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,882 Rr. 78 Mittwoch, ds« 29. März MutzemrHNichrichlm d«1 R. M Veror»nuagsSl«tt der Kreishauptmannschaft Bautze» zugleich als KousistorialdehSrde Ser Oberlaufitz u»ä»L»» l» «e u.» !«>«»« I»«w^k»ti»«U.I, 4 «»»da» » i»»«», »> L Uidttr Ml »lt^u^i. »u» «- »U« »«»»»M» -1.- l^M»»I» Mr M, r^re>i , s»^i. ä^» ti» i«» io c3ppit»Lk 10 Soi.^lU0 »»c^», io tM.od.rr i)»rto^ io M>.r.t.»ll0, 8»dl ie LMl»»ktMlMiIn»F 10 <1 srurL »«»,!. di. tril» Odr M»«»Mta.i»Mr»r« a»e«» d lM0 »dMld. »0«>M,d«LM «»IM Amtsötatt der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut, Bernstadt, Ostritz und Reichenau, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. Organ der Handels und Gewerbekammer zu Zittau Der Stadtrath. Bezahlung versteigert werden. LS bau, am 27. März 1882. Aus den an der Straße nach Niebertaina gelegenen Ziegetösen sind vor einiger Zeit einige Hundert Mauerziegel gestohlen worden, was mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß der Verletzte eine Be lohnung von 10 Mark Demjenigen -»gesichert hat, welcher zuerst Thatsachen zur Anzeige bringt, die zur Er mittelung führen. Bautzen, den 27. März 1882. Der Stadtrath. Heerklotz, Stadtrath. Aufforderung. Nach ß 14 der Friedhofsordnung der Seidau, gehen Erbbegräbnisse, über welche der Inhaber keine Verfügung getroffen hat, auf die Jntestaterben über und es sind die Letzteren verbunden, innerhalb Jahres frist, vom Todestage des zeitherigen Besitzers an gerechnet, diese Erbbegräbnisse zu lösen. Da dies von verschiedenen Erben zeither unterlassen worden ist, so habe ich dieselben aus diese Be stimmung aufmerksam zu machen, die Erbbegräbnisse spätestens binnen 4 Wochen von heute an unter Er Aufforderung. In nächster Zeit soll mit Beerdigung der Leichen auf Abteilung 0 des alten Kirchhofes zu Seidau vorgegangen werden Da daS Grabstellenregister über die Zeitdauer der dort Begrabenen keinen «„kalt bietet, so fordere ich die Anverwandten der dort Begrabenen h'erm.t aus, nur binnen 4 Wochen Kenntnisi zu geben, wenn wegen Kürze der Zeit die Wi-derbelegung eines Grabes zu unterbleiben hatte. Seidau, den 28. März 1882. Pktrasch, Gem.-Vorstan^ legung der regulativmäbig-n Gebühren von 3 bez. 6 Mark zu ISsen; erfolgt dies inne,halb der gestellen Frist nicht so wird den weiteren Bestimmungen der Friedhossordnung nachgegangen werden. Seidau, den 28. Mär» 1882.Petrasch, Gem.^ Holz-Auction. Montag, den !t. April ». o., von Vormittag 9 Uhr an, sollen aus dem Kollmar-Forstreviere im Gasthose zum Kollmarwald Stämme, 1 in Parthien zu 2» Stück 166 - - Klötzer, / oder auch im Ganzen, 540 - - Stangen, in Parthien zu 5 bis 100 Stück, 38 R -Cin. harte Scheite (Buche) und 8,, Wellenhundert hartes Reisig, auf den Schlägen am Wolfsgrubenwege und am großen Kamm stehend, unter Vorbehalt des Angebots und den im AuctionSlocale ausgehängte» Bedingungen gegen sofortige baare SPareafse W e i fr e n b e r g. Vom I Juli 1882 an werden alle bis dahin erfolgten, wie auch ferneren Spareinlagen, »u dem alleiniaen Soiie von 3'/.°/« verzinst. Die ExpeditionSzeit bleibt Mittwochs und »war in den Sommer- moL ab 1 Avril, von früh 8 bis 10 Uhr, hernach vom 1. Oc.ober bis Ende ckr, von 9 bis II Uhr. Solches wird gemäß 8 5 Abs. 5 des hiesigen Sparcas,en-Regulalivs andurch bekannt gegeben. Weißenberg, den 27. März 1882. Der Stadtrath. Wittig, Bürgermeister. AuStoosuttgvonKameM Bei der 68. Ausloosung hiesiger Stadtschuldscheine sind No. 96 UU. zu 1500 >1, „ 39 und 103 lät. » ,» 600 275, 420, 501, 595, 623, 835, 866 und 885 Uit. 0. zu 300 X, " 158 354 386, 456, 743. 