. Ein schimmernde» Heer von Prinzen de» königl. Hause» und anwesenden Prinzen souveräner fürstlicher Häuser, von Generaladjutanten, Generalen und Admiralen ä I» «att«, Flügel« adjutanten und hohen Beamten und Offizieren der prinzlichen Gefolge beschloß den Zug. Der Kaiser trat unter den Thron himmel. Der Reichskanzler verneigte sich und überreichte ihm den Text der folgenden Rede, die er mit lauter Stimme, energisch betonend, ablaS: «Wir Wilhelm, von Gotte» Gnaden deutscher Kaiser, König von Preußen rc thun kund und fügen hiermit zu wissen: Inserat» »erd« di» > angenommen» Drei» für die ' Außerhalb de» Landgericht»! Bekanntmachung. Der M»ltz«--tt»sdi»«ft in der »rueuert«« Gt. Petrtkirch» findet am z« Sonntag nach Epiphanias, den 26. Januar 1896, statt und werden zur zahlreichen Theilnahmr an demselben die geehrt»»» Mitglieder de» Eit. Petri alrch»«-»«ei«»» hierdurch ergebeust ringeladen. W HBon vormittags */,10 Uhr an ist die Kirche für den Zutritt zu den EmPore« geSsfnet. Die Sängerinnen und Sänger de» Kirchenchore» werden ersucht, gegen Vorzeigung ihrer Karten durch da» Hauptthor, dagegen die übrigen Mitglieder der Gemeinde durch di« Settenthürrn ihren Eintritt zu nehmen. Vie Jubelfeier iu Lerlin. Der vom Kaiser geplante und angrordnrte Festakt im Schloß zv« Gedächtniß de» großen geschichtlichen Borgauge», welcher sich vor 25 Jahren im prunkvollen Königsschloß zu Versailles absptelte, begann Freitag Morgen um 1V Uhr in der Schloß, kaprllr. Hier wurde der Gottesdienst für die Eingeladenen pro. testantischen Bekenntnisse» abgehalten, während gleichzeitig der für die katholischen in der St. HedwigSkirche stattsano. Von 9 Uhr Morgen» ab begann sich der anfangs noch trübe erleuchtete Raum allmählich mit jenen Herren zu füllen, Mitgliedern de» Bunde»- rathS und de» Reichstag», aktiven und inaktive« Ministern, Exzellenzen und Räthen der höheren Klassen, Würdenträgern de» HofS und hohen Offizieren, Rittern de» Schwarzen Adlerorden»; die Abgeordnete», der Mehrzahl nach im schwarzen Frack, zum kleinere« Theil in militärischen oder Johanniter-Uniformen, die ktvilexzellenze« in großer Gala in von Goldstickereien starrenden Röcken, die Offiziere in großer Uniform. Die Abgeordneten nahmen die Plätze in den Nischen vor den Zwischenpfeilern der Westwaud ei», die BundeSrathSmitglteder, die der östlichen Hälfte der Nordseite der Kapelle, vom Altar bis »um breiten frei ge. lafsenen mittleren Gange. Ihnen gegenüber Ritter deS Schwarzen Adlerorden», Adjutanten der beiden Hochseltgen Kaiser, während den ganzen südliche« Raum hinter ihnen dir Räthe erster Klaffe und andere eingeladene Herre«, zu denen auch der Unterzeichnete gehörte, etnnahmen. Um den Altar, der von Blattpflanzengruppen umgeben war, sammelten sich die Herren Hof« und Dowprediger vr. Dryander, Faber, Schniewind, Kriewitz. Wenig nach 10 Uhr, nachdem die Kerzen sämmtlichrr Kandelaber sich entzündet hatten, deren Flammen nun den Raum mit strahlender Helligkeit er« füllten, verkündete da» Aufklopfen de» Stabe» de» Herrn Ober, ceremonienmeister» daS Nahen de» kaiserlichen Zuge». Unter dem Bortritt der Hofbeamtrn schritt der Kaiser, gekleidet in den weißen Koller de» Regiment» Gardes-du-Torp», seine Mutter Kaiserin Victoria führend, in die Kapelle rin, zunächst hinter ihm Prinz Friedrich Leopold an der Seite der Kaiserin Auguste Viktoria in hoch ansteigendem Kleide au» grünem Sammet, rin Hütchen mit Frderstutz auf dem Haar, Prinz Albrecht und Prinzessin Leopold, die in blühender Gesundheit