935 und 955 Uit. 0. zu 150 >i, " 266 4(X), 508, 518, 901, 1066, 1092, 1282, 1319, 1364, 1431, 1528, 1540 und 1751 " I^it H zu 75 ^dl iusgeloost worden und "werden hierdurch für den 1. October 1882 dergestalt gekündigt, daß mit diesem Tage das Recht aus Verzinsung erlischt. Auch werden die Inhaber der schon früher ausgeloosten, aber noch nicht zur Einlösung gelangten hiesigen Stadtschuldscheine No. 30 und 155 lut. 6. zu 600 „ 357, 570 und 855 Uit. 0. zu 300 ^l, ' 278, 292, 313, 653 und 693 lut. 0. zu 150 „ 259, 980, 1388 und 1535 lut. L. zu 75 us hiermit nochmals ausgesordert, selbige zur Einlösung zu bringen. Kamenz, am 16. März 1882. Der zur dasigen Stadtanleihe verordnete Ausschuß. Oertel. Bekanntmachung. Mit Genehmigung deS KSniglichen Finanz - Ministerums wird vom 1. April dieses Jahres ab daS Neben,vllamt 1. El. in Neustadt b. St. aufgehoben und daselbst nur noch ein Untersteueramt fortde- steben. Auch wird vom gleichen Zeitpunkt ab der Ansageposten Langburkervdors eingezogen und dem dasigen Nebenzollamte U. El. die Befugniß zur Abfertigung von Leinenzwirn der Nr. 22 o des Zolltarifs in Mengen bis zu je 50 IcA beigelegt Dresden, den 27. März 1882. Königliche Zoll- und Stcuer-Dircction. Zenker. Wenzel. Bekanntmachung. In Folge des Gewandhausnmbaues treten bei hiesigen Jahrmärkten bis auf Weiteres nachstehende Verkaufsplatzverändernngen ein: i) die Strumpfwirker behalten ihre bisher an Wochenmärkten auf hiesigem Hauptmarkte iunegehabteu Verkaufsplätze und bilden somit die erste Budenreihe von der Reichengaste aus gerechnet, 2) die Strumpfstricker stehen hinter den Strumpfwirkern und bilden die zweite und dritte Budenreihe, 3) die Schnittwaarenhändler halten auf dem Fleischmarkte in der sechsten Budenreihe vom Rathhaus aus feil, während 4) die bisher auf dem Hanptmarkte gewesenen auswärtigen Schneider sich den Verkaufsständen der hiesigen Schneider an der Realschule anschließen, 5) den Blechwaarenhändlern dagegen, welche früher vor dem inneren Reichenthore feilgehalten, ist der freie Platz vorder Kirche St. Maria Martha angewiesen worden. Bautzen, am 27. März 1882. Der Ausschuß für das städtische Marktwesen. Heerklotz, Vorsitzender. Telegraphische Korrespondenz. Wien, 26. März. Großfürst Wladimir von Ruf land empfing bald nach seiner Ankunft die Besuche der hie anwesenden Erzherzoge. Nachmittags unternahm der Kaiser mit dem Großfürsten in offener Hofequipage eine Spazier fahrt in den Prater. Nach der Rückkehr stattete der Gros fürst den Erzherzogen seinen Gegenbesuch ab. Abends 6 U! fand Diner in der Hofburg statt, an welchem der Kaise und die Kaiserin, der Großfürst und die Großfürstin, die Erzherzoge, die Erzherzoginnen, der Herzog von Cumberlan nebst Gemahlin und der Herzog von Nassau teilnahmen. Wien, 27. März. Der Großherzog von Mecklen burg-Schwerin ist heute früh hier angetroffen und in der Hofburg abgestiegen, wo er von dem Kaiser, der Kaiserin, dem Großfürsten und der Großfürstin Wladimir begrüßt wurde. Um 10j Uhr nahmen die hohen Gäste das De jeuner in der Hofburg ein, um 11 j Uhr stattete der Groß herzog den Erzherzögen und Erzherzoginnen Besuche ab. Der Großfürst Wladimir hat seine Apartemcnts heute vor mittag nicht verlassen. Abgeordnetenhaus. Der Handelsminister über reichte einen Gesetzentwurf, betr. die Herstellung einer Ab zweigung der Jstrianer Staatsbahn von Herpclje nach Triest; ferner einen Gesetzentwurf, betr. die Herstellung von Ab zweigungen der Galizischen Transversalbahn von Sucha über Skawina nach Podgorze und nach Oswiecim und von Saybusch zur Verbindung mit der Kaschau-Oderberger Bahn auf Staatskosten im Maximal-Kostenbeträge von 14 Millionen Gulden. Der Entwurf bestimmt im Artikel 2, daß, falls mit Ungarn eine Vereinbarung zu stände komme, durch welche die Verbindung von Saybusch mit der Kaschau- Oderberger Bahn teilweise auf ungarischem Gebiete sicher- gestellt werde, diese Abzweigung nur bis zu dem cinverständ- lich zu ermittelnden Anschlußpunkte an der galizisch-ungarischen LandeSgrenze herzustellen sei nnd in diesem Falle der Gesamt betrag von 11j Millionen als Maximalbetrag zu gelten habe. Bei dem Abschlusse solcher Vereinbarungen dürfen jedoch keines falls Verpflichtungen eingegangen werden, durch welche die volle Selbständigkeit der Galizischen Transversalbahn in Beziehung auf die Tarif- und Vcrkehrspolitik eingeschränkt würde. Der Bau hat im Jahre 1883 zu beginnen und ist in2j Jahren zu vollenden. — Das Haus stimmte der provisorischen Handelskonvention mit Frankreich zu und nahm den Handelsvertrag, die Kon- sular-Konvention, die Verträge über gegenseitige Rechtshilfe bei Behandlung von Verlassenschaften, sowie ein Überein kommen in betreff der Viehseuchen an, welche sämtlich mit Serbien abgeschlossen worden sind. Ferner wurde der Gesetz entwurf über Einführung von Postsparkassen angenommen. — Das Herrenhaus nahm die Petroleumsteuer-Erhöh ung an. Wien, 27. März, abds. Die vom Handelsministerium einberufene Kommission zur Beratung der Eisenbahn tariffrage wurde heute von dem Sektionschcf Pußwald im Namen des Handelsministers eröffnet. Die Handels kammern, Gewerbevereiue, sonstige Korporationen und die Eisenbahnen sind zahlreich vertreten. Das „Fremdenblatt" erblickt in dem überaus freundlichen Empfange des Großfürsten und der Großfürstin Wladimir seitens des Kaisers und der kaiserlichen Familie einen neuen Beweis für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Wien und Petersburg, sowie ein weitere Gewähr für die freundliche Gestaltung der internationalen Lage. — Gegen über den Meldungen, der Großfürst Wladimir sei der Träger wichtiger politischer Anträge und sei insbesondere beauftragt, über eine Zusammenkunft der Kaiser von Österreich und von Rußland zu verhandeln, versichert das „Fremdenblatt" auf das bestimmteste, daß der Großfürst mit keiner Spe cialmission betraut sei. Zara, 27. März. Die Insurgenten haben in der Krivoscie mehrere Häuser niedcrgcbrannt. Der Jnsurgenten- ührer Petac Milic wurde von den Truppen an die monte negrinische Grenze gedrängt und dort von den montenegrini- chen Behörden entwaffnet und verhaftet. Biele Insurgenten aus Ubli und Ledenice haben sich, durch Hunger genötigt, den Truppen gestellt. Paris, 26. März, abends. Bei der heutigen Nach wahl zum Senat wurde in Foix der Republikaner Fr 6 zoul, in Montauban der Legitimist Delbreil gewählt. Das „Pariser Börsenblatt" bringt folgende Depesche aus Rom: Da der neue Gouverneur der italienischen National bank, Grillo, den Wunsch äußerte, mit sämtlichen französisch englischen SyndikatSmitglicdern wegen der italienischen An leihe zusammenzutreffen, so werden die Konferenzen derselben u Paris in der ersten Woche deS kommenden Monats tattfinden. Paris, 27. März. (K. Z.) Der Deputierte Bischof Fre pp el will die Regierung wegen der neuen Ausweisung der Benediktincr von Solcsmes interpellieren. Es wird bestätigt, daß Gambetta diesen Benediktinern Vollmacht erteilt hatte, in ihre Abtei zurückzukehren. Im Laufe der Woche werden noch mehrere andere Ausweisungen von Kloster geistlichen, die in ihre Häuser zurückgekehrt sind, erfolgen. — Die namhaftesten Mitglieder der Rechten des Senats beschlossen, ihr Möglichstes zu thun, um die Ausführung des neuen Schulgesetzes in der Provinz zu verhindern. Paris, 27. März. Das„Eoönement" meldet, Gam betta werde demnächst eine Agitationsreise nach den Departements unternehmen. London, 27. März, abends. Unterhaus. Unter staatssekretär Dilke erwiderte auf eine Anfrage O'Sheas, die spanische Regierung habe den Wunsch ausgesprochen, die Frage bezüglich der englisch-spanischen Handelsbeziehungen m Madrid zu beraten. — Dem Deputierten Monk ent gegnete der General-Postmeister Fawcett, das Schatzamt jabe dieEinführung der Paketpost genehmigt; sobald dieselbe im Innern eingeführt sei, solle sie sofort mit der internatio nalen Paketpost verbunden werden. Alsdann würden z. B. Pakete bis zu einem Gewicht von 3 Kilogrammen aus ganz England nach allen Teilen Frankreichs 1 «b. 9 ü kosten. Der bezügliche Plan sei jetzt den Eisenbahnen unterbreitet; die Ausführung solle mit möglichst geringem Zeitverluste erfolgen. — Herauf wurde die Vorlage über die Reform der Geschäftsordnung fortgesetzt. Nach hier eingegangencn Meldungen aus Athlone ist das dortige in dem zur Grafschaft Roscommon gehörenden Stadtteile gelegene Magistratsgebäude gestern durch eine Dynamitexplosion fast ganz zerstört worden. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen; über die Urheber der Explosion verlautet nichts. Belgrad, 27. März. Einer Mitteilung der „Polit. Korresp." zufolge hat der Ministerrat beschlossen, dem von dem Finanzminister MijatovicS abgeschlossenen Übereinkom men mit dem Konsortium Langno äV-scoiWl,--Länderbank beizutreten und mit demselben den Vertrag wegen Fortführ ung des serbischen Bahnbaues demnächst zum Abschlusse zu bringen.