prangend, erschien; die Prinzessinnen Wilhelm und Johann Albrecht von Mecklenburg und Friedrich von Hohenzollern, die fünf ältesten Kaiser söhne (der Kronprinz und Prinz Ettel Friedrich mit dem Bande de» Schwarzen Adler- orden» über Brust und Schultern), dir Söhne de» Prinzen Albrecht, Prinz Friedrich von Hohenzollern und andere Fürstlichkeiten, vekmmtmach««,, Verkehr mit Lastfutzrmerke« betaste«». Wiederholt zu beobachte» gewesene Uebertretungen veranlaffen o«S, erneut darauf Hinz«, wrisen, daß nach § 14 Absatz 3 der Straßenpolizei.Oldnung für die hiesige Stadt vom 12. Sep- trmber 1887 der Verkehr von mit «ehr al» 70 Tentuer« belasteten Fuhrwerken nur nach besonder» dazu eingeholtrr Genehmigung de» Stadtrath», sowie gegen Gewährung einer besonderen «er. gütuog wegen Beschädigung de» Straßeupflaster« zulässig ist. ES wird von un» zukünftig streng auf rechtgeiti-e vorherige Einholung der erwähnten Genehmlguvg geachtet und bei etwaigen Zuwiderhandlungen mit Verhängung der in § 104 der obengenaunten Straßenpolizeiorduung angrdrohtrn Strafen voroega«ge« werden. Freiberg, am 16. Januar 1896. Ai« . «llr. : «Si»grt dem Herrn ein neue» Lied, denn er thut Der Kaiser ließ sich dem Altar gegenüber zwischen seiner Gemahlin und seiner kaiserlichen Mutter nieder. Die Prinzessinnen reihten sich zur Linken und Rechten an diese hohen Frauen an. In der Fortsetzung derselben Seffelreihe bis zur nördlichen Kapellenthür nahmen die aktiven Minister ihre Plätze. In der Reihe hinter dem Kaiserpaar saßen dir Prinzen und die Di« Lieferung von ungefähr 70 ob» weichem Echsittzsttg, 2700 U MitteldretttUkOtzl»«, 4200 d- Pirol«««, 170 m Docht»«»«», 120 Lx »»««seife, 220 L« «0»«, sowie die Anfuhre von ca. 280000 ßx «t»i«koyli», 2700 KI »ra««itotzli» ist auf die Zett vom 1. April 1896 bi» mit Ende März 1897 zu vergebe«. Angebot« find, nach Einsichtnahme und unterschriftlicher Vollziehung der in der Jägerkaferue hier, Stube 37 auSlirgenden Vertragsbedingungen bi» zum K. F«»r«ar er. vormittag» 1» Ahr daselbst eiozureicheu. Frei»»*-, am 20. Januar 1896. Ks«i-liche «atMisouBerMaUu«-. , . vekauutmachung. „ Uhr auf dem Obermarkte Pl«tz««fU durch da« Stadtmufikcorp, statt. sMDkl «uv Uhr ab «in Festusatzi im kleinen Saale de» »aufhause» ab. gehauen wird. ' .. . d«» hiesigen Schulen wird der Tag «och durch AbhaÜ««g öffeutlicher Festakte snen wtroev. ' - Indem wir Vetter zur Senutniß bringe«, daß die öffentlichen Gebäude den übliche» Schmuck «Mr» werdendsten wir hiesige Bürgerschaft hiermit die Bitte, ,«rF»i«r ^woü!?" Privatgedsud« mit Fla-geuschmuck -»,«i-st »ersetz»« Frei»»»», am. 18. Januar 189«. Damen deS Gefolge». Nach dem Gesänge de» DomchorS stimmte die Gemeinde den Thoral an: ,O daS ich tausend Zungen hätte*. Darauf die Liturgie von Prediger Schniewind vorgetragen mit dessen Gebeten, Absolution, Ägen, Schriftverlesung (deS 21. Psalm») und Vortrag de» GlaubenSbekenmnisseS. Der Gesang deS Dom. chore» verhallte. Nach dem von diesem gesungenen Amen stimmte die Versammlung den Choral .Nun danket Alle Gott* an. Dann folgte die Predigt de» Hof- und Dompredigers Faber, der als Text den 5. Ver» de» 22. PsalwS zu Grunde legte .Unsere Väter hofften auf Dich, und da sie hofften, halfst Du ihnen auS*. Nach dem Schluß der inhaltreiche», mit zündender Begeisterung vorge- trageoen Predigt sang die Versammlung, von Trompeten und Pauken begleitet, den Choral: .Ach bleib mit Deiner Gnade.' Der Prediger sprach das allgemeine Kirchengebet und da» Vater unser. Ein neuer Choralgrsang der Gemeinde, der Segen vom Geistlichen gesprochen und daS Amen deS Chor» auf der Galerie schloß die gottesdienstliche Handlung Der Kaiser schritt allein zum Altar hin, um de« Prediger Faber zu danken. Dann begab sich der Zug in der alten Ordnung zur Kapelle hinaus und den Weißen Saal durchschreitend in die inneren Gemächer zurück. Die ganze Versammlung auS der Kapelle fand sich nach kurzer Zeit wieder in dem Weißen Saal zusammen, dessen elektrisches Licht aukstrahlende Kronen bei Hellem TagrSschrin eine seltsame warme Helligkeit durch den prächtigen Raum verbreiteten. Aus den drei Mufiktribünen der nördlichen Schmalseite standen die Trompeter deS Garde-Husaren-RegimentS und de» Regimen» GardeS du Torp». Die Schloßgardr.Compagnie mit den Blrch- mützen, ihr Kommandeur mit Dreispitz und Spontan, war dem Thron gegenüber aufgerriht. Die Kaiserinnen, die Prinzessinnen und die kleine» Prinzen hatten sich auf die Hoftribünr an der Kapellenseite begeben und sahen von dort dem prachtvollen Schau- spiel zu. Den mittleren Raum de» Saale» füllten die Abgeord neten d«S Reichstage« und zahlreiche hohe Beamte. Die Herren LcS BundrsratheS ordneten sich vor den Fenstern der nördlichen m«der« ist der Zutritt zu de« WeihegotteSdieusten auch iu Begleitung der Elter» sicht gestattet, dagegen ist die Theilnahmr der CoustrMst«»»« an de« A»e«d-»tt»s»ie«st erwünscht. Die Parochtauen, insbesondere die Bewohner de» Obermarttr», der PrtrrSstraße, der Sais««- hanlstraße, der Korngaflr, der Rinnengaffe und de» Petrikirchhofe» werden freundlichst gebet«, am Wethetag ihre Häufer mit Flaggenschmuck zu versehr». Festurdu««-. «-«ms»««» den 25. Januar, «bends von 5 bi» 6 Uhr B-rlsUte« gu« MeiMtst». G»««tag den 26. Januar, Morgens von 7 bi» 8 Uhr Gi«ls«te« »es »eitzetststas. »ormittst-s bi» '/.10 Uhr PersOM«»!«»» der Festthrilnehmer im Saale de» Kaufhaus«» und Aufstellu«- deS Festzuge» auf de« Ob«,markt. Um 10 Uhr «iuzx- in die St. Petrik.rch« m>d »e-iu« »es »«itze-ottesdieustas. N«H«M«cks 3 Uhr La«fgott»svi»«ft, Dl»»«ds5Uhr A»«Sd--tt-s»ie«W. Dl»e«»s 7 Uhr Festeste« im Kaufhaus. Freister-, de« 18. Januar 1896 Der Kirchenvorstand von Gt. Petri. er Lust zu er. n bei S brücke. Geschäft ivfl ksvorf. - aus chloß od. t habe», l- grsustt Mstitz, Unter!. ,. Bl OÜern tvU», «»« e die ngen. 15/1. st für kann, freiw. >, alS Id Psst- ß d. Bl. irkt 15 »ach, Kotz-Mrsteigerung auf dem Einfiedler Staatsforfirevier. I» Pofer'fch«« »asthof« zum ^»rü«e« Gericht*^ in Nentznnfe» solle« am 27. und 28 Januar dis. Js.» folge«de i« Giufiedler Forstreviere i« den «bth. 39, 41, 7H, 81 (Kahl- und M«««»^. schsäze) 1—5, 13 1S, 25, 27—30, 36-42, 44, 45, 50, 52, 53, SO, 62, 6«, 68, SS, 71, 75 imd am Göhrenweg aufbereitete Nutz' und Breu«HSlz«r a« di« Mtistdietenden versteigert werde», «nd zwar: Mout«g, »e« L7. Ja««ar, vo» »ormtttags Ist Utzr a«: 856« w. u. 786 h Klötzer, 3 w. Drechsler- u. 2 w. Schachtrlklötzrr, 2397 w. Eta»ge»klötzer, 1580 w. Derbftangen i. g. L , 5300 w. ReiSstange« u. 2 rw h. Nutzscheitc; Dienstag, »e« S«. Ja««ar, vo« Bormtttags st Utzr a«: 144 rm h. u. 40 rm w. Brrnnschettr, 36 rm h. ». 83,5 rm w. Brennkaäppel, 117 r» h. Zacke«, 179 rm h. u. 306,5 rm w. Aefte, 202 rm h. u. 317 rm w. «ngrschn Reisig, 9,60 Wllhdrt. h. u. 128,40 Wllhdrt. w. Reisig und 156 rm w. Brennstöcke. Nähere» ist au» den bei den OrtSbehörden und in den Schankstätte» der umliegende« Ortschaften auShängenden Plocaten zu ersehen. as«igl. Forstrentamt Frauenstein ««» «öuigt. Forstrevierverivalt««- Deutsch« Eiustedel, am 16. Januar 189«. Wasilmx.